Miriam Meckel

 3,6 Sterne bei 64 Bewertungen
Autorin von Brief an mein Leben, NEXT und weiteren Büchern.
Autorenbild von Miriam Meckel (©Stefanos Notopoulos)

Lebenslauf von Miriam Meckel

Miriam Meckel wurde am 18. Juli 1967 in Hilden in der Nähe von Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur studierte sie in Münster und Taipeh Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura und promovierte 1994 in Münster zum Thema »Fernsehen ohne Grenzen«. Nach dem Studium war sie beim WDR in Köln und Düsseldorf tätig, sowie freie Mitarbeiterin für VOX. Später war sie Chefin vom Dienst und Moderatorin bei RTL und anschließend erneut als Moderatorin des Politmagazins »Westpol« beim WDR. Außerdem ist sie seit 1999 Professorin und Direktorin des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seit 2005 ist sie außerdem Professorin und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen. Neben einigen Fachpublikationen in den Bereichen Publizistik und Kommunikation, veröffentlichte sie 2010 ein Buch mit dem Titel »Brief an mein Leben - Erfahrungen mit einem Burnout« in dem sie eigene Erfahrungen darstellt. 2011 erscheint ihr aktuelles Buch »NEXT«, das sich kritisch mit dem Computer-Zeitalter und der damit einhergehenden Berechenbarkeit des Menschen auseinandersetzt. Meckel lebt und arbeitet in St. Gallen und Berlin, ihre Lebensgefährtin ist die Fernsehjournalistin Anne Will.

Alle Bücher von Miriam Meckel

Cover des Buches Brief an mein Leben (ISBN: 9783499627019)

Brief an mein Leben

 (39)
Erschienen am 02.05.2011
Cover des Buches Mein Kopf gehört mir (ISBN: 9783492238175)

Mein Kopf gehört mir

 (9)
Erschienen am 04.06.2019
Cover des Buches NEXT (ISBN: 9783498045234)

NEXT

 (10)
Erschienen am 16.09.2011
Cover des Buches Das Glück der Unerreichbarkeit (ISBN: 9783442155330)

Das Glück der Unerreichbarkeit

 (6)
Erschienen am 08.12.2008
Cover des Buches Der 2-Stunden-Chef (ISBN: 9783593509914)

Der 2-Stunden-Chef

 (1)
Erschienen am 17.04.2019
Cover des Buches Serendipity (ISBN: 9783036957876)

Serendipity

 (0)
Erschienen am 12.09.2018
Cover des Buches Wir verschwinden (ISBN: 9783036956527)

Wir verschwinden

 (0)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Das Glück der Unerreichbarkeit (ISBN: 9783785738634)

Das Glück der Unerreichbarkeit

 (0)
Erschienen am 17.03.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Miriam Meckel

Cover des Buches Der 2-Stunden-Chef (ISBN: 9783593509914)B

Rezension zu "Der 2-Stunden-Chef" von Insa Klasing

Autonomie in der Firma - wichtiges Thema, praktikable Anleitung
belanaherminevor 2 Jahren

Inhalt

Aufgrund eines Reitunfalls war Insa Klasing gezwungen, ihr Team unvorbereitet etliche Wochen ohne ihre Führung auskommen zu lassen. Da sie auch bis zu diesem Unfall ihr Team in angemessener Weise geführt hatte, ging das für die recht lange Dauer ihrer Abwesenheit überraschend gut.

Wieder zurück im Job, fand Frau Klasing ihr Team jedoch in gewandelter Form vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter agierten sehr viel selbstständiger, entschieden unabhängiger im Rahmen ihrer Kompetenzen und hatten sogar ein neues Projekt ohne ihre Leiterin auf- und erfolgreich umgesetzt. Frau Klasing konnte einfach in ihre alten Führungsmuster und -rollen zurückschlüpfen, die sie bisher gewohnt war. Zu "Hilfe" kam ihr, dass sie ihre Arme noch nicht wieder gebrauchen konnte und bei weitem noch nicht wieder so belastbar war wie vor dem Unfall. Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchten sie auch gar nicht mehr so oft und intensiv wie bisher. Aber sie brauchten sie nun in andere Weise. Sie wollten in ihrer Autonomie so unterstützt werden, dass sie zum Wohle der Firma tätig werden konnten.

So kam es, dass Frau Klasing mit 2 Stunden Chefin-Sein am Tag auskam. Und so kam es, dass sie sich Gedanken darüber machte, wie sie nun anders führte und wie sie das anderen Chefinnen und Chefs vermitteln kann.

Entstanden ist ein System aus 4 Rollen für Chefinnen und Chefs, die jeweils in 3 wesentliche Handlungsaufgaben eingeteilt sind. Im Hauptteil des Buches stellt Frau Klasing dieses System vor, erläutert die Inhalte der einzelnen Aufgaben und gibt Anleitung, wie man sie bewältigen kann. Angereichert werden die Erläuterungen durch Interviews mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen - aus großen und kleinen Unternehmen, aus der Politik, aus der Forschung.

