Minna Lindgren Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?

(43)

Lovelybooks Bewertung

  • 48 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 1 Leser
  • 28 Rezensionen
(4)
(9)
(22)
(6)
(2)

Inhaltsangabe zu „Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?“ von Minna Lindgren

Die aufgeweckten, sehr agilen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa sind Nachbarinnen in der Seniorenresidenz 'Abendhain'. Die rüstigen Damen, alle Mitte 90, verbringen den Tag mit Kartenspielen und zu viel Rotwein. Um keine Osterhäschen basteln zu müssen, lassen sie sich gerne von der Straßenbahn kreuz und quer durch Helsinki fahren. Die fröhliche Routine endet mit einem Todesfall, doch hat es nicht etwa einen der greisen Mitbewohner dahingerafft, sondern Tero, den jungen Koch. Mit diesem Unglück beginnt eine ganze Reihe zwielichtiger Vorfälle, die das Leben der drei Freundinnen kräftig durchschütteln und alles, was als sicher galt, über den Haufen werfen. Welches böse Spiel treibt die Oberschwester, und hat die Heimleiterin tatsächlich keine Ahnung, was in 'Abendhain' vor sich geht? Ein Buch über beste Freundinnen, die trotz ihres hohen Alters weder ihren Humor noch ihren Sinn für das, was im Leben zählt, verlieren und einfach nur wollen, dass man sie für voll nimmt.

Langatmig und frustrierend

— AnneMayaJannika
AnneMayaJannika

Ziemlich langweilig und nicht mal witzig!

— Rees
Rees

Man muss den Stil mögen, was bei mir der Fall war. Tolle Geschichte, die zum Nachdenken über das Pflegesystem und alte Menschen anregt.

— AhernRowlingAusten
AhernRowlingAusten

Ein sehr langatmiger, aber dennoch humorvoller und ironischer Roman im Altersheim-Milieu.

— talisha
talisha

Für mich eine Geschichte über Freundschaft auch über das hohe Alter hinaus und über eine Rätsel das es aufzudecken gilt.

— Solara300
Solara300

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Dieser Roman hätte in mancher Hinsicht ausgebaut werden können.

— Vucha
Vucha

Leider kein wirklicher Krimi, wie ich es eigentlich erwartet hatte.

— Buchina
Buchina

3 alte Damen die lustig sind aber irgendwie die Geschichte manchmal echt langweilig.

— lenicool11
lenicool11

Nun, zuallererst gibt es mal von mir ein dickes Minus. Das Buch frisch ausgepackt war es schon quasi aus dem Leim gegangen, keine 10 Seiten

— Ankewien
Ankewien

Humorvoll kritisch, absolut lesenswert.

— twentytwo
twentytwo

Stöbern in Romane

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

Jonas1704

Heimkehren

Eine schmerzhafte Geschichte, feinfühlig erzählt, die manchen die Augen öffnen wird.

Lovely_Lila

Als wir unbesiegbar waren

Die Freundschaft als Sinn im Leben

Jonas1704

Die Tänzerin von Paris

Wahre Geschichte, Cover thematisch irreführend

nicekingandqueen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Kleine Schwächen, aber dennoch unterhaltsam

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    AhernRowlingAusten

    AhernRowlingAusten

    09. March 2017 um 15:07

    Als ich mir dieses Buch kaufte, tat ich es eigentlich in der Absicht, mir einen sehr lustigen und unterhaltsamen Schmöker zuzulegen. Ich dachte, dass Minna Lindgren das Alter gekonnt auf die Schippe nimmt und die Protagonistinnen mich lachen lassen, während sie einen ominösen Mordfall aufklären. Das ist der Autorin zwar gut gelungen, aber ich habe aus diesem Roman so viel mehr mitnehmen dürfen als nur ein bisschen Unterhaltung und drei alte Damen, die Witze über ihr Alter machen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, was ich allerdings nicht als selbstverständlich bei diesem Buch ansehe, da es eine ganz eigene Stimmung hat, auf die man sich einlassen muss. Geht man mit den gleichen Erwartungen an dieses Buch wie ich und will davon partout nicht abweichen, wird man das Buch wahrscheinlich schnell wieder zur Seite legen. Die Atmosphäre in diesem Buch empfinde ich nämlich als besonders. Sie ist sehr ruhig und hat auch in meinen Augen keinen üblichen Spannungsbogen. Mit diesem Buch greift man zu einer besonderen Lektüre, von der man denken könnte, sie ist selbst 94 Jahre alt und im Leben so gefestigt, dass sie nichts umhauen kann. Trotz dieser ruhigen Atmosphäre schaffen es die drei alten Damen den Leser kräftig zum Lachen zu bringen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie keck und selbstironisch alte Leute sein können. Eine Prise schwarzer Humor gehört allerdings dazu. Ein Punkt, der mir jedoch nicht gefällt, ist, dass man wegen des Titels eigentlich davon ausgeht, dass hier ein Mordfall aufgeklärt wird: Warum starb der junge Koch? Leider weiß ich aber auch nach der Lektüre nicht genau, warum der junge Koch, Tero, nun starb. In dieser Geschichte geht es viel mehr um Kritik am finnischen Pflegesystem und wie die Gesellschaft mit alten Leuten umgeht. Ich habe viele Stellen als erschreckend empfunden und mir steigen sofort die Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, dass es mal meinen Eltern so gehen könnte, denn vieles aus diesem Buch hat man auch schon in deutschen Nachrichten gehört. Es ist eine Schande wie wir mit der älteren Generation umgehen und deshalb bin ich unglaublich froh, dieses Buch gelesen zu haben, da es mir in mancher Hinsicht die Augen geöffnet hat. Ein weiterer Punkt, der mich ein wenig störte, war die Informationsflut, wenn Siiri mit der Straßenbahn durch Helsinki gefahren ist. Zu jedem Gebäude gab es was zu erzählen und das ist auch interessant, passte allerdings nicht zur Geschichte. Aber man merkt, dass die Autorin ihre Stadt liebt. Helsinki scheint einen Besuch wert zu sein. Dieses Buch lässt sich durchaus mit einem Rotwein genießen, wenn man die richtige Stimmung dafür mitbringt und bereit ist, sich darauf einzulassen. Allerdings sollte der Rotwein auch für die Stellen bereitgestellt werden, wenn man mal ausgiebig die Augen über das Pflegepersonal rollen will.

