Miranda Cowley Heller

 4 Sterne bei 369 Bewertungen
Autor*in von Der Papierpalast, Der Papierpalast und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Miranda Cowley Heller war Senior Vice President und Head of Drama Series bei HBO. Sie hat Serien entwickelt und verantwortet, u.a. Die Sopranos, Six Feet Under, The Wire, Deadwood, Big Love. Als Heranwachsende hat sie jeden Sommer auf Cape Cod verbracht, inzwischen lebt sie überwiegend in London und in Kalifornien.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Was das tiefe Wasser weiß (ISBN: 9783550204487)

Was das tiefe Wasser weiß

Erscheint am 29.10.2026 als Gebundenes Buch bei Ullstein Buchverlage.

Alle Bücher von Miranda Cowley Heller

Cover des Buches Der Papierpalast (ISBN: 9783548067759)

Der Papierpalast

(329)
Erschienen am 01.06.2023
Cover des Buches Was das tiefe Wasser weiß (ISBN: 9783550204487)

Was das tiefe Wasser weiß

(0)
Erscheint am 29.10.2026
Cover des Buches Der Papierpalast (ISBN: 9783869093215)

Der Papierpalast

(28)
Erschienen am 01.06.2023
Cover des Buches The Paper Palace: A Novel (ISBN: 9780593329825)

The Paper Palace: A Novel

(9)
Erschienen am 06.07.2021
Cover des Buches The Paper Palace: A Novel (ISBN: B08R96ZQQ9)

The Paper Palace: A Novel

(2)
Erschienen am 06.07.2021

Neue Rezensionen zu Miranda Cowley Heller

Cover des Buches Der Papierpalast (ISBN: 9783548067759)
L

Rezension zu "Der Papierpalast" von Miranda Cowley Heller

lenja10
Intensives Familiendrama vor Traumkulisse - fesseln, düster und emotional!

„Der Papierpalast“ ist kein leichter Sommerroman, sondern ein aufwühlendes Drama. Die Geschichte springt zwischen einer lebensverändernden Entscheidung innerhalb von 24 Stunden und den Rückblicken auf 50 Jahre Familiengeschichte hin und her. Miranda Cowley Heller schreibt unglaublich atmosphärisch. Das Setting in Cape Cod ist greifbar und die psychologische Tiefe der Figuren faszinierend. Der Einstieg ist durch die vielen Zeitsprünge etwas zäh, und die behandelten Themen (u.a. Missbrauch) sind schwere Kost. Auch das offene Ende wird nicht jedem gefallen.


Fazit: Ein großartig geschriebenes Buch über verpasste Chancen und Familiengeheimnisse. Trotz kleinerer Längen eine klare Leseempfehlung!

Cover des Buches Der Papierpalast (ISBN: 9783550201370)
Pina27s avatar

Rezension zu "Der Papierpalast" von Miranda Cowley Heller

Pina27
Ein schmerzhaft schönes Gefühlskarussell, das lange nachhallt

Mein holpriger Start mit dem „Papierpalast“
Ich muss ehrlich zugeben: Der Einstieg in dieses Buch fiel mir unglaublich schwer. Zu Beginn prasseln extrem viele Charaktere auf einen ein, und die Geschichte springt zudem zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Es war so verwirrend, dass ich das Buch anfangs fast abgebrochen hätte. Nur dank des Buddy-Reads mit tinisbookworld, die mich motiviert hat, bin ich drangeblieben – und mein Gott, bin ich froh darüber! Im Nachhinein möchte ich dem Buch für den zähen Anfang auch keine Punkte abziehen, denn jede einzelne Figur und jede Zeitebene ist für den späteren Verlauf und die enorme Tiefe der Geschichte absolut notwendig.

Schwere Schicksale und tiefe Emotionen
Im Mittelpunkt steht die 50-jährige Eleanor (Elle), die eigentlich ein erfülltes Leben mit ihrer Familie und einem liebenden Ehemann hat. Doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Geschichte voller schwerer, weiblicher Schicksale. Die Traumata und Ereignisse, die die Frauen in diesem Buch durchleben müssen, sind teilweise wirklich harte Kost. Beim Lesen hat das unheimlich viel mit mir gemacht – es war ein absolutes Gefühlskarussell aus Wut, Trauer und purem Schock. Obwohl man an einigen Stellen insgeheim schon erahnen konnte, wohin die Reise führt, hat mich die Realität, als es dann passierte, trotzdem tief getroffen. Es ist bewundernswert und berührend zu sehen, wie Elle trotz ihrer Vergangenheit weiterlebt.

