Chiisakobee 3

von Minetaro Mochizuki 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Chiisakobee 3
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Kaum Vorwärtskommen leider....

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Inhaltsangabe zu "Chiisakobee 3"

Humanität und Willenskraft! Der Zimmermeister Shigeji bemüht sich nach dem Lebensmotto seiner verstorbenen Eltern zu handeln, Verantwortung zu übernehmen und das Familienunternehmen wieder aufzubauen. Durch den Großbrand in der Stadt, dem auch die Zimmerei zum Opfer fiel, ist Ritsu obdachlos geworden, eine alte Freundin, die plötzlich mit fünf Waisenkindern vor Shigejis Tür steht – er hat ja noch Platz im großen Elternhaus! Ein bunter Haufen starker und eigensinniger Charaktere findet sich in einer schwierigen Zeit unter einem Dach zusammen – das ist teils komisch, manchmal bezaubernd, oft berührend, immer human und lässt Funken sprühen! Nach dem gleichnamigen Roman von Shuguro Yamamoto aus dem Jahr 1957 – modern und elegant versetzt in die heutige Zeit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551720979
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:244 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:31.07.2018

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    lex-booksvor einem Monat
    Kurzmeinung: Kaum Vorwärtskommen leider....
    Auf der Stelle

    Es ist schwer zu beschreiben, was mich an dieser Reihe reizt. Ich hatte es bereits in einer früheren Rezension geschrieben: die Geschichte besteht größtenteils aus Alltagseindrücken. Beeindruckend ist jedoch die Darstellung der Gefühlswelt der Figuren. Leider kommt in „Chiisakobee 3: Die kleine Nachbarschaft“ ein wenig der Eindruck auf, auf der Stelle zu treten.


    Zwischen dem um die Existenz des elterlichen Betriebes kämpfenden Schreinermeister Shigeji und seiner Kindheitsfreundin Ritsu gibt es weiterhin eine trotzige, schweigsame Verbundenheit. Immer noch versteckt sich der junge Schreiner hinter seinem wuchtigen Vollbart und Ritsu hinter ihrer distanzierten Schroffheit.

    Die inhaltlichen Veränderungen sind minimal. Ich hätte mir für diesen dritten Band vor allem mehr Entwicklung der unterschwelligen Dreiecksbeziehung zwischen Shigeji, der jungen Erzieherin Yuko und Haushälterin Ritsu gewünscht. Darauf wird aber kaum eingegangen. Am Ende des Teils bleibt der Eindruck, dass man Band 2 und 3 gut und gerne in einem einzigen Buch hätte zusammenpacken können.

    Festmachen kann man das Fortschreiten der Geschichte allenfalls am Verhalten der zentralen Personen, das vermehrt verletztend und grenzüberschreitend ist. Das Aufbrechen der äußeren Fassade zieht sich als roter Faden durch die Bücher und erreicht einen einstweiligen Höhepunkt. Von Anfang an war zu spüren, wie es unter der Oberfläche brodelt. Aus jedem Bild spricht die Angespanntheit der Figuren, die sich bei Weitem nicht immer korrekt verhalten, aber schwer in Schubladen zu stecken sind. Aus meiner Sicht wurden sie nicht unbedingt dazu erschaffen, sie zu mögen, sondern, um zu sehen, wie sie mit ihren Gefühlen kämpfen und der Überforderung, wie sie Fehler begehen und sich nach Ausbrüchen wieder annähern.

    Was aus europäischer Sicht stört, ist das Frauenbild – möglicherweise ist dieser Umstand der Romanvorlage von 1957 geschuldet, wahrscheinlicher ist, dass die Kluft zwischen Mann und Frau in Japan bei der Gleichberechtigung noch recht beachtlich ist. Die Geschichte bildet eine Gesellschaft ab, in der die klassische Rollenaufteilung weitestgehend eingehalten wird – er, der selbstständige Unternehmer, sie, im häuslichen Umfeld. Visuell und inhaltlich bekommt das Bild immer wieder Risse, stoßen moderne, westliche Welt und japanische Kultur aufeinander. Die weiblichen Figuren bleiben davon jedoch weitestgehend unberührt.

    Trotz einiger Kritikpunkte freue ich mich auf den Abschluss dieser eigenwilligen Reihe, der Ende Oktober erscheint. Ich würde Shigeji nach drei haarigen Büchern dann gerne endlich ohne Vollbart sehen und rechne eigentlich fest damit. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn sich am Ende nicht nur Shigeji, sondern auch Ritsu und Yuko finden würden. So oder so… ich bin gespannt!

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    Vaniis avatar
    Vaniivor 2 Monaten

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