Die Geschwister Felix (9) und Carolin (13) verbringen viel Zeit miteinander unter anderem auch mit Spielen, die nur sie verstehen. Sie verstehen sich sehr gut, es gibt natürlich auch mal Streit, aber der gehört eben dazu bei Geschwistern.
Felix fällt auf, dass Carolin neue Sachen hat, neue Ohrringe und spricht sie darauf an. Carolin erzählt ihm, dass sie diese geklaut hat und Felix ist dann auch beim nächsten Diebstahl dabei.
Sie ziehen gemeinsam los und machen was sie wollen, stehlen, was sie möchten. Der Reiz verfliegt bei Felix aber schnell, er fühlt sich nicht wohl dabei, es ist nicht richtig zu stehlen. Carolin sieht es anders, sie fühlt sich wohl und möchte dann auch noch eine Perserkatze klauen, Felix ist sich nicht sicher ob er da mitmachen soll. Wie wollen sie denn erklären, dass sie jetzt plötzlich eine Perserkatze haben?
Ich war sehr auf das Buch gespannt, ein Buch, in dem es um das Stehlen geht, die Idee fand ich gut, vorallem da es für Kinder gedacht ist.
Es war manchmal etwas holprig zu lesen, die Illustrationen sind schön, eine andere Verteilung wäre aber schöner, lieber regelmässig Illustrationen und nicht mal wenig und dann wieder mehr. Das Interesse meines Juniors wäre dann grösser gewesen wenn die Illustrationen anders verteilt gewesen wären, die Kapitellänge war sehr passend.
Das Ende war offen, es wird nicht klar deutlich, was es für Konsequenzen mit sich bringt wegen dem Stehlen, die Eltern von Felix und Carolin haben auch keine Reaktion gezeigt, das war schade.
Den Bezug zum Glauben, wie er eigentlich aus diesem Verlag bekannt ist, konnte ich nicht erkennen.
Eine tolle Idee, die man noch etwas mehr ausführen könnte.
Miriam Elze
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Miriam Elze
Das Geheimnis des weißen Perserkätzchens
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Lektura dla poczatkujacych Erste polnische Lesestücke
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„...Die Gummibärchen hatten doch niemanden gehört, nur dem Supermarkt...“
Der 9jährige Felix bewundert seine große Schwester Carolin. Carolin ist 12 Jahre alt, hat reichlich Phantasie und damit auch kreative Ideen für das Spiel mit dem Bruder. Ihre Fehler ignoriert er. Dann aber geht Carolin eigene Wege. Felix bekommt mit, dass sie stiehlt. Da entschließt er sich, seiner Schwester auch eine Kleinigkeit zu besorgen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Felix erzählt. Das sorgt für einen manchmal etwas holprigen Erzählstil, entspricht aber dem Entwicklungsstand des Jungen. Das Buch lässt sich zügig lesen. Die Geschichte ist spannend.
Das Verhalten der Kinder verselbstständigt sich schnell. Felix` anfängliche Gewissensbisse nehmen mit der Zeit ab. Trotzdem kann ich als Leser gut nachvollziehen, dass Felix mit seinem Verhalten nicht glücklich ist., denn er lässt mich an seinen Gedanken und Befürchtungen teilhaben. Um sein Tun und Handeln zu vertuschen, ist viel Kreativität nötig. Gleichzeitig sinken die schulischen Leistungen.
Obwohl das Buch in einem christlichen Verlag erschien, wird der Glauben nur an ein oder zwei Stellen marginal berührt. Auch das Verhalten der Eltern ist für mich nicht immer zu verstehen.
Im Buch gibt es anschauliche Illustrationen.
Das farbige Cover ist ein Hingucker.
Das Buch hat mir gut gefallen. Das Thema „Du sollst nicht stehlen.“ wurde angemessen auf kindgerechte Art aufgearbeitet.
