Miranda Richmond Mouillot Anna und Armand

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Inhaltsangabe zu „Anna und Armand“ von Miranda Richmond Mouillot

Liebe, Krieg und die Geschichte meiner Großeltern
Anna und Armand haben den Zweiten Weltkrieg überlebt und ziehen gemeinsam nach Südfrankreich — doch fünf Jahre später packt Anna ihre Sachen und verlässt Armand. Nie wieder sprechen sie miteinander, nie offenbaren sie jemandem, was sie so unwiederbringlich entzweit hat.
Miranda Richmond Mouillot macht sich auf die Suche nach den Wurzeln des unerbittlichen Schweigens zwischen ihren Großeltern — und lernt, wie man nicht nur überlebt, sondern das Leben in all seiner Schönheit umarmt.
Anna Thalbach liest zart und souverän zugleich.

So heftig, bewegend und regelrecht erdrückend, dass ich zwischendurch immer mal pausieren musste.

— hasirasi2

Diese Recherche nach der Liebe ihrer Großeltern, die Miranda auf ihrem eigenen Entwicklungsweg begleitet, begeistert mich!!!

— Lesestunde_mit_Marie

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    Anna und Armand

    Lesestunde_mit_Marie

    19. October 2016 um 11:47

    Mit ihrem Debütroman ist der amerikanisch stämmigen Autorin Miranda Richmond Mouillot meines Erachtens ein Geniestreich gelungen! Denn sie schafft es, drei Biographien miteinander zu verknüpfen. Mich persönlich faszinieren Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen immer besonders. Allerdings habe ich noch nie eine Geschichte oder Biographie gelesen, die in dieser Form geschrieben wurde. Wollte Miranda Richmond Mouillot ursprünglich nur der verlorengegangenen Liebe ihrer Großeltern Anna und Armand nachspüren und diese zu Papier bringen, erzählt sie uns letztendlich auch ihre eigene Lebensgeschichte, indem sie auf sehr spannende Weise von ihren Recherchen nach den Lebenswegen der beiden Großeltern, die größtenteils getrennt verliefen, berichtet.Anna und Armand, die sich in den 1930er Jahren in Frankreich begegnen, sind beide Juden, genau wie ihre Enkelin Miranda. Anna emigrierte allerdings einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg mit ihren beiden Kindern nach Amerika, wo auch Miranda als ihre Enkeltochter aufwächst. Armand hingegen bleibt in Europa. Da es aus Sicht der kleinen Miranda keinerlei Kontakte und offensichtliche Berührungspunkte zwischen den beiden Großeltern gibt, ist sie sehr erstaunt, als sie zu begreifen beginnt, dass die beiden einmal verheiratet waren. Sie ist dermaßen fasziniert von dieser Erkenntnis, dass zwei so verschiedene Menschen einmal ein Liebespaar gewesen sein könnten und gleichzeitig davon überzeugt, dass es einmal eine sehr tiefe Liebe zwischen Ihnen gegeben haben muss. Und dieser spürt sie von da an immer wieder und immer intensiver nach, bis sie quasi ihr ganzes Leben diesen Recherchen widmet. Die Sprecherin Anna Thalbach ist ein echter Profi und gibt jedem Charakter seine eigene Note. Vor allem Anna, die bis zu ihrem Lebensende ihren starken Akzent mit dem rollenden „R“ beibehält, wirkt sehr akzentuiert, aber authentisch. Anna hat einen sehr eigensinnigen, selbstbewusst mutigen Charakter und tritt als starke, keinen Widerspruch duldende Persönlichkeit auf. Für Miranda ist sie eine sehr prägende Bezugsperson, die in ihrer eigenen Widersprüchlichkeit mit abergläubischen Gedanken und gleichzeitiger Weltoffenheit geradlinig immer sie selbst bleibt:"Als ich auf die Welt kam, knotete mir meine Großmutter ein rotes Band um das linke Handgelenk, um den bösen Blick abzuwehren. Sie wusste, was vor und was hinter mir lag, und obwohl sie fest an Glück und die Zufälle des Schicksals glaubte, wollte sie bei mir, ihrem einzigen Enkelkind, kein Risiko eingehen."Ebenso gefällt mir Anna Thalbachs Interpretation der recherchierenden und ausgleichenden Miranda, die eher sanftmütig vermittelnd ist und von ihren Großeltern auf die ihnen eigene Art ständig auf harte Geduldsproben gestellt wird.Auch Armand ist ein starker Charakter, der zunächst durch seine pedantische Art und seinen Hass gegenüber Anna, die er gegenüber Miranda nie beim richtigen Namen nennt, auffällt. Während Anna den Krieg immer als Universität ihres Lebens bezeichnet, blickt Armand eher pessimistisch zurück. Er wirkt eher verschroben, aber auch sehr belesen und tiefgründig.Bis kurz vor dem Schluss bleibt unklar, ob die Enkelin Miranda das Geheimnis um Liebe und Trennung der beiden vollständig lüften kann. Das und die Schilderungen ihrer eigenen Reise und Entwicklung geben der eigentlich eher ruhigen Story einen spannenden Touch, der mich neugierig in der Geschichte hielt. Denn mühsam erkämpft Miranda sich Puzzleteil um Puzzleteil aus der Lebensgeschichte der beiden. Hierbei erzählt die Ich-Erzählerin aber dermaßen involviert, dass ich emotional komplett eingebunden wurde. Ich musste lachen und weinen, fand mich im „alten“ Frankreich der Großeltern und im „neuen“ der Enkelin, fühlte ebenso Verzweiflung wie Hoffnung. Kurz, ich war von der Geschichte gefangen.„By the way“ erfahren wir auch interessante geschichtliche Aspekte über zwei Juden im Frankreich des zweiten Weltkrieges sowie über die dem Krieg folgenden Nürnberger Prozesse aus ganz besonderer Perspektive.Fazit:Nicht nur eine, sondern drei wahre Geschichten, die unter die Haut gehen - unvergleichlich gut im Hörbuch interpretiert. Ein absolutes Hörvergnügen mit Ruhe, Spannung und Tiefgang.

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