Miranda Richmond Mouillot Anna und Armand

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Inhaltsangabe zu „Anna und Armand“ von Miranda Richmond Mouillot

Sie fanden die Liebe. Sie überlebten. Und sprachen 50 Jahre kein Wort mehr miteinander.
1948, nachdem sie gemeinsam den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, kaufen Anna und Armand – die Großeltern der Autorin – ein altes Steinhaus in einem abgelegenen, malerischen Dorf in Südfrankreich. Fünf Jahre später packt Anna ihre Sachen und verlässt Armand. Die Schreibmaschine und die Kinder nimmt sie mit. Abgesehen von einer kurzen Begegnung, haben die beiden nie mehr miteinander gesprochen, nie neu geheiratet oder irgendjemandem offenbart, was sie so unwiederbringlich entzweit hat.
Dieses Buch ist die mitreißende Geschichte der Reise, die Miranda Richmond Mouillot unternahm, um zu den Wurzeln dieses verbitterten, unbeugsamen Schweigens vorzudringen. Einer Reise, auf der sie lernte, wie man nicht nur überlebt, sondern das Leben in all seiner Schönheit umarmt – indem sie das alte Steinhaus und das kleine südfranzösische Dorf zu ihrem Zuhause machte und die Liebe fand …

Interessante Perspektive auf die Liebe und Trennung ihrer Großeltern!

— YvetteH

Eine faszinierende Geschichte. Es war teilw. schwer zu lesen - hohe Konzentration nötig. Auch ist der verwendete Wortschatz oft "schwer".

— Regenwolke

Bewegende Liebesgeschichte

— petra_radtke

Bewegende Lebensgeschichte zweier Menschen, deren Liebesglück durch das Trauma des Zweiten Weltkriegs zerbrach. Sehr empfehlenswert.

— Yogine

Großartig

— jay1214

Als Roman gedacht, entpuppt es sich als Sachbuch. Es schildert eine unheilvolle Liebe, die unter schweren Umständen erwachte und scheiterte

— LeseBlick

Ein wunderbares Buch. Die Enkelin macht sich auf die Suche nach der gemeinsamen kurzen Geschichte Ihrer Großeltern. Von Usa nach Frankreich.

— MadameFlamusse

Anrührendes Stück Familien- und Zeitgeschichte, sehr empfehlenswerte Lektüre

— Devona

Bewegende Geschichte, die auf wahre Begebenheiten beruht...

— nicigirl85

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  • War es Liebe?

    Anna und Armand

    YvetteH

    08. October 2017 um 16:20

    Klappentext:Sie fanden die Liebe. Sie überlebten. Und sprachen 50 Jahre kein Wort mehr miteinander. 1948, nachdem sie gemeinsam den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, kaufen Anna und Armand – die Großeltern der Autorin – ein altes Steinhaus in einem abgelegenen, malerischen Dorf in Südfrankreich. Fünf Jahre später packt Anna ihre Sachen und verlässt Armand. Die Schreibmaschine und die Kinder nimmt sie mit. Abgesehen von einer kurzen Begegnung, haben die beiden nie mehr miteinander gesprochen, nie neu geheiratet oder irgendjemandem offenbart, was sie so unwiederbringlich entzweit hat. Dieses Buch ist die mitreißende Geschichte der Reise, die Miranda Richmond Mouillot unternahm, um zu den Wurzeln dieses verbitterten, unbeugsamen Schweigens vorzudringen. Einer Reise, auf der sie lernte, wie man nicht nur überlebt, sondern das Leben in all seiner Schönheit umarmt – indem sie das alte Steinhaus und das kleine südfranzösische Dorf zu ihrem Zuhause machte und die Liebe fand … Meine Meinung:Ein Buch, das dem Leser klar macht, welche Auswirkungen der zweite Weltkrieg noch viele Jahre später auf die Überlebenden haben kann.An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Die Autorin schreibt aus der Ich-Perspektive, allerdings auch in der verwirrenden Reihenfolge der Erinnerungen ihrer Großeltern.Anna und Armand werden toll beschrieben, man lernt sie immer besser kenne und hat am Ende eine echte Idee warum die beiden über 50 Jahre nicht miteinander gesprochen haben.Die Handlung ist teilweise etwas verwirrend, da die Autorin die Erinnerungen ihrer Großeltern so aufschreibt, wie sie sich erinnern. Leider springt man dadurch oft hin und her. Allerdings kann man durchaus nachvollziehen wie die Geschehnisse sich auswirken. Und ob es Liebe war oder nicht müsst ihr selbst herausfinden!Mein Fazit:Eine gelungenes Stück Zeitgeschehen, das sich zu lesen lohnt, aber einiges an Konzentration erfordert.Von mir gibt es 4 Sterne.

