Miriam Pharo Jimmy der Mops (ISAR 2066)

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Inhaltsangabe zu „Jimmy der Mops (ISAR 2066)“ von Miriam Pharo

Hundertjährige mit Gesichtern so glatt wie Alabaster; Sicherheitsexperten, die sich als Blumenmädchen verkleiden; ein Musiker, der seine Seele verkauft. Das Münchner Umland ist im Jahr 2066 bunt und bizarr. Dorthin verschlägt es Luc, Ex-Spion und passionierten Koch. Sein erster Fall als "Problemlöser" bringt ihn in eine höchst explosive Lage ...

"Jimmy der Mops" bildet den Auftakt zu der neuen Krimi-Reihe "ISAR 2066". Miriam Pharo entführt den Leser erneut in eine fiktive Zukunft, doch im Gegensatz zu ihren Hanseapolis-Romanen ist nicht Hamburg Schauplatz des Geschehens, sondern Süddeutschland. Leser ihrer Bücher „Schlangenfutter“ und „Schattenspiele“ kennen die Hauptfigur bereits. Alle anderen haben jetzt die Möglichkeit, Lucs Bekanntschaft zu machen: „In Natura wirkte die perfekte Schönheit des Mannes seltsam anziehend. Louann musste immer wieder hinschauen – wie bei einem hübschen Blumenarrangement. Die braune Haut, die vollen Lippen, der geschmeidige Gang. Ein Jammer, dass er ihnen das Gefühl gab, nicht mehr wert zu sein als der Dreck unter seinen Fingernägeln – sofern er welchen gehabt hätte!“ (aus Sektion 3/Hanseapolis – Schlangenfutter, ACABUS Verlag 2010)

Spaßiges Fantasyhörbuch, aber die Krimielemente waren leider sehr fad. Insgesamt eher was für zwischendurch.

— ferkel

Jetzt auf Youtube! Das komplette 1. Kapitel von "Jimmy der Mops". Sprecher: Christian Hanreich. http://www.youtube.com/watch?v=506nU5aMGOU

— Miriam Pharo
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  • Jimmy der Mops

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    kleeblatt2012

    16. July 2013 um 18:45

    Lucio Verdict verschlägt es in Sphäre5 in die Isar Auen und kaum hat er seine Agentur als „Problemlöser“ eröffnet, wird er gleich mit einem vertrakten Fall betraut. Jimmy Marquard taucht bei ihm auf mit einem Bolzen in der Brust – und einem Zettel, auf dem die Anweisung steht, dass er bis um 4 Uhr zu Brüllen hat, ansonsten explodiert der Bolzen. Lucio fängt an zu recherchieren und merkt bald, dass in Jimmy mehr steckt, als nur der Bolzen – und das bringt ihn in höchste Gefahr. Der erste Fall für Lucio Verdict ist von Anfang an verwirrend. Dies liegt an der Erzählweise der Autorin, die einem gleich mitten in Lucios Leben führt und nur häppchenweise erzählt, wo man sich eigentlich befindet, in welcher Zeit das ganze spielt und wer Lucio überhaupt ist. Vorrangig steht der Fall, mit dem Lucio betraut ist und auch hier bekommt man nur kleine Brocken zugeworfen, die jedoch nach und nach zu einem großen Puzzle zusammengesetzt werden können. Auch wird mit „Fachbegriffen“ um sich geschmissen (Neurkommunikator, Sphäre5, GCS etc.), deren wahre Bedeutung auch erst später zum Vorschein kommt. Allerdings muss ich sagen, dass das dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Man merkt von vorneherein, dass man sich in einem Science-fiction-Roman befindet und sich einem die Gedankengänge der Autorin erst (meist gegen) Ende genauestens offenbaren. Mit Lucio Verdict hat die Autorin einen Charakter erschaffen, der zwar sympathisch rüberkommt, aber – je näher man ihn kennenlernt – sein eigenes kleines Päckchen zu tragen hat, mit dem er meiner Meinung nach zur Zeit noch nicht so klar kommt. Er versucht, ein neues Leben aufzubauen, schlittert aber gleich in eine Sache hinein, der er lieber aus dem Weg gegangen wäre. Aber zeitgleich merkt man auch, dass ihm die Ermittlungen Spaß machen und dass seine persönliche Neugier damit auch befriedigt wird. Die Autorin bevorzugt kurze, prägnante Sätze, mit Details hält sie sich nicht auf, trotzdem kann man sich sehr gut vorstellen, wie es in Sphäre5 (anscheinend gibt es mehrere Sphären und hier glaubt man kurzzeitig an die Anfänge einer Dystopie) aussieht und das Leben dort abläuft. Diese knackige Art der Autorin hat mir jedoch sehr gut gefallen. Der Fall, der zu lösen war, war gut durchdacht und ich war dann auch überrascht, als ich das Ende gelesen habe, mit dem ich nicht rechnete. Laut Homepage der Autorin soll im Vierteljahresrhythmus je ein neuer Kurzkrimi rund um Lucio Verdict erscheinen, der je 30 bis 50 Taschenbuchseiten umfassen soll. Zur Zeit sind 3 Fälle erschienen, die es auch in einem Sammelband zu kaufen gibt. Fazit: Kurz, prägnant, knackig – eine Autorin, die man sich merken sollte.

