Miriam Meckel

 3.6 Sterne bei 58 Bewertungen
Autorin von Brief an mein Leben, NEXT und weiteren Büchern.
Miriam Meckel

Lebenslauf von Miriam Meckel

Miriam Meckel wurde am 18. Juli 1967 in Hilden in der Nähe von Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur studierte sie in Münster und Taipeh Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura und promovierte 1994 in Münster zum Thema »Fernsehen ohne Grenzen«. Nach dem Studium war sie beim WDR in Köln und Düsseldorf tätig, sowie freie Mitarbeiterin für VOX. Später war sie Chefin vom Dienst und Moderatorin bei RTL und anschließend erneut als Moderatorin des Politmagazins »Westpol« beim WDR. Außerdem ist sie seit 1999 Professorin und Direktorin des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seit 2005 ist sie außerdem Professorin und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen. Neben einigen Fachpublikationen in den Bereichen Publizistik und Kommunikation, veröffentlichte sie 2010 ein Buch mit dem Titel »Brief an mein Leben - Erfahrungen mit einem Burnout« in dem sie eigene Erfahrungen darstellt. 2011 erscheint ihr aktuelles Buch »NEXT«, das sich kritisch mit dem Computer-Zeitalter und der damit einhergehenden Berechenbarkeit des Menschen auseinandersetzt. Meckel lebt und arbeitet in St. Gallen und Berlin, ihre Lebensgefährtin ist die Fernsehjournalistin Anne Will.

Alle Bücher von Miriam Meckel

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Brief an mein Leben

Brief an mein Leben

 (37)
Erschienen am 02.05.2011
NEXT

NEXT

 (10)
Erschienen am 16.09.2011
Das Glück der Unerreichbarkeit

Das Glück der Unerreichbarkeit

 (6)
Erschienen am 08.12.2008
Mein Kopf gehört mir

Mein Kopf gehört mir

 (3)
Erschienen am 16.03.2018
Mein Kopf gehört mir

Mein Kopf gehört mir

 (2)
Erschienen am 04.06.2019
Serendipity

Serendipity

 (0)
Erschienen am 12.09.2018
Wir verschwinden

Wir verschwinden

 (0)
Erschienen am 01.09.2013
Das Glück der Unerreichbarkeit

Das Glück der Unerreichbarkeit

 (0)
Erschienen am 17.03.2009

Neue Rezensionen zu Miriam Meckel

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seschats avatar

Rezension zu "Mein Kopf gehört mir" von Miriam Meckel

Hat der Optimierungswahn denn kein Ende
seschatvor 2 Tagen

Die Journalistin und Professorin für Kommunikationsmanagement Miriam Meckel setzt sich schon lange mit dem Einfluss der zunehmenden Technisierung und Digitalisierung auf unser Leben auseinander. In ihrem neuesten Buch "Mein Kopf gehört mir" geht es um unser Gehirn und dessen Optimierung, auch Brainhacking genannt. Im Silicon Valley werden nahezu täglich neue Methoden und Verfahren ersonnen, um unsere Denkleistung zu steigern. Die Autorin ist deswegen extra in die USA gereist, um dort an wissenschaftlichen Experimenten, wie z. B. dem Neuro-Enhancement mittels Stromstößen bzw. Medikamenten (Ritalin, Modafinil usw.), teilzunehmen. Doch ihre persönlichen Erfahrungen waren ernüchternd. Die getesteten Hirndopingmethoden gingen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Überreizung statt mit Leistungssteigerung einher. Als Leser fragt man sich dabei nicht nur einmal, muss das denn alles sein? Wir sind doch keine Maschinen/Computer oder etwa doch? Die Crux an der ganzen Geschichte ist folgende Tatsache: Während PCs immer mehr vermenschlicht, gar emotionalisiert werden sollen, ist man dabei, das Hirn immer mehr auf Maschine, sprich auf effizientere Leistungen, zu trimmen. Und nichts anderes tun wir, indem wir uns Geräte bzw. Apps zum Selftracking zulegen und uns damit getreu dem unheilvollen Motto "Erscanne dich selbst!" (S. 105) immerfort selbst überwachen und zu höheren Leistungen treiben. Am gruseligsten empfand ich dabei den teilweise schon experimentell erprobten Versuch, Hirn und Computer durch Hirnimplantate, sog. Neuralinks, miteinander zu verschalten. Das hat mich sofort an Frankensteins Monster denken lassen. Und wo zieht man bei diesem Verfahren die Grenze zwischen Selbst- und Fremdbestimmung? Ich bin wie Meckel gespannt auf die Zukunft und hoffe auf eine harmonische Einheit zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz.


