Mina Baites

 4.8 Sterne bei 47 Bewertungen

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Die silberne Spieldose

Die silberne Spieldose

 (34)
Erschienen am 07.03.2017
Träume aus Silber

Träume aus Silber

 (13)
Erschienen am 24.04.2018

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Eliza08s avatar

Rezension zu "Träume aus Silber" von Mina Baites

Eine tief berührende Geschichte
Eliza08vor 2 Monaten

„Träume aus Silber“ ist die Fortsetzung des Romans die „Silberne Spieldose“. Das Cover ist wieder einmal sehr stimmungsvoll gestaltet und passt meines Ermessens nach sehr gut zu dem Buch. Auch der Klappentext spricht an und macht so auf das Buch neugierig. Die Handlung knüpft an das vorangegangene Buch an und so macht es keinen Sinn zuerst dieses Buch zu lesen, man sollte die chronologische Reihenfolge einhalten.

Besonders gut an dem Buch haben mir die verschiedenen Handlungsstränge gefallen, die zum Ende des Buches hin zusammenlaufen und so ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ob Kapstadt, Dublin oder London, alle drei Ebenen haben ihre Berechtigung und sind gut von der Autorin ausgearbeitet worden. Auch die Zeichnung der Protagonistinnen ist der Autorin eindrucksvoll gut gelungen. Als Leser fiebert man mit den verschiedenen Personen mit und nimmt regen Anteil an dem Lauf der Geschichte. Der Hauptstrang der Geschichte wird im Jahr 1963 erzählt, lediglich der Prolog und Epilog spielen im Jahr 1995. Als Leser begleiten wir hauptsächlich Lilli und Caera, beide starken Frauen gelangen leicht ins Herz des Lesers, denn ihr Schicksal berührt. Lilli wird von Adoptiveltern großgezogen, denn ihre Eltern schickten sie mit einem Kindertransport nach England, um sie und ihre Schwester vor den Nazis zu schützen.  Caera wird regelmäßig von Angstzuständen und Panikattakken heimgesucht. Sie hat keine Ahnung woher sie kommen, denn seit einem schlimmen Unfall leidet sie an Amnesie und kann sich an nichts mehr aus der Zeit vor ihrem Unfall erinnern. Die Männer kommen in diesem Roman leider etwas zu kurz. Sie treten nur als Nebenfiguren auf, besonders das Schicksal von Dölling hätte man meiner Meinung nach etwas mehr in den Mittelpunkt rücken können. Die Männer von Lilian und Ceara stärken zwar ihren Partnerinnen den Rücken, dennoch wirken sie recht blass und sind weniger ausgearbeitet, wie die weiblichen Protagonistinnen. Die abwechselnden Perspektiven tragen zu einem hohen und sehr unterhaltsamen Lesetempo bei. Umso mehr der Roman voranschreitet, so emotionaler und berührender wird er, die Taschentücher sollte man gerade zum Ende des Buches nicht zu weit weglegen. Die Autorin schafft es durch einw recht einfache und trotzdem angemessene Sprache die Handlung in den Mittelpunkt zu stellen.

Ein erläuterndes Nachwort schließt den Roman gut ab und gibt noch einmal Einblick in die historischen Fakten und wahren Begebenheiten.

Die Zielgruppe dieses Romans sind meiner Meinung nach die weiblichen Leserinnen, Männer werden zwar auch von dem Roman unterhalten werden, dennoch werden ihnen starke Identifikationsfiguren fehlen. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich gerne mit der unmittelbaren Nachkriegszeit und der jüdischen Emigration beschäftigen möchten. Ich bedanke mich sehr bei Mina Baites für dieses berührende Buch, welches zumindest in mir noch lange nachhallt. Mein Dank geht auch an den Verlag Tinte und Feder, sowie NetGalley Deutschland für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

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odenwaldcolliess avatar

Rezension zu "Träume aus Silber" von Mina Baites

Eine ergreifende Suche nach den Spuren der toten Schwester
odenwaldcolliesvor 4 Monaten

1963: Nachdem Lilian Morrison überglücklich ist, ihre Familie in Kapstadt wiedergefunden zu haben, bereiten sie und ihr zukünftiger Ehemann ihren Umzug nach Südafrika vor. Allerdings lässt es Lilian keine Ruhe, nicht mehr über ihre Schwester Emma zu wissen, die in London bei einem Bombengriff während des Zweiten Weltkriegs gestorben ist. Daher macht sie sich auf die Suche, um doch noch Spuren ihrer toten Schwester zu finden.

