Mindy McGinnis Bis zum letzten Tropfen

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Inhaltsangabe zu „Bis zum letzten Tropfen“ von Mindy McGinnis

In einer Welt ohne Wasser kann jeder Tag der letzte sein Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten.

EIn gelungenes Buch, trotz einiger kleiner Schwächen!

— GrauerVogel

Ein durchdachtes, spannendes post-apokalyptisches Werk mit toller Charakter-Entwicklung

— AnnaBerlin

Spannendes Buchein Kampf ums überleben mit traurigen Wendungen

— Leanne

Wenn das Lebensexelier zur tödlichen Quelle wird und ein ein erbitterter Kampf um Trinkbares entbrennt.

— Kerstin_KeJasBlog

Wasser, das kostbarste Gut. Kurzweiliger und spannender Roman.

— Popi

Sehr realistische Welt, die dem Leser emotional aber fern bleibt. Dadurch wird viel Potential verschenkt. Solide 3 Sterne!

— Miia

Erschreckend realistisch und gut geschrieben! Ich hätte mir allerdings dennoch etwas mehr Action erhofft.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Leider nicht so fesselnd wie es klingt

— -Bitterblue-

Ich hatte mir etwas mehr davon versprochen.. das Ende hat es herausgerissen..

— LiveReadLove

Ein tolles Buch mit einer tollen Protagonisten, welche eine wunderbare Wandlung durchmacht, nachdem sie durch die Hölle gegangen ist.

— booknator

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  • Ein bekanntes Thema frisch neu aufgelegt

    Bis zum letzten Tropfen

    GrauerVogel

    12. September 2017 um 15:15

    Lynn lebt allein mit ihrer Mutter in einem alten Farmhaus an einem Weiher. In ihrer Welt ist Wasser zu einem kostbaren Gut geworden - so kostbar, dass man es mit seinem Leben verteidigen muss. Doch schließlich kommt ihre Mutter ums Leben und Lynn ist auf sich gestellt.Hier begann eine Phase, die für mich zunächst schwierig und unbefriedigend war. Nicht, weil sie schlecht geschrieben gewesen wäre - überhaupt nicht! Sondern, weil der Klappentext davon spricht, Lynn würde die Farm verlassen und Hilfe holen oder einfach wegziehen. Und darauf habe ich gewartet, gewartet, gewarten ohne dass es kam. Weil das nämlich auch gar nicht der Plot dieses Buches ist! Ich habe schlichtweg das Falsche erwartet aufgrund eines falschen Klappentextes.Vielmehr geht es darum, wie Lynn aus dieser Situation heraus langsam und höchst skeptisch Kontakte zu anderen Menschen knüpft und wie dies ihr Leben verändert, wie Lynn sich selbst schließlich verändert. Als ich das verstanden hatte, war ich plötzlich wieder hoch zufrieden mit diesem Buch!Teilweise fand ich die Handlung sehr vorhersehbar, anderes wiederum nicht ganz glaubwürdig. Im Großen und Ganzen finde ich die Erzählung aber sehr stimmig, das Tempo genau richtig um alles zu entwickeln, ohne dass es gestellt wird. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und passend. Manchmal sehr poetisch, an anderen Stellen wieder sehr geradeheraus und nüchtern, eben so wie Lynn.Unter'm Strich ist dieses Buch trotz einiger Abstriche sehr gelungen und für Genrefans auf jeden Fall empfehlenswert.Eine noch ausführlichere Rezi ist auf meinem Blog zu finden.https://pieni-lepakko.blogspot.de/2017/09/bis-zum-letzten-tropfen-von-mindy.html

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  • Ein durchdachtes, spannendes post-apokalyptisches Werk mit toller Charakter-Entwicklung

    Bis zum letzten Tropfen

    AnnaBerlin

    08. April 2017 um 09:05

    Inhalt: In Lynns Welt ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und natürlich den Weiher um jeden Preis zu verteidigen. Als ihrer Mutter von Kojoten schwer verletzt wird, muss sie plötzlich alleine den Alltag meistern. Doch den Weiher verteidigen und sich versorgen schafft sie nicht alleine…  Der Story-StapelErster Satz: „Lynn war neun, als sie das erste Mal tötete, um den Weiher zu verteidigen.“Die Geschichte beginnt spannend und ruhig zugleich. Wir lernen Lynn und ihre Mutter kennen und erfahren, wie die beiden ihren Weiher verteidigen, wie sie zusammen den Alltag bestreiten und wie all das Lynn geprägt hat. Mit der Verletzung der Mutter zieht die Spannungskurve mächtig an und man rast durch die Seiten, getrieben durch die Neugier, wie Lynn alles meistern wird und auch davon, wie die Welt außerhalb der Farm aussieht. Der Verlauf selber konnte mich häufig überraschen, da er ganz anders als erwartet in seiner Entwicklung ist. Das Ende ist rund und hoffnungsfroh, enthält aber gleichzeitig auch die Härte dieses Zukunftsszenarios. Der Charakter-StapelLynn ist ein sehr starker Charakter. Sie ist sehr pragmatisch, aber mit unterschwelligem Humor, nicht dumm und wortgewandt.  Ihre Mutter hat ihr alles beigebracht, leider auch viel Härte und wenig Rücksicht. Doch nach und nach findet sie ihr Gewissen, verschiebt ihre Prioritäten und bleibt dabei trotzdem sie selbst. Ich fand diesen Charakter sehr erfrischend, weil er sich positiv weiterentwickelt und sich selbst dabei trotzdem treu bleibt. Auch die anderen Nebencharaktere schleichen sich nach und nach in das Leserherz. Außerdem tragen sie maßgeblich zur Entwicklung Lynns bei und beeinflussen die Geschichte in jedem Fall positiv, ohne, dass der Fokus verschoben wird. Der Stil-StapelDas Buch liest sich flüssig. Dennoch ist der Schreibstil schon besonders, manchmal sehr abgehackt, manchmal sehr detailliert, aber nie so, dass es holprig wird oder es Längen gibt. Es werden lustige Szenen eingebaut, die dabei nie den Ernst der Geschichte stören. Außerdem werden auch einige interessante Gedanken und Lerneffekte eingestreut, die auch beim Leser ein Aha-Erlebnis erzeugen. Der Kritik-StapelDie Idee ist gut und gekonnt umgesetzt. Nach und nach lernt man die Welt kennen und darf dabei eine tolle Entwicklung der Protagonistin erleben. Die Spannung ist konstant hoch und das Ende nicht einfach ein erzwungenes Happy End, sondern realistisch. Die Mischung aus Normalität und Ausnahmezustand empfand ich als sehr gelungen. Auf den Lesen-Stapel?Ja, jeder, der gerne post-apokalyptisch liest, kann hier zugreifen und darf sich auf eine tolle Geschichte mit interessantem Setting und guter Charakterentwicklung freuen. Das Buch besticht durch überraschende Wendungen und einem pragmatischen und dennoch besonderen Schreibstil. Von mir gibt es volle 5 Sterne für ein sehr gutes Jugendbuch aus dem Genre Dystopie.

