Miriam Lancewood

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Rezension zu "In der Wildnis bin ich frei" von Miriam Lancewood

Die Natur intensiv erleben
Jana_Zimmermannvor einem Monat

Also zunächst muss ich den Hut ziehen vor so viel Mut und Ehrgeiz. Denn sind wir mal ehrlich: Für mich wäre ein Leben in der Wildnis nichts. Na klar schätze ich die Natur und ich wandle auch gern durch sie hindurch und genieße die Zeit, die in diesem Moment kurz stehen zu bleiben scheint, aber ich möchte dennoch nicht den Luxus einer warmen Dusche, eines Daches über dem Kopf und den Schutz eines Hauses vermissen. Und ich muss nicht hungrig in Bett gehen. Die Autorin Miriam Lancewood beschreibt in ihrem Buch „In der Wildnis bin ich frei“ von ihren Abenteuern, Erlebnissen und auch Erleuchtungen, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Peter beim Leben unter freiem Himmel erlebt, nicht zu wissen, was einen am nächsten Tag oder gar in der Nacht erwarten wird. Die Erzählungen waren packend, auch als Leser kann man die Eindrücke spüren, und der Leser wird hier und da einige Dinge, die er als selbstverständlich erachtet, mit anderen Augen sehen.

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Rezension zu "In der Wildnis bin ich frei" von Miriam Lancewood

Zelt, Natur, wenig Nahrungsmittel, Jagd mit Pfeil und Bogen. Auf den Spuren der Urahnen
Buecherspiegelvor 2 Monaten

Mit Sack und Pack einfach drauflos, alles verkaufen, was ich hab und dann geht es los. Wer hat noch nicht davon geträumt in ferne Länder zu reisen, neues zu erleben, vor allem sich selbst besser kennenzulernen. Miriam Lancewood hat genau das getan, wovon viele Menschen reden aber doch zurückschrecken. In ihrem Buch „In der Wildnis bin ich frei“ berichtet sie von ihren Reisen mit ihrem Freund Peter, später Ehemann, über mehrere Jahre, die sie in Neuseeland verbracht hat. Außerhalb der Moderne, oftmals nur mit ihrem Zelt unterwegs. Manchmal haben sie aber auch ihr Leben in Hütten von Freunden und Bekannten verbracht, immer weit weg von der sogenannten Zivilisation. Ein extremes Beispiel, wie man allem entsagen kann, was das „normale“ Leben bietet und nachdem wir eigentlich streben und gieren. Und dabei kann man so richtig eintauchen in diese Geschichten. Gespickt mit wenigen Bildern ihres Lebens, gibt es vielleicht Anreize für Wenige, es ihnen nachzutun; für wenige Wochen oder auch länger.
Geboren und aufgewachsen in den Niederlanden hat sie während eines Aufenthaltes in Indien ihren Freund kennengelernt, der dreißig Jahre älter als sie ist, der ihr alles über die Pflanzenwelt, Wetterlagen und das Reisen mit wenig Gepäck beibringt. Es scheint ein ewiges Abenteuer, ihr Leben. Dabei hatten sie in der ersten Zeit in Neuseeland Haus, Arbeit, soziale Kontakte, das Übliche eben. Ihre langen Reisen durch Asien hatten ihnen aber schon schnell gezeigt, dass für sie das Leben noch einiges mehr zu bieten hat. Vor allem die Autorin wollte genau wissen, wie es ist, dem Wetter, den Begebenheiten in der Wildnis ausgesetzt zu sein, mit dem zu leben, was der Boden hergibt. Allerdings haben sie sich nicht völlig davon abhängig gemacht, bei all ihren Auszeiten haben sie Lebensmittel deponiert, es war ihnen klar, nur mit der Jagd oder der Ernte des von ihnen bei einigen Stationen in ihrer Reisen angebauten Gemüses können sie nicht überleben.
Ausgerechnet die Vegetarierin Lancewood versucht zunächst mit Pfeil und Bogen genug Fleisch zu jagen, damit sie für ihre Kräfte zehrenden Fußmärsche genug Energie bekommen. Erst später probiert sie sich dann doch an einem Jagdgewehr, denn auch wenn sie dem Leben ihrer Ahnen so nahe wie möglich kommen will, mit Pfeil und Bogen klappt es dann doch nicht so. Wie sie sich aber diesem Thema nähert, ihre ersten Opfer beweint, um dann umso mehr Unverständnis für Jäger aufbringt, denen es ausschließlich um die Jagd, nicht um das Fleisch geht, das ist bemerkenswert. Kälte, Regen, Schnee, Gewitter, all diese ungemütlichen Wetterlagen auszuhalten, ohne das irgendwo eine heiße Dusche und ein warmes Bett wartet, es ist schon erstaunlich.
Zunächst beschreibt Lancewood wie sie und Peter die vier Jahreszeiten in der Wildnis erleben. Immer unterbrochen von kurzen Reisen in die nächstgelegene Stadt, um neue Vorräte zu besorgen und jede Jahreszeit an anderen Orten zu verbringen. In dieser Zeit lernen sie auch Menschen kennen, die ihnen von weiteren schönen Orten erzählen und ihnen ihre Hütten zum Übernachten anbieten. Was sie in den folgenden Jahren immer wieder machen. So lernen sie Neuseeland aus ganz anderen Perspektiven kennen. Sie leben vom Ersparten, manchmal reist die Autorin in einen Ort und trägt ihre selbst verfassten Lieder vor. So kommen sie zu Geld, um sich die nächsten Lebensmittel, die meist sehr karg und einseitig erscheinen, zu besorgen.
Die meisten Kräfte hatte aber sicherlich die für mehrere Jahre angelegte dreitausend Kilometer lange Wanderung auf dem Te Araroa Trail gekostet. Oft andere Wege suchend als die vorgegebenen, so gut wie nie in den angegebenen Hütten oder Campingplätzen schlafend sondern im eigenen Zelt, die Autorin will es immer wieder wissen, sich den Naturgewalten hingeben und so mehr zu sich finden und zu ihrer wahren Natur. Zugegeben, für mich ist es nichts. Das ihnen nicht sehr viel passiert ist, sie mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit die doch schwierigen Wege gemeistert haben, es grenzt an ein Wunder.
Viele ihrer Absätze beginnen mit „Eines Tages … Eines Abends … Eines Nachmittags“ an. Unglaublich viele Abenteuer bestehen sie und Peter. Jeden Tag auf der Suche nach trockenem Holz, damit sie sich Tee kochen, Brot backen, eine warme Mahlzeit zubereiten können. Egal ob Winter, es wie aus Eimern regnet, sie durch Unwetter von jeglicher Stadt oder Einkaufsmöglichkeit abgeschnitten sind. Natürlich ist es spannend ihre Geschichte zu lesen, über ihr Leben, das so anders ist als alles andere, was ich bisher kannte. Aber auch dieses ist nicht möglich ohne die „normale“ Welt. Bereits in unseren Breitengraden ist es nicht einfach, nur im Wald zu überleben; wie mag es dann sein,bei einer Tour über Bergketten im Schnee mit einem Zelt als Zimmer, und das über Wochen und Monate.
Vielleicht erfahren wir mehr in einem weiteren Band, was aus ihr und Peter wurde.