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  • Weitreichende Folgen des Krieges und ein unüberbrückbares Zerwürfnis

    Anna und Armand

    Yogine

    05. December 2016 um 22:53

    Anna Münster und Armand Jacoubovitch sind jüdischer Abstammung und haben sich Ende der Dreißigerjahre in Frankreich kennengelernt. Während des Zweiten Weltkriegs, haben sie in der Schweiz Zuflucht gefunden und so überlebt. Im Jahr 1948 kauften sie in einem kleinen Dorf in Frankreich ein altes Steinhaus, in dem sie jedoch nie gelebt haben. Fünf Jahre später verläßt Anna mit den beiden gemeinsamen Kindern Armand und übersiedelt in die USA. Für fast 50 Jahre haben die Eheleute (eine Scheidung wurde nie vollzogen) kein Wort mehr miteinander gewechselt, ja es war Armand sogar unmöglich, den Namen seiner Frau auszusprechen. Die Enkelin der beiden, Miranda, hat dieses Buch geschrieben, um die Lebensgeschichte ihrer Großeltern aufzuschreiben und so auch eine Klärung ihrer eigenen Wurzeln zu erwirken. Das schwierige Verhältnis der Großeltern hat sich auf die gesamt Familie ausgewirkt und zum Teil sehr seltsame Blüten getrieben.Meine Meinung:Miranda Richmond Mouillot ist ein großes und berührendes Buch gelungen. Sie ist nicht auf Effekthascherei aus, sondern erzählt sachlich, aus welchem Antrieb heraus sie die Lebensgeschichte ihrer Großeltern recherchiert hat und welche Probleme ihr dabei begenet sind. Allerdings nicht nur Probleme. Als sie in Frankreich recherchiert hat, hat sie ihren späteren Ehemann kennengelernt und ist dann von den USA nach Frankreich gezogen, wo sich der (Familien-)Kreis dann wieder geschlossen hat. Die Liebe ihrer Großeltern endete in Frankreich und die Enkelin hat ihre dort gefunden.Für mich ist es sehr berührend zu lesen, wie sehr traumatische Ereignisse unterschwellig weitergegeben werden, so wie hier bei Miranda (und ggf. bei ihrer Mutter und ihrem Onkel, aber darüber erzählt sie nichts in ihrem Buch), die immer eine sehr enge Beziehung zu ihrer Großmutter hatte. So sagt sie selber: "In unserer Familie regierte die Schwierigkeit: Streit und Bitterkeit, Krankheit und Verletzung, Trauma, schlimme Erinnerungen und verrückte Feindschaften. Erholsame Reisen zu wunderschönen Häusern auf dem Land hatten wir nicht im Repertoire."Durch die Zeitzeugenberichte von Anna und Armand erhält das Buch aber auch noch eine andere Tiefe: die zu den Greueltaten des NS-Regimes im Zweiten Weltkrieg, zur Judenverfolgung, zu Flüchtlings- und Vernichtungslagern, dazu was es bedeutet, flüchten zu müssen um überleben zu können, welche Entbehrungen Menschen auf sich nehmen mussten und wie sie trotzdem einen Weg finden mussten, um weiterleben zu können.Am meisten hat mich eine Stelle berührt, wo Anna und Armand ihre Flucht in die Schweiz schildern; über die "grüne Grenze", unter extremen Wetterbedingungen und der ständigen Gefahrt ausgesetzt, verraten oder entdeckt zu werden.Ergänzt wird das Buch durch private Familienfotos, überwiegend von Anna und Armand. Sie geben dem Buch eine weitere Tiefe und noch persönlichere Note. Von Gesichtern läßt sich so vieles ablesen, wenn man offen dafür ist.Mein Fazit:Dieses Buch zeigt, dass es gut und richtig ist, Geheimnisse und persönliche Schrecken und großes Leid aufzuzeigen, damit sie aufgearbeitet werden können und das Leben wieder stattfinden kann. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie vergessen werden. Buchdetails: Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.03.2016 , Aktuelle Ausgabe : 14.03.2016 , Verlag : Limes , ISBN: 9783809026549 , Fester Einband , Sprache: Deutsch , Preis: 19,99 €

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    • 3
  • Die Poesie des Schweigens