Gleichzeitig kämpft ihre Großmutter Lotte in Kapstadt mit den Ungerechtigkeiten durch die Apartheid, in dem sie gegen das Gesetz verstößt und den Schwarzen hilft.

In Irland wird die Tischlerin Ceara Foley zunehmend von Albträumen geplagt. Ihr wird klar, dass sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss, an die sie keinerlei Erinnerungen mehr hat.


Mit Freude habe ich die Fortsetzung von „Die silberne Spieldose“ erwartet, auch wenn man dieses Buch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Jedoch habe ich die Menschen aus dem ersten Band ins Herz geschlossen und habe mich daher sehr über das Wiedersehen gefreut. Vor allem auch, weil diesmal das Schicksal von Emma, der älteren Schwester von Lilian, im Mittelpunkt steht. Die beiden Mädchen wurden in den dunkelsten Stunden der Nazi-Tyrannei von ihren jüdischen Eltern allein nach England geschickt, um im schlimmsten Fall wenigstens ihnen ein Überleben zu ermöglichen.


Allerdings ist bereits der Prolog ziemlich traurig, wird der Leser doch Zeuge, wie Emma das Opfer eines Luftangriffs auf London wird. Aber je weiter Lilian in der Vergangenheit ihrer Schwester gräbt, umso stärker werden die Zweifel, was ihren Tod angeht.


Die Autorin schafft es wieder mühelos, eine ergreifende und emotionale Familiengeschichte rund um die jüdische Familie Blumenthal zu schreiben. Durch die Spurensuche nach Emma erfährt der Leser Stück für Stück Einzelheiten aus ihrem Leben in London und welchen langfristigen Einfluss die Geschehnisse aus der Nazi-Zeit auf das Leben ihrer Opfer und deren Angehörigen hat.


Die Familienmitglieder der Blumenthals muss man einfach gern haben, sie haben ein sehr großes Herz, in dem trotz aller bitteren Erfahrungen noch Platz für die sie umgebenden Menschen ist.


Aber das Buch behandelt nicht nur die Suche nach der Schwester, sondern setzt sich auch kritisch mit der politischen Situation in Südafrika zur Zeit der Apartheid auseinander. Lilians Großmutter Lotte ist diesmal nicht mehr bereit, den Kopf einzuziehen, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe ausgegrenzt werden – allerdings ist der Gegenwind mehr als rau.


Über allem steht die silberne Spieldose, die der Vater von Lilian und Emma seinerzeit von seinem Vater geschenkt bekommen hat und die Emma in England ihrer kleinen Schwester anvertraut hat – und auch in diesem Buch wieder eine wichtige Rolle spielt.


Das Ende des Buches hat mir wieder gut gefallen, die Autorin hat einfach eine sehr schöne Art, berührende Geschichten zu schreiben.

