Mira Magén Wodka und Brot

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(3)
(3)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wodka und Brot“ von Mira Magén

Eines Morgens, beim Frühstück, beschließt Gideon, Urlaub vom Leben zu nehmen. Amia sitzt da und sieht ihn an, und er entschuldigt sich nicht. Nadav, der kleine Sohn, sieht dem Vater beim hastigen Packen zu, dann gibt es eine Umarmung, "die die Vergangenheit einschloss, und einen Kuss, der vor der Zukunft erschrak", auf die Wange, und Gideon ist weg. Amia sieht nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihre Freiheit bedroht. Doch in einem einfachen Haus, an einem Ort, "wo die Dächer niedrig waren und der Himmel hoch", wartet ein neues Leben auf sie – mit dem alten Herrn Levi, der ›kleinen russischen Hure‹ Madonna und Wodka, dem Hund.

<3 Israel

— freiegedanken
freiegedanken

Ein sehr schöner Roman über das Leben und wem wir etwas schuldig sind. In der Mitte ein paar Längen, ich habe es aber trotzdem sehr genossen

— sofie
sofie

Nicht sehr gelungen - im Grunde wird hier nichts erzählt...

— Beagle
Beagle

Stöbern in Romane

Underground Railroad

Colson Whitehead präsentiert hier einen Roman, der mich in mehrfacher Hinsicht überraschte und mich trotz einiger Längen überzeugen konnte.

parden

QualityLand

Kling schafft es mal wieder uns die unschönen Wahrheiten über unsere Gesellschaft in einer tollen Satire vor Augen zu führen!

ricysreadingcorner

Vintage

Ein feiner Soundtrack durch die Musikgeschichte rund um die elektronische Gitarre, in dem sich Wissen und Fiktion zum Besten vereint.

Marapaya

Die Geschichte der getrennten Wege

Immer, wenn man denkt, jetzt reicht's, kommt eine Wendung, die einen wieder in die Geschichte reinzieht

Wiebke_Schmidt-Reyer

Durch alle Zeiten

sehr unterhaltsam, bewegend

Rebecca1120

Verrat

Das Cover sieht so harmlos aus...der Inhalt ist es ganz sicher nicht ;)

Faltine

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Herr Levi, Madonna und die anderen

    Wodka und Brot
    Juana

    Juana

    24. June 2013 um 13:45

    Warum Amia die wildfremde junge Frau, die abends an ihre Tür klopft und auf ihrem Küchenboden zusammenbricht, in ihrem Haus schlafen lässt, weiß sie selbst nicht genau. Aus Verantwortungsgefühl? Aus Einsamkeit? Was soll ihr schon passieren? Ihr alter Vermieter nebenan lässt sie und ihren fünfjährigen Sohn Nadav sowieso nicht aus den Augen. Ihr Mann Gideon hätte die verwahrloste Fremde nicht ins Haus gelassen, aber Gideon ist nicht hier; er füttert Fische im Roten Meer. Eine Auszeit, vier Monate, ohne sie und ihren gemeinsamen Sohn. Der brillante Rechtsanwalt hat eine Sinnkrise, zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Kurz zuvor hat Amia ihren Job als gut bezahlte Steuerberaterin gekündigt und das schlecht gehende Lebensmittelgeschäft ihrer Eltern auf dem Land übernommen. Als die junge Frau, die sich „Madonna“ oder „kleine russische Hure“ nennt, Amias und Nadavs neues Zuhause zum erstem Mal betritt, hat Amias neues Leben längst begonnen; sie weiß es nur noch nicht.  Mira Magén ist eine Meisterin der leisen, subtilen Töne, wobei in jedem ihrer Romane eine andere Stimmung vorherrscht: In „Als ihre Engel schliefen“ (2006) ficht die verheiratete Protagonistin angesichts einer leidenschaftlichen Affäre heftige Kämpfe mit Gott aus. In „Die Zeit wird es zeigen“ (2010) ist die Sprache dem Sommer am Meer entsprechend leicht und luftig, obwohl auch hier – wie im aktuellen Roman – ein Kind verunglückt. „Wodka und Brot“ durchzieht eine Melancholie, die durch Hilflosigkeit, Orientierungslosigkeit und Unverständnis Amias geprägt ist, Gedanken über Familie und Zukunftsängste und die Reserviertheit der Erzählerin lassen Sinnlichkeit und Erotik in den Hintergrund treten. Wobei Magéns Blick auf die Welt immer sehr sinnlich ist: Geschmack, Gerüche, Geräusche in der Natur, Pflanzen und Tiere und alles, was Gott erschaffen hat, beruhigt und tröstet sie selbst, ihre Frauenfiguren und den Leser. 

    Mehr