Mich hat Meckels ungemein aufschlussreiches wie offenes Sachbuch sehr nachdenklich gestimmt. Ihre scharfsinnigen Ausführungen sind Realität und gerade das macht diese teilweise so schwer verdaulich. Abermals fragt man sich doch: Quo vadis schöne neue Welt?

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lesefreude_books avatar

Rezension zu "Mein Kopf gehört mir" von Miriam Meckel

Brainhacking - besser, schneller, mehr
lesefreude_bookvor 7 Monaten

Miriam Meckel gibt in „Mein Kopf gehört mir – Eine Reise durch die schöne neue Welt des Brainhacking“ ein Plädoyer für die Menschlichkeit, für die Großartigkeit unserer Körpers, unserer Empfindungen und dem faszinierenden Zusammenspiel von Schlaf & Erholung und die damit verbunden gigantischen Leistungen unseres Gehirns. Unser Körper und unser Gehirn ist schlicht großartig.

Jedoch zerstören wir viel davon durch den eingangs erwähnten Selbstoptimierungswahn. Einer Optimierung geht immer eine Vermessung voraus. Diverse Apps, wie Fitnesstracker, Kalorienzähler oder Schlafrhythmusüberwachung zeigen uns wie gut oder schlecht wir sind. Es ist furchteinflößend zu lesen, wie das Leben auf so banale Zahlen, Daten und Fakten im Hinblick auf die Selbstoptimierung heruntergebrochen wird. Eine Angst überfällt mich. Es ist erschreckt, was in diesem Bereich bereits alles passiert und sich Menschen selbst antun ohne die Konsequenzen auch nur ansatzweise zu kennen.

Für das Buch hat sich die Autorin einigen Selbstexperimenten ausgesetzt. So ließ sie sich beispielsweise 24 Stunden in einen völligen dunklen Raum ohne äußere Reize einsperren oder versuchte mittels kleinen Elektroschocks am Kopf leistungsfähiger zu werden. Diese grundsätzlich sehr spannenden Selbstexperimente werden von Tagebucheinträgen begleitet. Diese Einträge sind jedoch etwas langwierig und fad. Zum Glück sind sie gut mit kursiver Schriftart gekennzeichnet und man kann sie rasch überblättern.

Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin nicht einfach alles schwarz redet und auch nicht alles gut heißt. Sie wirft einen kritischen Blick auf die technologischen Möglichkeit für die Verbesserung unseres Gehirns. Sie erklärt die positiven und negativen Folgen und stellt zusätzlich transparent dar, was aktuell zu wenig erforscht ist bzw. noch nicht mit Langzeitstudien belegt werden kann.

Zusätzlich zeigt Miriam Meckel die schlicht großartigen Errungenschaft von denen Menschen mit Beeinträchtigen profitieren können. So können Menschen nur durch die Kraft ihrer Gedanken und einem kleinen Stück Technik in ihrem Kopf plötzlich wieder Arme/Beine bewegen oder besser mit Parkinson leben.

Wenn wir uns durch Technologie in unserem Kopf plötzlich alle zu Hyborgs verwandeln, was macht dann den Unterschied zwischen Mensch und Maschine aus? Eine sehr, sehr spannende Frage, die die Autorin ebenfalls zu beantworten versucht. 

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ElisabethBulittas avatar

Rezension zu "Mein Kopf gehört mir" von Miriam Meckel

Sind die Gedanken wirklich frei?
ElisabethBulittavor 7 Monaten

Die deutsche Herausgeberin der WirtschaftsWoche und Professorin für Kommunikationsmanagement, Miriam Meckel, unternimmt in ihrem Buch eine Reise in die „Welt des Brainhacking“: Unser Gehirn kann und soll durch technologische Möglichkeiten optimiert werden.

