Mira Valentin Der Mitreiser und die Überfliegerin

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Inhaltsangabe zu „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin

*** EINFÜHRUNGSPREIS *** Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben? Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie – ganz wie man es nimmt. (Quelle:'E-Buch Text/25.08.2017')

Ein wundervolles Buch, welches zum Nachdenken anregt <3

— NordicGhost

ernste Themen werden hier vor einem ungewöhnlichen Hintergrund sehr hoffnungsbringend angesprochen

— annlu

Realitätsnah und hoch emotional!

— Booknerdsbykerstin

Ein fantastischer Blick auf das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, mit einer guten Portion Spannung vor einer zirkusreifen Kulisse.

— KatharinaP

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  • Ein wundervolles Buch, welches zum Nachdenken anregt

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    NordicGhost

    03. April 2018 um 22:53

    Wir begleiten den Protagonisten Milan. Dabei erleben wir, wie er durch den Tod seiner Sandkastenfreundin zerbricht, sich aufgibt und schließlich versucht sich wiederzufinden.Milan begegnet seinem "Seelentier" und wird von diesem zum Zirkus Salto geführt.Dort treffen wir noch andere wundervolle Charaktere, von denen mir besonders Julie sehr ans Herz gewachsen ist. Ihre Art das Leben zu sehen und zu nehmen beeindruckt und lässt einen fast neidisch werden.Beim Lesen musste ich oft über das Leben nachdenken. Über die fehlende Magie und all die Regeln und Normen, an die wir uns halten. In dem Buch geht es ums Glücklichsein. Um Freiheit, Freundschaft und um Magie. Die Magie, die in uns allen wohnt, aber von all den Regeln, die man für uns als sicher und richtig ansieht, unterdrückt und schließlich erstickt wird. Worum geht es im Leben? Darum, dass man nur mit Abitur schlau ist? Darum, dass man einen guten Job braucht, damit man immer abgesichert ist? Oder darum, dass man glücklich ist und das Leben in sich aufsaugt wie es eben kommt?Einziger Wermutstropfen war für mich, dass ich immer diejenige sein werde, die ein Tierquäler-Schild hochhalten wird. Ich werde immer gegen Wildtiere im Zirkus sein. Ich verstehe, was die Autorin sagen wollte (jedenfalls denke ich es), aber für mich gibt es keinen einzigen Grund auf der großen weiten Welt Tiger im Zirkus auftreten zu lassen oder andere Wildtiere. Einzig aus diesem Grund, gebe ich einen halben Punkt Abzug. Ich habe die Angst, dass manche nach dem Lesen des Buches positiver gegenüber Wildtieren gestimmt sein könnten oder sich Dompteure weiterhin bestärkt fühlen.Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll :) Das Cover ein echter Hingucker.4,5 / 5 Sternen

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  • Mit dem Zirkus Salto unterwegs

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    annlu

    15. March 2018 um 19:40

    „Lassen Sie Ihren Verstand zurück und benutzen Sie Ihr Herz. Gehen Sie verloren und finden Sie sich selbst. Willkommen im Wunderland des Zirkus Salto!“ Ein Jahr ist vergangen, seit Milans beste Freundin Jo gestorben ist. Ein Jahr in dem die Schuld an ihrem Tod wie ein Gespenst in seinem Nacken saß und er versucht hat, die Trauer über den Tod zu bewältigen. Ein Jahr in dem die Welt für ihn nur aus grauen Nebelschwaden bestand, die seine Gefühle schluckte. Genau an ihrem Todestag macht er eine folgenschwere Begegnung. Ein weißer Wellensittich nähert sich ihm – und bringt die Gefühle zurück in seine Welt. Nach der Meinung der Zirkusleute, die sich gerade in der Nähe aufhalten – allen voran der interessanten Trapezkünstlerin Julie – handelt es sich bei dem Vogel um sein Seelentier. Sie behaupten, dass Milan über Magie verfügt und warnen ihn vor denen, die diese aus ihm vertreiben wollen. Kurzentschlossen schließt er sich dem Zirkus an und findet damit ins Leben zurück. Die Ereignisse um Jos Tod – die im Prolog beschrieben werden – führen dazu, dass die Geschichte einen ernsten Hintergrund hat. Milan kann zwar nicht mit seiner Trauer umgehen – sodass sowohl das Thema Selbstmord, Selbstverletztungen als auch Traumabewältigungen angesprochen werden – dennoch erscheinen seine melancholischen Gedanken reifer, als ich das bei einem achtzehnjährigen erwartet hätte. Allerdings waren sie – auf Grund der ernsten Themen und der damit verbundenen Emotionen – nicht immer leicht zu lesen. Gerade seine Gedanken und Trauer wird sehr bildlich beschrieben. Das Thema Magie kommt über die Seelentiere in die Geschichte. Im Gegensatz zu anderen Geschichten bleibt Milan sehr skeptisch, ist sich nie so sicher, ob die Zirkusleute nicht ein bisschen verrückt sind. Dadurch war auch mir als Leser nicht ganz klar, ob es die Magie wirklich gibt. Auch die Feinde der Magie scheinen im ersten Moment rational denkende Menschen, die nicht sonderlich gefährlich sind – und in vielen Dingen Recht haben. Dadurch kommt es zu einer – wohl so gewollten – Gesellschaftskritik, die mir gut gefallen hat. Der Zirkus entpuppte sich einerseits als klischeehaft, andererseits als ganz eigen und besonders. Ausgewogen wurden die Showseiten, aber auch die alltäglichen gezeigt. Gelungen fand ich die Stimmung und den Zusammenhalt unter den Zirkusleuten. Zusätzlich zu der Tatsache, dass es sich um herumziehende Zirkusleute handelt kam hier noch die Tatsache, dass sie sich gegen Außenstehende wehren müssen. Überzeugen konnte mich Milans Art, mit seinem Leben umzugehen. Hier wird kein „Ich schlage einen neuen Weg ein und alles wird gut“ - Szenarion gezeichnet. Das Trauma, das Jos Tod bei Milan hinterlassen hat, wird ihn immer begleiten. So sind auch Rückschläge immer wieder mit dabei, die die Geschichte realistischer machen. Fazit: Eine Geschichte, die zwar ein ernstes Thema behandelt, dafür aber ein eindringliches Plädoyer an die Freiheit des Lebens schreibt.