    Mehr
  • Missstände im Altersheim - Siiri, 94, wird hellhörig

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    talisha

    talisha

    29. January 2017 um 22:36

    Kennt ihr das: ihr solltet dringend etwas erledigen, aber ihr drückt euch davor? Macht lauter andere unwichtige Sachen, nur um nicht an dem zu arbeiten, das gerade dran wär? So ging es mir mit den beiden Rezensionen zu Minna Lindgrens "Drei-alte-Damen"-Serie. Die Covers und Inhaltsangaben haben mich neugierig gemacht und ich erwartete, dass die drei alte Damen im Miss Marple-Stil ermitteln. Doch was ich da las, hat nichts viel mit einem Krimi zu tun. Vielmehr handelt die Serie vom Leben in einem finnischen Altersheim namens Abendhain. Protagonistin ist Siiri, die am liebsten mit dem Tram quer durch Helsinki fährt, um dem langweiligen Alltag im Altersheim zu entkommen.Siiri ist befreundet mit Irma, die auch im Alter nicht auf ihren Schmuck verzichtet und der Deutschlehrerin Anna Liisa. Oft verbringen die drei Seniorinnen ihre Zeit jassend im Aufenthaltsraum, zusammen mit Onni, kurz "Botschafter" genannt und anderen Bewohnern. Zusammen besuchen sie auch immer wieder Beerdigungen - meistens solche anderer Bewohner des Altersheims, doch am Anfang dieses Romans jene des Koches Tero. Sein Tod und die gleichzeitige Entlassung eines Angestellten sorgt kurz für eine brodelnde Gerüchteküche im Abenhain. Kurz darauf haben die einen die Geschichte bereits wieder vergessen oder werden, wie unsere drei Damen, von diversen Geschehnissen gestört. Ein reklamierender Bewohner wird auf die Demenzstation verlegt und auch Irma wird plötzlich mit Medikamenten ruhig gestellt. Den Gründen dafür will Siiri auf die Spur kommen, zusammen mit Taxifahrer Mika.Wer Mika wirklich ist, bleibt bis zum Ende unklar. Die Auflösung all der Zwischenfälle wird zwar aufgedeckt, doch passiert dies nicht wie erwartet mit einem finalen Paukenschlag, sondern eher nebenbei und total unaufgeregt. Der Abschluss kommt nach all den eintönigen Alltagsbeschreibungen sehr speziell rüber und lässt mich unbefriedigt zurück. Wäre ich nicht zur Lesung der Autorin eingeladen, ich hätte den ersten Band nicht zu Ende gelesen. Es braucht viel Geduld und Ausdauer für diese Lektüre! Aber trotz aller Langatmigkeit faszinierte mich die Thematik dennoch. Man muss sich als Leser eingewöhnen und lebt dann praktisch mit den Protagonisten mit, alles geht mit 94 Jahren halt langsamer als wenn man erst 30 oder 50 Jahre "jung" ist. Vieles wirkt auf den Leser verwirrend, da einiges unbeantwortet stehen bleibt - halt genauso wie die betagten Damen sich auf einmal einem anderen Thema zuwenden und das vorherige total vergessen. Das Buch macht sehr nachdenklich und erschreckt auch, wenn man von den Auswirkungen liest, die der Umgang mit den Senioren vom Pflegepersonal mit sich bringt. Kostensparen in der Altersarbeit und zu wenig Zeit für die Pflege ist anscheinend weltweit ein Thema; und Ruhigstellung durch Medikamente leider nur zu wahr, wie auch aktuell immer wieder in den Medien berichtet wird.Fazit: Ein langatmiger, aber dennoch interessanter, humorvoller und ironischer Roman im Altersheim-Milieu. 3.5 Punkte.

    Mehr
  • Dem Altenkrimi fehlt es an Schwung...

    Wir fangen gerade erst an
    parden

    parden

    DEM ALTENKRIMI FEHLT ES AN SCHWUNG...Dem Leben im Alter sehen viele von uns mit gemischten Gefühlen entgegen - der Umzug in ein Altersheim erscheint für die meisten wenig verlockend. Die Erfahrungen, die die fünf Hauptcharaktere des Buches mit ihrem Wohnsitz machen, sind nun auch nicht dazu geeignet, die Bedenken hinsichtlich dieser Wohnform zu zerstreuen.Dabei sind Märtha (79), Snille (78), Anna-Greta (81), Stina (77) und Kratze (84) noch recht rüstig für ihr Alter. Doch 'Sparen' heißt die Devise der neuen Geschäftsführung des Seniorenheims 'Diamant', und so gibt es immer mehr Einschränkungen, die die alten Leute über sich ergehen lassen müssen, und kaum noch Entscheidungen, die sie selber treffen dürfen. Was zu viel ist, ist zu viel - und so beginnt allmählich ein Plan zu reifen.Eine TV-Dokumentation über die Situation in Schwedens Gefängnissen zeigt den Alten, dass es um die Versorgung der Verbrecher besser gestellt ist als um ihre eigene - und da muss Abhilfe geschaffen werden. Und so fliehen die fünf aus dem Altersheim und beginnen ihre Verbrecherkarriere mit dem Ziel, den Rest ihres Lebens letztlich gut versorgt hinter Gittern zu verbringen. Doch aller Anfang ist schwer, zumal hinter der Seniorengang mit ihren Rollatoren niemand etwas Gesetzwidriges vermutet - erst recht nicht die Polizei. Da ist viel Einfallsreichtum gefragt...Leider hielt das Buch nicht ganz, was ich mir davon versprach. Erwartet hatte ich ein unterhaltsames Buch mit viel Seniorenpower, mit Charme und Witz, schwungvoll und bissig und mit dem Esprit der Geschichten eines Jonas Jonasson oder dem Wohlfühlcharakter der Romane eines Fredrik Backman. Doch dem Roman merkte man das Alter seiner Charaktere an: Unterhaltung mit Längen, teilweise eher lahme Dialoge, eine von zu vielen Zufällen geprägte Handlung und alles in allem eine zu bemüht und konstruiert wirkende Erzählung. Die Charaktere selbst sind recht klischeehaft gestrickt und wirken durch den fehlenden Hintergrund wenig greifbar. Trotz meiner Enttäuschung fand ich die Idee hinter der Geschichte gut, wenn auch die Umsetzung mehr Potential gehabt hätte. Ebenfalls gefallen hat mir die durchgehend geäußerte Kritik am Umgang der Gesellschaft mit den Alten - an dieser Stelle würde ich mich der Seniorengang gerne anschließen. Insgesamt eher Mittelmaß - da ist noch deutlich Luft nach oben. Ob Band zwei 'Jetzt kriegt jeder was ab' da eine Steigerung ist? Keine Ahnung. Noch nicht jedenfalls. Aber erst einmal reicht es mir mit den fünf Senioren...© Parden