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    • 4
  • Starker Anfang aber dann deutliche Schwächen zum Ende hin

    Bis zum letzten Tropfen

    Kerstin_KeJasBlog

    26. January 2017 um 21:23

     „Lynn war neun, als sie das erste Mal tötet, um den Weiher zu verteidigen…“ (Seite 7) Ein Buch das so beginnt kann nur heftig und hoffentlich gut werden, dass war mein erster Gedanke. Es hat auch viele Seite angehalten, dieses Gefühl von Einsamkeit und der Furcht davor, dass irgendjemand kommt um dieses kostbare Trinkwasser des Weihers zu stehlen. Wasser, dass knapp geworden ist. Schon vor Lynns Geburt, weswegen ihre Mutter mit aller notwendigen Härte ihre Tochter alleine erzieht – zu einer Killerin und einer jungen Frau die überleben kann. Aber erst einmal kurz zur Story:Kein Trinkwasser! Eine Katastrophe für die Menschen. Flucht in die Städte, da es dort (gegen Bezahlung) noch Trinkbares gibt. Nur Lynn ist mit ihrer Mutter zurückgeblieben. In dem kleinen Haus dass an einen Weiher liegt. Genau dieser muss beschützt werden und so verbringen Mutter und Tochter ihr Leben damit zu wachen, auf dem Dach und zu überleben, im Keller. Mit ihren 16 Jahren hat Lynn so viel gelernt um durchzukommen und dann wird all ihr Wissen auf eine harte Probe gestellt. Denn ihrer Mutter geschieht schreckliches. Wie bereits erwähnt, der Anfang war stark. Zu lesen wie diese zwei Frauen überleben und wie stoisch sie ihre täglichen Rituale abliefern. Der Nachbar Stebbs, weit entfernt, nur erkennbar an seinem roten Halstuch und all diese Kojoten, die neben den umherwandernden Personen, an den Weiher und das kostbare Trinkwasser wollen. Sie sind nicht zimperlich, die zwei Frauen und haben ihr Umfeld immer im Auge. So entdecken sie auch das Lagerfeuer, weit entfernt von ihrem Haus und doch wissen sie, dass Gefahr droht. „Du musst wissen, dass es böse Männer in dieser Welt gibt, und schnell durch die Hand deiner Mutter zu sterben ist besser als ihnen in die Hände zu fallen. “ (Seite 25) So manches mal hatte ich eine Gänsehaut angesichts dieser Kaltschnäuzigkeit und Gefühlskälte der Mutter, die zu Hundert Prozent auf Lynn abfärbte. Wie sollte es auch anders sein – Lynn kannte nichts und niemand anderes. Eine absolut emphatieunfähige junge Heranwachsende, die sich aber im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Anfänglich war ich wirklich schwer beeindruckt, vom Stil und der nüchternen Erzählweise, aber dann hat sich diese dystopische Überlebensgeschichte irgendwie gewandelt. Eine anbahnende Liebesgeschichte und eine Lynn die erst einmal aufgeklärt werden musste. Personen die in ihr ’neues‘ Leben treten, zum Teil herzzerreißend aber stellenweise doch zu sehr ‚zufällig‘.  Es wurde richtig actionlastig und dieser Kampf Gut gegen Böse war mir auf eine total unglaubwürdige Art dargestellt. Ein Teenager gegen ein Dutzend roher und rauer Männer? Und danach auf einmal alles gut? Und was hatte es überhaupt mit dem fehlenden Wasser auf sich? Warum war es so knapp? Wie lebten die Menschen in den Städten? Was für Auswirkungen hatten diese Krankheiten? All das wurde nur kurz angerissen, dabei hätte ich mir im Laufe des Buches viel mehr an Informationen gewünscht. Als sehr positiv sehe ich die vielen einzelnen Kapitel. Kurz und immer übersichtlich. Keine unnötigen Zeit- oder Personensprünge. Auch ist der Schreibstil unkompliziert und somit liest sich die Geschichte wirklich schnell.  „Doch hier draußen, wo es wenig Menschen gab, waren nicht die Krankheiten das Schlimmste.“ (Seite 196)  „No drop to drink“ – den original Titel finde ich sehr gut gewählt. Sagt er doch aus was das Wichtigste schlechthin ist. Wasser, trinkbares Wasser und der unerbittliche Kampf um das Überleben. Die Geschichte um Lynn und ihre Begleiter soll mit einem 2. Band weitergehen – leider habe ich dazu noch nichts entdeckt. Lesen würde ich es auf jeden Fall, da gibt es noch so viel was ich wissen möchte. c)K.B. 01/2017