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  • Ein Buch, das man auf keinen Fall verpassen sollte

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Booknerdsbykerstin

    18. December 2017 um 11:30

    Schon lange habe ich „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin im Blick und dank einer Challenge habe ich es jetzt endlich auch gelesen. Und was sage ich hier…gelesen, ich habe es verschlungen. Habe ich erwartet, was ich bekommen habe? Bei Weitem nicht. Allerdings habe ich soooo viel mehr bekommen und ich sage es einfach, bevor ihr mich noch falsch versteht: ich liebe es! Eigentlich dachte ich, mich erwartet eine kleine Fantasygeschichte, aber mir wurde das ungeschönte reale Leben mit einem Hauch Magie vor die Füße geworfen. Und wie Mira Valentin dies umgesetzt hat, ist einfach nur der Wahnsinn. „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ ist so eine fesselnde und tiefgründige Geschichte voller Emotionen, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen musste. Ich wollte einfach immer wissen, was passiert, wie sich Milan entscheidet, ob er sich retten kann. Denn Mira Valentin erzählt uns die Geschichte des 18jährigen Milan, der mitansehen musste, wie seine beste Freundin ums Leben kam und dessen Leben seitdem von Suizidversuchen, Angststörungen und psychiatrischen Einrichtungen geprägt ist. Doch eines Tages führt ihn ein weißer Wellensittich plötzlich zu einem kleinen Zirkus, in dem Milan die exzentrische Julie kennenlernt. Er entschließt sich, zu versuchen, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und reist mit dem Zirkus mit. Und doch lernen wir, dass es eine riesige Herausforderung voller Stolpersteine ist, die Milan zu durchlaufen hat und den schmalen Grat zwischen Realität und Magie nicht hinabzustürzen. **Was auch immer das Leben dir für Steine in den Weg legt, lass dich nicht von ihm abbringen.**  Der Schreibstil von Mira Valentin ist einfach traumhaft und passt perfekt zu dieser Geschichte. Sie beschreibt die Zirkuswelt so malerisch, atemberaubend und magisch, dass ich sie wirklich bildlich vor mir gesehen habe. Außerdem gibt sie allem so viel Gefühl bei, dass man jede Phase, in der sich Milan gerade befindet, intensiv miterleben kann. Dazu kommt natürlich, dass sie einfach so fesselnd schreibt, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen, einfach magisch. Die Charaktere, die Mira erschaffen hat, haben mich allesamt begeistert, allen voran natürlich Milan. Es war absolut emotional und komplett nachvollziehbar, welche Entwicklung er durchmachte. Ich fieberte, kämpfte, litt und trauerte mit ihm, es war wirklich toll. Dazu das passende Gegenstück an seiner Seite: die weltoffene, leicht zum Wahnsinn neigende Julie. Eine perfekte Mischung. Abgerundet wird das Ganze natürlich durch die Zirkusfamilie, die ich alle in mein Herz geschlossen habe. Die Botschaft, die Mira Valentin in diesem Buch vermittelt, ist wirklich grandios und so unterschwellig verpackt, dass man ihr volles Ausmaß erst erkennt, wenn man das Buch auf sich wirken lässt.   Mein Fazit:   Mit „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ hat Mira Valentin eine realitätsnahe und hoch emotionale Geschichte geschaffen, die mit ihrer tiefgründigen Aussage nicht aufdringlich ist, sondern die mit ihrer Magie begeistert. Oder um es anders zu sagen: Ist das noch die Realität oder ist es schon Magie?! Ich war von Anfang bis Ende gefesselt, bin absolut begeistert und kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der mal einen anderen Blick auf das Leben werfen will!

