Miriam Gebhardt

 4 Sterne bei 86 Bewertungen
Autor*in von Die kurze Stunde der Frauen, Als die Soldaten kamen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Miriam Gebhardt ist Journalistin und Historikerin und lehrt als außerplanmäßige Professorin Geschichte an der Universität Konstanz. Sie ist häufig eingeladene Interviewpartnerin sowohl im Fernsehen als auch im Rundfunk sowie in Printmedien und überdies dem deutschen Publikum aus vielen Fernsehdokumentationen bekannt. Neben ihrer journalistischen Arbeit, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Zeit und verschiedene Frauenzeitschriften, habilitierte sie sich mit einer Arbeit über die Deutschen und ihre Kinder ("Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen. Eine Geschichte der Erziehung im 20. Jahrhundert", 2009). Miriam Gebhardt ist Autorin mehrerer Bücher, darunter "Rudolf Steiner. Ein moderner Prophet" (2011) sowie "Alice im Niemandsland. Wie die deutsche Frauenbewegung die Frauen verlor" (2012). Ihr Bestseller "Als die Soldaten kamen. Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs" (2015) wurde breit besprochen und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt von ihr erschienen: "Unsere Nachkriegseltern. Wie die Erfahrungen unserer Väter und Mütter uns bis heute prägen" (2022). Miriam Gebhardt lebt in Ebenhausen bei München.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die kurze Stunde der Frauen (ISBN: 9783451399381)

Die kurze Stunde der Frauen

 (43)
Neu erschienen am 12.05.2024 als Gebundenes Buch bei Verlag Herder.
Cover des Buches Unsere Nachkriegseltern (ISBN: 9783570555033)

Unsere Nachkriegseltern

 (3)
Erscheint am 24.09.2024 als Taschenbuch bei Pantheon.

Alle Bücher von Miriam Gebhardt

Cover des Buches Die kurze Stunde der Frauen (ISBN: 9783451399381)

Die kurze Stunde der Frauen

 (43)
Erschienen am 12.05.2024
Cover des Buches Als die Soldaten kamen (ISBN: 9783570553404)

Als die Soldaten kamen

 (17)
Erschienen am 07.03.2016
Cover des Buches Die Weiße Rose (ISBN: 9783570553695)

Die Weiße Rose

 (10)
Erschienen am 11.02.2018
Cover des Buches Alice im Niemandsland (ISBN: 9783421044112)

Alice im Niemandsland

 (5)
Erschienen am 17.09.2012
Cover des Buches Rudolf Steiner (ISBN: 9783570551806)

Rudolf Steiner

 (5)
Erschienen am 25.03.2013
Cover des Buches Unsere Nachkriegseltern (ISBN: 9783570555033)

Unsere Nachkriegseltern

 (3)
Erscheint am 24.09.2024
Cover des Buches Wir Kinder der Gewalt (ISBN: 9783421047311)

Wir Kinder der Gewalt

 (3)
Erschienen am 07.04.2019
Cover des Buches Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen (ISBN: 9783421048844)

Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen

 (0)
Erschienen am 27.12.2020

Neue Rezensionen zu Miriam Gebhardt

Cover des Buches Die kurze Stunde der Frauen (ISBN: 9783451399381)
sofies avatar

Rezension zu "Die kurze Stunde der Frauen" von Miriam Gebhardt

Interessantes und gut geschriebenes Sachbuch
sofievor 10 Tagen


Miriam Gebhardt nimmt sich in ihrem neuen Sachbuch “Die kurze Stunde der Frauen. Zwischen Aufbruch und Ernüchterung in der Nachkriegszeit” einem Thema an, um das sich viele Erzählungen ranken und das mich sehr interessiert hat. Sie betrachtet die Situation der Frauen in Deutschland unmittelbar am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit in beiden deutschen Staaten. Dabei versucht sie, mit einigen Mythen aufzuräumen und stellt an sich selbst den Anspruch, über Frauen aus Fleisch und Blut zu schreiben und kein feministisches Märchen, wie dies manchmal schon geschehen ist. 

Ich finde, diesem Anspruch wird sie durchwegs gerecht. In vielen Themen zeigt sie zum einen die Ungerechtigkeiten gegenüber den Frauen in der Nachkriegszeit (z.B. auf dem Arbeitsmarkt), gleichzeitig aber auch Frauen, die selbst eher ein konservatives Rollenmodell verfolgten (und warum). Es ist auf jeden Fall kein feministisches Märchen, definitiv aber auch nicht antifeministisch. 

Besonders gut gefiel mir, dass sie auf konkrete Lebensläufe und Aussagen sowohl von berühmten (oder zumindest solchen, die es sein sollten) als auch von alltäglichen Frauen, dann meist über Tagebücher, zurückgreift. Bei den engagierten Frauen sind mir einige Namen nun geläufiger, die leider trotz ihrer Leistungen nur wenig bekannt sind, so z.B. Elisabeth Schwarzkopf. 

