Mirco von Juterczenka Wir Wochenendrebellen

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Inhaltsangabe zu „Wir Wochenendrebellen“ von Mirco von Juterczenka

Wenn der Vater mit dem Sohne … Ursprünglich sollte es nur darum gehen, dem Jungen einen Lieblings-Fußballverein zu suchen. Jason, geboren 2005, ist Asperger-Autitst und seit seinem sechsten Lebensjahr mit seinem Vater Mirco unterwegs auf Groundhopping-Tour durch die Fußballstadien. Deutschlands und des benachbarten Auslands. Das Buch ist Zeugnis einer ganz besonderen Vater-Sohn-Beziehung, ein humorvolles und lehrreiches Beispiel dafür, was möglich ist, wenn man versteht, dass Lieben ein Verb ist.

Über eine wunderbare Vater-Sohn-Beziehung. Sehr berührend.

— Sikal
Sikal

Unbedingte Leseempfehlung, sehr bewegendes Buch über eine besondere Vater/Sohn-Beziehung

— Daniel_B
Daniel_B

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  • Eine besondere Beziehung entsteht

    Wir Wochenendrebellen
    Sikal

    Sikal

    Ein kleiner Junge und sein Vater beginnen vor Jahren aufgrund eines Versprechens damit, sämtliche Fußballstadien Europas zu bereisen, um die Lieblingsmannschaft des Jungen zu finden. Jason ist Asperger-Autist und hat anfangs etliche Schwierigkeiten, sich auf diese ungewöhnlichen Situationen einzulassen. Er (und die ganze Familie) leben nach einem mehr oder weniger funktionierenden Regelwerk, welches sich nur aufrechterhalten lässt weil die Eltern äußerst kreativ aus eigentlich nebensächlichen Alltagssituationen, die für Jason so wichtige strukturierten Abläufe schaffen. In dem Buch wird nicht nur die Geschichte über Stadienbesuche, Pissrinnen, Betonwände und Problemlöse-Papa erzählt, sondern vor allem – und das finde ich großartig – liest man eine empathische Darstellung der zwischenmenschlichen Vater-Sohn-Beziehung, die sich in etwas Besonderes verwandelt. Vater Mirco liebt seinen Sohn so bedingungslos, mit all seinen Ecken und Kanten, dass es sehr berührt. Man freut sich für Jason, dass er in einem dermaßen liebevollen Familienverband aufwachsen darf, in dem Autismus nicht bekämpft wird, sondern in dem man diesen annimmt und damit lernt zu leben – fernab gesellschaftlicher Konventionen und gutgemeinter Ratschläge. Der Schreibstil ist sehr humorvoll, einfühlsam und äußerst positiv. Während des ganzen Buches erfährt man immer wieder über Respekt und Wertschätzung, die der Autor nicht nur seinem Sohn, sondern auch seiner Frau und seiner kleinen Tochter entgegenbringt. Das einzige was mich wirklich oft gestört hat, waren die Passagen, in denen von „dem Sohn“ gesprochen wurde – das war mir irgendwie zu distanziert und passt auch nicht zu den anderen liebevollen Aussagen. Am Ende des Buches befindet sich noch ein mehrseitiges Glossar, in dem Begriffe der Fußballerwelt für alle Nicht-Fußballer sowie auch familieninterne Insider-Begrifflichkeiten und Jasons naturwissenschaftliche Interessensgebiete benannt werden, wie z.B. Krieg im Kopf, mit dem Jason oftmals zu kämpfen hat, Klatschpappen, Quantenmechanik oder den Schnippinator Eine wunderbare Geschichte über das Lernen und Lehren, Vertrauen und Versprechen, über Lieben und Rebellieren. „Im Grunde genommen war und ist es recht simpel: Wenn unser Sohn glücklich ist, lieben wir ihn, ist er traurig, lieben wir ihn, ist er verzweifelt, nachdenklich, überfordert, unterfordert oder abgehoben, lieben wir ihn. Lieben ist ein Verb. Verben beschreiben eine Tätigkeit. Wir tun etwas: Wir lieben ihn – immer.“

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  • Sehr bewegendes Buch!

    Wir Wochenendrebellen
    Daniel_B

    Daniel_B

    05. September 2017 um 09:05

    Bevor ich in die Details gehe - alle, die nicht Fussball-affin sind, sollten sich nicht abschrecken lassen - das Buch nimmt zwar Auswärtsfahrten als Aufhänger der ganzen Geschichte, aber das ist eigentlich nur sekundär.Die Rahmenbedingungen sind ja durch die eventuell durch den Titel/Klappentext bekannt - ein Vater erzählt von seinen Auswärtsfahrten und dem Alltag mit seinem autistischen Sohn. Klingt jetzt nur partiell spannend, ist aber ein super Buch:Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem mit soviel Liebe und Wertschätzung geschrieben wird - nicht nur über den Sohn, mit dem der Autor die Auswärtsfahrten unternimmt, sondern auch über seine Ehefrau, die den Alltag stemmen muss, die kleinere Tochter, die Freunde aus nah und fern!Einfach selber lesen - ich habe das innerhalb eines Wochenendes gelesen. Wer das Blog kennt, der kennt einige der Geschichten - das sollte aber kein Grund sein, das Buch nicht zu kaufen, denn das Buch bewegt sich noch mehr auf einer Meta-Ebene mit Hintergründen und Einordnungen, die Geschichten auf dem Blog sind ja zumeist die Reisebeschreibungen an sich. Wer das Blog nicht kennt sollte mal google anwerfen und das lesen, da findet ihr z.B. auch die im Buch erwähnten Briefe an JJ. Ach ja, und wenn ihr schon dabei seit: hört auch mal in den Podcast rein (alles aus dem Wochendrebell-Medienimperium :-)) - ich bin jedesmal fasziniert über die Gespräche zwischen Vater und Sohn, wie clever der Sohn argumentiert und wie er sich über die Zeit entwickelt, wie geschickt der Vater die Gespräche lenkt (und manchmal auch einstecken muss :)) - ganz grossartig.Nicht umsonst gab es den Grimme-online Award für die beiden. Jetzt los, kauft das Buch, lest das Blog und hört den Podcast!

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