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  • einfach ein Highlight

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Manja82

    17. December 2017 um 12:37

    KurzbeschreibungIst es Magie? Oder einfach nur das Leben?Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie – ganz wie man es nimmt.(Quelle: amazon)Meine MeinungMira Valentin ist eine Autorin, die mir bereits sehr gut bekannt war. Umso gespannter war ich daher auf „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ aus ihrer Feder.Das Cover empfinde ich als richtig gut gelungen und der Klappentext machte mich extrem neugierig. Also habe ich mich auch direkt auf dieses Buch gestürzt.Die auftauchenden Charaktere sind in meinen Augen sehr glaubhaft und authentisch gezeichnet. Ich konnte sie mir alle richtig gut vorstellen, mich in sie hineinversetzen.Milan hat mich berührt, ich habe ihn ins Herz geschlossen, konnte mit ihm richtig mitgehen. Wie er trauert, dann aber wieder aufwacht, wie er neuen Lebensmut schöpft. Mira Valentin hat ihn richtig lebensnah dargestellt.Julie ist eine Artistin. Sie mochte ich auch total gerne. Julie gibt Milan neue Lebensfreude, sie gibt ihm Halt, ist für ihn da.Auch die anderen Charaktere, egal ob jetzt Artisten oder auch Milans Eltern, sie alle empfand ich als gut beschrieben. Klar, die Geschichte liegt im Fokus auf den beiden Protagonisten, dennoch ohne ihre Nebenfiguren wäre sie nur halb so schön.Der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. Ich wurde mit jeder Seite mehr in den Bann dieser Geschichte gezogen. Mira Valentin schreibt so herrlich flüssig und mitreißend, zudem kommen die eingebrachten Gefühle aus tiefsten Herzen und genau da sind sie am Ende auch gelandet, in meinem kleinen Leserherz. Ich konnte mitfühlen, mitleiden und mitfiebern wie schon einige Zeit nicht mehr.Die Handlung hat mich mit dem ersten Wort gepackt. Alleine schon der Prolog hat mich sprachlos gemacht. Gefühle stürmten auf mich ein, ich habe zum Teil die Luft angehalten, war mittendrin statt nur dabei.Die hier erzählte Geschichte ist einfach richtig schön. Wie Milan den Lebensmut verloren hat, wie sich sein Leben verändert und dann wie Julie in sein Leben tritt und wiederum alles auf den Kopf gestellt wird. Es geht ums Selbstfinden, um Freundschaft, Liebe und auch um Trauer. Hinzu kommt eine ordentliche Portion Magie, dieser Zirkus hier, einfach total schön.Die Story ist aus dem Leben gegriffen, strotzt jetzt nicht vor unbändiger Spannung und erreicht dennoch den Leser vollends.Das Ende dann ist einfach wow. Ich war gefangen bis zum Schluss, war sogar richtig traurig, dass es wirklich vorbei ist. Für mich passt dieses Ende einfach richtig gut, es macht alles rund, schließt es ab.FazitKurz gesagt ist „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin ein Roman, der so ganz anders ist, als man es vielleicht erwartet.Glaubhafte authentisch gezeichnete Charaktere, ein mitreißender flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die mich vollkommen berührt hat, die zum Nachdenken anregt, haben mir hier ganz wundervolle Lesestunden beschert und mich auf ganzer Linie überzeugt.Für mich ein richtiges Highlight! Unbedingt lesen!

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  • Bittersüß wie das Leben - Fantasy auch für nicht Fantasyfans geeignet

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    KatharinaP

    23. November 2017 um 13:31

    Das Buch ist ganz anders als ich erwartet hätte. Tiefgründig und schön. Aber auch düster. Es gibt viele Wendungen, die den mitreißenden Spannungsbogen nach oben ziehen. Am Ende passiert das eine oder andere, dass ich persönlich überflüssig fand und mich mit einem Gefühl zurückließ, als würde noch etwas in der Handlung fehlen oder als wäre es ein Tick zu viel.Das tut diesem Roman aber keinen Abbruch: Ich würde ihn jederzeit weiter empfehlen. Ein absolut verdienter Gewinner des Storyteller Awards!Der Schreibstil ist flüssig und direkt, da wir aus der Perspektive der Hauptfigur Milan die verrückte Welt erklärt bekommen. Auch die Figuren sind schön angelegt und haben Tiefe, besonders habe ich die Überfliegerin gemocht. Wahrscheinlich auch, weil wir sie durch Milan kennen lernen, der ihr schon bald verfallen ist...Besonders schön, die Idee der Vertreter, die einem die Magie aussaugen. So bleibt dem Leser selbst überlassen zu reflektieren: Habe ich noch Magie? Oder bin ich schon ein Vertreter?Ein spannender Appell das Leben richtig zu leben und die Magie im Alltag zu zulassen! Auch für nicht Fantasy Fans geeignet!