Immer wieder gibt es Fragenkataloge, die zur Reflexion der eigenen Haltung beitragen sollen und ein Zeichen dafür liefern können, ob man selbst wirklich (schon?) zu diesem Wandel bereit ist.

Am Ende des Buches finden sich Anmerkungen zu jedem Kapitel, die auch Leseempfehlungen beinhalten, sowie ein mehrseitiges Register.

Subjektive Eindrücke

Die Idee, durch einen entsprechenden Führungsstil die Autonomie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken, ist nicht ganz neu. Es wird aber immer dringender, einen solchen Führungsstil durchzusetzen, sodass sich immer mehr Chefinnen und Chefs entschließen, so zu führen, und es immer mehr Forschungsarbeiten und Bücher zu diesem Thema gibt. Dieses Buch stellt nur ein systematisches Handlungskonzept vor, dem man folgen kann. Es gibt aber auch Hinweise, wie die eigene Haltung aussehen muss als Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Wandel des Führungsstils. Die entsprechenden Darstellungen sind aus meiner Sicht gut gelungen und hilfreich.

Das ein solches Buch auch eine Hinleitung zum Thema braucht, ist völlig klar. Und sicherlich täte es vielen Arbeitenden gut, wenn sie an ihren Arbeitsplätzen autonomer agieren könnten. Und ja, mit Sicherheit würde es vielen deutschen Unternehmen ebenso gut tun. In diesem Sinne ist die Hinführung zum Thema, die etwa ein Drittel des Buches ausmacht, sehr scharf und deutlich formuliert, was grundsätzlich ja nicht verkehrt ist, wenn man ein Anliegen unbedingt verstanden wissen möchte. Ein wenig grenzte es für meinen Geschmack aber schon an Abrechnung in der Absolutheit, in der die Aussagen getroffen wurden. Frau Klasing deutet zwar darauf hin, dass dies eine Einladung zur Diskussion sei, aber eine Diskussion findet im Rahmen des Buches nicht statt. Hier hätte ich mir eine ausgewogenere Zusammenstellung der Argumente gewünscht.

Davon unberührt bleibt das Autonomie-Prinzip ein essentielles Prinzip für die Führung. Das in diesem Buch vorgestellte Modell ist gut verständlich und bietet Anleitung, selbst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Autonomie zu gewähren.

Fazit

Mehr Autonomie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in den Firmen angesagt. Hier kann man sehen, wie man den eigenen Führungsstil entsprechend umgestalten kann (und muss!), um auch in Zukunft ein attraktives Unternehmen für Arbeitende zu sein.

Mehr Rezensionen von mir findet Ihr unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

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Cover des Buches Mein Kopf gehört mir (ISBN: 9783492059077)Archers avatar

Rezension zu "Mein Kopf gehört mir" von Miriam Meckel

Brainfuck? Brainhack!
Archervor 3 Jahren

Miriam Meckel ist Professorin für Kommunikationswissenschaften und als solche beschäftigt sie sich eben auch mit dem Gehirn und dem, was damit machbar ist.
In diesem Buch geht sie darauf ein, wie in gar nicht allzu ferner Zukunft unser Gehirn manipuliert werden kann - und wenn etwas technisch möglich ist, wird es auch getan, also kann man sich auch gleich darauf einstellen, dass es passieren wird.
Schon jetzt arbeiten Wissenschaftler und Organisationen mit Hochdruck daran, das Gehirn auf die nächste Stufe zu stellen. Wir sollen geupdatet werden, effizienter werden, schneller denken können, mehr arbeiten, weniger schlafen.
Schon jetzt gibt es Firmen, die strombasierte Geräte anbieten, mit denen man sich selbst angeblich putschen kann.

Meckel berichtet von den technischen Möglichkeiten, die schon existieren, von dem, was rein theoretisch möglich ist und in wie fern man das Gehirn überhaupt schon entschlüsselt hat. (Noch nicht sehr weit, aber das ändert nichts daran, dass daran rumgespielt wird.)
Sie hat Selbstversuche in stockdunklen, reizlosen Räumen durchgeführt und sich auch an Strom anschließen lassen.
Ihre Erkenntnisse und Schlussfolgerungen sind mehr als erschreckend - ich meine, wer möchte schon irgendwann statt Facebook Brainbook haben? Wer möchte, dass alle und jeder auf das eigene Gehirn zugreifen können?
Sollte man meinen: niemand. Aber da irrt man sich. Die Zukunft mit Brainhacking und Supercomputern steht uns bevor und es klingt eher nach Dystopie als Utopie.
Ein interessantes, nachdenklich machendes Buch, allerdings dermaßen trocken geschrieben, dass man beim Umblättern gelegentlich meinte, Staub aufwirbeln zu sehen.