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  • Frikassee zum Frühstück

    Frikassee zum Frühstück (ISAR 2066)

    Miriam Pharo

    Liebe Lovelybooker, Lucio Verdict ermittelt wieder. In seinem 2. Fall stolpert er über eine waschechte Leiche - und das noch vor dem Frühstück! Die Geschäfte laufen schlecht. Als Jimmy der Mops ihn bittet, nach dem verschwundenen Kommunikator des Toten zu suchen, sagt Lucio zu, wenn auch mit einem unguten Gefühl. Und tatsächlich: Bei seiner Suche bekommt es der Ex-Spion nicht nur mit einer tollwütigen Oma zu tun, sondern auch mit einem herzlosen Engel und einer Rosine im Trenchcoat. Und dann ist da noch die sexy Wirtin vom Himmi Herrgott Sakra! … Episode 2 von ISAR 2066 baut auf der ersten Episode "Jimmy der Mops" auf. Um die Geschichte zu verstehen, muss man diese also gelesen haben. Der SF-Krimi hat einen Umfang von rund 62 Seiten inkl. Glossar und ist zunächst nur für den Kindle erhältlich. Dank der Gratis Apps kann er aber auf jedem PC, Mac, Smartphone, Tablet-PC oder iPhone gelesen werden.  Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und ein schönes Wochenende! LESEPROBE: „Die Menschen san schlimm.“ „Ja, des san’s.“ Die beiden alten Damen mit den identischen schwarzen Betonfrisuren machen aus ihrem Abscheu keinen Hehl. „Des geht doch ned!“ „Naa.“ Doch nicht die Leiche im Blumenkübel gibt Anlass zur Aufregung, sondern der Mann, der sich geschäftig darüber beugt und den Anwesenden seine zerknautschte Kehrseite präsentiert. „Wo kimmt’n der her?“ „Von außerhalb.“ „Mhm.“ In diesem kurzen Schnauben liegt mehr Verachtung, als es tausend Worte auszudrücken vermögen. Obwohl mir diese Reaktion übertrieben scheint, kann der senffarbene Trenchcoat, den der Fremde anhat, in der Tat nur als scheußlich bezeichnet werden. Dass er etwas über die Kompetenz seines Trägers aussagt, bezweifle ich dennoch. Der Fund der Leiche hat sich in der Biosphäre wie ein Lauffeuer verbreitet. Vorschriftsgemäß ist ein Expertenteam der Metropolizei aus München City herbeigerufen worden, bestehend aus eben jenem Menschen im schäbigen Überwurf und seinen beiden nicht weniger bemitleidenswert aussehenden Begleitern. In diesem Moment wendet sich der Fremde an die umstehenden Gaffer, zu denen auch ich gehöre. Er hat rötlich gelbes Haar und ein mittelalterliches Gesicht mit Knitterfalten. Die einzige Rosine in einem Meer aus Trauben.

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Arthanis

    Witzige Idee, aber leider viel zu kurz. Den Schluss fand ich zu abrupt und hat mich deshalb auch kalt erwischt. Ich hätte mir gerne ein bisschen mehr "epische Breite" gewünscht ;)

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  • Hörbuch "Jimmy der Mops" für nur 2 EUR!

