Miriam Pobitzer

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Lebenslauf

Geboren 1976 in Meran, engagiert sie sich in jungen Jahren vielseitig in sozialen Bereichen, studiert Psychologie in Innsbruck und absolviert weitere akademische Ausbildungen in Belgien und München. Ihre Diplomarbeit wurde 2003 vom Landesbeirat für Chancengleichheit ausgezeichnet. Pobitzer veröffentlicht Artikel im In- und Ausland und spricht auf internationalen Kongressen zu sexualwissenschaftlichen Themen - unter anderem anlässlich des World Congress of Men’s Health in Wien. In ihrer psychologischen Praxis „Zentrum Lebenslust“ setzt sie ihren Schwerpunkt auf die Sexualität. Darüber hinaus macht sie Musik in einem weiblichen Bläser-Quintett und arbeitet aktiv als Clown bei Medicus Comicus. Bei Edition Raetia: „De Bello Phallico – Eine Urgeschichte weiblicher Lust“ (2006).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Miriam Pobitzer

Cover des Buches De bello phallico (ISBN: 9788872834374)

De bello phallico

(1)
Erschienen am 08.02.2017
Cover des Buches Die Sexlüge (ISBN: 9788872836507)

Die Sexlüge

(1)
Erschienen am 07.11.2018

Neue Rezensionen zu Miriam Pobitzer

Cover des Buches De bello phallico (ISBN: 9788872832592)
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Rezension zu "De bello phallico" von Miriam Pobitzer

annlu
Von Lust über Tabu und Verbot zu neuen Einstellungen

*Erst durch die Betrachtung der Geschichte auch mit weiblichen Augen wird klar, dass die gesellschaftlichen Unterscheidungen zwischen Frau und Mann und die unterschiedliche Geschlechterbewertung nicht von ungefähr kommen, sondern eine lange dynamische Entwicklung haben.*


Die kulturelle Entwicklung der Sexualität im Spiegel der Gesellschaft wird hier mit Fokus auf die weibliche Sexualität betrachtet. Von der „Lust“ der Frühgeschichte über die „Last“ und den „Frust“ der patriarchalisch geprägten mitunter von asexuellen Frauen denkenden Phasen hin zum „Leben“ und der wünschenswerten „Lebenslust“ ziehen die Kapitel einen Faden durch die Geschichte.



Aufbauend auf gute Argumente erschien mir das erste Kapitel „Lust“ - das frühe Kulturen bis hin zu den alten Griechen betrachtet – sehr enthusiastisch beschrieben was die Auslebung weiblicher Sexualität betrifft. Mir waren die Interpretationen der Kultgegenstände (von denen einige abgebildet sind) jedenfalls zu einseitig und positiv, auch wenn ich viele der zugrunde liegenden Argumente nachvollziehen konnte. Dadurch bildete diese Einleitung einen großen Kontrast zu den nachfolgenden Kapiteln „Last“ und „Frust“ die einen Ausschnitt der Entwicklung der Sexualität betrachten. Hier werden Moralvorstellungen, Gesetze und Einstellungen in Verbindung mit neuen Gesellschaftsstrukturen gestellt. Besonders interessant fand ich die Beschreibungen und Behandlungsmethoden der Frauenkrankheit Hysterie. Die positiver eingestellten Kapitel, die das Umdenken kritisch betrachten schließen das Buch ab.


Ich hatte mir einen umfassenderen Einblick in die Kulturgeschichte der Sexualität erwartet, hier aber den reinen Blickwinkel der weiblichen Sexualität gefunden. Dabei wurde viel auf Interpretationen gesetzt, die ich nicht immer so annehmen konnte, wie sie vorgestellt wurden. Besonders auch die Einstellung zur heutigen Gesellschaft und weiblichen Sexualität hat sich doch von meiner Meinung unterschieden und ich fand sie nicht immer der Realität einer Gleichstellung zwischen Männern und Frauen entsprechend.


Fazit: Einige Informationen fand ich interessant – als Ganzes waren aber sehr viel Interpretationen und wenige Fakten in die Arbeit eingebaut. Manchen davon konnte ich nicht zustimmen. Wobei mich der Gedanke jahrhundertealte Tabus anzugehen angesprochen hat.

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