Mineko Iwasaki

 4.2 Sterne bei 126 Bewertungen
Autor von Die wahre Geschichte der Geisha, Geisha, A Life und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mineko Iwasaki

"Mineko Iwasaki wurde 1949 in Kyoto als elftes Kind einer Künstlerfamilie geboren. Nach einer fast fünfzehnjährigen Ausbildung wird Mineko Iwasaki mit zwanzig Jahren Leiterin und oberste Geisha des 'Kobu Gion' in Kyoto. In Japan war sie ein Jahrzehnt lang ein Star, zu ihren Kunden gehörten die mächtigsten Wirtschaftsbosse, Politiker, Kaiser und Könige der Welt. Heute lebt Mineko Iwasaki sehr zurückgezogen mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Bergen von Kyoto."

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Mineko Iwasaki

Cover des Buches Die wahre Geschichte der Geisha (ISBN: 9783548261867)

Die wahre Geschichte der Geisha

 (121)
Erschienen am 01.10.2004
Cover des Buches Geisha of Gion (ISBN: 9780743430593)

Geisha of Gion

 (2)
Erschienen am 06.05.2003
Cover des Buches Geisha, A Life (ISBN: 0756781612)

Geisha, A Life

 (2)
Erschienen am 02.07.2004
Cover des Buches Ma vie de geisha (ISBN: 9782253112167)

Ma vie de geisha

 (0)
Erschienen am 12.01.2005
Cover des Buches Geisha (ISBN: 0743462718)

Geisha

 (0)
Erschienen am 01.10.2002

Neue Rezensionen zu Mineko Iwasaki

Neu

Rezension zu "Die wahre Geschichte der Geisha" von Mineko Iwasaki

Ein interessanter Blick hinter die Kulissen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Der Klappentext: „Mineko Iwasaki war mehr als ein Jahrzehnt Japans berühmteste Geisha. Mit ihrer Autobiographie enthüllt sie nun als erste Geisha in der dreihundertjährigen Geschichte der Karyukais die Geheimnisse ihres Standes. Es ist der ergreifende Bericht einer Frau, die nie eine Kindheit hatte. Ihre Geschichte inspirierte Arthur Golden zu seinem Bestsellerroman „Die Geisha“.

Worum es also geht, wird beim Lesen des Klappentextes deutlich. Die berühmteste Geisha Japans lüftet das große Geheimnis um das Leben ihres Standes. Wir erfahren, wie Masakos erste Lebensjahre bei ihren Eltern verlaufen, und wie sie im zarten Alter von drei Jahren von der Eigentümerin eines der berühmtesten Geishahäuser Kiotos, der Okiya Iwasaki, entdeckt und zu ihrer Nachfolgerin auserkoren wurde. Die kleine Masako (wie Mineko Iwasaki eigentlich heißt) weiß noch nicht, wie sie das alles einordnen soll, aber bald entscheidet sie sich zum Haus der Iwasaki zu gehören. Dazu sei gesagt, dass Mädchen, die sich entscheiden, eine Geisha zu werden, nicht mehr bei ihren Eltern leben und in dem Geishahaus dann von einer anderen Geisha adoptiert werden und einen neuen Namen erhalten. Sie haben also keinen wirklichen Kontakt mehr zu ihren leiblichen Eltern. Sie nimmt also die Ausbildung zur Geisha auf, eine wirklich harte und qualvolle Ausbildung, in der sie nonstop über ihre Grenzen geht. Selbst ihre Gesundheit leidet darunter. Aber für den Erfolg und ihr ehrgeiziges Ziel, die Nummer Eins zu sein, gibt sie alles. Sie schläft kaum, steht ständig unter Strom, hetzt von einem Termin zum anderen, bis ihr Körper streikt. Und trotzdem steht für sie immer der Ruf ihrer (Geisha-) Familie im Vordergrund und sie macht weiter.

Wir erfahren, wie das Leben unter den Geishas in der Okiya abläuft, was für Investitionen sie in ihre Arbeit stecken, wie hart sie für ihre Auftritte trainieren und wie streng dieses Leben abläuft; ein Leben, das nicht frei von Neid und Missgunst ist. Man merkt, dass Mineko mit zunehmendem Alter immer mehr versteht, wie die Abläufe in der Okiya sind und dass sie das alles überhaupt nicht glücklich, sondern sogar krank macht… Und so nimmt sie die Planung ihrer Auftritte selbst in die Hand und setzt sich immer stärker dafür ein, dass sich im Leben aller Geishas etwas ändern muss. Nachdem sie die neue Eigentümerin der Okiya geworden ist und so manchen Schicksalsschlag erlebt hat, entschließt sie sich schlussendlich für ein Leben, das sie glücklich macht.

Mineko erzählt von diesem Leben ganz unverblümt, wie sie es empfunden hat und was sie dazu bewogen hat, dieses Leben zu leben und auch wieder aufzugeben.  Sie beschreibt, wie erfolgreich sie war; UNERSÄTTLICH trifft es wohl eher, denn alle Kunden wollten nur noch SIE sehen. Aber auf welche Kosten, frage ich mich? Und war es das wert?