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  • Wasser , unser kostbares Gut

    Bis zum letzten Tropfen

    Lyreen

    14. January 2017 um 08:57

    Buchinfos:Titel: Bis zum letzten TropfenAutor: Mindy McGinnesSeiten: 320Buchart : TBVerlag: HeyneBestellcode: 978-3453268975Erhältlich : 08 / 2014Kosten : € 14,99Alter: ab 14Buchrichtung: DystopieVorgängerbände: -Folgebände: -Verfilmung:Inhalt:In einer Welt ohne Wasser kann jeder Tag der letzte seinNach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten.Meine Meinung:Eine SuB- Leiche, irgendwann mal angefangen und es versauerte im Regal.Ich habe dann mal wieder reingelesen und es ganz zügig beendet, schade das ich es nicht damals beendet habe .Es geht um Lynn sie lebt mit ihrer Mutter in einem Farmhaus und sie besitzen was sehr wertvolles ...Wasser. Als ihre Mutter verstirbt ist Lynn auf sich selber gestellt und muß den Weiher verteidigen.Das ist gar nicht so einfach, ein Nachbar hilft ihr dabei und sie lernt auch noch ein Jungen kennen, der mit seiner Nichte und seiner Schwägerin aus einer Sicheren Stadt geschmissen wurde da die Schwägerin schwanger ist.Lynn kennt kein soziales Leben, sie kannte nur ihre Mutter. Sie weiß nicht was man mit Jungs so anstellen kann, als Lynn dann auf die kleine Lucy achten soll ist sie überfordert und will sie schnell los werden...aber gegen ein kleines Mädchen kommt man nicht an.Als dann herauskommt dass die Stadt die eigentlich sicher ist unter einen Tyrann läuft muß Lynn immer mehr ihre Farm beschützen .Ein tolles Buch mit einer Geschichte die wirklich passiereen könnte, Lebensmittel sindd knapp, Wasser Mangelware und die Menschen plündern sich gegenseitig.Pluspunkte:- Lynn ist genial geschrieben, wie aus einer jungen Dame ohne soziale Gefühle eine Beschützerin wirdMinuspunkte:-Cover:-Es zeigt das Farmhaus und den Weiher

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  • Wasser ... das kostbarste Gut

    Bis zum letzten Tropfen

    Popi

    11. December 2016 um 12:05

    „Bis zum letzten Tropfen“ liest sich sehr flüssig. ;)Und obwohl nicht wirklich viel passiert, ist es sehr spannend.Ich habe es in einem Rutsch an einem Tag durchgelesen.Ein Endzeitroman, jedoch nicht so düster beschrieben, dass man denkt die Welt geht unter. Dennoch ein wenig beklemmend.Die Protagonisten sind wahnsinnig gut und authentisch beschrieben.Mir hat es sehr gut gefallen und wenn man auch mal gerne unkomplizierte Bücher lesen möchte, so wäre dieses ein passendes Buch.

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  • Sehr realistische Welt, die dem Leser emotional aber fern bleibt

    Bis zum letzten Tropfen

    Miia

    18. June 2016 um 15:05

    Achtung! 1. Teil einer Reihe! Inhalt:  Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten. Meine Meinung:  Für mich ist das hier eine typische Dystopie. Die Welt geht nicht aufgrund von Terror zugrunde, sondern aufgrund der Wasserknappheit. Für mich ein absolut realistisches Szenario, weil wir wohl alle Wasser als selbstverständlich erachten, aber niemand von uns weiß eigentlich, wie viel Wasser es wirklich gibt. Kann es für uns alle immer reichen? Das ist ein ziemlich interessanter Gedanken und macht daher die Thematik des Buches auch so überaus realistisch und vorstellbar. Leider wird aber durch die Emotionslosigkeit in der Geschichte einiges an Potential eingebüßt. Wir erleben recht unterschiedliche und vielfältige Figuren, aber insbesondere Lynn, die die Hauptprotagonistin in der Geschichte ist, bleibt dem Leser emotional sehr fern. Ich glaube, dass sie extrem abgestumpft ist und ihre Emotionslosigkeit durchaus realistisch in dieser Welt ist. Aber als Leser ist es halt dennoch schwierig, wenn ein Charakter so gar keine Emotionen zeigt. Das bleibt auch leider bis zum Ende so. Die Autorin meinte in ihrer Danksagung, dass ihre Lektorin sie dazu brachte, Lynn noch etwas emotionaler zu machen. Ich will gar nicht wissen, was für ein emotionsloser Brocken sie vorher war :D Für die Autorin wars daher vielleicht eine Verbesserung, aber die nimmt der Leser halt nicht wahr. Stebbs war mir als Charakter noch am sympathischsten, weil er irgendwie Gefühle und echte Liebe mit in die Geschichte bringt. Auch Lucy ist so ein Charakter, der einem mehr ans Herz wächst. Der zweite Teil behandelt eher Lucy als Charakter und ihren weiteren Lebensweg - ich glaube, dass das etwas emotionaler werden könnte. Es ist aber bisher fraglich, ob der zweite Band überhaupt übersetzt wird. Dieser ist schon 2014 auf englisch erschienen und der Verlag antwortet mir leider nicht, ob die Reihe weiterhin übersetzt wird(Wer dazu auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann mal hier vorbeischauen: http://www.lovelybooks.de/thema/-Sammelthread-Nicht-weiter-%C3%BCbersetzte-Buchreihen-1246772729/ )Insgesamt also eine schöne Dystopie, die mit einer neuen Idee daher kommt, aber zwischenzeitlich einfach etwas lahm ist. Ein paar mehr spannende Ereignisse hätten dem Buch einfach gut getan. Das Ende ist sowohl traurig als auch hoffnungsvoll und macht definitiv Lust auf mehr. Ein absolutes Highlight ist dieser Reihenauftakt aber leider nicht.  Fazit: Insgesamt fand ich die Idee der Dystopie wirklich gut und absolut vorstellbar und realistisch. Die Geschichte war stellenweise ziemlich zäh, weil nicht wirklich was Spannendes passiert ist und durch die emotionslose Lynn bleibt der Leser der Geschichte emotional immer etwas fern. Daher lande ich bei 3 Sternen!

