Miriam Meckel NEXT

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Inhaltsangabe zu „NEXT“ von Miriam Meckel

Die nächste Zeit gehört nicht den Menschen, sondern den Computern. Zwanzig Datenpunkte sind ausreichend, um einen Menschen berechnen zu können. Wo wir leben, was wir kaufen, wohin wir reisen, mit wem wir sprechen, was wir mögen, wen wir lieben – all das ist in den Computernetzwerken längst über uns gespeichert und wird so ausgewertet, dass wir vorhersagbar werden. Der Computer weiß, wie wir entscheiden werden, bevor wir das selbst wissen. Wir kaufen Bücher, die Amazon uns vorschlägt, wir hören Musik, die Apple uns empfiehlt, wir befreunden uns mit Menschen, die Facebook für passend hält. Und das ist erst der Anfang einer Zukunft, die irgendwann ohne uns auskommt. NEXT erzählt Miriam Meckel aus zwei Perspektiven. Aus der eines menschlichen Algorithmus und aus der eines letzten Menschen. Ein faszinierendes Gedankenspiel. Eine irritierende Reise in unsere digitale Zukunft. Das Buch entwirft die Utopie einer Welt, in der das menschliche Ermessen, der Zufall, die Gefühle und die Fehlertoleranz keine Rolle mehr spielen. Alles wird analysierbar. Um welchen Preis?

*** 2015 abgebrochen *** Für alle die wissenschaftliche Abhandlungen lesen wollen, geschrieben von Algorithmen ....

— NussCookie
NussCookie

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  • Rezension zu "NEXT" von Miriam Meckel

    NEXT
    Sarah_O

    Sarah_O

    05. February 2012 um 09:42

    Miriam Meckel treibt in ihrem Buch "NEXT: Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns" die Idee des ständig vernetzen, digitalisierten Menschen auf sie Spitze, indem sie eine Welt erdenkt, in welcher der Mensch seinen Körper aufgegeben hat und für immer in das "System" eingetaucht ist. Die Geschichte, wie es zu dieser Verschmelzung von Mensch und Netz kam, wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einer der ersten humanoiden Algorithmen und einer der letzten Menschen berichten von ihren Erinnerungen von den Anfängen des digitalen Zeitalters bis zum zeitlosen Zustand in der Zukunkt. "Du warst der einzige Unsicherheitsfaktor im System. Wir mussten achtgeben, dass du nicht immer wieder unseren Prozessen in die Quere kommst. Deshalb haben wir das Beste von dir behalten und das Schlechte aussortiert." (S. 15). So fasst der Algorithmus zusammen, warum die Menschheit mittlerweile nicht mehr existiert, warum sie mit der Netzwelt entgültig verschmolzen ist. Zuerst haben die Algorithmen von den Menschen gelernt, sie studiert und analysiert. Der Algorithmus berichtet fast zynisch, wie versessen die Menschen waren, das Netz mit ihren Daten zu füllen, wie sie rund um die Uhr preisgaben, was sie taten und wo sie waren, und begeistert davon waren, dass sie diese Daten vom Algorithmus analysieren und optimieren lassen konnten. Dabei merkten sie gar nicht, wie der Algorithmus ihre Daten nutzte, um sie wie Laborratten zu manipulieren, durch Empfehlungen zu beeinflussen und langsam jeden Winkel ihres Lebens zu kontrollieren. Auf die wenigen, die vor der fortschreitenden Digitalisierung warnten hörte bald niemand mehr. Doch als die Menschen mit ihrer Unvollkommenheit nicht mehr mit dem Perfektionismus der Algorithmen klar kamen, als sie bei dessen Bedienung Fehler machten, diese dann aber den Maschinen unterschoben und sogar versuchten etwas gegen die dauerhafte Speicherung und ständigen Verfügbarkeit aller Daten zu unternehmen, haben die Algorithmen die Schwachstelle im System erkannt: Den Menschen. "Es ist nicht zu Ende gerechnet, den zu verunglimpfen, dessen System das überlegene ist." (S.135) In der zweite Hälfte des Buches berichtet einer der letzten Menschen, was aus ihnen geworden ist. Auch der Schreibstil ändert sich an dieser Stelle. Während der Algorithmus mit seiner Überlegenheit und nüchternen Arroganz nicht hinterm Berg hielt, ist der Mensch nachdenklicher. Er versucht zu begreifen, was nach dem Ende der "Körperzeit" in der "Systemzeit" aus ihm geworden ist, kann es aber nicht wirklich sagen. Die Stimmung dieses Teils ist eher traurig. Der Mensch erklärt, wie es dazu kam, dass die Menschen immer abhängiger von der Netzwelt wurden und wie es dann, als man versuchte sich gegen die Rund-um-die-Uhr-Digitalisierung und das Speichern sämtlicher Daten aufzulehnen, längst zu spät war. Die Autorin schriebt hier nachdenkliche Science Fiction, die durch ständige Verweise auf unsere heutige Zeit oft eine bedrückende Stimmung bei mir hinterließ. Ich fand die Lektüre sehr interessant, denn die Autorin spielt mit dem unguten Gefühl des Lesers und der Frage wie wir in Zukunft leben wollen. Auch wenn ich niemals daran glauben würde, dass das Netz den Menschen kontrolliert, ist es spannend darüber nachzudenken, ob wir wirklich so selbstbestimmt sind, wie wir immer denken und ob nicht doch schon viel zu viel vom Netz abhängig ist. Für mich ist dies ein beeindruckendes Buch mit einer sehr durchdachten, packenden Zukunftsvision, nach der ich es nicht vermeiden konnte, beim ersten Anblick einer persönlichen Empfehlung auf einer Homepage ein mulmiges Gefühl zu haben. Klare Leseempfehlung.