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zauberblumes avatar

Rezension zu "In der Wildnis bin ich frei" von Miriam Lancewood

Eine beeindruckende Geschichte
zauberblumevor 5 Monaten

Die Autorin Mariam Lancewood schildert uns in "In der ildnis bin ich frei"  ihren abenteurlichen Auftenthalt in den Wäldern Neuseelands. Und wie kam es zu diesem Abenteuer? Miriam wuchs in Holland auf und absolvierte ihre Praxisjahr als Sportlehrerin in Afrika. Von dort aus reiste sie nach Indien. Hier lernt sie ihren neuseeländischen Ehemann Peter kennen. 2011 entschieden sich die beiden, die Hektik des Stadtlebens hier sich zu lassen und in der Wildnis Neuseelands zu leben.

Schon das Vorwort "Die Wildnis" lässt den Leser sofort in die Geschichte eintauchen. Diese hat mich von der ersten Seite gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die atemberaubende Natur Neuseelands hat auch mich sofort in ihren Bann gezogen. Da gibt es kristallklares Wasser, unbekannte Täler, üppige Wälder, reißende Flüsse und so vieles mehr. Miriam hat alles so traumhaft beschrieben, man hat das Gefühl, selbst bei diesem Abenteuer dabei zu sein. Die unterschiedlichen Jahreszeiten haben den beiden einiges abverlangt. So ein grimmiger Winter kann schon gewaltig an den Nerven zerren. Doch auch das haben sie überstanden. Ich glaube der Drang und das Gefühl der Freiheit war einfach besonders stark. Es ist schon unglaublich, mit wie wenig ein Mensch auskommen kann und das es in der Natur viel Nahrungsmittel gibt, die man verwenden kann. Miriam hat das Jagen gelernt und hat sich mit Fellen gewärmt. Die Autorin erzählt ihre Geschichte spannend und mit viel Gefühl. Man fühlt sich beim Lesen einfach wohl.

Ein faszinierndes und abenteuerliches Buch, das mich begeistert hat. Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Gerne vergebe ich für diese packende Lektüre 5 Sterne.

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