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Miriam Pharo

    HÖRBUCHFANS AUFGEPASST! Heute und morgen kostet das Hörbuch von "Jimmy der Mops" in meinem Facebook-Fanshop nur 2,- EUR. (woanders kostet es zwischen 4,79 EUR und 9,89 EUR). Nutzt diese einmalige Chance! http://www.facebook.com/pages/Miriam-Pharo/223518067712539?sk=app_251458316228 Rezensionen zum Hörbuch "Jimmy der Mops" findet ihr hier bei Lovelybooks. http://www.lovelybooks.de/autor/Miriam-Pharo/Jimmy-der-Mops-ISAR-2066-785887234-w/ Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend! Lieben Gruß, Miriam

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Sky

    03. July 2012 um 16:16

    Der seltsame Coiffeur Im Münchner Lande im Jahre 2066 hat sich viel verändert: Leute leben in Sphären, Menschen, die sich in Illusionen flüchten und die Schönheit, wie auch der schöne Schein, stehen an oberster Stelle und älter werden ist schon lange kein Problem mehr. Die moderne Technik macht es möglich, die Digitalisierung und Virtualisierung der Welt ist perfekt. In diesem Umfeld hat Lucio Verdict ein kleines Büro und arbeitet als „Problemlöser“. Und das erste Problem kommt mit Jimmy der Mops schon hereingeschneit. Mit einem explosiven Bolzen in der Brust und einen mysteriösen Nachricht trifft er ein. Das im Jahre 2066 der bayrische Dialekt nicht ausgestorben ist, verwundert, dass ein Science Fiction Roman auf die anscheinend auch in der Zukunft noch vorzufindende Müncher Vielfältigkeit und Arroganz trifft, lässt einen noch mehr stutzen. Doch was Miriam Pharo daraus schafft, macht die kurze Geschichte zu einen „Schmankerl“ für zwischendurch. In kürzester Zeit entwickelt sie eine Zukunftsversion, die mit Kritik nicht spart. Schöner, eleganter, weiter und ja nicht mehr real. Überproportional mit Werbung überschüttet, alle Ideale über Bord geworfen und der Künstlichkeit hingegeben. So sieht es aus und die Technologie, die zur Verfügung steht, lässt einen Staunen. Als Leser hat man dabei erst das Gefühl eines leserlichen Overkills: Zu viele Informationen auf einmal. Aber diesmal liegt nicht das Problem an der Vielfalt, sondern schlicht an den Ideenreichtum, den die Autorin an den Tag legt. Mit originellen Komponenten schafft sie es den Leser staunend vor all den interessanten Technologien und Änderungen der Welt dastehen zu lassen, dass man oft weitergezerrt werden muss und man sich mehr von dieser Welt wünscht. Mehr Beschreibungen, noch mehr Details, die leider ausbleiben. So bleibt leider manchmal das Gefühl, es fehle der ein oder andere Satz zur Erläuterung des Ganzen. Doch hier liegt schier das einzige Problem. Denn nebst der vielleicht etwas zu wenig beschriebenen Technologie, die voller Innovationen steckt, werden Charaktere entwickelt, die innerhalb diesen schmalen Handlungsrahmens einem sofort an Herz wachsen. Der trockene Humor des Protagonisten Lucio, der in Ich-Perspektive seine Vorgänge schildert, hat seine ganz eigene Stimme, die einen unterhält und gerne auch ein Schmunzeln abringt. Manche Szenen sprießen vor Bizarrität, dass man fast schon laut auflachen will und darin liegt klar die Stärke im ersten Fall von Lucio Verdict. Seine ungewöhnliche Art, die kuriosen und interessanten Ideen und eine Handlung, die auch logisch abschließt. Im Zentrum des Ganzen steht schließlich ein kriminologischer Ansatz und das Problem soll gelöst werden. Die Lösung hingegen überrascht vollends und passt aber ins gesamte Konzept des Romans, so dass man am Schluss nur mit noch einer Enttäuschung zurückbleibt: Warum ist es schon vorbei? Fazit Der erste Fall für Lucio Verdict ist ein echtes „Schmankerl“ und macht Lust auf die Folgefälle. Mit dem humoristischen Esprit britischer Krimis, bayrischem Einschlag und interessanten Science Fiction Komponenten macht Miriam Pharo aus „Jimmy der Mops“ ein Unterhaltungsfeuerwerk trotz der Kürze.