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  • bewegend, düster, gefühlvoll - tolle Mischung

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    hexe2408

    22. October 2017 um 17:16

    Wenn einen die Welt ausschließt und sich einfach ohne einen weiter dreht, dann kann man sich verlieren und vom rechten Weg abkommen. Milan steht kurz davor, zu zerbrechen, als er auf den wundersamen Zirkus Salto trifft. Eine eigenartige Magie und Energie umgibt die Zirkusleute und Milan beschließt, sich und der Zukunft eine Chance zu geben. Doch der Weg ist hart, steinig und voll von neuen Problemen und Herausforderungen…   Diese Geschichte ist ganz anders, als die anderen Bücher, die ich bisher von Mira Valentin gelesen habe. Das Buch ist sehr viel ernster und obwohl ein Teil der Lockerheit fehlt, die man besonders aus der Talente-Reihe kennt, hat mich das Buch von Beginn an mitgenommen. Ich finde die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Magie, aus Wunder und Grauen total faszinierend. Auf der einen Seite wird man immer wieder gepackt und in einen Strudel aus Gedanken gezogen, doch auf der anderen Seite lädt die Handlung auch zum Träumen und Verweilen ein. Dieser Kontrast scheint sich auf den ersten Blick auszuschließen, doch es ergänzt sich total gut. Das Leben ist nicht einseitig, es bietet unglaublich viele Facetten, einige sind sonnig und bunt, andere sind düster und alles verschlingend…   Bei Milan überwiegen häufig die schwarzen Momente, in denen Hoffnungslosigkeit, Angst und Verzweiflung ihn packen. Umso schöner sind die Phasen, in denen er die Lichtblicke zulässt, in denen er die Hände ergreift, die ihm geboten werden, um ein wenig mehr Farbe und Freude in sein Leben zu lassen. Sein Weg ist alles andere als gradlinig. Es geht auf und ab, manchmal mehr auf, manchmal viel weiter zurück, als er sich bereits rauf gekämpft hatte und immer sind diese Entwicklungen nachvollziehbar dargestellt. Ich konnte mich gut in seine Empfindungen hineinversetzen, da die Schilderungen detailliert sind. Dadurch sind sie manchmal  sehr drastisch, deutlich und möglicherweise erschreckend, aber eben auch einfach ehrlich und authentisch. Das macht Milan als Charakter für mich so besonders und liebenswert. Er ist wie er ist und er darf auch sein, wie er ist. Er wird nicht in eine Schiene gepresst, damit er als Buchfigur allen sympathisch ist und dass ihn jeder gleich in sein Herz schließt. Er darf Mensch sein, mit all seinen Ecken und Kanten, mit seinen dunklen Geheimnissen und Gespenstern, mit all seinen verzweifelten Handlungen und dem ungestillten Wunsch, einen Platz zu finden, an dem er eben das sein kann, was er will: er selbst. Auch die anderen Figuren lernt man im Verlauf der Geschichte gut kennen. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, der eine ein leichteres, der andere ein zentnerschweres. Und doch spürt man immer wieder, dass sie sich ihre ganz eigene, persönliche Magie erhalten. Der Zusammenhalt im Zirkus ist toll, er spendet Kraft und Mut. Besonders faszinierend finde ich die Zusammenarbeit mit den Seelentieren. Sie sind wirklich speziell und gut abgestimmt auf den jeweiligen Besitzer.   Der Schreibstil von Mira Valentin ist flüssig und trotz der Düsternis flüssig und mitnehmend. Zahlreiche emotionale Momente wühlen sowohl die Buchfiguren, als auch den Leser auf. So erging es mir auf jeden Fall. Ich habe mit den Charakteren gefühlt, mich gefreut, gelitten und es sind sogar ein paar Tränen geflossen. Man sollte sich auf Milan und seine Geschichte einlassen und sich auch nicht davor scheuen, den Kopf arbeiten zu lassen. Einige Passagen stimmen sehr nachdenklich, da man noch mal einen Blick auf das Leben an sich wirft und nicht nur das von Milan und den anderen betrachtet.   Eine Geschichte mit Hand und Fuß, mit Herz und Kopf –facettenreich, abwechslungsreich und berührend. Gut gefallen hat mir auch Protagonist Milan, der ganz individuell und einfach besonders ist.   Vielen Dank an Autorin Mira Valentin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!    

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  • eigen-artig und einfach grandios