Themen, die mich besonders beeindruckt haben, waren z.B. die Geschichte des Grundgesetzes und wie der Gleichheitssatz hineingelangt ist. Das liest sich teilweise spannend wie ein Krimi. Auch den Blick auf Erziehungsratgeber aus der NS-Zeit (und teilweise noch davor) und deren Langlebigkeit mit Auswirkungen bis in die Gegenwart fand ich sehr spannend. Insgesamt gefiel mir auch der Fokus darauf, wie sich hierzulande aus der deutschen Geschichte eine spezifische Sicht auf Weiblichkeit und besonders Mütterlichkeit entwickelt hat, die uns wiederum bis heute beeinflusst. 

Ich kann “Die kurze Stunde der Frauen” damit auf jeden Fall jedem (und jeder!) empfehlen, die sich für die Nachkriegszeit interessiert. Das Buch ist auch sehr gut lesbar.  


Cover des Buches Die kurze Stunde der Frauen (ISBN: 9783451399381)
Kwinsus avatar

Rezension zu "Die kurze Stunde der Frauen" von Miriam Gebhardt

Beeindruckendes Portrait über die Rolle der Frauen in der Nachkriegszeit
Kwinsuvor 14 Tagen

Auf beeindruckende Weise arbeitet die Historikerin und Journalistin Miriam Gebhardt in "Die kurze Stunde der Frauen - Zwischen Aufbruch und Ernüchterung in der Nachkriegszeit" die Geschichte der deutschen Frauen in eben jener Zeit auf. Sie kommt dabei nicht umhin, einige Mythen zu widerlegen. Etwa jene, dass Frauen im Nationalsozialismus bloß Opfer waren und vom System der Massenvernichtung nichts wussten. Oder dass die "Trümmerfrauen" das Land aus Eigeninitiative wieder aufbauten. Gekonnt zeigt sie auch die Vorgeschichte zu den jeweiligen Entwicklungen auf und macht somit deutlich, dass es nicht plötzlich zu gesellschaftlichen Veränderungen kam, sondern diese sich teilweise über Jahrzehnte ausbildeten.

Sie verwendet dabei verschiedene Arten von Quellen, beispielsweise Tagebücher, Briefe oder Wanderbücher. Durch diese eindringlichen Zeitzeuginnenberichte unterlegt sie ihre Thesen stichhaltig, ohne zu verallgemeinern und an Quellenkritik zu sparen. Außerdem werden die Erläuterungen durch diese persönlichen Eindrücke lebendiger, verständlicher und kurzweiliger.

Besonders ist auch, dass die Autorin ein Augenmerk auf die Unterschiede zwischen den Entwicklungen in der BRD und der SBZ bzw. DDR legt. Sie veranschaulicht, dass die Rolle der Frau in der DDR nicht etwa gleichberechtigt war, wie oftmals angenommen wird, sondern sie zusätzlich zur Notwendigkeit Arbeiten zu gehen, noch die Doppelbelastung der Care Arbeit übernehmen musste. Auch das konservative Bild des zwanghaft wieder etablierten bürgerlichen Familienbilds in der BRD, welches Alleinerziehende, Vergewaltigte und Alleinstehende mannigfach diskriminierte, weiß zu schockieren. Gebhardt erläutert verständlich, wie es dazu kommen konnte, dass Frauen im Westen weniger Lohn für ihre Arbeit bekamen und es oft für Frauen wenig attraktiv war, sich in der Politik zu engagieren. Traurig ist die Erkenntnis, dass sich viele Frauen mit ihrer zugewiesenen Rolle abgefunden und diese hingenommen haben, obwohl die Entwicklung vor dem Nationalsozialismus bereits eine andere war.

Mein Fazit: Miriam Gebhards Sachbuch macht verständlich, weshalb Frauen in Deutschland bis heute noch keine volle Gleichberechtigung erfahren. Es widerlegt einige Mythen über die Geschichte der Frauen in der deutschen Nachkriegszeit und zeigt die unterschiedlichen Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland auf. Und es bestätigt für mich persönlich, dass der einzige Weg aus der patriarchalen Unterdrückung nur der Zusammenhalt sein kann.

Cover des Buches Die kurze Stunde der Frauen (ISBN: 9783451399381)
H

Rezension zu "Die kurze Stunde der Frauen" von Miriam Gebhardt

272 Seiten ohne viel Inhalt
huluhuluvor 21 Tagen

Miriam Gebhardt möchte ihren Lesern mit ihrem Buch einen Einblick auf die Gesellschaft der Nachkriegszeit geben. Sie geht hier vor allem auf die Frau ein. Sie schreibt über die Veränderungen, die sie in der Zeit durchmachen müssen, und wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Der Gedanke des Buchs ist sehr gut, jedoch wurde dieser nicht wirklich umgesetzt. Die Autorin verallgemeinert das Denken und Handeln der Frauen anhand von Tagebucheinträgen oder Briefen einzelner Frauen. Außerdem springt sie von einem Punkt zum anderen und dreht sich doch wieder im Kreis.

Mich hat das Buch sehr interessiert, jedoch wurde ich beim Lesen sehr schnell enttäuscht. Leider verspricht der Klappentext mehr, als das Buch dann wirklich hält.

Mir kam es beim Lesen so vor, als hätte sich die Autorin bei den ersten 100 Seiten Mühe gegeben, was danach jedoch drastisch abnimmt.

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