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Cover des Buches Mein Kopf gehört mir (ISBN: 9783492238175)seschats avatar

Rezension zu "Mein Kopf gehört mir" von Miriam Meckel

Hat der Optimierungswahn denn kein Ende
seschatvor 3 Jahren

Die Journalistin und Professorin für Kommunikationsmanagement Miriam Meckel setzt sich schon lange mit dem Einfluss der zunehmenden Technisierung und Digitalisierung auf unser Leben auseinander. In ihrem neuesten Buch "Mein Kopf gehört mir" geht es um unser Gehirn und dessen Optimierung, auch Brainhacking genannt. Im Silicon Valley werden nahezu täglich neue Methoden und Verfahren ersonnen, um unsere Denkleistung zu steigern. Die Autorin ist deswegen extra in die USA gereist, um dort an wissenschaftlichen Experimenten, wie z. B. dem Neuro-Enhancement mittels Stromstößen bzw. Medikamenten (Ritalin, Modafinil usw.), teilzunehmen. Doch ihre persönlichen Erfahrungen waren ernüchternd. Die getesteten Hirndopingmethoden gingen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Überreizung statt mit Leistungssteigerung einher. Als Leser fragt man sich dabei nicht nur einmal, muss das denn alles sein? Wir sind doch keine Maschinen/Computer oder etwa doch? Die Crux an der ganzen Geschichte ist folgende Tatsache: Während PCs immer mehr vermenschlicht, gar emotionalisiert werden sollen, ist man dabei, das Hirn immer mehr auf Maschine, sprich auf effizientere Leistungen, zu trimmen. Und nichts anderes tun wir, indem wir uns Geräte bzw. Apps zum Selftracking zulegen und uns damit getreu dem unheilvollen Motto "Erscanne dich selbst!" (S. 105) immerfort selbst überwachen und zu höheren Leistungen treiben. Am gruseligsten empfand ich dabei den teilweise schon experimentell erprobten Versuch, Hirn und Computer durch Hirnimplantate, sog. Neuralinks, miteinander zu verschalten. Das hat mich sofort an Frankensteins Monster denken lassen. Und wo zieht man bei diesem Verfahren die Grenze zwischen Selbst- und Fremdbestimmung? Ich bin wie Meckel gespannt auf die Zukunft und hoffe auf eine harmonische Einheit zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz.


Mich hat Meckels ungemein aufschlussreiches wie offenes Sachbuch sehr nachdenklich gestimmt. Ihre scharfsinnigen Ausführungen sind Realität und gerade das macht diese teilweise so schwer verdaulich. Abermals fragt man sich doch: Quo vadis schöne neue Welt?

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Gespräche aus der Community

Fragefreitag mit Miriam Meckel 

Wie weit gehen wir für den technologischen Fortschritt? Durch Eingriffe in unser Gehirn können schon heute viele Aspekte unseres Lebens vereinfacht werden. So haben wir die Möglichkeit, effizienter zu arbeiten, kreativer zu spielen, oder sogar Krankheiten zu bekämpfen. Doch mit der Manipulation betreten wir gefährliches Terrain, das wir nicht mehr verlassen können ...

Miriam Meckel
warnt in ihrem neuen Buch "Mein Kopf gehört mir" vor den Folgen der Optimierung unseres Denkens. Wir freuen uns sehr, dass sie heute bei uns zu Gast ist und eure Fragen beantwortet.

Mehr zum Buch:
Der technologische Fortschritt hat das Gehirn ins Visier genommen. Schon jetzt ist vieles möglich: Per Denken Texte schreiben oder ein Computerspiel spielen? Kein Problem. Über ein Hirnimplantat Querschnittsgelähmten einen Teil ihres Bewegungsspielraums zurückgeben? Auch kein Problem.

Doch mit dem Fortschritt wachsen die Erwartungen an unser Gehirn: Könnte unser Denken nicht effizienter werden? Brauchen wir wirklich acht Stunden Schlaf, um dem Gehirn Erholungsphasen zu ermöglichen? Können wir unsere Stimmungen nicht durch gezielte Hirnstimulationen aufhellen?

Wir sind dabei, eine gefährliche Grenze zu überschreiten: Unser Denken wird berechenbar, wir werden optimierbar. Dürfen wir alles tun, was wir können? Miriam Meckel fordert: Wir müssen die Autonomie über unseren Kopf behalten – als Kreativraum, Privatsphäre des Denkens und Refugium des Bewusstseins.


Mehr zur Autorin:
Die Publizistin Miriam Meckel, Jahrgang 1967, ist Herausgeberin der WirtschaftsWoche und Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Als Grenzgängerin zwischen Wissenschaft und Praxis beobachtet sie seit Jahren, wie neue Technologien und das Internet unser Leben verändern. Ihre Bücher „Das Glück der Unerreichbarkeit“ und „Brief an mein Leben“ waren Bestseller im deutschsprachigen Markt.

Wir verlosen 5 Exemplare von "Mein Kopf gehört mir". Was Ihr dafür tun müsst. Stellt Miriam Meckel heute, am 06.04.2018 eine Frage.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Fragefreitag! 
65 BeiträgeVerlosung beendet
Ein LovelyBooks-Nutzer
Könnt ihr Euch mit dem menschlichen Algorhytmus identifizieren?
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Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Miriam Meckel wurde am 17. Juli 1967 in Deutschland geboren.

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