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  • Wenn Wasser alles ist...

    Bis zum letzten Tropfen

    LiveReadLove

    25. February 2016 um 09:56

    // Worum es geht // Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist Wasser das wichtigste Gut der Welt geworden. Die 16jährige Lynn und ihre Mutter kämpfen tagtäglich darum, sich Nahrung und Feuerholz zu beschaffen und gleichzeitig ihre kleine Farm mit dem Weiher hinter dem Haus zu bewachen. Als sie jedoch Fußspuren um ihre Wasserquelle herum entdecken wird ihnen klar, dass sie jemand gefunden haben muss und sie wahrscheinlich in großer Gefahr schweben. Als Lynns Mutter auch noch von Kojoten schwer verletzt wird, ist Lynn bewusst, dass sie alleine weder die Farm noch den Weiher schützen kann. Sie braucht Hilfe und muss zum ersten Mal in ihrem Leben die sichere Farm hinter sich lassen… // Was ich davon halte // Als ich das Buch kurz nach seinem erscheinen im Buchladen entdeckt habe, wusste ich, dass ich es lesen möchte. Endzeitromane kann es in meinem Bücherregal nicht genug geben. Der Klappentext klang überzeugend und so wanderte das Buch natürlich mit mir nach Hause. Jetzt, fast zwei Jahre später, habe ich das Buch endlich gelesen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht schwer gefallen. Es gibt keinen richtigen Anfang, man wird einfach hineingeworfen in den brutalen Alltag von Lynn und ihrer Mutter. Sehr schnell wird klar, die Epidemie hat stattgefunden bevor Lynn zur Welt kam. Das Mädchen kennt keine Zivilisation. Sie kennt nur die Farm auf der sie lebt, den Weiher den sie beschützt und ihre Mutter, die sie nur Mutter nennt. Die beiden Frauen haben nur einen Lebensinhalt und der besteht darin, nicht zu sterben. Es gibt feste Arbeiten, die sie zu erledigen haben, um ihr Überleben zu sichern. Wasser aus dem Weiher holen, es reinigen, um Krankheiten zu verhindern und Wache auf dem Dach halten, um Tiere als auch Menschen fern zu halten. Außerdem müssen sie so oft es geht Feuerholz sammeln oder hacken, denn die Winter sind kalt und unnachgiebig. Mit viel Strenge und einer unfassbaren Härter erzieht Lynns Mutter das Mädchen. Es gibt in ihrer Welt keine Gnade. Nichts und niemand wird verschont. Mit unglaublicher Brutalität werden Eindringlinge niedergestreckt und getötet. Es gibt keinen Kontakt zu anderen Menschen, außer Stebbs, der etwas weiter entfernt ebenfalls ein Lager hat. Er kommt niemals in die Nähe der Frauen und lässt sie in Frieden, die Frauen tun es ihm gleich. Jahrelang hat Lynn nichts anderes gekannt, als genau diese Tagesabläufe. Doch dann passiert das Unglaubliche und Lynn ist plötzlich völlig auf sich allein gestellt. Es wird unfassbar eindrücklich dargestellt, wie stark dieser Überlebenskampf Lynns Mutter geprägt hat und weshalb sie ihre Tochter deshalb mit solch strenger Hand erzieht. Gleichzeitig wird auch die Notwendigkeit verdeutlicht. Die beiden Frauen haben nur eine Chance zu überleben, wenn sie sich verteidigen. Und das ist nur möglich, wenn sie alle Eindringlinge sofort töten. Ohne Gnade. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne Reue. Doch leider war mir die Geschichte etwas zu überladen. Lynn nimmt zunächst Kontakt zu Stebbs auf, um später noch auf eine weitere kleine Gruppe Menschen zu treffen. Anstatt den Fokus auf den Überlebenskampf und zwischenmenschliche Beziehungen zu setzen, werden auch noch politische Vorgänge thematisiert, ebenso wie die Benachteiligung des weiblichen Geschlechts durch sexuelle Übergriffe. Die Geschichte kommt kaum voran und man lernt die Charaktere letztlich nur oberflächlich kennen. Es geht nicht genügend in die Tiefe und alle Themen werden nur leicht angeschnitten, ohne wirklich behandelt zu werden. Einzig die Entwicklung von Lynn war sehr gut ausgearbeitet und zu erkennen. Zunächst war sie ein verschlossenes argwöhnisches Mädchen, das zu nichts und niemandem Vertrauen aufbauen konnte. Gegen Ende konnte sie sich öffnen und legte Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen. Insgesamt waren die letzten 70 Seiten das spannendste an der ganzen Geschichte. Ein wenig Action und Spannung ist tatsächlich noch aufgekommen und erst da hatte ich das Gefühl, dass die Handlung voran kommt. Leider war dann das Buch bereits zu Ende, denn von dieser Spannung hätte ich gern noch etwas mehr gehabt. // Fazit // Eine tolle Grundidee mit ausbaufähigen Charakteren, einer sehr guten Grundstimmung und realistischen Szenarien. Im großen und ganzen ein sehr unterhaltsames Buch, das leider nicht sein gesamtes Potential ausgeschöpft hat. Trotzdem werde ich Ausschau nach der Fortsetzung halten, denn das Ende hat mich fesseln können. 3 / 5 Sterne.