    Mehr
    • 13
  • Buchverlosung zu "Whisky für drei alte Damen" von Minna Lindgren

    Whisky für drei alte Damen oder Wer geht hier am Stock?
    aba

    aba

    Eine ganz besondere WG Alter ist definitiv nur eine Kopfsache. Wer nicht daran glaubt, der sollte einfach die 90-jährigen Siiri, Irma und Anna-Liisa fragen. Darüber hätten sie viel zu erzählen. Denn genug Geschichten haben sie erlebt und zahlreiche Abenteuer überstanden, bei denen andere - viel jüngere und fittere - Menschen das Handtuch geworfen hätten. In "Whisky für drei alte Damen" von der finnischen Bestsellerautorin Minna Lindgren wagen die drei älteren Damen den Schritt in die Freiheit und die Unabhängigkeit: Sie gründen eine WG. Nach "Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?" kehren die lustigen und alles andere als schrulligen Finninnen zurück und zeigen uns noch einmal, was wirklich heißt, jung zu sein!Wir garantieren euch: An Abenteuern wird es in diesem zweiten Teil um die drei Freundinnen auch nicht fehlen!Mehr zum InhaltDie aufgeweckten, sehr agilen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa sind Nachbarinnen in der Seniorenresidenz "Abendhain". Als das Haus renoviert wird und man die Bewohner mit Krach, abgestelltem Wasser und einer kalten Küche malträtiert, beschließen sie, übergangsweise eine WG zu gründen. Mit dem "Botschafter", Anna-Liisas Ehemann, und einer weiteren Bewohnerin ziehen sie zusammen. Aber das WG-Leben hat so seine Tücken, und manche Marotten können zu großen Problemen führen. Vor allem, wenn erst nach und nach klar wird, wofür die Wohnung vorher genutzt wurde und wer dort alles verkehrte…In diesem zweiten Buch von Bestsellerautorin Minna Lindgren rund um drei (ur)alte Freundinnen geht es wieder turbulent zu. Ein lustiges und ehrliches Buch über Freundschaft, Alter und die Tücken des Zusammenlebens.Zur AutorinMinna Lindgren, geboren 1963, ist eine finnische Journalistin und Bestsellerautorin, deren Romane rund um das Altenheim "Abendhain" in Finnland von der Presse gefeierte Bestseller sind und in zahlreiche Länder verkauft wurden. Minna Lindgren lebt in Helsinki.Möchtet ihr wissen, wer Siiri, Irma und Anna-Liisas Vormieter waren und wozu die Wohnung vorher gut war? Habt ihr Lust, euch von den drei lustigen Freundinnen entzücken zu lassen?Zusammen mit KiWi verlosen wir 10 Exemplare von "Whisky für drei alte Damen" unter allen, die sich über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 19.10. bewerben* und auf folgende Frage antworten:WG oder Altersheim?Wie sollte eure Altersresidenz aussehen? Würdet ihr euch gerne im Luxus-Altersheim verwöhnen lassen? Oder würdet ihr lieber auch so wie Siiri, Irma und Anna-Liisa eine WG gründen? Wen hättet ihr als Mitbewohner? Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche viel Glück!* Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

    Mehr
    • 345
  • Wenn ein Tod nicht hätte überraschender kommen können....

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    Solara300

    Solara300

    10. September 2016 um 15:43

    Kurzbeschreibung In diesem mysteriösen Kriminalfall befinden wir uns in der Altenresidenz Abendhain. Hier treffen wir auf Siiri, Irma und Anna-Liisa die alle drei sehr gerne ihre Tage miteinander verbringen und alle schon über 90 Jahre alt sind. Gemeinsam finden sie nicht nur seltsame Vorfälle vor in ihrer Altenresidenz, sondern haben auch einen Verdacht, denn die Stationsschwester Virpi verhält sich sonderbar. Aber sollte wirklich sie hinter den Vorfällen stecken, oder versucht sie etwas zu vertuschen. Das Mädels Ermittler Duo macht sich auf eine gefährliche Spurensuche... Cover Das Cover finde ich persönlich einen Eyecatcher der mich gleich in der Buchhandlung angesprochen hat und ich war gespannt was sich dahinter verbirgt. Für mich auf alle Fälle passend zum Inhalt. Schreibstil Die Autorin Minna Lindgren  hat hier eine interessante Geschichte vermischt mit drei taffen Ladys, die noch lange nicht zum Altenteil gehören. Und ich muss schon sagen dass mir die Art ihrer Ermittlung gefällt und das Kuchen und Kaffee trinken. Da schließe ich mich gerne an. Meinung Wenn ein Tod nicht hätte überraschender kommen können.... Dann sind wir in der Altenresidenz ,,Abendhain'' in der die drei Freundinnen Siiri, Irma und Anna-Liisa sehr gerne Karten spielen oder Rotwein trinken. Bei einem ihrer Gespräche unterhalten sie sich gerade über den neuesten Todesfall der wie Siiri vermutet mit einem der Bewohner zu tun haben könnte. Geschockt wird sie bald in dem Fall eines besseren belehrt. Denn kein Bewohner ist gestorben sondern der junge Koch Tero Lethinen, der mit Siiri befreundet war und sie sich gerne miteinander unterhalten hatten. Nun ist Siiri erstmal geschockt und versucht bei Pasi dem Sozialarbeiter des Heims Auskunft zu erhalten und muss aber leider feststellen dass dieser nicht da ist und die Heimleitung Sinikka Sundström ihn vertritt. Da Siiri eher der zurückhaltende Typ ist, schiebt sie es auf und muss feststellen, dass im Heim nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Denn die Preise sind nicht nur horrend sondern werden auch ungerechterweise eingefordert von den Bewohnern. Dinge verschwinden und sogar ein älterer Mann wird von einem Pfleger vergewaltigt. Da schrillen die Alarmglocken und die Drei machen sich auf Spurensuche und müssen feststellen, dass es nicht immer so offensichtlich ist was hinter einer Tat stecken könnte. Für mich sehr schön beschrieben wie die drei Frauen (alle über 90 Jahre) auf Spurensuche gehen. Das finde ich sehr gelungen und vor allem das sie nicht einfach wegschauen sondern sich damit befassen. Da sind die Elemente wie zum Beispiel Tuuka der Freund ihrer Urenkeln behilflich, der Siiri daraufhin weißt das die Rechnungen nicht stimmen wie viele andere Details.  Fazit  Sehr schöne Geschichte mit düsteren Machenschaften. Für mich eine Geschichte über Freundschaft auch über das hohe Alter hinaus und über eine Rätsel das es aufzudecken gilt. 4 von 5 Sternen