    Anna und Armand

    YukBook

    10. August 2016 um 09:13

    Schon so mancher Schriftsteller hat sich auf Spurensuche in die Vergangenheit begeben. Die Geschichte von „Anna und Armand“, die die Enkelin Miranda Richmond Mouillot niedergeschrieben hat, ist dennoch etwas Besonderes und das nicht nur, weil sie auf einer wahren Begebenheit beruht. Das jüdische Paar floh 1942 in die Schweiz, überlebte den Krieg und kurz danach trennten sich ihre Wege. Seitdem haben sie kein Wort mehr miteinander gewechselt. Miranda ist fest entschlossen, das Schweigen zu brechen und herausfinden, was sie damals entzweit hat. Schon als Kind fällt ihr die seltsame Beziehung zwischen den Großeltern auf und sie versucht, sich einen Reim darauf zu machen. Ihre Großmutter Anna ist redselig, beschreibt die Kriegszeit als die „Universität ihres Lebens“ und gibt ihr die Gabe, vierblättrige Kleeblätter zu finden, sowie viele Lebensweisheiten mit auf den Weg. Ihr Großvater Armand dagegen, bei dem sie in einem Internatsjahr in Genf lebt, ist verschlossen und reagiert jedes Mal wütend, wenn sie Anna erwähnt. Von ihm erfährt sie lediglich, dass Anna versucht habe, sein Leben zu ruinieren. Die Alltagssituationen, die Miranda mit ihrem schwer umgänglichen Großvater erlebt, beschreibt sie mit feiner Ironie. Sie stellt fest, wie unterschiedlich Anna und Armand sind, sei es die Art zu kochen, den Haushalt zu führen oder ihre Vorlieben für Musik. Fest steht, dass die Ehe ihrer Großeltern ein explosives Thema ist, das Miranda nicht mehr loslässt – erst recht, als ihr Großvater sie in das südfranzösische Dorf La Roche mitnimmt und ihr ein altes Steinhaus zeigt, dass er mit seiner Frau nach dem Krieg gekauft hat. Miranda fühlt sich aus unerklärlichen Gründen gleich zu Hause und nutzt jede Gelegenheit, um ihre Zeit dort zu verbringen. Ihre akribische Suche nach ihren familiären Wurzeln hat mich derart gefesselt, dass ich das Buch an einem Tag verschlungen habe. Stück für Stück setzt sie die Puzzleteile zusammen, studiert Dokumente aus Annas Flüchtlingsakte und gerät unter Zeitdruck, weil Armand zunehmend dement wird. Wo Fragen offen bleiben, versucht sie sich, in ihre Großeltern hineinzuversetzen und vernachlässigt dabei fast ihr eigenes Leben und ihre Zukunftspläne. Ihre wiederkehrenden Befürchtungen, ob sie nüchterne Fakten nicht grundlos romantisiert, kommen sehr gut zum Ausdruck. Nicht nur die mysteriöse Geschichte, auch die Sprache der Autorin entfaltet einen besonderen Zauber und man wird sich bei der Lektüre bewusst, dass man das Ergebnis ihrer mühsamen Recherchearbeit, die sie mit Fotos aus dem Familienarchiv und einer Zeittafel illustriert, in Händen hält.

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  • Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt