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  • Bis zum letztem Tropfen von Mindy McGinnis

    Bis zum letzten Tropfen

    booknator

    04. August 2015 um 15:54

    Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen.Anfangs war ich ein wenig erschrocken, von dem eiskalten Überlebenswillen, welchen Lynn und ihre Mutter an den Tag legen. Ohne mit der Wimper zu zucken, töten sie Überlebende. Doch nachdem Lynn auf sich gestellt ist und mit ihrem Nachbarn, Stebbs, in Kontakt tritt, wird Lynn zu einem anderen Menschen. Als dann auch noch die kleine, bezaubernde Lucy zu ihr kommt, verwandelt sich Lynn vollends. Mir hat dieser Wandel total gut gefallen. Lynn wird zu einer Protagonisten, die man einfach mögen muss. Obwohl, oder gerade wegen, ihren wenigen Erfahrungen über das für uns normale Leben, bringt sie teilweise sogar lustige Passagen in das Lesevergnügen. Das apokalyptische Setting hat mir ebenfalls toll gefallen. Es ist vielleicht nicht die allerneuste Idee, aber dennoch sehr toll ausgearbeitet und gar nicht mal allzu abwegig.Die anderen Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Obwohl man in ihrer Situation eigentlich nur heulen könnte, sind sie so lebensfrohe Personen, die ich in mein Herz geschlossen haben, bevor ich es überhaupt bemerken konnte. Außerdem fand ich die ganz zarte Liebesbeziehung zwischen zwei Charakteren wirklich sehr unterhaltsam und mein Herz schluck bei jeder Andeutung auf die Beziehung ein wenig schneller. Mit dem flüssigen Schreibstil schafft die Autorin es den Leser zu fesseln und ihm zum weiterlesen zu bewegen. Das Ende, hätte definitiv positiver ausfallen können. Es war sogar sehr brutal und lies das Herz dann schon ein bisschen schmerzen. Alles in allem ein wirklich sehr gut gelungener Roman. Das dystopische Setting, welches durchaus real ist, die Charaktere, die einem ans Herz wachsen, und die anhaltende Spannung, sowie das Gefühl, dass man einfach weiterlesen muss verleihen diesem Buch definitiv verdiente 4 1/2 Sterne. Die Spannung hätte teilweise auch etwas länger anhalten können und das ein Ereignis am Ende hätte auch nicht sein müssen. Trotzdem eine ganz klare Kaufempfehlung.  Ich hoffe sehr, dass Band 2 dieser Reihe ebenfalls übersetzt wird.

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  • Mein Buch des Jahres 2014

    Bis zum letzten Tropfen

    MaxSanders

    30. May 2015 um 15:23

    Bis zum letzten Tropfen hat mich, wie kaum ein anderes Buch, noch lange nach dem Lesen beschäftigt.   So selten in diesem Buch auch direkt über Emotionen gesprochen wird, um so intensiver durchlebt man sie beim Lesen.  Gefühle werden hier nicht in schier unendlichen Mono- bzw. Dialogen zerredet. Besonders durch die subtile Darstellung entsteht so zum Beispiel eine sehr anrührende Form der Romantik.  Die emotionale Einbindung des Lesers entsteht dabei vor allem durch einige sehr schockierende Momente, die sehr drastisch und direkt beschrieben sind. Die Protagonistin erträgt schrecklichste Schicksalsschläge und wird so zur tragischen Heldin. Durch authentische Charaktere, die dem Leser sofort ans Herz wachsen, wird der Einstieg in die Story besonders leicht. Schon nach wenigen Sätzen war ich von der Geschichte gefangen genommen. Der großartige Schreibstil von Mindy McGinnis zeichnet sich insbesondere durch eine äußerst pointierte Wortwahl und seine wundervolle Metaphorik aus. Beides wurde in der deutschen Übersetzung beibehalten. Gerade bei der Beschreibung von Natur und Landschaft und in der Verwendung von Metaphern fühlt man sich an den Stil von Lauren Oliver erinnert. Durch ein hohes Erzähltempo wird die Handlung außerdem sehr schnell vorangetrieben.  Trotz der in sich abgeschlossenen Handlung findet Bis zum letzten Tropfen in In a Handful of Dust eine Fortsetzung, die zehn Jahre nach dem Ende des ersten Bandes einsetzt. Bis zum letzten Topfen ist eine  erschreckend  real wirkende Dystopie der Extraklasse mit einer Thematik die zum Nachdenken anregt. Eine spannende Story ohne Längen. 

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  • Bis zum letzten Tropfen . Mindy McGinnis