In einem ersten Schritt beschreibt sie dabei in knapper Form den momentanen Stand der Hirnforschung und geht dabei auf die vielfältigen Einflüsse, die die Entwicklung unseres Gehirns beeinflussen, ein.   

Den Wunsch, die eigenen Wahrnehmungen und Fähigkeiten zu erweitern, hegt der Mensch schon immer. Auch dieses wird – für diejenigen, die es noch nicht wussten – in diesem Buch erörtert. Dazu wurden früher vor allem Drogen und Medikamente eingesetzt, mit fortschreitendem technologischem Fortschritt lotet der Mensch dabei jedoch immer mehr seine psychischen und physischen Grenzen aus, und macht auch vor Strom und Digitalisierung nicht Halt. Und: Dienten diese Experimente anfangs religiösen oder persönlichen Erfahrungen, dem Militär und der Medizin, werden sie heute zunehmend von Jedermann eingesetzt. Ein gutes Beispiel ist der weitverbreitete Einsatz von Psychopharmaka, um arbeits- und lernfähig zu sein. Ebenfalls die Möglichkeiten, unseren Schlafrhythmus zu kontrollieren und mit Hilfe von Medikamenten und Technologien zu beeinflussen, fällt in diese Kategorie – ebenfalls mit dem Ziel, die Produktivität zu steigern und konkurrenzfähig zu sein bzw. zu werden.

Ein großer Meilenstein auf dem Weg zum „Weltgeist“ und zur Arbeitssteigerung war und ist der Computer. Hat er uns und der Menschheit geholfen, das schnelle Niederschreiben und Verbreiten von Ideen zu ermöglichen, so geht man nun dazu über, diese nur noch „einsprechen“ zu müssen, und forscht schon daran, die Gedanken in den Computer „einlesen“ zu können. Und auch die Computer-„Intelligenz“ soll der menschlichen immer ähnlicher werden.

Ein Ziel wäre es, die menschlichen Gehirne miteinander zu vernetzten, sodass das man immer und jederzeit Zugriff auf das gesamte Weltwissen hat.

Was auf der einen Seite sehr verlockend klingen mag (Wer möchte nicht immer leistungsfähig sein? Wer möchte nicht über ein [fast] unendliches Wissen verfügen? Wer möchte nicht ab und zu in die Köpfe anderer hineinblicken können?), birgt viele Gefahren in sich: Wenn meine Gedanken nicht mehr privat sind, wird es großen Einfluss auf das soziale Miteinander haben, denn – und das finde ich besonders wichtig – Gedanken kann ich haben, aussprechen muss ich sie nicht. Habe ich dann auch einen Einfluss darauf, was andere über mich und andere erfahren? Wer hat dann das Copyright auf neue Ideen? Klar könnte man nun argumentieren: Ich kann ja meine Vernetzung ein- und ausknipsen. Aber – und das hat uns das Computerzeitalter gezeigt: Alles kann gehackt werden. Also wäre es auch möglich, mich in die Gedanken anderer einzuhacken. Damit wäre der letzte private Raum des Menschen ein öffentlicher.

Schließlich warnt die Autorin auch davor, dass wir auf dem Weg zu einer Zweiklassengesellschaft sind: Auf der unteren Stufe stehen dann diejenigen, die sich der Vernetzung entziehen (ob aus ethischen oder finanziellen Gründen), auf der oberen diejenigen, die mitmachen und denen dann alles offen steht.

Nicht zuletzt thematisiert sie auch, dass sich mit der Technologie auch das Bewusstsein des Menschen verändern wird, denn jeder Eingriff in das Gehirn (also den Geist) hat auch einen Einfluss auf das Bewusstsein und die Identität des Menschen, wobei dieses Zusammenhängen noch nicht ausreichend erforscht ist.

Um diesem zu begegnen, formuliert Meckel „vier elementare Menschenrechte für die Zukunft“:

1.       Das Recht auf „die Gedankenfreiheit“

2.       Das „Recht auf geistige Privatsphäre“

3.       Das Recht auf die „Integrität des eigenen Denkens“

4.       Das Recht auf die „psychologische Beständigkeit“

Abgerundet wird das Buch durch Fußnoten, die zur besseren Lesbarkeit am Ende des Buches zusammengefasst sind, und eine reichhatltige Literaturangabe, die den Eindruck einer guten Rechereche vermitteln.

