Milo Rau DIE 120 TAGE VON SODOM / FIVE EASY PIECES

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Inhaltsangabe zu „DIE 120 TAGE VON SODOM / FIVE EASY PIECES“ von Milo Rau

Milo Raus Zweiteiler über Repräsentation und Reenactment, Macht und Gewalt wagt das Unerhörte: In „Five Easy Pieces” bringt er mit Kindern ein Stück über den Kinderschänder und Mörder Marc Dutroux auf die Bühne, in „Die 120 Tage von Sodom” adaptieren geistig behinderte Schauspieler Pasolinis gleichnamigem Skandalfilm. Zwei Versuche über das Spielen und das Zuschauen, die Wirklichkeit und die Illusion, das Leben und das Überleben. Zwei Versuche darüber, was Theater kann und was Kunst darf. Wie kann man mit Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 13 Jahren das Leben und Wirken eines Kindermörders darstellen? Und wie mit Schauspielern mit Down-Syndrom die brutale Vernichtung des Lebens, den Faschismus und Sadismus? Grundsätzliche ästhetische und performancetheoretische Fragen verbinden sich mit moralischen: Wie können Kinder verstehen und zeigen, was Einfühlung, was Alter, Verlust, Unterwerfung und Rebellion bedeutet? Wo liegen die Grenzen des Erträglichen, wenn geistig Behinderte auf offener Bühne gefoltert und mit ihrer eigenen Abtreibung konfrontiert werden? Wo endet die Illusion, wo beginnt die Wirklichkeit? Undwas geschieht mit uns, wenn wir dabei zusehen? „Five Easy Pieces”, seit der Premiere im Frühjahr 2016 in über 30 Städten von Brüssel über Berlin bis Singapur zu sehen, wird weltweit von Zuschauern und Presse gefeiert: „Atemraubend, analytisch klar und grauenvoll“ (Süddeutsche Zeitung), „Ein Meisterwerk. Die beeindruckendste Performance seit 10, 15 Jahren“ (RTBF), „Unbeschreibliches ist gelungen“ (Die Welt). „Die 120 Tage von Sodom”, die Milo Rau gemeinsam mit dem Schauspielhaus Zürich und dem Theater HORA produziert und bereits im Vorfeld für Debatten sorgte, feiert zeitgleich zum Erscheinen des Buchs am 10. Februar 2017 Premiere. Neben den kompletten Stücktexten versammelt der Doppelband zahlreiche Dokumente und Materialien: Fotos, Probenberichte und Interviews mit künstlerischen Beteiligten, Essays zu Pasolini und De Sade, zur Theaterarbeit mit Kindern und geistig Behinderten, zu Kunst und Katharsis u. a. von Kristof Blom, Dirk Pilz, Patrick Primavesi, Klaus Theweleit und Stefan Zweifel.

Ein absolut krasses Buch, nichts für leichte Gemüter, ich fand es aber super!

— Herbstabend
Herbstabend

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    DIE 120 TAGE VON SODOM / FIVE EASY PIECES
    Herbstabend

    Herbstabend

    02. March 2017 um 18:07

    Dieses Buch hat mich absolut geflasht! Ich wusste nicht so ganz genau, was mich erwartet, mir war aber klar, dass es keine leichte Lektüre sein wird. Das Buch behandelt zwei Theaterstücke, eines über einen Kinderschänder und eines über den Film "Die 120 Tage von Sodom". Das Krasse dabei ist, dass das Stück über den Kinderschänder von Kindern aufgeführt wird und das über den Film von Menschen mit Down-Syndrom. Ziemlich harter Tobak meiner Meinung nach und auch wirklich fragwürdig. Was macht das mit den Kindern, wenn man sie ein Stück über einen Kinderschänder aufführen lässt? Viele wussten vor dem Stück bestimmt nicht einmal, dass es Menschen gibt, die so etwas mit Kindern machen...Nichtsdestotrotz ein sehr krasses, aber meiner Meinung nach sehr gutes Buch.

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