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    isag

    01. May 2012 um 17:14

    Ich fand das Hörbuch für "zwischendurch mal" unterhaltsam, wenn auch teils sehr abgedreht ;) Ich hoffe mal, so extrem wird die Welt sich bis 2066 nicht verändert haben, wie's geschildert wurde. Den Schluß fand ich dann nicht ganz so toll, aber war noch ok. Ich hatte halt irgendwie eine andere Art von Auflösung erwartet, aber so war die Überraschung dann eben was größer :) Die Lesestimme fand ich ganz angenehm.

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. April 2012 um 18:54

    Gute Sache das. Inhaltlich und handwerklich!

  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    ferkel

    17. April 2012 um 15:10

    HÖRBUCH-REZENSION!!! (Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, das hier leider nicht in der Datenbank steht) In München des Jahres 2066 ist Lucio Verdict „Problemlöser“. Sein erster Fall erweist sich als trickreich. Ein kleiner dicker Mann namens Jimmy, auch „der Mops“ genannt, steht plötzlich in seinem Büro mit einem Bolzen um die Brust geschnürt und schreit ihn an. Jimmy beteuert, dass das Ding explodiert, wenn er es abnehmen will oder auch nur leise spricht. Lucio Verdict legt los - und klärt den Fall natürlich auf. Da das Hörbuch recht kurz ist, habe ich es mir in einem Zug angehört. Das geht sehr gut, da es wirklich sehr angenehm ist, dem Sprecher Christian Hanreich zu lauschen, der die richtigen Töne für die Geschichte trifft. „Jimmy der Mops“ ist der erste Teil einer SciFi-Krimireihe, die sich, was Science Fiction angeht, absolut nicht verstecken muss. Die Autorin hat eine sehr komplexe Zukunft erschaffen, in der es nicht nur fliegende Fortbewegungsmittel und eingepflanzte Kommunikationsgeräte gibt, sondern auch so abstruse Sachen wie seelenverkaufende Künstler und Tiere als Navigationsgeräte. Bei den technischen Spielereien war die Autorin sehr kreativ und hat sich viel Neues ausgedacht. Vor allem die bizarren Dinge haben mir sehr gefallen, aber zum Teil sind ihre Beschreibungen so kurz gehalten, dass sie auch gleich wieder untergehen. Die Zukunft ist nicht gerade rosig: Die Isar ist ausgetrocknet, Wasser ist knapp und die Menschen leben unter Glaskuppeln, in denen ihnen eine schöne Welt vorgegaukelt wird. Das also hinter „Jimmy der Mops“ auch Kritik steckt, gefällt mir gut. All die futuristischen Hintergründe, womit die Geschichte unterfüttert ist, finde ich sehr gelungen und atmosphärisch. Lucios Fall an sich ist jedoch nicht sonderlich spannend. Über den Detektiv erfährt der Hörer leider nicht viel. Es gibt nur Andeutungen zu seinem Privatleben - die aber neugierig auf die Fortsetzung machen. Während München 2066 detailreich ausgestaltet wird, bleibt Lucio sehr blass. Vor allem der Sinn einer komischen masochistischen Szene ist mir entgangen. „Jimmy der Mops“ hat im Sinne der Sience Ficiton sehr viel Spaß gemacht, aber die Krimielemente sind mir zu fad und insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht gefesselt.