Insgesamt hat mich das Buch in eine Welt geführt, die mich bis dato nur periphär berührt hat, weil ich sie eben für Zukunftsmusik gehalten habe. Durch zahlreiche Beispiele und das Darstellen des gegenwärtigen Forschungsstandes wird im Buch deutlich, was man heute schon machen kann (mehr, als einige glauben), und worauf es in Zukunft hinauslaufen soll. Manche dieser Beispiele sind faszinierend, andere eher beängstigend. In der medizinischen Forschung wäre es sicherlich sinnvoll, durch neue Technologien das Leben (wieder) lebenswerter zu machen. Aber auch hier stellt sich, genau wie in vielen Bereichen, die Frage, ob der Mensch wirklich alles machen muss, was er machen kann.  Ein Blick in die Geschichte der Menschheit zeigt, dass viele Neuerungen, die anfangs belächelt oder als utopisch abgetan wurden, sich dann doch durchgesetzt haben, und vieles, was dem „Guten“ dienen sollte, missbraucht wurde und wird.

Nicht zuletzt ist es das menschliche Gehirn, das vieles hervorgebracht hat. Wollen wir durch unsere Technikaffinität uns von der Technik beherrschen lassen? Meiner Meinung nach kein guter Schritt. Vieles in diesem Buch scheint noch „Science-Fiction“ zu sein und erinnert an Bücher wie 1984. Aber gerade die Geschichte der letzten 20, 30 Jahre zeigt, wie schnell die technologische Entwicklung voranschreitet. Ein Grund, sich mit diesem Thema und Buch zu beschäftigen.

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Gespräche aus der Community

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nico_kleins avatar

Fragefreitag mit Miriam Meckel 

Wie weit gehen wir für den technologischen Fortschritt? Durch Eingriffe in unser Gehirn können schon heute viele Aspekte unseres Lebens vereinfacht werden. So haben wir die Möglichkeit, effizienter zu arbeiten, kreativer zu spielen, oder sogar Krankheiten zu bekämpfen. Doch mit der Manipulation betreten wir gefährliches Terrain, das wir nicht mehr verlassen können ...

Miriam Meckel
warnt in ihrem neuen Buch "Mein Kopf gehört mir" vor den Folgen der Optimierung unseres Denkens. Wir freuen uns sehr, dass sie heute bei uns zu Gast ist und eure Fragen beantwortet.

Mehr zum Buch:
Der technologische Fortschritt hat das Gehirn ins Visier genommen. Schon jetzt ist vieles möglich: Per Denken Texte schreiben oder ein Computerspiel spielen? Kein Problem. Über ein Hirnimplantat Querschnittsgelähmten einen Teil ihres Bewegungsspielraums zurückgeben? Auch kein Problem.

Doch mit dem Fortschritt wachsen die Erwartungen an unser Gehirn: Könnte unser Denken nicht effizienter werden? Brauchen wir wirklich acht Stunden Schlaf, um dem Gehirn Erholungsphasen zu ermöglichen? Können wir unsere Stimmungen nicht durch gezielte Hirnstimulationen aufhellen?

Wir sind dabei, eine gefährliche Grenze zu überschreiten: Unser Denken wird berechenbar, wir werden optimierbar. Dürfen wir alles tun, was wir können? Miriam Meckel fordert: Wir müssen die Autonomie über unseren Kopf behalten – als Kreativraum, Privatsphäre des Denkens und Refugium des Bewusstseins.


Mehr zur Autorin:
Die Publizistin Miriam Meckel, Jahrgang 1967, ist Herausgeberin der WirtschaftsWoche und Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Als Grenzgängerin zwischen Wissenschaft und Praxis beobachtet sie seit Jahren, wie neue Technologien und das Internet unser Leben verändern. Ihre Bücher „Das Glück der Unerreichbarkeit“ und „Brief an mein Leben“ waren Bestseller im deutschsprachigen Markt.

Wir verlosen 5 Exemplare von "Mein Kopf gehört mir". Was Ihr dafür tun müsst. Stellt Miriam Meckel heute, am 06.04.2018 eine Frage.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Fragefreitag! 
Zur Buchverlosung
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Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Miriam Meckel wurde am 17. Juli 1967 in Deutschland geboren.

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