    Bis zum letzten Tropfen

    BinavanBook

    26. May 2015 um 13:02

    Klappentext Du kannst auf alles verzichten – auf Wasser nicht Lynn lebt in einer Welt, in der nichts mehr selbstverständlich ist. Auf einer einsamen Farm kämpft sie mit ihrer Mutter ums Überleben. Der einzige Luxus, der ihnen nach dem Zusammenbruch der Zivilisation geblieben ist: ein Teich hinter dem Haus und damit der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch als ihre Mutter verletzt wird, ahnt Lynn, dass sie den Teich allein nicht vor Eindringlichen schützen kann. Sie muss das Undenkbare tun: die sichere Farm verlassen und Hilfe holen. Autorin Mindy McGinnis beschäftigt sich ununterbrochen mit Büchern und Geschichten: Wenn sie nicht gerade schreibt arbeitet sie in einer Bibliothek. Ihre zweite Leidenschaft gehört dem Überleben in der Wildnis. Sie kocht gerne Konserven ein, musste sich bisher aber noch nie außerhalb der Zivilisation behaupten. Mindy McGinnis lebt in Ohio. Inhalt Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen Eindringlichen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar, dass jemand ihre geheime Quelle gefunden hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst. Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht retten. Meine Meinung Das Cover des Buches hat mich in der Buchhandlung neugierig gemacht, der Klappentext hat mich schlussendlich dann den Kauf ausgemacht, ich war neugierig und wolle mehr erfahren. Zu beginn der Geschichte lernte ich Lynn und ihre Mutter kennen. Schnell versank ich in Lynns Welt und ich muss gestehen so richtig draußen bin ich noch nicht. An einigen Stellen wollte ich als Lynn anders handeln, aber mir wurde dann schnell bitter klar das diese Möglichkeiten die wir in unserer Zivilisation haben, sie nicht hat. Lynns weitere Entwicklung gefiel mir richtig gut und machte sie als Charakter unheimlich sympatisch. Fazit Ein leichtes Lesevergnügen für Zwischendurch.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Gut, aber nicht tief genug

    Bis zum letzten Tropfen

    NiWa

    Auf einmal war Trinkwasser rar. Es gab wenige Quellen für zu viele Menschen und dann kam noch die Cholera hinzu. Lynn ist daran gewöhnt, sie kennt es gar nicht anders. Gemeinsam mit ihrer Mutter war sie ihr bisheriges Leben im Keller verbarrikadiert. Sie waren in Sicherheit, bis zu dem Tag, an dem die Männer kamen. Zuerst lernt man Lynn und ihren Alltag kennen: die täglichen Aufgaben, die Härte der Mutter, den Weiher als einzige Wasserquelle und das Dach, von wo aus es das wenige Wasser zu schützen gilt: „Lynn war neun, als sie das erste Mal tötete, um den Weiher zu verteidigen. Der süße Geruch des Wasser hatte den Mann angelockt , den sie abschoss wie die Rauchschwalben, wenn sie herabstießen, um zu trinken. Davor hatte ihre Mutter jeden getötet, der sich dem Weiher genähert hatte …“ (S. 7) Die beklemmende Grundstimmung hat mich sofort ergriffen. In dieser Welt muss man ständig auf der Hut sein, sich qualvoll um jeden Tropfen Trinkwasser bemühen und versinkt dadurch in einer Zurückgezogenheit, die aus jedem anderen Menschen einen Feind entstehen lässt. Aber leider schwimmt die Geschichte etwas ziellos an der Oberfläche umher, denn die Handlung an sich ist untergegangen. Meiner Ansicht nach waren hier zu viele Inhalte auf zu wenig Seiten untergebracht. Denn neben der Wasserknappheit, den daraus entstandenen Kriegen und dem Überlebenskampf, fließen politische Debatten, Sexualität und die Verwundbarkeit des weiblichen Geschlechts unter solch lebensfeindlichen Umständen mit ein, und beschneiden im Grunde Lynns Erfahrungen, die sich vor allem auf der zwischenmenschlichen Ebene bewegen. Die Figur Lynn und der väterliche Nachbar Stebbs sind ausgezeichnet gelungen! Lynn ist ein ordentlich harter Brocken, die durch ihr bisheriges Leben alles andere als gesellschaftsfähig ist. Stebbs strahlt hingegen Wärme und Menschlichkeit aus und am liebsten hätte ich mich in dieser bedrohlichen Umgebung schutzsuchend in seine Arme geworfen. Oberflächlich betrachtet ist es ein erschreckendes, eindrucksvolles Szenario. Gerade wenn man an die erschöpften Ressourcen unserer Erde denkt wird einem bewusst, wie real eigentlich der Hintergrund dieser Endzeitgeschichte ist. Will man jedoch in die Tiefe gehen und sich richtig darauf einlassen, ist man bedauerlicherweise viel zu schnell am Grund der Erzählung angelangt.

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    • 7

    Igelmanu66

    01. April 2015 um 21:08
  • Der harte Kampf ums Überleben

    Bis zum letzten Tropfen

    Fanny2011

    18. March 2015 um 10:29

    Es gibt so Bücher, von denen ich mir nicht so wahnsinnig viel verspreche, die ich aber trotzdem früher oder später haben will. Das hier ist so ein Fall gewesen. Als mir das Buch im neuen Bloggerportal von Randomhouse vorgeschlagen wurde, habe ich es kurzerhand angefragt. Das liegt nicht zuletzt an dem richtig tollen Cover, denn die zwei Bloggerinnen, auf deren Meinung ich den meisten Wert lege, fanden das Buch beide so lala. Ich muss aber sagen, dass ich richtig froh bin, dem Buch doch eine Chance gegeben zu haben. Ich bin mit relativ niedrigen Erwartungen rein gegangen, aber insgesamt konnte es mich eigentlich total überzeugen. Zu Anfang lernen wir Lynn und ihre Mutter kennen. Die beiden leben an einem Weiher, den sie rund um die Uhr verteidigen müssen. Denn Wasser ist knapp geworden und jeder versucht, irgendwie zu überleben. Lynns Mutter ist echt knallhart. Gefühle zeigt sie so gut wie nie und sie ist generell halt ein bisschen komisch. Sie kam für mich immer rüber wie eine ganz alte Frau, dabei kann sie eigentlich erst Mitte 40 gewesen sein. Auf Lynn färbt das natürlich ab. Außer ihrer Mutter hat sie so gut wie nie Kontakt mit anderen Menschen und das merkt man vor allem später im Buch. Allerdings ist Lynn um Längen sympathischer, als ihre Mutter. Durch einen Unfall stirbt Lynns Mutter eines Tages und Lynn ist völlig auf sich allein gestellt. Zumindest bis der humpelnde Nachbar Stebbs vorbeikommt und seine Hilfe anbietet. Mehr will ich jetzt auch gar nicht verraten. Von Anfang an ist kein konkretes Ziel erkennbar, auf das das Buch zusteuert. Es erzählt einfach von Lynns Überleben in dieser Welt. Das Ende konnte mich dann schon noch sehr überraschen. Mir hat Lynns Entwicklung im Laufe der Geschichte richtig gut gefallen. Sie lernt andere Menschen kennen und lernt, was es heißt, Spaß zu haben. Das Ende konnte mich inhaltlich wie gesagt überraschen, es war aber auch ein bisschen traurig. Im Englischen ist bereits ein Sequel erschienen, das aus einer anderen Sicht weitererzählt wird. Zur Übersetzung ist bisher leider noch nichts genaueres bekannt. Fazit: Dieses Buch konnte mich positiv überraschen. Besonders die Survival-Elemente und Lynns Entwicklung haben mir sehr gut gefallen. Sollte der zweite Teil nicht übersetzt werden, werde ich ihn auf jeden Fall auf Englisch lesen. Ich empfehle das Buch jedem weiter, der auch mit ruppigeren Charakteren zurechtkommt und der Survival-Stories mag.