    Mehr
  • döden, döden, döden ...

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    Vucha

    Vucha

    01. September 2016 um 09:12

    Zum Inhalt: Im Altenheim Abendhain geschehen ungewöhnliche Dinge. Erst stirbt ein junger Koch, dann wird ein Sozialarbeiter entlassen, es ist von Vergewaltigungen die Rede und die Krankenakten und Abrechnungen scheinen manipuliert zu werden. Als dann auch noch "unliebsame" Bewohner des Altenheims scheinbar "dement gemacht" werden, steht für die rüstigen Freundinnen Siiri, Irma und Anna-Liisa fest, dass sie etwas unternehmen müssen und ihre Tage nicht nur mehr mit Kartenspielen und Rotwein verbringen können. Offensichtlich hat Oberschwester Virpi ihre Finger bei den zwielichtigen Vorfällen im Spiel und den drei Damen steht ein gewaltiges Abenteuer bevor, bei dem sie sich zuweilen selbst in Gefahr bringen. Meine Meinung: DIeses Buch konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Ich hatte mir eine lustige Krimikomödie erwartet, doch der mysteriöse Tod des Kochs ist eigentlich zu keinem Zeitpunkt wirklich Hauptthema der Geschichte. Schon zu Beginn hatte ich etwas Mühe in das Buch hineinzufinden. Dies hat wohl zum Teil an den vielen Charakteren und ihren finnischen Namen gelegen, bei denen ich nur schwer den Überblick behielt. Allerdings hat mir auch die Handlung Probleme bereitet, da recht schnell viele mysteriöse Vorkommnisse erwähnt werden, aber der vermeintliche Mordfall kaum zur Sprache gebracht wird. Bis zuletzt wird nicht richtig aufgeklärt, was nun wirklich mit dem Koch Tero passiert ist. Es werden Vermutungen aufgestellt, die jedoch nie wirklich bestätigt werden. Die Polizei scheint keint wirkliches Interesse an dem Vorfall zu haben und auch als später weitere kriminelle Vorfälle passieren, wird nicht wirklich ermittelt. Stattdessen werden die Bewohner des Heimes damit vertröstet, dass solche Untersuchungen langwierig sind und sie selbst deren Ausgang wohl nicht mehr erleben werden. Im Verlauf des Romans tauchen immer weitere Charaktere auf, von denen aber auch einige mir nach beendeter Lektüre immer noch ein Rätsel sind. Interessant war die Darstellung des Alltags im Altenheim sowie in manch anderer Betreuungsstruktur. Diese Beschreibungen haben mich zum Teil sehr nachdenklich gestimmt und man kann nur hoffen, dass die Bewohner in diesen Strukturen in Wirklichkeit besser behandelt werden. Hier werden Einwohner, die die Arbeit des Pflegepersonals anzweifeln, mit zahlreichen kleinen bunten Pillen gefügig oder gar dement gemacht um sie so "aus dem Weg zu räumen." Andere Patienten müssen mit vollen Windeln sitzen bleiben, weil halt nur dreimal täglich Windeln gewechselt werden. Dies zu lesen schockiert. Auch die Tatsache, dass manches Familienmitglied den Verantwortlichen der Altenheime lieber freie Hand bei der Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten lässt, statt sich selbst vor Ort vom Wohlbefinden seiner Verwandten zu überzeugen, lässt einen bitteren Nachgeschmack und erinnert einen selbst daran, dass man seine älteren Verwandten eigentlich viel öfter besuchen müsste. Die Gespräche zwischen den drei Hauptprotagonistinen sind zuweilen sehr witzig zu lesen. Wohl dreht sich dabei viel um das Thema Tod, immerhin sind die drei Damen allesamt Mitte Neunzig und ihre Mitbewohner, Klassenkameraden, ... sterben nacheinander, so dass die Freundinnen viel Zeit auf Beerdigungen verbringen. Doch Irma, Siiri und Anna-Liisa schaffen es, dies mit Humor zu nehmen. Ihre Gespräche leiten sie deshalb immer wieder mit "döden, döden, döden" ein. Die Autorin sorgt hier zusätzlich für Situationskomik, indem sie eine der Damen einen Tisch für ein Klassentreffen reservieren lässt, was sich als recht schwierig erweist, wenn man nicht weiß, wie viele ehemalige Mitschüler am besagten Tag noch leben werden. Auch die Szene, in der die drei Rentnerinnen irrtümlicherweise auf einer falschen Beerdigung landen, war recht lustig. Dennoch war die Geschichte meiner Ansicht nach zuweilen recht langatmig und konnte mich nie ganz in ihren Bann ziehen. Aus dem Grund gibt es von mir nur 3 Sterne.

