Mina Hepsen

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Interview mit Mina Hepsen

Interview von LovelyBooks mit Mina Hepsen, Mai 2011 (Übersetzung, Original folgt weiter unten)

1) Seit wann schreibst du schon an eigenen Geschichten und wie kam es zu der Veröffentlichung deines ersten Buches?

Als ich zwei Jahre alt war erzählte ich meinen Eltern Geschichten über Affen die aus Bäumen fallen würden wenn Männer vorbeiliefen, die böse zu ihren Kindern waren. Ein bisschen unheimlich, aber man kann mit gutem Recht behaupten dass ich schon sehr früh angefangen habe Geschichten zu erzählen. Sie aufzuschreiben kam bald darauf. Mein erstes Buch war "Space Ship 5L", welches ich in Frau Leuders fünfter Klasse geschrieben habe. Ich faltete Stücke von Papier in zwei, band sie mit grüner Schnur zusammen und malte Bilder für die Geschichte, wie unsere Klasse in den Weltraum floh (und natürlich Aliens begegnete). Frau Leuders ließ mich die Geschichte vorlesen und ich kann mich gut daran erinnern, wie die Schüler anfingen zu lachen, jedesmal wenn sie ihre Namen hörten. In diesem Jahr schrieb ich zwei weitere Bücher: "5L and the Mummies" und "Mein Bruder ist ein Vampir". Alle diese Bücher hatten kleine Copyright-Symbole auf der Vorderseite mit einem Dodo-Vogel-Verlagslogo. Es dauerte weitere 15 Jahre bis mein erster Roman von einem richtigen Verleger gedruckt wurde.

2) Welcher Autor hat dich am meisten inspiriert?

Hmm, da sind eine Menge Autoren die ich immer noch lese und die meisten von ihnen schreiben in verschiedenen Genres der Literatur. Einige die mir da einfallen sind: Anne Rice, Bram Stoker, Stephen King, Paul Auster, Gabriel Garcia Marquez, Johanna Lindsey, Banana Yoshimoto, Muriel Spark, Anton Chekhov, Milan Kundera und natürlich Shakespeare.

3)Woher nimmst du dir die Inspiration für deine Bücher?

Ah, die Frage nach der Muse. Ich weiß nicht wo meine Ideen herkommen. Manchmal kommt zuerst die Geschichte, manchmal tauchen zuerst die Charaktere auf. Manche Bücher starten mit einer Frage wie "Was würde passieren wenn ein Gedankenleser die Gedanken eines Vampirs lesen würde=".. Ich glaube Inspiration kommt aus dem Leben, wenn man seine Aufmerksamkeit darauf richtet.

4) Wie kommst du mit deinen Lesern in Kontakt?

Ich liebe es wirklich etwas von meinen Lesern zu hören und versuche meine Nachrichten die über meine Webseite abgegeben werden so oft ich kann durchzugehen und via E-MAil zu antworten. Ich habe ebenfalls einen Facebook und Twitter-Account, auch wenn ich sehr langsam im Antworten auf war das letzte Jahr über, was mir sehr Leid tut. Es waren nur eine dieser verrückten 12 Monate: Ich unterrichtete eine englische Literatur-Klasse an der Edinburgh University, schrieb meine Doktor-These und machte Spendenaufrufe für japanische Kinder nach dem schrecklichen Erdbeben. Darüber hinaus wurde ich Editor einer newen Literatur-Zeitschrift (www.theistanbulreview.com) und beendete meinen neuen Roman. Hoffentlich, so im August, wird alles etwas ruhiger und ich versuche mehr zu kommunizieren.

5) Wann und was liest du persönlich?

Also, ich hatte seit geraumer Zeit nicht die Möglichkeit aus purer Lust zu lesen. Zeit wurde so reduziert, dass ich, wenn ich mal ein Buch in die Hand nehme, zu Kurzgeschichten-Sammlungen und kleineren Romanen greife. Die Kurzgeschichten-Sammlungen von Anton Chekhov und Gabriel Garcia Marquez sind absolut wundervoll. Und küzlich entdeckte ich eine wunderbar dunkle Märchensammlung von einer fantastischen russischen Autorin, genannt Ludmilla Petrushevskaya. Wenn ich die Zeit finde, dann ist da noch ein großer Stapel Bücher in meinem Regal,die darauf warten, gelesen zu werden.