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  • BIS ZUM LETZTEN TROPFEN

    Bis zum letzten Tropfen

    Beautifuul

    08. March 2015 um 13:03

    MEINUNG Das Buch zum ersten mal gesehen habe ich es in meiner Buchhandlung. ich habe den Klappentext gelesen, und irgendwie erinnerte mich das Buch an 'Die 5. Welle'. Keine Ahnung wieso. Das Buch hat mich auch einfach total angesprochen und kurzerhand habe ich es Angefragt. Bei mir ist es nur so - wenn ich ein Buch anfrage will ich es unbedingt. Und sobald es da ist "Oh neeein, hätte ichs mal nicht angefragt ich glaube ich werde es nicht mögen", und habe dann sorgenvoll mal in das Buch reingelesen während ich eigentlich grade dabei war ein anderes zu lesen. Und BÄÄÄM - sofort mitgerissen! Das andere Buch landete auf dem Boden und ich bin stundenlang nicht mehr aus dem Zimmer gekommen, weil ich sofort Bis zum letzten Tropfen weiterlesen musste. Ich musste wissen wie es weitergeht, unbedingt! Wie schon oben gesagt, es war einfach total spannend. Wer den Klappentext gelesen hat, fragt sich bestimmt was wohl alles schon passieren sollte. Immerhin steht da ja nicht viel, und 300 darüber wie eine Frau und ihre Tochter einen Weiher verteidigen? Kann da überhaupt viel passieren? Und ich sage - es kann! Unglaublich viel ist auf diesen, leider viel zu schnell endenen Seiten, passiert. Und ich habe mitgefiebert, fast geheult und war auch irgendwie dauergeschockt. Denn Lynn ist eben sehr hart erzogen worden, und fast schon etwas kaltherzig. Das macht es aber umso besonderer, wenn sie dann mal Nähe zulässt. Die gesamte Handlung bezieht sich auch nicht nur auf Lynn und ihre Mutter, wie es sich vielleicht anhört. Schon ab den ersten 50 Seiten lernt man andere Charaktere kennen, die man ebenso schnell ins Herz schließen kann wie Lynn. Als dann auch noch das mit ihrer Mutter passiert (Was auch schon im Klappentext steht wohlbemerkt) geht es richtig zur Sache. Das ganze Leben wird zu einem Überlebenskampf, aber plötzlich kommen unverhofft neue Charaktere dazu, und Lynn muss lernen sie in ihr leben zu lassen. Was nicht einfach ist, da dass Mädchen noch nie Kontakt zu anderen menschen außer ihrer Mutter hatte. Ich habe schon ein paar Rezensionen zu dem Buch gelesen, wo viele meinten das Geschehen würde nur langsam in Trab kommen. Was ich überhaupt nicht so empfinde! Was mich etwas stört ist allerdings, das sich die Autorin am Ende irgendwie etwas doll die Handlung verbaut hat. Es kommen viele neue Sachen ans Licht, die schockieren und über die mehr erfahren will. Was nun mal guter Stoff für einen zweiten Band wäre. Aber die Autorin lässt die Handlung so geschehen, das wir genau wissen, das nichts davon in einem weiteren Band geschehen wird, was schade ist. Es ist einfach wunderbar zu lesen. Das ganze Buch ist so voller Handlung, Geheimnissen, herzerwärmenden Szenen und schockierenden Momenten das ich total aufgeladen bin mit Gefühlen für dieses Buch. Noch mit dazu konnte man sich einfach so richtig in Lynn einfühlen, obwohl das Buch in der dritten Person geschrieben ist. Was mir, ich bin jetzt vollkommen ehrlich (auch wenns etwas peinlich ist) erst ab Seite 200 aufgefallen ist. Dann dachte ich "Häh? Seit wann schreibt die Autorin in der dritten Person von Lynn?!", und habe nach vorne geblättert und gemerkt - das macht sie schon das ganze Buch lang! Es ist aber nie aufgefallen weil man sich einfach so perfekt in sie hineinversetzen und so mit ihr mitfühlen kann. FAZIT Alles in allem habe ich mich total in das Buch und die Handlung verliebt, weil es mich so mitgerissen hat. Die Autorin hat es, meiner Ansicht nach, einfach geschafft das ich mit den Charakteren so krass mitfühlen und mich in sie hineinversetzen kann, als wären sie Real. Auch an Spannung hat es nie gefehlt, und ich wurde sofort mit dem Buch warm. Ich wundere mich aber etwas das es einen zweiten Teil geben soll, denn der erste Teil ist in sich abgeschlossen und die Autorin hat jegliche Vorahnung was in dem zweiten Teil passieren könnte zunichte gemacht, wesshalb der erste Teil eigentlich ein guter Einzelband wäre.  