    Mehr
  • Tod im Altenheim

    Moselruh
    mabuerele

    mabuerele

    „...Natürlich ist ein Todesfall im Altenheim nichts Ungewöhnliches. Aber wenn der Tote Mitte 20 ist und in einer Blutlache liegt, dürfte das ein Fall für uns sein...“ Johannes besucht seine Tante Adele im Demenzaltenheim. Als er die alte Dame in den Speisesaal begleitet, liegt dort der Pfleger Daniel in seinem Blut. Auf Grund einer Grippewelle ist das Heim unterbesetzt. Johannes reagiert korrekt und wählt den Notruf. Währenddessen versuchen die Krankenschwestern, die Heiminsassen zu beruhigen. Die Autoren haben einen spannenden Krimi in einem ungewöhnlichen Milieu geschrieben. Die Brisanz der Ermittler liegt darin, dass die Schnelligkeit der Befragungen über deren Erfolg entscheidet. Die meisten der Heiminsassen leiden unter hochgradiger Demenz und können sich das Geschehen nur kurzzeitig merken. Das Buch lässt sich zügig lesen. Dafür sorgt auch der angenehme Schriftstil. In der eigentliche Geschichte gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der kursiv geschrieben wurde. Alwis Schlöder, einer der Bewohner, ist verschwunden. Während sich ein Suchtrupp auf den Weg macht, schließt sich Alwis einer Wandergruppe an und steigt mit in deren Reisebus ein. Die Personen werden sehr gut charakterisiert. Das trifft insbesondere auch auf die Schwestern im Heim zu. Deutlich wird herausgearbeitet, dass die Arbeit für manche Beruf und für wenige Berufung ist. Besonders positiv bleibt Schwester Clara in Erinnerung. Sie strahlt eine besondere Wärme und Menschlichkeit aus. Damit soll die Tätigkeit der anderen keinesfalls abgewertet werden. In jeder Zeile des Buches wird deutlich, wie viel Fingerspitzengefühl der Beruf verlangt und auf welch schwierige Situationen die Beschäftigten treffen können. Dass der normalerweise gut geregelte Alltag durch das Team der Kriminalisten zum Teil aus dem Tritt geriet, machte die Lage nicht einfacher. Vanessa, die leitende Ermittlerin, und ihr Team hatten die schwierige Aufgabe, aus den Aussagen der Heimbewohner die wichtigsten Fakten zu filtern und zu überprüfen. Eine Psychologin unterstützte sie dabei, weil den Bewohner das Zeitgefühl abhanden gekommen war und damit nicht klar war, wann was wirklich geschehen war. Schnell stellte sich heraus, dass es an den Morgen auch Besucher von außerhalb gab. Die Zahl der Verdächtigen und mögliche Motive nahmen damit zu. Am Beispiel von Alwis zeigen die Autoren, dass die Bewohner bei richtiger Anleitung sich durchaus noch aktiv einbringen können. Trotz des ernsten Themas schimmert ab und an ein feiner Humor durch. Ein Beispiel dafür ist das obige Zitat, dass aus dem Telefonat von Vanessa stammt, mit dem sie ihre Kollegen zum Tatort ruft. Eiskalt und hart dagegen ist der Sprachstil, wenn sich Daniels Vater über die sexuelle Orientierung seines Sohnes mokiert. Bei Frau von Beutz, die mit zunehmender Erblindung zu kämpfen hat, aber noch geistig rege ist, wiederum klingt eine stille Trauer aus jedem Wort, denn Daniel hat sich Zeit für sie genommen im Gegensatz zu ihrem Sohn, den nur ihr Vermögen interessiert. Das Cover ist ausgezeichnet gelungen. Wie eine Nebel sich hier über die den Stock haltenden Hände legt, so legt er sich über das Gedächtnis der Demenzkranken. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autoren haben mich mittels einer spannenden Handlung in eine Welt geführt, die auch ich gern verdränge, wohl wissend, dass es jeden treffen kann. Den Autoren ist es dabei gelungen, sehr behutsam und mit viel Einfühlungsgefühl diese Welt zu beschreiben und die Würde jedes einzelnen der Protagonisten zu achten.

    Mehr
    • 8
  • Zu inkonsequent

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    Buchina

    Buchina

    13. May 2016 um 12:36

    Bei diesem Buch fiel mir als erstes das außergewöhnlich Cover auf. Als ich es in den Händen hielt ist es noch schöner. die die Schrift etwas erhaben ist und das Rot noch mehr leuchtet.  Das Buch beginnt auch nicht schlecht. In der Seniorenresidenz Abendhain stirbt der junge Koch Tero. Für die Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa, die schon länger in Abendhain leben,  bleibt der Tod mysteriös. Es geschehen weitere Vorfälle, die sie sich nicht erkären können. Sie recherieren auf eigen Faust, aber das bringt sie auch in Gefahr. Der Plot war gut und ich freute mich auf eine lustige Krimigeschichte. Die alten Damen sind verschieden und alle haben sie ihre Schrulligkeiten. Die Autorin beschreibt das Alltagsleben in der Seniorenresidenz sehr gut. Es werden die guten und die schlechten Seiten beschrieben. Doch dann verzettelt sich die Autorin, statt den Plott mit dem mysteriösen Tod weiter zu verfolgen, werden weitere Charaktere und ihre Probleme vorgestellt, die Krimihandlung tritt immer mehr in den Hintergrund und wird auch bis zum Ende nicht wirklich aufgeklärt. So werden am Anfang viele Fragen aufgeworfen, die am Ende nicht beantwortet werden. Ich hatte zum Ende das Gefühl die Autorin wollte zuviel. Sie begann mit einem Krimi und entwickelte sich immer mehr in eine tragische Geschichte über das zum Teil schlimme Leben in einem Altenheim. Es wurde mir mit der Zeit immer langatmiger, vielleicht auch weil ich doch eher eine lustige Krimigeschichte erwartet hatte. Dazu kam, dass das Ende für mich keinen richtigen Sinn ergab. Gut es soll weitere Teile geben, aber gewissen Abschluss hätte ich erwartet. Insgesamt ein Buch für mich, dass sich sehr gut liest, was mich auch ab und zu zum schmunzeln brachte. Aber die einzelnen Handlungsstränge werden nicht konsequent verfolgt und das machte es für mich am Ende sehr langatmig, schade.