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    sabisteb

    REZENSION ZUM HÖRBUCH, DAS SICH NICHT IMPORTIEREN LÄSST München im Jahr 2066. Die Gesellschaft spaltet sich immer mehr in alte Menschen mit Geld und junge Leute. Über Hundertjährige sind keine Seltenheit und sie sind immer noch jung, oder so jung es eben geht in diesem Alter. Lucio Verdict hat es, zusammen mit einem kleinen Kind (für das er eine Sondergenehmigung hat) nach Sphäre 5 im Umland von München verschlagen und er ist gerade dabei, sein neues Büro zu beziehen, als sein erster, explosiver Fall in der Tür steht. Jimmy Marquard, seines Zeichens Coiffeur, ist mit einem explosiven Bolzen in der Schulter aufgewacht, der explodiert, wenn er versucht ihn zu entfernen oder wenn er versucht normal zu sprechen. Alles was er sagt, muss er hinausschreien (in breitem Bayrisch). Lucios erster Fall als "Problemlöser" in den Isarauen der Spähre5 im München des Jahres 2066. Ein Sci-Fi Hörbuch, das in München spielt? Angepriesen von der Autorin selber. Ganz ehrlich, das macht mich normalerweise misstrauisch. Autoren, die hausieren gehen und ihre Werke anpreisen kenne ich zur Genüge, aber immer wieder bin ich doch neugierig und das war in diesem Fall auch gut so. Was macht ein gutes Hörspiel aus? Es ist die gelungene Kombination aus Geschichte und Sprecher. Ein Sprecher kann noch so gut sein, wenn die Geschichte schlecht ist und umgekehrt. Zu meiner Überraschung stimmte hier beides, was ich wahrlich nicht erwartet hatte, zumal ich weder von diesem Sprecher noch der Autorin jemals zuvor gehört hatte. Christian Hanreich ist mir als Hörspiel –oder Hörbuchsprecher noch nie untergekommen und ich höre viele Hörspiele. Umso überrascher war ich über diese angenehme und sehr wandlungsfähige Stimme, der man wunderbar stundenlang zuhören kann. Die Geschichte erinnert ein wenig an die Richard Diamond Hörspielreihe. Ein tougher Ermittler mit Schnodderschnauze. Ich weiß nicht, ob mich die Geschichte als Buch überzeugen würde, dafür ist sie recht einfach gestrickt, wenn auch unterhalsam. Als kurzes Hörbuch jedoch ist sie ein Volltreffer. Zwar kann man nicht sagen, dass es sich hier um eine saubere kriminalistische Ermittlung handelt, denn wie in diesem Genre üblich wird viel neue Technik erfunden, die jeden neuen Fund und auch die Ermittlungen oft wie ein Deus ex Machina wirken lassen. Das ist aber Genrespezifisch und der Geschichte nicht zum Vorwurf zu machen, zumal es immer die Hauptaufgabe einer ersten Folge ist, die Welt und ihre Bewohner einzuführen und weniger einen sauberen Fall abzuliefern. Diese neue Zukunftswelt ist innovativ, voller neuer Ideen, sehr bayrisch und doch so nahe an unseren täglichen Technologien, dass diese Weiterentwicklungen durchaus möglich erscheinen und ein wenig an Blade Runner erinnern. Auch Lucios bewegtes Privatleben wird angedeutet. Er scheint alleinerziehender Vater zu sein, woher auch immer das Kind kommt, aber das ist wohl eine andere Geschichte. Es wird auch angedeutet, dass er mal in Staatsdiensten war und auch das wird ihn wohl irgendwann einmal einholen aber auch das gehört so, denn nur Ermittler mit Vergangenheit sind spannend. Bisher würde ich sagen, hier wurde alles richtig gemacht und als Hörbuch ist diese Geschichte so unterhaltsam, dass ich sie tatsächlich an einem Stück angehört habe, was nicht jedem Hörspiel/Hörbuch gelingt. Ich war wirklich positiv überrascht.