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  • Frage zu "NEXT" von Miriam Meckel

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. October 2011 um 16:45

    Könnt ihr Euch mit dem menschlichen Algorhytmus identifizieren?

  • Rezension zu "NEXT" von Miriam Meckel

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    Natalie77

    Natalie77

    16. September 2011 um 19:59

    Rückentext: Netzwerk unser, das du bist das Leben Gepriesen werde dein System Deine Zeit komme Deine Berechnung geschehe Nicht mehr auf Erden, sondern im Cyberspace Unsere Tägliche Information gib uns heute und vergib uns keine Schuld Wie auch wir nichts vergessen werden Und führe uns nicht in Verwirrung Sondern erlöse uns von der Vieldeutigkeit Denn dein ist die Reichweite und die Konstanz Und die fehlerlose Herrlichkeit In Ewiger Zeit @ Echo off Inhalt: Die nächste Zeit gehört nicht den Menschen, sondern den Computern. Zwanzig Datenpunkte sind ausreichend, um einen Menschen berechnen zu können. Wo wir leben, was wir kaufen, wohin wir reisen, mit wem wir sprechen, was wir mögen, wen wir lieben – all das ist in den Computernetzwerken längst über uns gespeichert und wird so ausgewertet, dass wir vorhersagbar werden. Der Computer weiß, wie wir entscheiden werden, bevor wir das selbst wissen. Wir kaufen Bücher, die Amazon uns vorschlägt, wir hören Musik, die Apple uns empfiehlt, wir befreunden uns mit Menschen, die Facebook für passend hält. Und das ist erst der Anfang einer Zukunft, die irgendwann ohne uns auskommt. NEXT erzählt Miriam Meckel aus zwei Perspektiven. Aus der eines menschlichen Algorithmus und aus der eines letzten Menschen. Ein faszinierendes Gedankenspiel. Eine irritierende Reise in unsere digitale Zukunft. Das Buch entwirft die Utopie einer Welt, in der das menschliche Ermessen, der Zufall, die Gefühle und die Fehlertoleranz keine Rolle mehr spielen. Alles wird analysierbar. Um welchen Preis? Meine Meinung: Ich weiß nicht wirklich was ich von diesem Buch halten soll. Aber zu Anfang sei gesagt das ich mir was ganz anderes vorgestellt habe. Eher eine Geschichte, nicht so viele Fakten, Querverweise, Quellenangaben und Fremdwörter, die mir das Lesen wirklich schwer gemacht haben. Ich möchte gerne von mir behaupten dass ich ziemlich viele Fremdwörter kenne und meine Allgemeinbildung nicht die Schlechteste ist, aber hier stieß ich an meine Grenzen. Das Buch ist in zwei Teilen geschrieben. Der erste Teil ist die Erinnerung eines ersten humanoiden Algorithmus der zweite Teil die Erinnerung eines letzten Menschen. Der erste Teil war noch recht verständlich auch was die Autorin sagen wollte, Quellenlinks waren überschaubar und größtenteils wusste ich genau was sie meint. Ich kam recht gut zurecht und las den Teil der die ersten gut 150 Seiten umfasste auch recht flott durch. Selten gab es Fremdwörter oder Absätze die ich nicht verstand. Das änderte sich dann als ich den Teil las, den der einer der letzten Menschen erzählte, seine Geschichte voll mit Absätzen die vollgepackt waren mit Fremdwörtern und in sich sehr kompliziert, es zog sich wie Kaugummi und ich habe wirklich überlegt ob dieses Buch nicht eher eine Lektüre für Studierte ist als für mich Normalsterblichen. Die kämen wahrscheinlich eher damit klar. Mir war es zu viel Fachchinesisch, dabei hatte ich gerade bei dem Teil aus der Sicht des Menschen gedacht das es unterhaltsam wird. Auch hatte ich gedacht das er davon berichtet wie er als letzte Mensch ist, statt dessen merkt man das die Verwandlung zur maschine schon angefangen hat. Er hat kein Gehirn mehr sondern einen Server. Nur so als Beispiel. Mal ganz abgesehen davon das ich mir ja schon etwas anderes vorgestellt hatte, mehr Fiction und unterhaltsam nicht so trocken und untermalt mit so vielen Zitaten und Fachwissen, war es interessant weil man sich schon die Frage stellt wie weit sind wir schon, wie nah dran an der Zukunft ohne uns. Genau das will die Autorin wohl bezwecken so steht es jedenfalls im Nachwort und ich hoffe das wir nicht irgendwann zu Maschinen werden, denn mir würde so einiges fehlen, was Maschinen eben einfach nicht leisten können.

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