Miriam Spies

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Im Land der kaputten Uhren, Lilly und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Miriam Spies

Miriam Spies, geboren 1982 in Mainz: Studierte Germanistik, Kulturanthropologie und Buchwissenschaft in Mainz und Berlin (M. A.). Sofern sie nicht gerade durch die Republik tingelt, um auf Bühnen zu sitzen, literarische Psychogramme über die Gattung Mensch zu erstellen oder in Zügen, Bussen oder von Barhockern aus schreibend Welt zu verdichten, lebt, liest und schreibt sie in Mainz. 2007 gründete sie den gONZoverlag. Von 2009 bis 2017 veranstaltete sie in Mainz Autorenlesungen (darunter das »Mainzer Literaturfestival«, die Reihe »Pink Carpet« in der Dorett Bar und gemeinsam mit Moritz Arndt und Tim Rochels die online-Lesungen »Lesezimmer«). Arbeitete gemeinsam mit Rudi Esch an dem 2014 im Suhrkampverlag erschienen Buch »Electri_City. Frühe elektronische Musik aus Düsseldorf«. Schrieb gemeinsam mit Robert Görl, Gabi Delgado und Rudi Esch die Band-Biografie »DAS IST DAF«, die 2017 bei Schwarzkopf und Schwarzkopf erschien. Veröffentlichte im September 2019 »Im Land der kaputten Uhren - mein marikkanischer Roadtrip« im Conbook Verlag. Publizierte unter verschiedenen Pseudonymen Lyrik und Kolumnen in Literaturzeitschriften und Anthologien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Miriam Spies

Cover des Buches Im Land der kaputten Uhren (ISBN: 9783958892583)

Im Land der kaputten Uhren

 (2)
Erschienen am 11.09.2019
Cover des Buches Lilly (ISBN: 9783957910998)

Lilly

 (1)
Erschienen am 15.07.2019

Neue Rezensionen zu Miriam Spies

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Rezension zu "Im Land der kaputten Uhren" von Miriam Spies

'Wozu gibt es in Marokko eigentlich Uhren [...]?'
sabatayn76vor 9 Monaten

‚Vorne im Bus hing eine Digitaluhr, die mich schmunzeln ließ: 14:02 Uhr. Wozu gibt es in Marokko eigentlich Uhren, wenn die sowieso alle falsch gehen?‘ (Seite 37)

Miriam Spies entflieht dem deutschen Winter und macht sich mit wenig Geld, kaum Gepäck und ohne viel Geplane auf den Weg nach und durch Marokko.

In ‚Im Land der kaputten Uhren‘ erzählt sie von Islam und König Mohammed VI, Alkohol und Drogen, Taschentuchimperium und Toiletten, Katzen und Schlafmangel, Medina und Feilschen, Rollenverteilung und Polygamie, Flüchtlingen und Enklaven, Chefchaouen und Königsstädten, Minaretten und Roquia, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.

Marokko steht schon sehr viele Jahre auf meiner Reise-To-do-Liste, aber trotz meiner Faszination für Land, Leute, Küche und Kultur habe ich es trotzdem nie geschafft, in das nordafrikanische Land zu reisen. Deshalb habe ich mich ganz besonders auf diesen virtuellen Roadtrip durch Marokko gefreut und hatte gehofft, dass ich viel über das Land erfahre und durch stimmungsvolle Beschreibungen ganz tief in das Land, seine Geschichte und seine Kultur eintauchen kann.

Leider ist das Buch zwar unterhaltsam geschrieben, aber ich finde, man erfährt eher wenig über Marokko selbst. Der Fokus liegt hier ganz klar auf den persönlichen Erlebnissen der Autorin und auf dem Kennenlernen der Mentalität der Marokkaner - das ist spannend, aber ich hätte mir etwas mehr Info zum Land selbst gewünscht.

Der Funke ist also nicht ganz übergesprungen, und auch sprachlich hat mir ‚Im Land der kaputten Uhren‘ nicht immer gefallen, da sich Spies bisweilen betont gewählt ausdrückt, was auf mich eher wenig authentisch wirkte. Als störend empfand ich zudem, dass das Buch überhaupt nicht in Kapitel unterteilt ist, wodurch es von Anfang an eher unsortiert auf mich wirkte. Das mag Absicht gewesen sein, aber mein Ding war das eher nicht.

Was nach der Lektüre blieb, war Reiselust auf Marokko, das Vorhaben, mich wieder mehr mit dem Land zu beschäftigen, und ein unglaublicher Appetit auf Harira, dem ich sofort und gerne nachgegeben habe.