    Anna und Armand

    LeseBlick

    18. May 2016 um 08:18

    InhaltsangabeSie fanden die Liebe. Sie überlebten. Und sprachen 50 Jahre kein Wort mehr miteinander.1948, nachdem sie gemeinsam den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, kaufen Anna und Armand – die Großeltern der Autorin – ein altes Steinhaus in einem abgelegenen, malerischen Dorf in Südfrankreich. Fünf Jahre später packt Anna ihre Sachen und verlässt Armand. Die Schreibmaschine und die Kinder nimmt sie mit. Abgesehen von einer kurzen Begegnung, haben die beiden nie mehr miteinander gesprochen, nie neu geheiratet oder irgendjemandem Meine MeinungEin Buch, welches zum Nachdenken anregt…„Anna und Armand“ war für mich ein Buch, welches ich unbedingt lesen wollte, allein aufgrund des Covers, des rasch überflogenen Klappentextes und der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Als ich das Buch dann endlich in meinen Händen hielt, wurde mich ziemlich schnell klar, dass ich hier etwas anderes als erwartet in meinen Händen halte. Sobald ein Buch von mir gelesen wird, suche ich mir sämtliche Informationen, die ich finden kann. Als ich bemerkte, dass Anna und Armand die Großeltern der Autorin Miranda Richmond Mouillot sind, begriff ich, dass dieses Werk wieder ein besonderes Werk wird. Denn es beruht auf Wahrheit, Erlebnissen und Erfahrungen, die sich niemand ausgedacht hat, sondern die einen Platz in der Geschichte haben.Dass es nicht nur für einige Leser ein besonderes Buch wird, sondern ein Herzensbuch für die Autorin selbst ist, ist denk ich jedem klar. Für die Spätzünder beim Lesen fügte Miranda Richmond Mouillot im Buch viele Fotografien ihrer Großeltern ein, was einfach unheimlich persönlich ist und mir sehr gut gefiel. Die Geschichte von Anna und Armand hatte man somit direkt vor Augen.Die große Frage in diesem Buch war von vornherein DAS WARUM?Warum haben sich die beiden entzweit?Warum haben sie ihre Liebe verworfen?Warum haben sie nie wieder ein Wort miteinander geredet?Viele Fragen und im Buch findet ihr die sehr bewegenden Antworten.Die Autorin wollte die Geschichte ihrer Großeltern erzählen und beim Lesen stellt man fest, welch Recherchearbeit dahintersteckte, auch wenn Anna und Armand noch lebten, als die Arbeit am Buch begann, war es alles andere als leicht, sich die Informationen zu beschaffen. Auch wenn es Familienrecherche war, es war mit Erfolgen, aber auch vielen Niederlagen verbunden. Meinen höchsten Respekt an die Autorin, uns die Geschichte ihrer Großeltern auf diese Weise zu erzählen.Für mich war das Buch wenig emotional, aber beim Zuklappen fiel mir auch, dass dieser Punkt im Nachhinein nicht gefehlt hat. Denn das Buch soll meiner Meinung nach weniger Bewegen, eher zum Nachdenken anzuregen. Vielleicht hattet ihr die Chance euren Großeltern, die ebenfalls die Zweite Weltkriegszeit erlebt haben, Fragen zu stellen. Wie habt ihr die Zeit erlebt?Welche Nachwirkungen und Erinnerungen tragt ihr aus dieser Zeit immer noch mit euch herum?Ich konnte diese Fragen leider nicht stellen, was wohl auch der Grund ist, warum ich gerne Erfahrungsberichte aus dieser Zeit lese.Aus dem Leben von Anna und Armand bekommt man einen sehr guten Eindruck. Nicht nur geschichtlich gesehen, auch wie die beiden die Zeit erlebten, überlebten und danach versuchten weiterzuleben. Und natürlich auch das Entstehen und das Zerbrechen ihrer Liebe.Was das Lesen so angenehm machte, waren wie bereits erwähnt, die eingebauten Fotografien, aber auch der Aufbau in drei Teile und der sehr flüssige Schreibstil der Autorin.____________________________________________________________An dieser Stelle und bei Büchern mit so einem Hintergrund ist es immer schwer Kritik zu äußern. Denn solche Bücher bedeuten den Autoren besonders viel, demnach ist es meine persönliche Meinung und weniger als Kritik zu sehen.Im Buch erfahren wir nicht nur die Geschichten von Anna und Armand, sondern auch die persönliche Geschichte der Autorin selbst. Wie sie dazu kam, dieses Buch zu erarbeiten war wirklich spannend, aber einige Aspekte aus ihrer Sicht hätte dieses Buch einfach nicht gebraucht. Mich persönlich brachte ihre Geschichte und aktuellen Geschehnisse immer wieder aus der Geschichte ihrer Großeltern heraus.Mein FazitEin Buch, zwei Leben und besondere Beweggründe, welche eine Liebe von einem Tag auf den anderen zerstören können. Für alle Leser, die gerne Einblicke in diese vergangene Zeit werfen, spreche ich hier eine Leseempfehlung aus.Lest dieses Buch, klappt es zu und lasst den Inhalt auf euch wirken.