    Mehr
    • 2
  • Drei Seniorinnen und ihr leben im Abendhain

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    lenicool11

    lenicool11

    03. May 2016 um 13:39

    InhaltDie aufgeweckten, sehr agilen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa sind Nachbarinnen in der Seniorenresidenz 'Abendhain'. Die rüstigen Damen, alle Mitte 90, verbringen den Tag mit Kartenspielen und zu viel Rotwein. Um keine Osterhäschen basteln zu müssen, lassen sie sich gerne von der Straßenbahn kreuz und quer durch Helsinki fahren. Die fröhliche Routine endet mit einem Todesfall, doch hat es nicht etwa einen der greisen Mitbewohner dahingerafft, sondern Tero, den jungen Koch. Mit diesem Unglück beginnt eine ganze Reihe zwielichtiger Vorfälle, die das Leben der drei Freundinnen kräftig durchschütteln und alles, was als sicher galt, über den Haufen werfen. Welches böse Spiel treibt die Oberschwester, und hat die Heimleiterin tatsächlich keine Ahnung, was in 'Abendhain' vor sich geht? Ein Buch über beste Freundinnen, die trotz ihres hohen Alters weder ihren Humor noch ihren Sinn für das, was im Leben zählt, verlieren und einfach nur wollen, dass man sie für voll nimmt.Meine MeinungDas Cover ist wunderschön und ein echter Hingucker im Regal.Aber die Story leider nicht so. Der Schreibstil war gut und die 3 Damen mir eigentlich auch sympatisch und manchmal gabs auch nen kleinen Lacher. Aber die meiste Zeit war es einfach nur langatmig und manchmal auch echt langweilig das ich mich manchmal echt zwingen musste dieses Buch weiter zu lesen. Die Idee und die Geschichte dieses Buches war gut aber leider nicht richtig um gesetzt.FazitGute Ansätze, solide Geschichte manchmal einfach zu langatmig. Tolle 3 alte Damen.

    Mehr
  • Drei fröhliche Seniorinnen aus Finnland

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    Ankewien

    Ankewien

    01. May 2016 um 10:40

    Nun, zuallererst gibt es mal von mir ein dickes Minus. Das Buch frisch ausgepackt war es schon quasi aus dem Leim gegangen, keine 10 Seiten gelesen schon flogen einem die ersten Seiten entgegen. Ich weiß nicht, was da los war, denn der normalen Qualität von Büchern aus dem KiWi Verlag war das jedenfalls nicht. Da macht ein Buch eben einen schlechten Eindruck, noch bevor man so richtig mit dem Lesen angefangen hat. Dabei ist das Cover an sich echt schick gestaltet mit rauher Oberfläche und leichter Prägung.Die Geschichte an sich ist - wenn man denn die Zettel in der richtigen Reihenfolge behält - recht amüsant zu lesen. Meine Oma war leider in dem Alter nicht mehr ganz so fit wie die drei doch recht putzigen Seniorinnen, die zwar nicht mehr so gut hören und nicht so schnell laufen können wie ihre jüngere Konkurrenz, den Kommissaren und der Heimleitung in Sachen Scharfsinn natürlich dicke die Show stehlen. Schade, dass so viele Damen in dem Alter dann tatsächlich pauschal für dement erklärt werden.So recht mag die Geschichte in kein Schema passen - ernst aber auch zum schreien komisch, spannend aber kein wirklicher Krimi, sowas mag ich ja spätestens seit "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" wahnsinnig gerne. Und eben das macht die drei Damen aus der Seniorenresidenz Abendhain eben wahnsinnig sympathisch - sie lassen sich nichts sagen und jagen ihren Mörder weiter, egal wie dement sie sein sollen oder welche Strafe ihnen droht. Manchmal ist das ein kleines bisschen drüber, zu sehr gewollt, aber trotzdem sehr unterhaltsam zu lesen.An und für sich würde es von mir 4 Sterne geben, aber das Buch, das nach 3 Seiten aus dem Leim ging, gibt leider noch einen Stern Abzug, so dass ich nur 3 Sterne geben kann

    Mehr
  • Wie es Menschen im Alter überall auf der Welt ergehen mag....

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    Clari

    Clari

    27. April 2016 um 11:53

    Hier können wir einen Eindruck davon bekommen.Der Einband und der Beginn der Erzählung lässt an eine lustige Geschichte denken.Doch so lustig ist sie dann leider nicht!Drei über neunzigjährige alte Damen leben in ihrer Heimat Finnland. Dort spielt sich ihr Leben in dem Altenheim „Abendhain“ ab.Toll ist es dort nicht gerade. Aber drei Dämchen mit Namen Irma, Siiri und Anna-Liisa sind noch gut drauf, trinken gerne ihren Rotwein und beobachten mit wachen Augen, was um sie her vor sich geht.Als der junge Koch Tero eines Tages unerklärlicherweise zu Tode kommt, sind sie alarmiert und machen sich allerhand Gedanken über seinen Tod. Sie werden aktiv in einer Weise, die gefährlich für sie werden könnte.In einer langen Abhandlung erfährt man von den Intrigen und den Tricks, mit denen man alte Menschen in Heimen ausbeutet, für dement erklärt und ihnen das Leben schwermacht.Man hört von unerklärlichen Todesfällen und von undankbaren Verwandten und gewitzten Ausbeutern. Selbst vor kriminellen Machenschaften ist man in den einschlägigen Heimen nicht geschützt! Da bleibt zuweilen kein Auge trocken. Doch die über 94 Jahre alten Damen sind noch voller Elan und schaffen es, sich aus allerlei Unbilden zu befreien.Alter und wie man mit alten Menschen umgeht ist überall auf der Welt ein Problem.Die Schilderung aus dem hohen Norden von Minna Lindgren bietet da keine Ausnahme. Teilweise unterhaltsam, witzig und kurzweilig fahren einem gelegentlich doch auch Schauer über den Rücken! Gott sei Dank schwankt die Erzählung zwischen Humor und Ernsthaftigkeit.In Finnland gilt der Roman von Minna Lindgren über das „Abendhain“ als Bestseller.Als einen gelungenen Einstieg in die Welt des hohen Alters kann man den Roman mit Gewinn lesen. Zu hohe literarische Ansprüche darf man nicht erwarten, denn einegewisse Langatmigkeit haftet dem Roman an. Übersetzer sind die auch bei uns bekannten Autoren Niina und Costin Wagner, die Finnland als ihre zweite Heimat ansehen. 