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Marysol14

    17. October 2017 um 10:41

    Atemberaubend! Von der ersten bis zur letzten Seite an unkonventionell und berührend und trotz düsterer Gedanken so voller Lebenskraft, Mut Magie - der Magie des Augenblicks. Man sollte sich aber auf die Geschichte einlassen können oder sich zumindest ihrer Eigen-Artigkeit bewusst sein. Zur vollständigen Rezension: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/09/der-mitreiser-und-die-uberfliegerin.htmlLange schiebe ich diese Rezension nun schon vor mir her... Warum? Ich fand, finde, die Worte nicht, die diesem unvergesslichen, besonderen und aufwühlenden Buch gerecht werden. Keine üblich strukturierte Rezension, mehr ein Durcheinander meiner Gedanken.In keine Genrekategorie problemlos einzuordnen, in dieses Buch vor allem eine Liebeserklärung an das Leben. Trotz und wegen der Verzweiflung und Depression. Mira ist es auf atemberaubende Weise gelungen, von der ersten Seite an eine Atmosphäre völliger Verzweiflung, Selbstaufgabe und Ziellosigkeit aufzubauen und mit dem Zirkus ein krassen Kontrast zu Milans trister Welt zu errichten. Nur damit dem Leser nach und nach klar wird, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Auch der Zirkus, Inbegriff von Farben und Leben, ist letztlich nur eine Ansammlung mehr oder minder tragischer Schicksale, der Versuch, dem Alltag zu trotzen, die letzte Magie unserer Welt einzufangen. Man muss sich gedanklich für die Vertreter- Geschichte öffnen. Wenn man das kann und will, ist die Idee so einleuchtend wie charmant.Alles beginnt und endet mit den Charakteren. Das Buch ist keine klassische Fantasystory, es gilt also keinen Drachen zu besiegen, magische Quest zu erfüllen oder machtvolle Kraft auszubilden. Die Entwicklung der Charaktere, das stetige Auf-und-ab, die Sinnsuche, der verzweifelte Wunsch, herauszufinden wer sie sind und was sie können... das macht die Handlung aus. Zirkusleben und Kampf gegen die Vertreter sind hierbei für mich nur der rote Faden, an dem sich besagte Handlung entlangwindet. Und die Charaktere sind facettenreich. Ecken und Kanten, Schwächen und Stärken. Man kann sie ins Herz schließen, es genauso gut aber auch nicht vermögen. Milan in seinem schier unerträglichen Selbstzweifel und -hass, so zerbrochen... und gleichzeitig mutig und stark. Ich konnte ihn im Laufe des Buches mit den Augen Julies zu sehen beginnen. Nicht strahlend, nicht schön. Aber einzigartig und für sein Wesen liebens-wert. Und Julie...Überfliegerin, wagemutig, scheinbar um so vieles stärker als Milan. Aber ohne Halt, er wurde zu ihrem Sicherheitsnetz, Anker, doppeltem Boden... berührend starke, fragile Liebesgeschichte.In all´ der Dramatik - immer wieder Lichtblicke, Momente und Szenen, die von einer intensiven Lebensfreude getragen werden, kraftvolle Augenblicke voller Wahnsinn, vermittelt durch einen bildlichen Schreibstil, dessen Sog einen den Staub der Manege einatmen lässt. Und das Ende. Bittersüß, hoffnungsvoll, Befreiungsschrei. Ob Magie die Geschichte vorantreibt, oder ob es "nur" das Leben ist, diese Entscheidung bleibt dem Leser überlassen. Genre offen.Man muss sich auf dieses Buch einlassen können, es nicht vergleichen oder kategorisieren wollen. Denn ja, die Geschichte ist dramatisch, für manchen Geschmack überdramatisiert, und ja, sie ist vor allem eines: abgefahren und abstrus. Aber wenn man all´ das zulässt, sich einfach durch den Strudel der Emotionen treiben lässt, findet man eine einzigartige, erfrischend ungewöhnliche Geschichte, die weder in Erzählstil noch Handlungsaufbau bekannten Schemata folgt.

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  • Überraschend tiefgründig

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Insi

    17. October 2017 um 09:41

    Wo soll ich nur anfangen? Dieses Buch war etwas so völlig anderes als das, was ich erwartet habe. Rückblickend weiß ich gar nicht so genau, was ich erwartet habe. Etwas leichteres denke ich. Eine klassische Liebesgeschichte, bei der es für die Protagonisten gilt ein paar Probleme zu überwinden, verbunden mit ein bisschen buntem, schillerndem Zirkusflair.Was ich bekommen habe? So unfassbar viel mehr als das. Diese Geschichte und auch die Figuren besitzen so viel Ernst, Traurigkeit und Schwere. Vor allem diese Schwere, die Ängste, das nicht mit dem Leben klar kommen, dass auf Protagonist Milan lastet, habe ich beim Lesen ständig gespürt. Seine Versagensängste, die Angst etwas falsch gemacht zu haben, schuld zu sein, war für mich regelrecht greifbar. Ich habe mit ihm gelitten und für ihn gehofft, dass er es schafft, sich von seinen düsteren Gedanken, seinen Depressionen zu lösen und wieder ins Leben zurück zu finden.Mira Valentin zeigt in ihrer Geschichte viele Dinge auf, die unser Leben oft trist und grau machen. Vorgaben, Regeln, Normen, das was wir für "Normal" halten. Sie hält dem Leser, der sich mit den Zirkusleuten identifiziert während dem Lesen einen Spiegel vor, wenn diese gegen Klischees und Vorurteile kämpfen müssen, die einem vielleicht selbst schon öfter durch den Kopf gegangen sind. Wenn die Familie gegen Denkmuster anzukommen versucht, die auch in uns oft verankert sind.Der Spannungsbogen der Geschichte ist nicht sonderlich hoch. Die Geschichte lebt von Milans Entwicklung im Laufe der Geschehnisse, davon wie er seinen Platz in diesem neuen Leben findet, an- und einnimmt. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht sonderlich spannend klingt, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.Durch die Seelentiere und die Vertreter bekommt das ganze einen kleine Touch in Richtung Fantasy, der in meinen Augen nicht immer so völlig gepasst hat. Irgendwie war der Anteil für meinen Geschmack etwas zu niedrig und wirkte teilweise daher etwas seltsam, etwas deplatziert, auch wenn er in meinen Augen dabei geholfen hat, die wichtigste Botschaft zu vermitteln: Genieße das Leben, auch die kleinen, schönen Dinge. Lass dich nicht erdrücken von der grauen Welt, brich einfach mal aus, tu etwas Verrücktes und sei bloß glücklich dabei. Fazit: Keine Ahnung wie ich das alles zusammenfassen soll. "Der Mitreiser und die Überfliegerin" ist ein überraschend tiefgründiges Buch, das viel mehr ist als ich erwartet habe, meinen eigenen Denkmustern an manchen Stellen einen Spiegel vorgehalten hat, und das daran erinnert, wie wichtig es ist, das Leben zu genießen.