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    World_of_tears91

    10. April 2012 um 12:08

    Lucio Verdict ist Detektiv im München des Jahres 2066. Vor gar nicht allzu langer Zeit hat er sein Detektivbüro in einem riesigen Büroklotz eröffnet und wartet jetzt auf seinen ersten Fall. Dieser steht in Form eines kleinen aber breiten Mannes mit einem Bolzen in der Brust eines Tages bei ihm vor der Tür. Jimmy, auf Grund seiner Statur liebevoll "der Mops" genannt, bittet Verdict darum, herauszufinden, wer ihm den explosiven Bolzen in die Brust geschossen hat. Der Bolzen ist nämlich alles andere als ein böser Streich, er explodiert wenn Jimmy leise redet oder versucht ihn zu entfernen. Obwohl die Bezahlung nicht so rosig ausfallen wird, reichen Verdict diese Umstände, um sich sofort hinter den Fall zu klemmen und herauszufinden, was da vor sich geht. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf allerhand verrückte Gestalten. Überhaupt ist die bayrische Metropole im Jahr 2066 alles andere als normal. Das Durchschnittsalter ist astronomisch hoch, da fühlt man sich mit 90 Jahren noch blutjung, die Umgebung wird durch virtuelle Realität verschönert und es ist nicht weiter verwunderlich, dass die Bewohner allesamt mit Kommunikationschips und anderen technischen "Erweiterungen" ausgestattet sind. Miriam Pharo hat ein abgedrehtes, futuristisches München geschaffen, welches einem während den Ermittlungen stückchenweise näher gebracht wird. Man erfährt also einiges über die Umgebung und man merkt schnell, wie viel Liebe zum Detail in dieser Geschichte steckt. Sie wirkt lebendig und wer die nötige Fantasie mitbringt, der kann sich das beim Hören alles haarklein vorstellen. Überhaupt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, da steckt Humor drin, Spannung und auch ein wenig Action und diese Mischung hat mich in einem Rutsch an meine Kopfhörer gefesselt. Zugegeben, der Umfang ist eher gering, was bei mir am Ende ein wenig den Eindruck vermittelt hat, jetzt einfach so beim Showdown verblüfft stehengelassen zu werden, andererseits ist "Jimmy der Mops" nur der erste Teil einer ganzen Reihe von Geschichten. Der Sprecher macht seine Sache wirklich gut und passt von der Stimme her auch sehr gut zu Lucio Verdict, der das Ganze ja aus der Ich-Perspektive erzählt. Was mir besonder gefallen hat, sind die verschiedenen Stimmen mit denen alle Charaktere gesprochen sind. Jimmy spricht zum Beispiel in einem herrlichen ur-bayrischen Dialekt, aber natürlich so, dass ihn auch der geneigte hochdeutsche Zuhörer versteht. Ich bin schon sehr gespannt auf die nachfolgenden Teile! Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung für dieses unterhaltsame, futuristische Hörbuch!

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    VeroNefas

    08. March 2012 um 14:59

    Inhalt: Lucio Verdict hat seinen ersten Klienten: Jimmy Marquard Und dieser hat ein recht delikates Problem. Aber Lucio wäre kein “Problemlöser” geworden, wenn er den Dinge nicht auf den Grund gehen würde. Und so beginnt er seine Ermittlungen im Fall “Jimmy der Mops”, in den Isarauen, in Spähre5, genauer gesagt in München im Jahr 2066… Kurzkritik: Luc, der Protagonist dieser Kurzgeschichte, kommt aus Hanseapolis. Wie und warum er in München gelandet ist, dass würde den beiden Roman der Autorin vorgreifen und das ist auch im Moment nicht relevant. Was zählt: Er bleibt arrogant-sympathisch, dennoch hat er ein bisschen Federn gelassen. Wer will es ihm verdenken? In jedem Fall ein sehr spannender Charakter. Nun, wie ich zu Miriam Pharo’s Schreiberei stehe, dass wisst ihr ja schon. Aber in Kürze: Ich mag es gerne. Humorvoll, prägnant, auf das wesentliche Konzentriert und trotzdem ausreichend Informationen um der Handlung gut folgen zu können. Allerdings bin ich mir fast sicher, dass es mir schwerer gefallen wäre alles zu verstehen, wenn ich nicht bereits zuvor die Hanseapolis Sektion 3 Zukunftsthriller gelesen hätte. Allein schon wegen den fehlenden Erklärungen. Fazit: Auch wenn München fast ein bisschen schlecht weg kommt, ist diese Kurzgeschichte ein sehr kurzweiliger und witziger Lesegenuss für zwischendurch, zum Beispiel um die Wartezeit zu “Präludium” zu verkürzen. Man sollte aber – im eigenen Interesse – “Schlangenfutter” und “Schattenspiele” auf jeden Fall vorher gelesen haben. “Isar 2066″ gefällt mir nicht ganz so gut wie die beiden Romane. Ich denke, ohne die Vorgeschichte hätte mir bei dieser Kurzgeschichte einiges gefehlt. Trotzdem bin gespannt wie es weiter geht.