    Mehr
  • Skandal im Altenheim

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    twentytwo

    twentytwo

    27. April 2016 um 11:40

    Eigentlich klingt es nach einem angenehmen und gemütlichen Leben, das die Einwohner der Seniorenresidenz Abendhain auf ihre alten Tage führen. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern und können unbekümmert über Gott und die Welt philosophieren, wenn sie nicht gerade mit Kartenspielen beschäftigt sind. Dies ist aber nur der äußere Eindruck, der sich bei genauerem Hinsehen, als trügerisch erweist. Schon lange ist den drei Freundinnen klar, dass es sich hier weniger um betreutes als um kontrolliertes Wohnen handelt. Ein Hausmeister, der plötzlich in der Wohnung auftaucht um Dinge zu reparieren die nicht kaputt sind, Tablettenschachteln die immer voller werden und ähnliches ist an der Tagesordnung, so dass es im Grunde genommen schon keinem mehr auffällt. Dies ändert sich abrupt, als zuerst der junge Koch stirbt und wenig später einer der Pensionäre in der Demenzabteilung verschwindet.Ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins macht sich breit. Aber nach einem Glas Rotwein sieht die Welt schon wieder anders aus und man beschließt sich diese Behandlung nicht länger gefallen zu lassen. Der Schuss geht allerdings nach hinten los, denn Kritik ist absolut unangebracht und wird sofort mit den üblichen Methoden geahndet. Die Freundinnen sind entrüstet. Um all den Machenschaften endlich ein Ende zu setzen und die Wahrheit ans Licht zu bringen, schmieden sie einen Plan, den sie mit einer gehörigen Portion Enthusiasmus sofort in die Tat umsetzen.FazitEine nachdenklich machende Geschichte, die sehr kritisch mit der oftmals unwürdigen Behandlung und Umgangsweise alter Menschen abrechnet. Humorvoll verpackt, wird hier eine gehörige Portion Sozialkritik geübt, die einen zum Nachdenken und Handeln anregen sollte.

    Mehr
  • Bemüht-witzige Krimikomödie im finnischen Altersheim

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    krimielse

    krimielse

    25. April 2016 um 13:00

    Klappentext: Die aufgeweckten, sehr agilen Witwen Siiri, Irma und Anna-Liisa sind Nachbarinnen in der Seniorenresidenz 'Abendhain'. Die rüstigen Damen, alle Mitte 90, verbringen den Tag mit Kartenspielen und zu viel Rotwein. Um keine Osterhäschen basteln zu müssen, lassen sie sich gerne von der Straßenbahn kreuz und quer durch Helsinki fahren. Die fröhliche Routine endet mit einem Todesfall, doch hat es nicht etwa einen der greisen Mitbewohner dahingerafft, sondern Tero, den jungen Koch. Mit diesem Unglück beginnt eine ganze Reihe zwielichtiger Vorfälle, die das Leben der drei Freundinnen kräftig durchschütteln und alles, was als sicher galt, über den Haufen werfen. Welches böse Spiel treibt die Oberschwester, und hat die Heimleiterin tatsächlich keine Ahnung, was in 'Abendhain' vor sich geht? Ein Buch über beste Freundinnen, die trotz ihres hohen Alters weder ihren Humor noch ihren Sinn für das, was im Leben zählt, verlieren und einfach nur wollen, dass man sie für voll nimmt. Ich mag Bücher mit sperrigen Charakteren, die sich in kein Schema pressen lassen. Ich mag Krimis und Krimikomödien, bei denen alte Damen und Herren die Hauptrolle spielen, ich sie bei ihren Ermittlungen begleiten kann und auch ein paar Alltagserlebnisse erfahre. Ich mag verdrehte Geschichten mit skurrilen Verwicklungen und lautem und leisem Humor, den ich mit einem lachendem und einem weinenden Auge lese. Ich mag auch überspitzte Beschreibungen und Situationen, die humorvoll anprangern. All diese Dinge hat die Autorin in ihr Buch gepackt und in meinen Augen zu viel gewollt. Zu Beginn des Buches ist der Unterhaltungswert hoch durch die kriminalistischen Verwicklungen und dem Witz und Humor, mit dem der Alltag in der Seniorenresidenz beschrieben wird, oft mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Drei Freundinnen im Altenheim, in dem erschreckende Zustände herrschen und die Bewohner darauf angewiesen sind, sich selbst oder sich gegenseitig zu helfen, dazu ein toter junger Koch bieten eine gute Ausgangssituation für einen skurril-witziges Buch. Doch leider schlägt diese Situation recht schnell in Langatmigkeit um. Die Charaktere sind nicht greifbar, der Todesfall wird nur sporadisch verfolgt und am Ende ganz fallengelassen, ohne dass es eine für mich zufriedenstellende Lösung gibt, die Geschichte verzettelt sich in Alltagssituationen und in neuen Charakteren. Der anfangs sehr gut zu den Situationen passende naiv - trockene Humor im Erzählstil hat im Laufe der Zeit leider auch seinen Reiz verloren und die immer mehr in den Vordergrund tretende schwarz/weiß - Malerei bezüglich der netten (wenn auch oftmals verdrehten) Bewohner und des bösen Pflegepersonals und der geldgierigen Verwandtschaft hat mich zum Ende des Buches fast genervt. Schade, das Buch begann für mich vielversprechend und die Grundidee hätte zu einem witzigen und unterhaltsamen Roman führen können. Ich vergebe 2,5 Sterne, die ich aufrunde auf 3 Sterne.