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  • Tiefgehend und Besonders

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Yunika

    09. October 2017 um 18:55

    Ich mag das Cover sehr gerne. Es ist einerseits sehr auffällig - alleine wegen den Farben - aber sie harmonieren sehr gut miteinander. Es ist an sich sehr stimmig und passt sehr gut zur Geschichte.Seit den Talenten bin ich ein sehr großer Fan von Mira Valentin und war deswegen sehr gespannt auf die Geschichte. Sie hat mir sehr gut gefallen, doch der letzte Funken wollte irgendwie nicht ganz überspringen, was vielleicht daran lag, dass es mir manchmal zu dramatisch war. Das ist persönliches Empfinden, was nichts mit der Geschichte an sich zu tun hat. Denn die Umsetzung der Idee fand ich grandios. Ich liebe alleine das Setting und die Idee dahinter.Mira konfrontiert einen mit einer düsteren Umgebung und trifft die Menschen damit sehr gut. Alleine der Zirkus ist ein Lichtblick und zeigt genau, was uns eigentlich fehlt. Die hierbei erschaffene Atmosphäre gefällt mir sehr gut und macht das Buch besonders. Dazu kommt der tolle, leicht zu lesende Schreibstil. der einen rasch in seinen Bann zieht. Alles ist sehr bildlich beschrieben, weswegen man sich alles sehr gut vorstellen konnte.Die Charaktere waren für mich das schwierigste an der Geschichte. Sie waren so besonders und einzigartig, weswegen sie die Geschichte genauso einzigartig machen. Manchmal waren sie mir zwar ein wenig zu eigensinnig. Mit einigen bin ich sofort warm geworden, mit manchen gar nicht. Sie waren sehr vielschichtig und tiefgründig charakterisiert.Alles in allem eine gute und tiefgehende Geschichte, mit einem tollen, bildlichen Schreibstil. An manchen Stellen war sie mir zu dramatisch und einige Charaktere zu eigen und besonders, was aber wirklich Geschmackssache ist. Die Idee hinter der Geschichte ist klasse und genauso toll umgesetzt. Das tollste an der Geschichte war die besondere Atmosphäre.

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  • Magisch und tiefgründig

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Endora1981

    03. October 2017 um 16:14

    Milan verliert durch einen schrecklichen Unfall seine Freundin Jo. Sein Leben scheint vorbei zu sein. Er kommt mit dem Verlust nicht zurecht und gibt sich selbst die Schuld daran. Ein Jahr nach Jos Tod,  trifft Milan auf einen geheimnisvollen Zirkus. Sein Leben nimmt eine neue Wendung.Gibt es Magie wirklich? Gibt es Vertreter? Das sind die Fragen, die man sich im gesamten Buch stellt. Zum Schluss muss das jeder für sich selbst entscheiden und genau das ist einzigartig an diesem wundervollen Buch. Mira schafft es den Leser in eine Welt zu entführen, die magisch und dennoch realistisch ist. Das Buch regt einen dazu an sich über das eigene Leben Gedanken zu machen.Depressionen werden im Buch thematisiert. Ich finde es gut, dass es immer weniger ein Tabuthema ist darüber offen geschrieben wird.Die Charaktere sind in meinen Augen sehr überzeugend beschrieben. Es fällt einem auch recht leicht, sich in sie  hinein zu versetzen.Am Schreibstil merkt man, dass Mira schreiben kann. Dieser ist flüssig und gut zu lesen.Für mich ist dieses Buch absolut gelungen und wer mehr Magie in seinem Leben möchte, sollte es auf jeden Fall lesen.

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  • Nicht wie erhofft

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Sillest

    01. October 2017 um 17:17

    Der Klappentext, sowie das Cover sind sehr hervorragend und haben mich dazu verleitet, dieses Buch zu kaufen.Der Einstieg war traumhaft, man wird durch ein Gedicht, sowie diesen herzzerreißenden Prolog in eine etwas schwer liegende Stimmung versetzt.Leider ging es dann ganz plötzlich ein wenig kühl weiter. Die Stimmung vom Prolog war schnell dahin und ich wusste nicht so recht, wohin mit meinen Gefühlen, noch konnte ich die von Milan nachempfinden. Mir war die Liebe zwischen ihm und Julie nicht glaubhaft genug und vieles tritt gezwungen auf.Auch die dazwischen auftretenden Vertreter-Teil habe ich nicht so recht verstanden. Es wirkte für mich fehl am Platz.Fazit: So sehr ich es auch wollte, mich konnte die Geschichte leider nicht so fesseln. Dennoch war der Schreibstil der Autorin angenehm zu lesen und auch die Kapitel haben eine gute Länge. Die erschaffene Zirkuswelt war wirklich toll. Für mich hat es leider nicht gereicht. Schade.

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  • …leider nicht so wie erwartet!