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  • Anna und Armand - eine kurze Liebe

    Anna und Armand

    MadameFlamusse

    06. May 2016 um 19:35

    Was für ein Buch, was für eine spannende Familie. „Anna und Armand“ wurde mir nochmal von Devona empfohlen als ich vor kurzem „Die Mutter meiner Mutter“ vorgestellt habe. Miranda Richmond Mouillot ist eine recht typische Kriegsenkelin, eine Frau der schon als Kind der Krieg in den Knochen sitzt, vererbt durch Ihre Großeltern mütterlicherseits. Ich fand mich in vielem wieder und spürte auch an sovielen Stellen die eigene Lücken in meinem Leben so sehr das mich das Buch wirklich ganz schön zum weinen brachte. Eine ergreifende Geschichte., immer vermischt mit dem Erzählstrang der das aktuelle Leben Mirandas wiedergibt. Es ist schön Ihr zu folgen, auf Ihrer Lebensreise und im erforschen der Geschichte die von Amerika aus nach Frankreich geht und in die Schweiz. Miranda Richmond Mouillot ist wohl fast das was man eine Weltenbürgerin nennen kann, beheimat in den USA wo Sie geboren wurde und dem Ort Ihrer Seele in Frankreich wo Sie auch der Liebe begegnet. (was mich persönlich sehr gefreut hat) Diesmal hab ich mit Bleistift gelesen um die mir wichtigen Sachen beim lesen anzustreichen nicht das ich nachher bei den Seitenmarkierungen meinen Lesegedanken nicht mehr folgen kann. Kurz zum Inhalt: die Großeltern haben sich vorm 2. WK kennengelernt und bekamen später zusammen 2 Kinder. Miranda kannte Ihren Großvater aber kaum, da das Paar sich vor langer Zeit getrennt hatte. Auf vielen Seiten beschreibt Sie die Annäherung an diesen nicht ganz einfachen Mann, der mit 30 Jahren als Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen teilnahm. Seine Eltern hatten den Nationalsozialismus nicht überlebt. Eine beeindruckende Person. Genauso wie auch die Großmutter, zu der Miranda eine sehr viel engere Bindung hat, die Ihr sehr nahe steht bis hin zu bestimmten Talenten die Sie von Ihr geerbt hat. Mir wird auch an dieser Geschichte wieder mal deutlich wieviel man doch von den Großeltern übernimmt – ziemlich oft scheinen Sie viel näher als die Eltern zu sein. Alles in Allem hat die Autorin sehr viel Glück in Ihrem Leben gehabt, von der Familie her, Ihren Möglichkeiten und dem was sich auf Ihrer Forschungsreise so ergibt. Was Sie auch selbst so beschreibt und was immer wieder durchschimmert, gerade wenn Sie eben von den schlimmen Zeiten erzählt die Ihre Großeltern auf der Flucht und in den Kriegsjahren erleben mußten. Äußerlich haben sich beide sicher gut aufgerappelt, aber es gibt tiefe Wunden die bleiben, körperlich, seelisch und in diesem nichtgreifbaren Raum zudem öfter jemand aus den Folgegenerationen Zugang findet. „Uns beiden stand eine leichte Ehrfurcht darüber ins Gesicht geschrieben, dass manchmal unvollendete Geschichten viel, viel später von anderen Menschen zumindest zum Teil abgeschlossen werden…“ Am Ende gibt es außer den Quellenangaben noch einen kleinen Anhang zu Texten und Büchern die Miranda Richmond Mouillot beeinflußt haben, fand ich sehr interessant. Und „Die Glut“ werd ich jetzt wohl auch endlich mal lesen. Alles in allem ein sehr berührendes und spannendes Buch. Und ein richtiger Schmöker mit seinen über 300 Seiten. Ein Buch zum versinken in anderen Leben, also vorsicht, am besten keine Termine machen in diesem Zeitraum.

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  • Auf den Spuren der Großeltern