    Mehr
  • Witzig und überdreht

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    vielleser18

    vielleser18

    Helsinki. Drei alte Damen, mItte 90 verbringen ihren Lebensabend nicht nur mit Kartenspielen in der Seniorenresidenz "Abendhain" in Helsinki. Die drei lassen sich von nichts abschrecken, sind neugierig, sind immer noch regelmäßig auf Erkundungstour in Helsinki und sehr humorvoll. Ihre Neugier und ihre Entdeckungslust wird ihnen aber schon bald zum Verhängnis, denn es gibt so einige, die nicht wollen, dass sie mehr herausfinden. Doch wer steckt hinter allem ?Minna Lindgren hat eine sehr witzige Geschichte geschrieben, Siiri, um die es am meisten geht, hat mit ihren Freundinnen kein freudloses Leben im Altenhain, sie verstehen sich gut und das merkt man beim Lesen. Es ist eine Geschichte zum schmunzeln, aber auch zum nachdenklich werden, denn einige "Ruhigstellungspraktiken", die hier im Buch "praktiziert" werden, scheinen nicht nur der Phantasie der Autorin zu entspringen, sondern sind manchmal leider auch Alltag. Viele Szenen sind im Buch sehr anschaulich beschrieben worden, gerade der erste Teil des Buches liest sich schnell und man hat fast ein Dauergrinsen im Gesicht, weil die überspitzte Art der Beschreibung mich einfach nur ziemlich oft schmunzeln lies.Allerdings ebbt der Humor irgendwann ab und es wird stellenweise langatmiger, wenn auch nicht schlecht. Mich hat das Buch gut unterhalten, auch wenn die große Frage, die auch als Untertitel das Cover bestückt, nicht beantwortet wird. Aber irgendwie ging es am Ende auch gar nicht mehr darum, sondern um alltäglichere Probleme.

    Mehr
    • 2
  • Etwas langatmig

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?
    Readi

    Readi

    03. April 2016 um 19:01

    Siiri, Irma und Anna-Liisa sind noch immer rüstige Finninnen, auch wenn sie bereits weit über 90 Jahre alt sind. Die drei leben im Pflegeheim „Abendhain“ und führen ein, an und für sich, angenehmes Leben. Beim täglichen Rotwein (oder Whiskey) und dem ein oder anderen Kartenspiel im Kreise der  Mitbewohner, lässt es sich gut aushalten. Natürlich vergessen sie auch mal etwas und lassen, wenn es gut läuft, die Bankgeschäfte von jüngeren Familienmitgliedern regeln, aber an und für sich handelt es sich um rüstige Rentnerinnen, mit der ein oder anderen Macke – Kikeriki – und dem Hang zum Straßenbahnfahren... Dann jedoch stirbt der junge Koch Reto und das bringt die drei Damen ein bisschen aus der Bahn. Als dann auch noch eines zum anderen kommt und ein weiterer Mitbewohner anklagt, dass er, ein Kriegsveteran, vergewaltigt wurde, kommt den dreien der Aufenthalt im Pflegeheim zunehmend merkwürdig vor. Sicherlich hatte man auch schon vorher gewusst und gemerkt, dass die Stationsschwester und ihr Mann nicht ganz koscher sind... aber: was passiert genau auf der Demenzstation, und wieso hat man den Eindruck, dass den dreien nachgestellt wird? Gibt es Spione im Pflegeheim und will jemand den alten Leutchen schaden? Das Gespann macht sich auf die Suche.  Meine Meinung zu diesem Roman ist ein wenig zwiegespalten. Ich kann mich nicht richtig entscheiden. Erst einmal: das Cover hat mir sehr gut gefallen! Ein richtiger Hingucker. Die finnischen Namen haben mir öfter ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das Buch hat schon einen gewissen Charme und die Inhaltsangabe verspricht, dass es eine gute Unterhaltung wird. Persönlich hatte ich mich jedoch etwas zu sehr auf eine gewisse Miss Marple Szenerie gefreut und dann, ehrlich gesagt, einige Schwierigkeiten, auch bei  der Lektüre dabei zu bleiben. Mir war die Geschichte irgendwie nicht flüssig genug und etwas zu langatmig. Die alten Leute sind schrullig, liebenswert dargestellt und ich fand es ebenfalls gut, dass zu vielen Themen der heutigen, schnelllebigen Zeit durchaus nachdenklich stimmend und kritisch Stellung genommen wird („Abschieben“ alter Leute in ein Pflegeheim, wenn die Familie sich nicht ausreichend um die Pflege kümmern kann – was man aber durchaus nicht verallgemeinern darf; und vor allem kann ich mir vorstellen, dass viele Betroffene sich Vorwürfe machen, oder sich deswegen schlecht fühlen, aber leider trotzdem keinen anderen Ausweg sehen; Ungeduld der Kunden im Supermarkt, wenn Ältere vor einem bezahlen und es etwas länger dauert; Vorurteile gegenüber Motorradfahrern ;-), Ruhigstellung von Bewohnern in Pflegeheimen; ältere Leute und die Umstellung auf IBAN... etc.) Andererseits ist mir dann der Mordfall und die „Ermittlung“ der Damen etwas zu sehr im Sande verlaufen. Der Koch hat irgendwie gar keine richtige Rolle mehr gespielt und stattdessen kamen weitere Ungeheuerlichkeiten des Pflegepersonals zu Tage. Viele Dinge wurden zwar angerissen und angedeutet, andere dann jedoch ausführlicher behandelt als es mir lieb war. Alles in allem eine Unterhaltung, die für mich leider die ein oder andere Länge in der Geschichte beinhaltete und mich nicht richtig fesseln konnte.  

    Mehr
  • weitere