6) Wie fühlt es sich an sein eigenen Buch das erste Mal in den Händen zu halten?

Oh, absolut fantastisch! Ein Autor zu sein ist hart, aber ein ehrgeiziger Autor zu sein ist schlimmer. So viel Zeit, so viel Anstrengung fließt in einen Roman, aber die Leute in deiner Umgebung mit "richtigen Jobs" denken, du würdest nicht arbeiten, weil du den ganzen Tag zu Hause oder im Cafe sitzt. Und dann plötzlich, da ist dieses Buch in deiner Hand, und es ist fast so etwas wie eine Bestätigung. Es ist der Beweis für all die langen Nächte und Frustration... Beweis dass du nicht aufgegeben hast, weil es endlich da ist: dein Buch, eingepackt in sein glänzendes Cover, fertig zum lesen!

7) Hast du irgendeinen Tipp für angehende Autoren?

Hmm.. es ist hart einen Hinweis zu geben, wenn du dich für so einen Neuling hälst. Wenn ich irgendetwas sagen würde, dann wäre es denke ich mal, niemals aufzugeben und kreative Dinge mit Absagen anzustellen. Origami-Kraniche sind ein Weg es zu handhaben.

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Original:

1) Since when did you write your own stories and how did it come your first book was published?

When I was two years old, I told my parents stories about monkeys that would fall out of trees when men who were mean to their children walked by. A little bit creepy, but safe to say I began telling stories when I was very young. Writing them down came soon afterwards. My first `book` was “Space Ship 5L” which I wrote in Ms Leuders’ fifth grade. I folded bits of paper into two, threaded them together with green string and drew pictures for the story of how our class flew into space (and met aliens of course). Ms Leuders made me read it out and I can still remember all the students laughing, eagerly listening for their names. That year I wrote two more books: “5L and the Mummies” and “My brother is a Vampire”. All of the books had little copy right symbols in the front with the Dodo Bird Publishing logo. It took another 15 years until my first novel was printed by a real publisher.

2) Which author inspires you most of all?

Hmm there are quite a few authors I love to read and many of them write different types of literature. Some that spring to mind are: Anne Rice, Bram Stoker, Stephen King, Paul Auster, Gabriel Garcia Marquez, Johanna Lindsey, Banana Yoshimoto, Muriel Spark, Anton Chekhov, Milan Kundera and of course Shakespeare.

3)Where do you get the inspiration for your books?

Ah, the question of the Muse. I don’t know where the ideas come from. Sometimes the story comes first, sometimes a character appears. Some books begin with a question like ‘what would happen if a mind reader heard the thoughts of a vampire?’… I guess inspiration comes from life, from paying attention to it.

4) How do you get in contact with your readers?

I absolutely love hearing from readers and I try to check the messages that come through my website as often as I can and respond with emails. I also have a facebook and twitter account, although I’ve been a bit slow with my responces this last year for which I am very sorry. It has just been one of those crazy 12 months: I’ve been teaching English Literature classes at Edinburgh University, writing up my PhD thesis and doing charity drives for Japanese kids in the aftermath of the earthquake. Amdist all of that, I became the Editor of a new literary review (www.theistanbulreview.com) and finished writing a new novel. Hopefully, starting in August, everything will be much calmer and I will try to be much better at communicating!

5) When and what do you read yourself?

Well, I haven’t had time to read for pleasure in a long while. Time has been so limited, that when I actually do get to pick a book, I generally go for novella’s or short story collections. The short story collections of Anton Chekhov and Gabriel Garcia Marquez are absolutely wonderful. And recently, I discovered a wonderful dark-fairtale collection by a superb Russian writer called Ludmilla Petrushevskaya. When I do get time, there is a whole heap of books waiting on my shelf!

6) How did it feel do hold your own book in your hands for the first time?

Oh, absolutely amazing! Being a writer is hard, but being an aspiring writer is the worst. So much time, so much effort goes into writing a novel, but the people around you with “real jobs” think you’re not working because you’re at home or in cafés. And then suddenly, there is this book in your hand and it’s almost like validation. It’s the proof of all the long nights and frustration…Proof that you didn’t give up because it’s finally here: your book all wrapped up in its shiny cover, ready to be read!

7) Do you have any advice for other writers?

Hmm.. its hard to give advice when you feel like such a novice. If I was going to say anything, I guess it would be to never give up, and to find creative things to do with rejection letters. Origami cranes is one way to go.