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  • Tolles Thema, fehlender Tiefgang

    Bis zum letzten Tropfen

    allthesespecialwords

    13. February 2015 um 13:04

    McGinnis, Mindy – Bis zum letzten Tropfen Worum geht’s? Lynn lebt in einer Welt, in der es kaum noch Wasser gibt. In den Städten müssen die Menschen viel Geld dafür bezahlen, auf dem Land ist ein Häuschen mit Weiher wie ihres stark umkämpft. Zusammen mit ihrer Mutter kämpft sie ums Überleben und um ihre einzige, saubere Wasserquelle. Als ihre Mutter dann jedoch verletzt wird, muss Lynn feststellen, dass sie allein nicht für die Farm sorgen kann. Und so muss sie sich schweren Herzens auf die Suche nach Hilfe machen. Schreibstil Ich habe sehr lange gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden, was vor allem an Mindy McGinnis Schreibstil lag. Sie reiht unglaublich viele Hauptsätze aneinander, arbeitet viel mit dem Wort „und“ und schreibt auch sonst nicht besonders poetisch oder emotionsgeladen. Die Nüchternheit ihrer Worte passt vielleicht ein bisschen zur kargen Situation und auch zur Protagonistin, die noch relativ jung ist, aber trotzdem hatte ich große Schwierigkeiten damit. Meine Meinung Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch gut finden soll oder ob ich es eher durchschnittlich ansiedeln würde. Vor dem Kauf würde ich euch auf jeden Fall raten, Rezensionen dazu zu lesen und dann für euch zu entscheiden, ob euch die Kritikpunkte stören würden oder eher nicht. In einer Welt, in der es kaum noch Wasser gibt, sind Wasserstellen wie Lynns Weiher hart umkämpft. So weit, so gut. Allerdings ist die Vegetation in dieser Welt, genauer gesagt im Staat Ohio, keineswegs einer Wüste gleich. Vielmehr gibt es Wälder, Flüsse (die zwar im Sommer austrocknen) und eine lebhafte Tierwelt, die von Kojoten über Heuschrecken bis hin zu Eichhörnchen reicht. Im Winter gibt es so viel Schnee, dass viele Menschen erfrieren, wenn sie keinen sicheren Unterschlupf haben, und im Sommer ist es furchtbar heiß. Es herrschen also extreme Klimaverhältnisse, wie sie als Folge des Klimawandels durchaus zu befürchten sind. Allerdings habe ich mir einige Fragen gestellt: Warum sammelt die Bevölkerung nicht den Schnee, um ihn in Wassertanks für den Sommer aufzubewahren? Warum arbeitet man nicht an Staudämmen oder ähnlichen Konzepten, damit die Flüsse nicht austrocknen? Sollte eine solche Welt nicht längst an guten und günstigen Konzepten zur Wassergewinnung aus Meerwasser gearbeitet haben? Trotz der „Schwächen“ im Weltenbau finde ich es klasse, dass Mindy McGinnis dieses Thema anspricht, dass durchaus problematisch für unsere Welt werden könnte. Schöner hätte ich es gefunden, wenn das Buch dann auch in einem Bereich gespielt hätte, in dem Wasserknappheit und ein geringer Staatshaushalt heute schon ein Problem ist. Ich glaube, das hätte es für mich glaubhafter gemacht, wobei auch diese Geschichte zum Nachdenken angeregt hat. Ein großes Problem hatte ich mit der Protagonistin, die ich nie so richtig einschätzen konnte. Das liegt vermutlich daran, dass dieses Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist und mir so ihre Gedanken und Emotionen gefehlt haben, um mich wirklich mit ihr zu identifizieren. Zudem habe ich irgendwie immer gedacht, dass sie erst 13 oder 14 ist (wer aber aufmerksam die erste Seite liest und rechnen kann, stellt fest, dass sie schon 16 ist) und so erschienen mir manche Handlungen für nicht altersgerecht, was ich im Nachhinein natürlich wieder revidieren muss. Nach und nach tauchen weitere Charaktere auf, die ich schnell ins Herz schließen konnte. Besonders die kleine Lucy und Stebbs, den Nachbarn, habe ich sehr gerne gemocht, vor allem, wenn sie miteinander agiert haben. Mit Lynn’s Love Interest Eli konnte ich nicht so wahnsinnig viel anfangen. Ihre gemeinsamen Szenen waren zwar süß, aber irgendwie fehlten mir der Tiefgang und auch hier wieder die Emotionen, die die Geschichte für mich sehr viel realer gemacht hätten. Das Ende erschien mir sehr abrupt, dafür, dass die Geschichte so lange gebraucht hat, um ins Laufen zu kommen. Einen Punkt kann ich immer noch nicht nachvollziehen, den ich euch natürlich nicht verraten werde. Ich frage mich einfach, wieso die Autoren das eingebaut hat, wenn die Geschichte auch ohne dieses Geschehnis funktioniert hätte. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht genau. Bis zum letzten Tropfen funktioniert sehr gut als alleinstehendes Buch und ich bin mit dem Ende überwiegend zufrieden. Fazit Bis zum letzten Tropfen ist eine Dystopie, die sich an ein sehr ernstes Thema heranwagt. Wer einen nüchteren Schreibstil und andere, kleinere Schwächen in Kauf nehmen möchte, findet in diesem Buch ein kurzes Lesevergnügen, das zum Nachdenken anregt. Ich kann es jedoch nur bedingt weiterempfehlen.

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