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Buch_Versum

    21. September 2017 um 11:41

    Schade, es hat mich nicht so gefesselt wie der Klapptext mich begeistert hat Milan hat viel durch gemacht. Durch seine Flucht versucht er wieder Freude am Leben zu erlangen. Dadurch eröffnen sich Fragen, warum ein Vogel Ihn begegnet und was hat das alles mit der Ankunft des Zirkus auf sich? Das Cover ist schön und verspielt. In mitten eines Feuers und rund herum in einem Zirkuswelt. Der Klapptext ist kurz und macht neugierig auf das Buch. Die Hauptprotagonist besteht aus Milan. Milan ist seelisch schwer mitgenommen. Er sucht seinen Ausweg in einer Flucht, aber muss diese immer verkehrt sein? Milan ist gutmütig, loyal und sehr ehrgeizig, wenn es um etwas geht was Ihn bedeutet. Der Schreibstil von Mira ist leicht, sehr bildlich und flüssig. Die Erzählweise ist emotionell, aktionistisch und unterhaltsam. Das Buch schäumt über vor Ideen wie eine leichte und freudige Lebensweise sein sollte, wie man sich aus einer Trauer heraus bewegen kann, wie man Freude zum Leben wieder erweckt. Die Autorinnen bieten dem Leser eine gefühlvolle, spannende und fantasievolle Geschichte. Das Buch zeichnet sich durch den Kampf zur Lebensfreude und den Einblick in eine Welt des Zirkus und Ihrem Zauber. Es hat mir Freude bereitet das Buch zu lesen und hat mich unterhalten. Fazit: Ich bin leider nicht so gefesselt wie vom Klapptext erwartet. Ich habe nicht in der Buch gefunden und die Charaktere waren leider nicht meine. Besonders Milan, klar will man Trauer nicht zu lassen, aber Er ist nicht der erste der da durch muss. Ein wenig mehr Realismus hätte Ihn nicht geschadet. Die Idee der Bewältigung von Trauer um dieser in der Flucht zu entgehen, ist natürlich verständlich. Jedoch waren die Vertreter meist total störend. Der Kampf gegen diese war zwischendurch recht amüsant. ! Unterhaltsam! Fantasievoll !<3 Vielen Dank für Lese Exemplar von der Autorin bei der Leserunde auf Lovelybooks.de .

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  • In einer Welt voller Vertreter bleibt man besser hinter dem Zaun

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Shaylana

    15. September 2017 um 18:57

    Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben? Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie – ganz wie man es nimmt.Die ersten zwei Sätze des Klappentextes beschreiben es ganz gut: Ich habe mich während des Lesens immer wieder gefragt, ist das jetzt ein Fantasyroman oder einfach nur die Betrachtungsweise der Protagonisten, die die Welt nicht normal erscheinen lässt. Und was ist schon normal?Zugegeben, ich war anfangs etwas skeptisch. Da mir Mira Valentins Bücher aber bisher sehr gut gefallen haben, musste auch der Mitreiser hier einreisen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Milans Depression rührt von einem Schicksalsschlag her. Als er seine beste Freundin Jo verliert, ist das Leben für ihn vorbei. Ständig wuseln Seelenklempner um ihn herum und schreiben ihm vor, wie er glücklich zu sein hat. Dabei will er doch nur Jo zurück. Man hat Mitleid mit dem unverstandenem Jungen. Der Zirkus bringt neuen Schwung in sein Leben. Gegen aller Vernunft reist er fortan mit den Zirkusleuten für einen Hungerlohn durch die Gegend. Hinter dem Zaun abgeschottet vom Rest der Welt. Und die Zirkusleute geben ihm einen neuen Sinn im Leben, einen neuen Blickwinkel auf die Welt. Gerade Julie umgibt eine so geheimnisvolle Aura, dass man ihr überall hin folgen würde. Ob es sich um einen Fantasyroman handelt oder einer Geschichte mitten aus dem Leben, bleibt offen. Es ist Interpretationssache. Ist es normal, dass man ein solch gutes Verhältnis zu einem Tier hat und dass Tiere hochsensibel auf "Vertreter" reagieren? Für die Zirkusleute schon. Doch anhand von Milan sieht man, dass nicht nur das persönliche Seelentier mit einem zusammenspielen kann. Vorab gab es die Warnung, dass Menschen mit Depressionen das Buch besser nicht lesen sollten. Ich fand, dass auf die Depression und deren Gründe nicht zu stark eingegangen worden ist, sodass man sich selbst in den Gedanken darüber verliert. Viel eher wurde der Fokus auf die "Heilung" gelegt. Dass man manchmal nicht unbedingt den geebneten Weg den alle gegangen sind gehen muss, um glücklich zu sein. Dennoch ist es ratsam vor dem Lesen in sich zu gehen, ob man Milans Situation erträgt. Die Geschichte hat mich berührt. Am schönsten fand ich zu sehen, wie Milan nach und nach wieder auflebt. Wie die geheimnisvolle Julie mit ihren eigenen Geistern zu kämpfen hat. Wie der Blick auf die Welt aus der Sicht von Verrückten wirkt. Und wieder die Frage: Wer ist wirklich verrückt und wer ist normal? Lebt man selbst hinter dem Zaun oder Davor?