Das Ende: Eine Zerrissenheit, die auf den Leser überspringt
Bis zum Schluss habe ich als Leserin selbst mitgelitten und überlegt, welchen Ausgang ich mir für die Geschichte wünsche – und ich konnte mich schlichtweg nicht entscheiden. Beide Wege fühlten sich auf ihre eigene Art schmerzhaft an.
Das Ende selbst entlässt einen mit einem ganz besonderen Gefühl. Es ist einerseits durch eine symbolische Handlung sehr konkret, lässt einen aber andererseits genau mit der Zerrissenheit zurück, die auch die Protagonistin das ganze Buch über in sich getragen hat. Man bleibt nachdenklich und bewegt zurück.

Fazit
Der Papierpalast ist keine leichte Kost, sondern eine tiefgehende, emotionale und komplexe Geschichte, die mich nach den anfänglichen Startschwierigkeiten komplett in ihren Bann gezogen hat. Ein Buch, das wehtut, das aufwühlt und das man so schnell definitiv nicht vergisst.

Cover des Buches Der Papierpalast (ISBN: 9783548067759)
Julia92s avatar

Rezension zu "Der Papierpalast" von Miranda Cowley Heller

Julia92
Miranda Cowley Heller - Der Papierpalast

Inhalt: Elle Bishop geht hinunter zum See. Alle Sommer ihres Lebens hat Elle im Papierpalast verbracht, dem Ferienhaus ihrer Familie. Hier hat sie sich zum ersten Mal verliebt, Freundschaft und Schmerz erlebt, hier kam ihre Familie zusammen, brach auseinander, fand sich neu. Inzwischen ist Elle fünfzig, hat Kinder und einen liebevollen Ehemann. Und doch ist eine Erinnerung in ihr lebendig, die sie gut gehütet glaubte. Seit der Mann, den sie schon ihr ganzes Leben lang liebt, gestern auf sie zukam. Elle springt ins Wasser, sie muss sich entscheiden: Gehen oder bleiben?

 

Meinung: Lange Zeit war das Buch auf meiner Wunschliste. Als ich schließlich zu lesen begann, wurde ich nicht enttäuscht. Schon das erste Kapitel, wo Elle nach dem Abend, der alles verändert, aufwacht und im Ferienhaus die Überbleibsel von letzter Nacht begutachtet, hat mich in seinen Bann gezogen. Sofort sprang das Kopfkino an. Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen Schreibstil und weiß Dinge in Szene zu setzen. „Der Papierpalast“ hat über 400 Seiten, dennoch gelang es mir, das Buch an einem Wochenende durchzulesen, was bei mir sehr selten vorkommt.

Die Geschichte erzählt jedoch nicht nur über Elle und ihre Gefühle, sondern auch von ihren Vorfahren. Es handelt davon, wie der Papierpalast entstanden ist, wie ihre Mutter und Großmutter gelebt haben und wie sie selbst ihre Jahre abwechselnd in der Stadt und in dem Ferienhaus verbracht hat.

Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was ich beim Lesen empfunden habe. Es war einfach magisch, Elle (obwohl sie mir nicht wirklich sympathisch war und ich mir nicht erklären konnte, wieso ihre Jugendliebe ihr jahrzehntelang hinterherläuft) zu beobachten. Ihre Mutter, ihre Kinder, ihr Mann, ihre Freunde. Einfach jede Person in diesem Buch besitzt eine Seele. Selbst weitschichtig Bekannte sind so authentisch ausgearbeitet, und kein Charakter ist zu viel. Der Unterhaltungswert lag bei mir beim Lesen bei 10/10. Ich wollte ständig wissen, was als nächstes passiert, fürchtete jedoch das Ende. Weil ich ahnte, dass ich nach diesem Buch lange brauchen würde, um wieder bereit für etwas Neues zu sein. So ging es mir das letzte Mal im Sommer 2025, nachdem ich „Der Gesang der Flusskrebse“ beendet hatte. Diese beiden Bücher sind für mich so atmosphärisch, so dicht, so voller Leben, dass es kaum zu glauben ist, dass es Fiktion ist.

„Der Papierpalast“ greift Themen wie Misshandlung und Vergewaltigung auf. Ich fand jedoch, dass die Szenen sich gut in die Geschichte eingefügt haben. Eine locker-flockige Lovestory sollte man sich hier nicht erwarten.

Dafür erlebt man über mehrere Generationen ein absolut glaubhaftes Bild einer Familie, mit allen Ecken und Kanten. Und ich bin mir sicher, dass es irgendwo auf der Welt genau so einen Papierpalast gibt, mit ähnlichen Geschichten. Es klingt wie der perfekte Ort, um die Gedanken abzuschalten, ins kühle Nass zu springen und wie Elle einfach nur da zu sein.

Ich bin tief beeindruckt von der Autorin Miranda Cowley Heller und vergebe alle möglichen Sterne an „Der Papierpalast“; 5/5!

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