    Anna und Armand

    dubh

    10. April 2016 um 22:04

    Die US-amerikanische Autorin Miranda Richmond Mouillot auf den Spuren ihrer Großeltern.Anna und Armand überleben die Gräuel der Shoa und kaufen sich einige Zeit später ein Haus in Südfrankreich. Gerade einmal fünf Jahren später nimmt Anna die Kinder und ihre Schreibmaschine - und geht. Das einstige Paar wird fünfzig Jahre lang kein Wort miteinander wechseln...Miranda Richmond Mouillot kennt diese Situation um ihre Großeltern nicht anders. Als Jugendliche kommt sie von North Carolina auf ein französisches Internat. Ihr Großvater, der am Genfer See lebt, ist sehr verschlossen, was die Vergangenheit mit Mirandas Großmutter angeht. Aber auch ihre Oma schweigt freundlich, aber beharrlich, wenn die Rede auf ihren ehemaligen Ehemann kommt.Doch Miranda versucht die wenigen Fetzen, die sie über diesen schwarzen Fleck in der Vergangenheit ihrer Familie, weiß, zusammenzusetzen. Als die Großmutter das alte Steinhaus in Frankreich verkaufen möchte, der Großvater sich jedoch beharrlich weigert, fährt Miranda erneut nach Frankreich. Dort verliebt sie sich nicht nur in das alte Gemäuer und die Sehnsucht, das Geheimnis ihrer Großeltern endlich zu lüften, wird immer wichtiger.Die Lebensgeschichte dieser beiden sehr willensstarken Personen hat mich stark fasziniert, aber ehrlicherweise liegt der Fokus dieses Buches eher auf der Ich-Erzählerin, sprich der Autorin selbst. Es geht um ihren Blickwinkel, um ihre Nachforschungen und ihre Entwicklung während ihrer Suche nach der Wahrheit. Um dies nachvollziehen zu können, findet sich im Buch ein Karte mit den Eckdaten von Anna und Armand, so dass ich das Gefühl hatte, das Zusammenfügen der Puzzleteile noch besser nachvollziehen zu können.Das die Geschehnisse nicht direkt, sondern nach und nach über die Perspektive der Autorin einfließen, macht sie nicht weniger bewegend. Nachdem Anna und Armand all die Schrecken überlebt haben, müssen sie feststellen, dass ihre Erlebnisse sie auf immer verändert haben. Doch wie prägen sie auch Mirandas Leben?Dieses Buch ist kein Roman, sondern die Geschichte einer Frau, die auf der Suche nach ihren Großeltern und deren Erlebnissen in den 40er Jahren - aber auch eine Suche nach den eigenen Wurzeln. Sicherlich ist ein wichtiger Faktor die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und des Holocaustes, aber im Mittelpunkt stehen die persönlichen Entwicklungen und das Zwischenmenschliche - auch der folgenden Generationen. Für mich ein sehr berührendes, persönliches und streckenweise erschütterndes Buch, das mich von Anfang bis Ende gepackt hat. Es trägt in meinen Augen seinen Teil zur Aufarbeitung bei und widersetzt sich zurecht einer möglichen Schlussstrich-Mentalität.Fazit: Eine absolute Leseempfehlung!

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  • Gegen das Vergessen

    Anna und Armand

    buecherwurm1310

    10. April 2016 um 11:11

    Miranda Richmond Mouillot ist ein Kind und kennt es nicht anders. Ihre Großeltern haben sich getrennt und nie mehr miteinander gesprochen. Aber da muss doch einmal eine Beziehung gewesen sein. Als Jugendliche beginnt sie zu hinterfragen. Sie ist zu Besuch bei ihrem Großvater Armand in Genf. Er ist ein schwieriger Mensch. Doch dass er auf ihre Fragen zu der Beziehung ihrer Großeltern nur mit wütendem Verweigern von Antworten reagiert, ist Miranda unverständlich. Sie wendet sich auch an ihre Großmutter Anna, die eine starke und offene Frau ist und zu der sie eine enge Bindung hat. Aber auch ihre Großmutter verweigert freundlich, aber beharrlich Antworten auf Mirandas Fragen. Da gibt es ein altes, ziemlich verfallenes Häuschen, welches der Großvater wenige Jahre nach dem Krieg für seine Familie kaufte. Die Großmutter möchte es verkaufen, der Großvater weigert sich hartnäckig. Miranda reist nach La Roche und gleich hat das Haus es ihr angetan. Es bringt sie dazu, sich mit der Geschichte ihrer Großeltern zu beschäftigen und dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Doch was macht man, wenn man auf dem direkten Weg nicht weiterkommt? Penetrantes Nachbohren würde unweigerlich Barrikaden aufbauen. Also bleibt nur die Möglichkeit, anderweitig Informationen zu suchen. Miranda recherchiert über viele Jahre, um mehr über ihre Familie und letztendlich über sich selbst zu erfahren. Mehr als zehn Jahre nutzt sie alle sich bietenden Gelegenheiten, um Hinweise und Informationen zu finden. Puzzleteilchen für Puzzleteilchen trägt sie zusammen und langsam fügt sich alles zu einem Bild. Es ist eine sehr berührende Geschichte über Anna und Armand, welche die Gräuel des zweiten Weltkrieges überlebten und sich dann eine paar Jahre nach Kriegsende in La Roche niederließen. Doch fünf Jahre später hat Anna Armand verlassen und sie haben nie mehr miteinander gesprochen und auch nie über das gesprochen, was zu der Trennung führte. Es hat mich sehr bewegt, die Geschichte von Anna und Armand mitzuerleben. Nachdem sie so viel mitgemacht und den Krieg und die Lager überlebt haben, ist der Grund ihrer Trennung umso erschütternder. Wie bewegend muss das alles für Miranda gewesen sein? Es ist ihre Geschichte, die Geschichte ihrer Familie und ein Stück Zeitgeschichte, und es ist ein empfehlenswertes Buch, welches dazu beiträgt, nicht zu vergessen, was damals geschehen ist.  