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Rezension zu "Im Land der kaputten Uhren" von Miriam Spies

Ein wirklich spannender und abenteuerlustiger Roadtrip
booknerd84vor einem Jahr

  • Titel: Im Land der kaputten Uhren
  • Autorin: Miriam Spies
  • Verlag: ConBook Verlag
  • Seitenanzahl: 288 Seiten

Inhalt/Klappentext:

Ob versteckte Herbergen, das beste Essen der Welt oder Schutzengel in Gestalt patenter Mütter: In Marokko lauern Wunder an jeder Ecke. Und so begibt sich Miriam Spies im Winter, allein und ohne nennenswertes Budget mitten hinein in dieses mystische Land. Die Reiseleitung überlässt sie dem Zufall. Per Anhalter, im Nachtbus und zu Fuß findet sie märchenhafte und sonderbare Geschichten direkt vor sich auf der Straße. Sie isst mit einem Bettler zu Mittag, trinkt Tee bei einer englischen Dame und marokkanisches Bier in einer Fußballkneipe. Ein blinder Westsahara-Veteran gibt ihr eine geheimnisvolle Botschaft mit auf den Weg. In einer Studenten-WG plant sie beim Joint die Weltrevolution. Und dann war da ja noch die Sache mit dem König.

Mein Fazit: 

Dieser Reisebericht hat mich von Anfang an begeistert. Miriam Spies erzählt ihr marokkanisches Abenteuer mit einer tollen Leichtigkeit die den Leser einfach mitreißt. Auch fand ich die Karte im Buch sehr interessant und hilfreich. So kann man sich beim Lesen noch mehr in die Autorin und ihre Reise hineinversetzen. Es ist unglaublich wo sie überall unterwegs gewesen ist. 

Ihr Abenteuer in Marokko ist absolut authentisch geschrieben. Sie schreibt und erzählt so schön detailgetreu, dass man meint alles vor sich zu sehen. Miriam Spies hat so viele spannende und skurille Abenteuer in diesem Land erlebt, aber auch so tolle liebenswerte Begegnungen mit Menschen gehabt die man vielleicht so gar nicht erwartet hätte. Ich denke nicht jeder Tourist hat dieses Glück solch außergewöhnlichen Erfahrungen auf einer Reise in Marokko oder sonst einem Land zu sammeln.

Darüber hinaus fand ich es sehr faszinierend, wie die Autorin trotz dem weniger schönen Wetter, der Kälte und den ein oder anderen Rückschlägen die Reise nie aufgegeben hat und ihr Abenteuer auf ganzer Linie durchgezogen hat. 

"Im Land der kaputten Uhren" war für mich ein sehr abenteuerliches, humorvolles und kurzweiliges Leseabenteuer. Das Buch wurde nie langweilig noch gab es unnötige Längen. Ich kann das Buch jedem empfehlen der sich gerne mit Reisen beschäftigt oder einfach mal etwas Fernweh bekommen möchte. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne!

Liebe Grüße
eure Jasmin (booknerd84)

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Rezension zu "Lilly" von Miriam Spies

Doppelleben und Folgen
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Das Fazit vorweg: Ein kleiner Edelstein vom Loslassen.

Hauptsache wäre, nicht zu resignieren, was aber wiederum bedeutet, Konsequenzen ziehen zu müssen. Oder wie wäre es mit Stillstand? Auch nicht schlecht.

Band 24 der jetzt schon legendären "Edition kleinLaut" des Unsichtbar Verlags kommt reichlich ernst daher. Da hat man sich nach Band 23 endlich selbst verwirklicht, und schon geht das "Licht" wieder aus.

Aber so ist das Leben. Und das auch noch täglich. "Lilly" ist diesmal keine Lebensberatung, eher eine Momentaufnahme. Fast ein Standbild. Leidiges Thema: "Er" betrügt seine Frau mit der wesentlich jüngeren Lilly. Ja so was.

Doch wenn das so einfach wäre. Im Kampf mit sich selbst und durch moralische Untiefen gestolpert, muss eine Entscheidung her ...

Grandios und in aller Kürze, mehr braucht es auch gar nicht, entwirft Miriam Spies die Gegenüberstellung eines hinterfragten Doppellebens mit den "Selbstverständlichkeiten des Alltags".

Wehe man ist angekommen in der "Ununterscheidbarkeit der Tage". Schwierig, da noch Lösungen zu finden ...


 





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