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  • berührende Geschichte

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    Blacksally

    15. September 2017 um 09:40

    CoverMir gefällt das Cover sehr gut, da man sofort sieht das es um einen Zirkus geht - und ich liebe Zirkus :D Die Farben harmonieren wirklich gut miteinander und der Titel mit den verschiedenen Schriftarten sieht verspielt und interessant aus.ProtagonistMilan verliert seine beste Freundin Jo bei einem Unfall, seitdem sucht ihn die Depression heim und er hat keine Lust mehr am leben. Er ist sehr traurig, gibt sich selbst die Schuld am Tod von Jo und ist einfach nur unglücklich. Er versucht den Schmerz mit Schmerz zu bekämpfen, doch das gelingt nicht so gut wie er es gerne hätte. Bis er eines Tages den Zirkus wieder erblickt, der damals am Tag ankam, an dem seine beste Freundin in den Tod stürzte. Dieser soll sein Leben grundlegend verändern.Ich muss sagen ich mochte Milan sehr gerne, ich konnte mich gut in ihn hinein versetzen und verstehen warum er Dinge macht, die ein gesunder Mensch nicht machen würde. Ich habe aber auch sehr gehofft das er es schafft, aus diesem Sumpf auszubrechen.SchreibstilDer Schreibstil war sehr flüssig und einfach zu lesen. Ich fand es gut wie feinfühlig die Autorin mit so einem sensiblen Thema umgegangen ist, man hat verstanden warum sich Milan so verhält, und man konnte etwas von der Traurigkeit spüren, die um ihn herum war. Genauso gut konnte man aber auch die Freude spüren, als er neue Freunde gewinnt und von anderen Menschen so angenommen wird, wie er ist und seinen Platz im Leben findet.Ebenfalls gut fand ich das die Autorin eine Triggerwarnung für das Buch rausgegeben hat. Denn hier geht es eben und ein etwas härteres Thema, Depressionen und Autoaggressives Verhalten sind kein Spaß und Menschen, die sensibel auf so etwas reagieren sind dann direkt vorgewarnt.AutorinMira Valentin arbeitet hauptberuflich als Journalistin für Jugend- Frauen- und Pferdezeitschriften. Hoch zu Ross, mit Laufschuhen oder Fahrrad streift sie regelmäßig durch die ausgedehnten Wälder des Hessischen Hinterlands. Hier, zwischen mystischen Quellen und imposanten Steinbrüchen, kam ihr die Idee für „Das Geheimnis der Talente“. Seither sieht sie ständig Dschinns in den Baumkronen sitzen und kann kein Dorffest mehr feiern ohne sich zu fragen, welches arme Opfer heute wohl ausgesaugt wird.EinzelbewertungenSchreibstil 5/5Charaktere 5/5Spannung 3/5Ende 4/5Cover 4/5FazitEine wundervolle Geschichte, die voll Trauer, aber auch voll Freude ist.

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  • Leider nicht das Meine

    Der Mitreiser und die Überfliegerin

    vk_tairen

    15. September 2017 um 08:41

    Das Cover hat mich verzaubert. Der Klappentext noch dazu, der sofort zum Träumen einlud und eine spannende Geschichte versprach.  Das Gedicht am Beginn und der Prolog nehmen einen sofort mit. Es ist herzerwärmend und düster und legt eine gewisse Schwere auf einen. Damit ist der Grundton der Geschichte gelegt. Zumindest wäre das zu hoffen, doch leider kommt es dann doch anders.  Ein weißer, geheimnisvoller Wellensittich bringt Milan zu dem Zirkus und direkt zu Julie, der Überfliegerin, der Künstlerin in den Lüften. Sie führt ihn in den Zirkus und erzählt ihm von den Vertretern, die die Magie in den Menschen töten, indem sie Versicherungen verkaufen und das harte Leben verkörpern, das aus Arbeit, Steuern und eben all der Realität besteht. Doch hinter dem Zaun des Zirkus existiert noch die Magie und in dieser beginnt Milan sein neues Leben. Er beginnt als Mitreiser, dich hat er das Potential zu mehr?  Die Geschichte verspricht toll zu werden. Ein depressiver Junge, ein magischer Zirkus gehen die harte Realität und ein Funke Liebe. Doch leider - und das ist nur meine persönliche Meinung + SPOILER ALERT - hält das Buch diese Emotionen des Anfangs nicht. Milan wirkt die gesamte Zeit über wie ein egozentrisches Baby, bei dem sich die Welt nur um ihn dreht. Dazu kommt, dass zwar zwischen Julie und Milan eine tolle Stimmung herrscht, aber ihre Romanze und schließlich Liebe konnte ich ihnen nicht abkaufen. Das ganze Drama, das dann folgt, und die ganze Vertreter-Geschichte konnten mich auch nicht packen. Zu aufgesetzt und gezwungen.  Es tut mir sehr leid, dass meine Rezension nicht besser ausfällt, aber leider schaffte das Buch nicht, mich nach dem Beginn richtig zu fesseln. Der Schreibstil ist toll, manchmal etwas aufgesetzt, doch sehr schön zu lesen. 

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