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  • Spurensuche einer Kriegsenkelin

    Anna und Armand

    Devona

    02. April 2016 um 16:12

    Eine Geschichte, die das Leben schrieb – festgehalten von der Enkelin der Protagonisten. Miranda Richmond Mouillot präsentiert mit “Anna und Armand” das Ergebnis ihrer langjährigen Spurensuche nach der Beziehung ihrer Großeltern, was für sie persönlich auch ein stückweit die Suche nach der eigenen Identität war. Zitat: “Mit Anna und Armand stelle ich mich einem Schatten, der jede Familie heimsucht: der Vergangenheit, die zugleich grell präsent und zum  Verrücktwerden vage ist. Ursprünglich wollte ich das Buch sogar “Reisende Schatten” nennen, nach einer Zeile in “Erinnerung”, in der Vladimir Nabokov den Akt der Vergangenheitsrekonstruktion mit dem Betrachten von Schatten an einer Wand vergleicht. Schatten zu betrachten ist eine einsame und subjektive Beschäftigung und meine Beobachtungen der Schatten meiner Großeltern waren zwangsläufig von meinem eigenen Wesen und meiner eigenen Erfahrung gefärbt, so dass sie natürlich keine exakten Übertragungen der Menschen sein können, die sie warfen.” Miranda stellt erst mit ungefähr 10 Jahren eine gedankliche Verbindung zwischen ihren Großeltern her, die sie bis dahin nie zusammen erlebt hat, die jüdische Großmutter Anna lebt im heimischen Amerika, der vormals jüdische und nunmehr atheistische Großvater Armand im europäischen Genf. Zwei Einzelpersonen, die seit 50 Jahren nicht miteinander gesprochen habe, Oma und Opa, die aber doch irgendwann einmal “zusammen” gewesen sein müssen. Wie explosiv dieses Thema ist, merkt Miranda, als sie mit 14 Jahren das erste Mal allein ihren Großvater besucht: die aus kindlicher Sicht harmlosen Fragen nach der großelterlichen Beziehung enden in für sie unverständlichen, wütenden Gefühlsausbrüchen des ohnehin nicht einfachen Charakters Armand oder Antworten werden komplett verweigert, das Mädchen abgebügelt. Mit der völlig anders gearteten, weltoffenen, positiv denkenden und von ihr stets als Inbegriff der “starken Frau” wahrgenommenen Oma ergeht es ihr nicht besser, obwohl sie zu dieser eine sehr enge und liebevolle Bindung pflegt. Oma ist weniger heftig im Verweigern von Antworten, aber ebenso hartnäckig. Und Miranda ist zunächst unsicher, ob und wie sie Fragen stellen darf, soll, kann…wie quetscht man seine Großeltern aus, tritt man da Lawinen los, hat man das Recht zu diesen Fragen? Miranda lernt ihren Großvater in einem Internatsjahr in Genf, welches ihre Mutter ihr ermöglicht, besser kennen, sie verbringt die Wochenenden bei ihm, sie kommen sich näher. Und als Opa ihr im kleinen Dörfchen La Roche ein altes, verfallenes Häuschen zeigt, welches ihm gehört und welches nach dem Krieg gekauft wurde, ist es um das Mädchen geschehen: sie verliebt sich in das alte Gemäuer, vermutet hier ihre Wurzeln und ist nun fest entschlossen, das Geheimnis ihrer Großeltern zu ergründen. Der Leser begleitet Miranda nun bei einer mehr als zehnjährigen akribischen Recherche zur Vergangenheit ihrer Großeltern, sie nutzt Studienprojekte dafür, Zeit im Haus in La Roche zu verbringen und vor Ort in Archiven nach Spuren zu suchen, sie erstellt eine Art “Zeitstrahl” (im Buch als Grafik enthalten), wann, wo und wie sich die Wege ihrer Großeltern kreuzten. Ihre “Fragetaktiken” werden verfeinert, Sie fragt nunmehr nicht DIREKT nach der Beziehung ihrer Großeltern, sondern nach Lebensumständen in der  Kriegs- und Vorkriegszeit, nach Erlebnissen, Veränderungen, Freunden. Sie stellt fest, dass in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter aus dieser Zeit Armand nicht einmal erwähnt wird, obwohl sich beide nachweislich schon kannten. Er scheint nicht wichtig für Anna und doch gab es da 1944 eine Eheschließung. Ich war beeindruckt von der Hartnäckigkeit der jungen Frau, die in so jugendlichem Alter so vehement an diesem wichtigen Thema gearbeitet hat und allen Widrigkeiten zum Trotz -Visa, Einreisegenehmigung, Aufenthaltserlaubnis für jeweils nur 1 Jahr, Bürokratie etc.- immer wieder nach La Roche zurückkehrt und schlussendlich bei der Suche der Vergangenheit ihre Zukunft findet. Und obwohl Anna im Laufe der Zeit gesprächiger wird und Miranda viel Licht ins Dunkel der großelterlichen Beziehung bringt, lernt sie auch zu verstehen, dass nicht wirklich ALLES, was eine Beziehung zwischen zwei Menschen in einer unfassbaren Kriegszeit ausmacht, von folgenden Generationen verstanden werden kann oder muss. Der Krieg weht Menschen zueinander, die sich ohne ihn vielleicht nie in eine gemeinsame Beziehung gestürzt hätten. Zitat: “Und nach all der Suche , all den Fakten und all den Zweifeln kam ich nach Hause nach La Roche und begriff, dass es eigentlich so einfach war: Armand und Anna verliebten sich, kauften ein Haus und sprachen nie wieder miteinander. Der Sinn eines Märchens liegt nie in den Einzelheiten. Der Sinn ist, dass es leicht einzuprägen, zu merken, zu erzählen ist. Wir werden weitererzählen, bis die Mauern einstürzen und dann werden wir wieder aufbauen und neu beginnen.” Fazit: ein anrührendes und nachdenklich stimmendes Zeugnis über die Suche nach den familiären Wurzeln im Zweiten Weltkrieg von einer beeindruckenden, jungen Autorin. Empfehlenswert für Alle, die sich für Familiengeschichte mit realem, zeitgeschichtlichem Hintergrund interessieren oder die, die sich als Kriegsenkel in einer ähnlichen Situation befinden. Das Buch enthält sehr viele Fotos aus dem Familienarchiv der Autorin und bringt so die Personen noch einmal ein Stück näher zum Leser. www.buchimpressionen.de

