Mira Bluhm Totenstille: und andere Kurzgeschichten

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Inhaltsangabe zu „Totenstille: und andere Kurzgeschichten“ von Mira Bluhm

Ficus Benjamini Vita Gleich nachdem Lebendpflanzen in Europa zugelassen werden, schaffen Thomas und Ruth sich einen Ficus Benjamini Vita an. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass es nicht reicht, Benjamin regelmäßig zu gießen und mit ihm Gassi zu gehen... Totenstille Nach der Landung auf einem fremden Planeten werden alle Kinder auf dem Raumschiff von einer heimtückischen Krankheit befallen. Die Schiffsärztin Alexa versucht verzweifelt, die Kinder zu retten... Der Hochzeitstag Georg gibt sich Mühe, den Hochzeitstag für seine Frau Katharina so schön wie möglich zu gestalten. Doch an diesem Hochzeitstag ist etwas anders als an allen anderen zuvor... Schwebezustand Alle Menschen können schweben; je besser ihre Laune, desto höher steigen sie auf. Nur Tamara schafft es nicht, abzuheben, und fühlt sich deshalb ausgegrenzt...

Schräge, surreale und fantastische Kurztexte, gut erzählt und mit klasse Pointen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Schräge, surreale Geschichten mit guten Pointen

    Totenstille: und andere Kurzgeschichten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    14. March 2014 um 09:29

    Das Buch ist eine kleine Sammlung von vier kurzen Geschichten, die sich insgesamt angenehm lesen lassen und sprachlich über dem Durchschnitt selbstverlegter Bücher liegen. Auch das Cover ist wirklich originell und hat mich spontan angesprochen. Die Autorin bezeichnet die Texte als Kurzgeschichten. Laut Definition konzentrieren sich diese auf einen entscheidenden Handlungsaspekt, den sie wie mit einem Punktstrahler beleuchten, steigen mitten in die Handlung ein und mit einer überraschenden Pointe wieder aus. Diese Eigenschaften fand ich in den letzten beiden Texten „Der Hochzeitstag“ und „Schwebezustand“, während die beiden ersten nach meiner Ansicht dafür zu breit angelegt sind. Ich würde bei ihnen ganz neutral von „Erzählungen“ sprechen. Unter den beiden Kurzgeschichten ist „Der Hochzeitstag“ mein persönliches Highlight. Mira Bluhm formuliert hier wirklich kurz, knapp und auf den Punkt ausgerichtet. In meinen Augen ist ihr hiermit ein perfekter Vertreter der Gattung Kurzgeschichte gelungen. „Schwebezustand“ fasert schon wieder ein wenig aus und ist nicht mehr so konzentriert, aber dennoch wunderbar in seiner Bildsprache. In der ersten Geschichte „Ficus Benjamini Vita“ hatte ich meine Schwierigkeiten mit der inhaltlichen Logik. Auf der einen Seite ist die Lebendpflanze so aggressiv, dass ihre Besitzer sie zurückgeben, auf der anderen Seite lässt die Pflanze das anstandslos mit sich geschehen. Das erschien mir unglaubwürdig und hat mich mit einem großen „Warum?“ zurückgelassen. Alles in allem bietet das Buch gute Unterhaltung, wenn man sich auf kurze Textformen und deren Merkmale einlassen kann. Die Überraschungsmomente der Geschichten sind auf alle Fälle hervorragend gestaltet und ließen mich jedes Mal aufhorchen, manchmal amüsiert, manchmal entsetzt. Surreal, schräg und fantastisch sind die Attribute, die das Buch in meinen Augen auszeichnet. Insgesamt erhält es von mir ein ausgewogenes „Gut“ und vier Wertungspunkte. Mein Fazit: Schöne kurze Textformen mit herrlichen Überraschungsmomenten

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