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kessis avatar

Rezension zu "Träume aus Silber" von Mina Baites

Absolute Leseempehlung viele Gefühle und Emotionen
kessivor 4 Monaten

1963 befindet sich Lilian und Sam noch bei ihrem wiedergefundenen Vater in Kapstadt. Doch eines lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Egal welches Ergebnis es bringt, sie muss wissen was mit ihrer großen Schwester Emma im zweiten Weltkrieg passiert ist. Als neunjährige ist Emma im Bombenhagel ums Leben kegommen. Zuvor ist Emma vom Vater und anschließend von ihrer kleinen Schwester Lilian getrennt worden. Was ist also geschehen?
Lilian und ihr zukünftiger Mann Sam müssen sowieso noch einmal nach Landon um dort einiges zu klären um entgültig nach Kapstadt ziehen zu können. Peter ihr Vater,  entscheidet sich die beiden zu begleiten, um bei den Nachforschungen behilflich zu sein. Schließlich geht es auch um seine Tochter deren Verlust er nie überwunden hat.
Ein ständiger Begleiter im Leben der Blumenthals war und ist die silberne Spieldose. Sie hat immer Halt und Trost gespendet  und ist somit auch ein liebgewonnener Teil des Lebens für Lilian geworden. 
Nun beginnt in London eine Nervenaufreibende und sehr emotionale Aufarbeitung der Geschehnisse um Emma. Manches ist unfassbar und buchstäblich kaum in Worte zu fassen. 

In einem anderem Erzählstrang geht es um Ceara Foley,  die in Dublin mit ihrem Ehemann Aidan lebt. Sie hat eine Tischlerei und kann in ihrer Arbeit voll und ganz abtauchen. Die Arbeit lenkt sie ab, wenn sie Nachts von einem immer gleichen wiederkehrenden Alptraum geplagt wird. Sie kann sich einfach nicht erklären was es damit auf sich hat.
Sie hat einen Hang für schöne Dinge aus Holz. So lässt sie sich wie von selbst von einer Idee in ihren Gedanken leiten und fertig ein wunderschönes kleines Kästchen, dass sie mit einem Kindermotive in filigraner Arbeit verziert. 

Lotte, die in aus verschiedenen Gründen in Kapstadt geblieben ist, muss leider am eigenen Leib die Auswirkungen der Apartheid miterleben. Als sei es nicht schon schlimm genug, damals vor den Nationalsozialisten geflohen zu sein, so muss sie nun wieder erleben was es heißt was Rassentrennung für die Menschen bedeutet.
Doch Lotte ist eine Kämpferin und hat in Friedrich einen liebgewonnenen Freund an ihrer Seite.

Meine Meinung:
"Träume aus Silber" von Mina Baites, ist die Weiterführung von " Träume aus Silber". Es lässt sich auch ohne den Vorgänger gut lesen, da beide in sich abgeschlossen sind und es im zweite Teil gleich am Anfang, einen guten kurzen Rückblick zu "Träume aus Silber" gibt.
Der zweite Teil fügt sich im Jahr 1963 nahtlos an das Geschehen an und da der erste schon absolut lesenswert ist, kann ich nur empfehlen beide zu lesen.
Ich war schon vom ersten Band, wo es um das Schicksal der Familie Blumenthal geht, sehr berührt und es ist mir immer noch gut im Gedächtnis. Nicht anders wird es mir mit " Träume aus Silber" gehen und zu meinen Highlights für das Jahr 2018 zählen. 
Die Autorin versteht ihr Handwerk und hat mich wieder ein Teil der Familie Blumenthal werden lassen. Der Schreibstil ist sehr feinfühlig aber keinesfalls kitschig. Doch hat es mich ein einigen Stellen so berührt, dass ich die ein oder  andere Träne wegwischen musste. 
Die Gliederung der drei Erzählstränge werden im Laufe des Geschehens immer mehr miteinander zusammen fließen. Der Schreibstil spiegelt für mich auch die Emotionen der Autorin wieder, mit der sie das Leben der Blumenthals niedergeschrieben hat. Es ist zu merken,  wie  ihr die Charaktere ans Herz gewachsen sind. So ist es auch mir geschehen,  mir werden sympathische und liebgewonnene Protagonisten lange im Gedächtnis bleiben.
Durch sehr gut recherchierte historische Hintergrund-Fakten bekommt man einen guten Einblick in die politische Lage von  Kapstadt.
Ebenso der zweite Weltkrieg ist für mich ein Thema was nicht vergessen werden darf, hat er doch so viel Leid mit sich gebracht.
ABSOLUTE LESEEMPEHLUNG!!!!

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