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  • Auf den Spuren der eigenen Wurzeln...

    Anna und Armand

    nicigirl85

    01. April 2016 um 15:32

    Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil es auf einer wahren Begebenheit beruht und mich Familiengeschichten, die mit der Zeit des 2. Weltkrieges zu tun haben, einfach faszinieren. Unvoreingenommen begann ich mit der Lektüre.Im Buch geht es vorrangig um die Autorin dieses Romans, die sich auf Spurensuche begibt. Sie möchte herausfinden wie umfassend die Liebe ihrer Großeltern wirklich war und warum diese dann trotzdem zerbrach. Wird sie das Geheimnis lüften können? Und was nimmt sie selbst von der Reise für sich mit?Gelungen finde ich, dass dem Buch eine Karte vorangestellt ist, sowie eine Zeittafel wo sich Anna und Armand aufhielten und an welchen Orten sie aufeinander trafen.Die Autorin schildert ihre Recherche aus der Ich- Perspektive, was ich als gelungen empfinde, denn sie war bei zahlreichen Begebenheiten ja gar nicht dabei, sondern kennt diese ausschließlich von Erzählungen. Dadurch wirkt das Geschriebene authentischer. Die Handlung gleicht einer Schnitzeljagd, die sich nach und nach zusammensetzt, so dass man als Leser sich gut in die Gedanken- und Gefühlswelt von Frau Mouillot hineinversetzen kann.Der Roman ist ein Auf und Ab der Gefühle, denn die Gründe, warum sich das Liebespaar von einst auseinander lebte, sind so realistisch dargestellt, dass sie einem beim Lesen sehr nahe gehen.Gut gefallen hat mir zudem, dass immer mal wieder Familienbilder eingestreut sind, was die Vorstellungskraft zusätzlich anregt.Fazit: Eine wahre Geschichte, die unter die Haut geht. Wer Familiengeschichten mag, der wird hier Gefallen dran finden. Kurzweilige Unterhaltung, die mich nicht mehr los gelassen hat. Lesenswert!

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