Ich fand diese Biografie, sehr spannend. Und entgegen meiner Sorge, weil da so viele japanische Begrifflichkeiten vorkommen, habe ich es flüssig lesen können. Für den Fall der Fälle wurde sowohl in der Geschichte selbst gleich die Übersetzung geliefert, als auch am Ende des Buches auf ein paar Seiten die „Vokabeln“ zusammengefasst 😉
Es war recht interessant und ich fand, dass man wirklich einen sehr offenen und ehrlichen Einblick bekommen konnte, wie hart die Ausbildung zur Geisha ist und wie schwer sie es haben, selbst wenn die Ausbildung abgeschlossen ist. Oft habe ich gedacht „Oh man, das könnte ich gar nicht. Sie verlässt ihre Eltern, die sie vergöttert, weil sie bei den Geishas tanzen kann. Aber sie macht sich kaputt für diesen Job.“ 
 
Den Schreibstil fand ich für eine Autobiografie angemessen. Es war gut verständlich, durch die Übersetzungen und es ist natürlich aus der Ich-Perspektive erzählt, was ja bei einer Autobiografie Sinn macht. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir viele Sachen, selbst wenn Mineko sie so offen gelegt hat, gar nicht vorstellen kann, dass es so was in einer Gesellschaft wirklich gibt. Aber dem ist wirklich so…
Alles in allem fand ich diese Biografie sehr lesenswert. Und mit diesem Hintergrund werde ich mir „Die Geisha“ von Arthur Golden zulegen. Ich vergebe hier 🌟🌟🌟🌟

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Rezension zu "Die wahre Geschichte der Geisha" von Mineko Iwasaki

Die wahre Geschichte der Geisha
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Mineko Iwasaki ist als die populärste Geisha Japans des letzten Jahrhunderts bekannt. Geboren als Masako Tanaka entschließt sie sich im Alter von gerade mal 5 Jahren gegen den Willen ihrer Eltern einer Okiya (Haus, in dem nur Frauen leben und Geishas ausgebildet werden) beizutreten und somit das Elternhaus zu verlassen. Sie ist nicht die Einzige in der Familie, die diese Laufbahn antritt. Im Alter von 6 Jahren beginnt sie ihre Ausbildung. Neben dem normalen Schulunterricht, lernt sie Kalligraphie, das Spielen verschiedener japanischer Instrumente und das Tanzen, das ihr am meisten Freude bereitet. Mit 15 wird sie zur Maiko und mit 20 "wendet sie ihren Kragen" und wird zur Geiko. Doch bereits mit 29 beendet sie ihre Karriere in Kioto Gion. Sie hat über die Jahre versucht das System zu reformieren, wies immer auf Misstände hin und wurde leider nie erhört. Dennoch hat sie in dieser relativ kurzen Laufbahn den Status "beste Geiko von Kioto Gion" erlangt und Berühmtheiten wie Prinz Charles und die Queen getroffen.

Minekos Biografie ist nicht nur sehr spannend, sondern auch informativ und aufklärend. Der Begriff Geisha wird oft mit Prostituierte verwechselt und ihr Buch vermittelt eine vollkommen andere Sichtweise auf diese Kultur, die oft missgedeutet wird.

Als Kind noch sehr scheu, etwas hochnäsig, wächst sie zu einer kultivierten Frau heran, die pausenlos arbeitet. Sie opfert ihre Kindheit und Jugend, um die Okiya zu ehren und Geld zu verdienen. Persönliche Rückschläge erleidet sie immer wieder. Doch sie verfolgt ihren Traum, die beste Tänzerin zu werden. Denn den Tanz liebt sie über alles und eigentlich möchte sie am liebsten nichts anderes auf der Welt tun als zu tanzen.

Ich finde ihr Leben, ihr Buch einfach unglaublich! Fans der Geisha-Kultur sollten es auf jeden Fall lesen und nicht nur beim Bestseller-Roman "Die Geisha" von Arthur Golden bleiben. Denn "Die wahre Geschichte der Geisha" bietet so viel mehr Informationen und Hintergrundwissen.

Spannend, interessant und sehr berührend!

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Rezension zu "Die wahre Geschichte der Geisha" von Mineko Iwasaki

Durchaus lesenswert
gedankenchaotiinvor 8 Jahren

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Mineko Iawsaki. Sie selbst tritt als Erzählerin auf, als Erzählerin ihres Aufstieges vom Kind zur Geisha.
Mineko wird als Minako Tanaka in einer sehr kinderreichen Familie geboren. Bereits mehrere ihrer Schwester sind bereits im Geisha aus der Iwasaki untergebracht.
Frau Iwasaki ist von Minako direkt begeistert und sieht in ihr ihre künftige Nachfolgerin. Stets bemüht, Minako selbst und auch deren Eltern zu einer Adoption zu gewinnen, lässt sie nicht unversucht, um genau das zu erreichen.
Durch ihren großen Wunsch tanzen zu wollen, stimmt Minako schließlich von sich aus zu, wird nach ihrer Adoption zu Mineko Iwasaki.
Im Laufe der Jahre wird sie zu einer der berühmtesten Geishas des Landes ausgebildet, trifft nicht nur auf zahlreiche, einflussreiche Leute zur damaligen Zeit innerhalb Japans und Asiens, sondern auch auf uns bekannte Prominente, wie Prinz Charles oder die Queen.

Mit nur 29 Jahren beendet sie jedoch aus Protest gegenüber den strengen Regeln der Geisha - Kultur ihre Karriere und lebt nun sehr  zurückgezogen.

Das Buch selbst lässt sich flüssig lesen, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass Mineko im Alter von drei Jahren doch schon sehr weit entwickelt ist, manchmal vielleicht sogar ein bisschen überheblich wirkte.
Man erfährt sehr viel über die Ausbildung einer Geisha, darüber, was sich von der Maiko zur Geiko unterscheidet und auch sonstige Einblick in die japanische Kultur werden nicht ausgelassen.
Ein sehr lesenswertes Buch, welches jedoch für jemanden, der sich für das Thema Japan und Geishas an sich, nicht interessiert, etwas langatmig sein könnte.

4 von 5 Gänseblümchen auch hier.

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