Miral al- Tahawi

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Miral al- TahawiDie blaue Aubergine
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Die blaue Aubergine
Die blaue Aubergine
 (2)
Erschienen am 21.07.2004

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Rezension zu "Die blaue Aubergine" von Miral al- Tahawi

Rezension zu "Die blaue Aubergine" von Miral al- Tahawi
Jarivor 7 Jahren

Inhalt:

Sie kommt zwei Monate zu früh zur Welt und ist blau wie eine Aubergine. Diesen Spitznamen wird Nada nicht mehr los und macht ihm als Kind alle Ehre, sind doch die alten blauen Flecken kaum verheilt, da neue hinzukommen. In ihrem späteren Leben wird vor allem ihr Herz manche Schramme davontragen, ägyptische Mädchen müssen brav und "gut erzogen" sein. Doch noch hat Nada ihren Platz nicht gefunden...

Meine Meinung:

Miral al-Tahawi beschreibt in "Die blaue Aubergine" das Leben des Mädchens Nada. Die Geschichte beginnt bei ihrer Geburt und wir folgen ihr bis sie eine junge Frau ist.

Nadas Erfahrungen sind oftmals keine schönen, das Mädchen ist in jedem Alter zerrissen, zwischen den Fronten und verloren. Nie weiss sie, wer sie ist. Ob nun verschleiert oder mit offenen Haaren, Nada kann ihren Platz im Leben nicht finden. Auch die Liebe wird ihr das Gefühl der Geborgenheit, das sie sich so sehnlichst herbeiwünscht, nicht geben.

Doch beschreibt die Autorin nicht nur der persönliche Leidensweg ihrer Protagonistin, sondern auch die Leidensgeschichte der Frau in einem muslimischen Staat und die Geschichte Ägyptens in den wilden 60ern. Nada ist bei den Aufständen und der Frauenbewegung an vorderster Stelle. Leider fehlten mir diesbezüglich viele Hintergrundinformationen, die man haben sollte, wenn man das Buch auf politischer Ebene verstehen will.

Wir merken schon, dass "Die blaue Aubergine" kein angenehmes Buch ist. Auch der Schreibstil der Autorin ist für den Leser anfangs unangenehm und er muss sich erst an den wirren Stil der Autorin gewöhnen. al-Tahawi wechselt immer wieder die Perspektive, mal erzählt Nada aus ihrer Sicht, dann wird man mit "du" angesprochen, dann wird wieder auktorial erzählt. Auch die Darstellung des Textes ändert sich kontinuierlich. Dadurch ist der Leser gefordert, sich immer wieder neu einzustellen und zurechtzufinden. Dass die Autorin vieles dabei nur andeutet oder verschleiert, macht das Lesen nicht einfacher.

Dadurch schafft es Miral al-Tahawi jedoch, uns die persönliche Situation von Nada noch näher zu bringen. So verwirrt Nada ist, so verwirrend ist das Buch. So aufgewühlt die Zeiten, so durcheinander der Text. Die eindrückliche Sprache der Autorin fügt der Geschichte die passende Stimmung hinzu, sodass dabei ein dichtes und aufrüttelndes Werk herauskommt, das einen umschlingt und auch nach der Lektüre nicht mehr loslässt.

Fazit:

"Die blaue Aubergine" ist ein Buch für anspruchsvolle Leser, die sich mit aktuellen Themen und historischen Hintergründen auseinandersetzen wollen. Wer sich über die Stellung der Frau in einem muslimischen Land informieren möchte, erhält hier Eindrücke in Romanform.

al-Tahawis Buch hat mich tief berührt und manchmal auch geschockt und verwirrt, es ist ein ergreifendes Werk, auf das man sich einlassen muss.

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Schokokekss avatar

Rezension zu "Die blaue Aubergine" von Miral al- Tahawi

Rezension zu "Die blaue Aubergine" von Miral al- Tahawi
Schokokeksvor 11 Jahren

Inhalt:
Das Mädchen Nada kommt blau angelaufen zur Welt. Die Eltern nennen es zärtlich-spöttisch "blaue Aubergine" und haben höchste Erwartungen: eine Prinzessin wird aus ihr, meint die Mutter, eine Weltraumforscherin, glaubt der Vater. Irgendwann findet sich Nada an der Uni wieder und versteht die Welt und ihren Körper nicht mehr. Sie verhüllt sich, versteckt sich unterm Kopftuch und sucht Zuflucht bei den religiösen Parolen der Islamisten. Aber auf ihre drängenden Fragen zu Liebe und Politk, Gesellschaft und Erwachsenwerden findet sie weder in der Tradition noch in der Revolte eine Antwort.

Autorin:
Miral al-Tahawi, geboren 1968 in Sharqiya, wuchs in einer Beduinenfamilie auf. Sie studierte Literaturwissenschaft und arbeitet zurzeit als Lehrbeauftragte an der Kairoer Universität. Für die "Blaue Aubergine" erhielt sie als erste Schriftstellerin den ägyptischen Förderpreis für Literatur.

Meinung:
Ich habe das Buch im Rahmen meiner Weltreise für das Land Ägypten bereits im April diesen Jahres gelesen und war danach so durcheinander, dass ich keine Rezi zustande gebracht habe. Durch die wechselnden Perspektiven und Zeiten, fiel es mir manchmal schwer, der Handlung zu folgen, außerdem gab es öfter in kursiv eingestreute Textstellen, wo mir weder klar war, aus wessen Sicht das nun geschrieben ist und ob es sich nur um Träume/Gedanken oder tatsächliches Geschehen handelt. Nach der Lektüre dachte ich, dass es an mir liegt, dass ich es nicht verstanden habe, aber vor ein paar Tagen habe ich zu einer anderen Rezi zu Miral al-Tahawi gesehen, dass es anderen genauso geht. Zwinker
Schade, aber so schnell wir mir kein Buch der Autorin wieder auf meinen SUB kommen.

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