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Lucio Verdict, Problemlöser: * Lucio Verdict hat ein kleines Büro und ist Problemlöser - und dann betritt sein erster Fall diesen Raum: Jimmy, der Mops. Der erste Auftrag - und was für einer! Jimmy kommt in das Büro samt geheimnisvoller Nachricht und explosivem Bolzen in der Brust.... * Miriam Pharo hat eine komplexe gut durchdachter Episodenkrimi auf gerade mal 33 Seiten fertiggestellt. Eine Geschichte, die logisch aufgebaut ist, und dem Leser dennoch einige "Oh`s" und "Ah`s" zu entlocken vermag. Vor allen Dingen im Bezug auf die futuristische Welt, die Miriram Pharo vor uns ausbreitet - anziehend und erschreckend zugleich. Viele Neuerungen machen das Leben einfacher, aber die Natur hat gelitten - und Wasser scheint auf dieser zukünftigen Erde ein sehr kostbares Gut zu sein. * "Sphäre5 ist wie eine Käseglocke, die von einem mächtigen Wall umschlossen wird, nur dass hier nicht Schimmelkäse und Gouda verderben, sondern Menschen." * Der Schreibstil der Autorin ist kurzweilig und gut zu lesen - wobei ich aber auch sagen muss, dass es mich persönlich gefreut hätte, wenn sie die ganzen Neuerungen und Hightechgeräte etwas detaillierter beschrieben hätte - einfach fürs Kopfkino. * Was mich beeindruckt hat war die Art wie Frau Pharo es gelungen ist die Protagonisten in so kurzer Zeit so lebendig erscheinen zu lassen. Hut ab! * Trotz einem kleinen Minuspunkt, da mir persönlich zu wenig Beschreibungen der modernen Technik enthalten sind, bekommt das Buch aufgrund der wunderbaren einfallsreichen Geschichte und deren Komplexität die volle Punktzahl!

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  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. January 2012 um 17:44

    "Schade, schon vorbei" ,dachte ich, als ich diese ungewöhnliche, im München des Jahres 2066 spielende Story gelesen hatte. Schräg, modern, humorvoll, sprachlich hervorragend. Also das ist ja wirklich mal eine richtig coole, spannende Geschichte, ein SF-Krimi vom Allerfeinsten. Kaufen, herunterladen und genießen. Ich warte auf die nächsten Teile und bin jetzt schon Fan.

  • Rezension zu "Jimmy der Mops (ISAR 2066)" von Miriam Pharo

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Steffi153

    03. January 2012 um 09:04

    Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen. Auch, dass sie in München spielt, das nicht sehr weit von mir weg ist. Ich muss zugeben, zu Anfang hatte ich etwas meine Schwierigkeiten mit den Begrifflichkeiten, weil alles doch ziemlich futuristisch ist. das hat sich aber relativ schnell gegeben und ich habe mich "eingewöhnt". Toll finde ich die vielen Details, mit denen die Welt beschrieben wird, ich konnte mich dadurch super in das Geschehen und die Umgebung hineinversetzen. Die Ideen, die verwendet wurden, fand ich sehr interessant und kreativ, vor allem das Virtual-Environment-Programm finde ich spitze, das wäre manchmal auch für das wirkliche Leben toll, ebenso wie der tierische City-Guide :) Lucio als "Problemlöser" gefällt mir ganz gut, auch wenn ich eine Weile gebraucht habe, bis ich verstanden habe, was er eigentlich vor hat. Jimmy ist mir bisher etwas unsympathisch. Das Ende war offen und bietet wirklich viel Spielraum für weiter Teile, auch das finde ich wirklich positiv und es macht Lust auf mehr. Hat mir gut gefallen.

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  • planet2share: Online-Plattform für eBooks und mehr. Der Clou: Teile des Erlöses werden gespendet!

    Jimmy der Mops (ISAR 2066)

    Miriam Pharo

    21. December 2011 um 12:05

    Hallo zusammen! Ich möchte euch auf eine neue Online-Plattform aufmerksam machen: planet2share. Dort können digitale Medien aller Art gekauft und verkauft werden - neben eBooks auch Apps, Filme, Fotos, Grafiken, Hörbücher, Magazine, Musik, Spiele, Software, Dok-Vorlagen und vieles mehr. Der Clou: Für jeden verkauften und bewerteten Artikel spendet planet2share – aus seinem Gebührenanteil – 5% des Umsatzes an Ärzte ohne Grenzen, Brot für die Welt oder den WWF. Zusätzlich kann jeder Verkäufer für jeden Artikel festlegen, ob und wie viel er von seinem eigenen Verkaufserlös spenden möchte. Ich finde das ein ziemlich cooles Konzept, das unterstützt werden sollte. https://www.planet2share.de/ Euch ein besinnliches Weihnachtsfest!

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