Der neunjährige Felix und seine große Schwester Carolin führen ein phantasievolles Leben. Sie spielen häufig im Park auf ihrem Kletterbaum, stellen sich vor, gekochte Nudeln seien Giftlarven und Erdnüsse Kapseln mit Gegengift. Eines Tages erwischt Felix seine Schwester, wie sie vor dem Spiegel Ohrringe anprobiert. Es stellt sich heraus, dass sie die beim „Shoppen“ geklaut hat. Mit der Zeit bringt sie immer öfter Sachen mit, was Felix total cool findet. Um seiner Schwester zu gefallen klaut er ihr auch mal etwas. Er merkt, dass das ziemlichen Spaß macht. Verbotenes hat halt seinen Reiz.
Doch dann heckt Carolin einen großen Diebstahl aus und Felix soll ihr dabei helfen: In der Tierhandlung gibt es kleine Perserkätzchen – und sie möchte unbedingt so ein kleines, weißes und flauschiges Knäuel haben.
Als das Kätzchen schließlich auf abenteuerliche Weise in ihren Besitz gelangt ist merken die Beiden, dass eine Lüge eine weitere nach sich zieht. Wie erklärt man den Eltern, woher das Kätzchen plötzlich kommt? Felix fürchtet ständig, dass ihre Lügen auffliegen. Und so verfliegt die Freude an dem niedlichen Tier...
„Das Geheimnis des Perserkätzchens“ erschien 2006 erstmals im Thienemann (Gabriel) Verlag mit dem Titel „Carolin und die Sache mit den geklauten Klunkern“. Es ist für Kinder ab 9 oder 10 Jahren und wird aus Felix’ Sicht erzählt. Er hat seinen ganz eigenen, phantasievollen, kindlichen Erzählstil, der mich an „Meine Schwester Klara“ erinnerte. Zum Vorlesen sind die Sätze nicht so gut geeignet, weil die Satzstruktur dafür ungeeignet ist. Ich habe zwei Seiten versuchsweise meiner Tochter vorgelesen, aber ich verhaspelte mich ständig und war froh, das sie da auch schon das Interesse verloren hatte (sie ist allerdings erst 4...).
So kann ich nur aus Elternperspektive erzählen, wie ich das Buch empfunden habe und was mich störte:
- Als Felix und Carolin mit dem Kätzchen nach Hause kommen fragen die Eltern zwar, woher die Katze kommt, aber sie lassen sich viel zu einfach mit der Lüge abspeisen, sie sei ein Geschenk. Sie hinterfragen nicht weiter.
+ Gut gefallen hat mir, dass Felix entdeckt, dass Diebstahl und Lügen auf Dauer nicht glücklich machen.
+ Ebenfalls gut gefiel mir, dass Felix sich Gedanken darüber macht, ob das Stehlen ok ist und was Gott wohl darüber denkt.
- Schade, dass die Autorin das nicht weiter ausgebaut hat. Gerade am Ende des Buches hätte ich mir noch ein wenig mehr zum Thema gewünscht.
- Am Ende beichtet Felix seinen Eltern, aber hier lässt die Reaktion der Eltern wieder zu wünschen übrig. Eine ausführlichere Aussprache fehlt mir und auch eine konkretere Lösung.
- Ebenfalls enttäuscht hat mich die Aufteilung der Illustrationen. Diese sind zwar passend zum Inhalt und schön, aber anfangs kommen lange kein Bilder, dann ein paar in kurzen Abständen hintereinander... Besser wäre es gewesen pro Kapitel oder zumindest alle 2 Kapitel eine Illustration einzustreuen.
+ Die Kapitel haben eine schöne Länge, ca. 5 oder 6 Seiten.
Alles in allem, ein schönes Buch, das meiner Meinung nach ein wenig ausbaufähiger gewesen wäre. Mir hat „Paulina aus der Kürbisstrasse“ dagegen viel besser gefallen, deshalb vergebe ich 3,5 Sterne.
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