Mirjam Bitter

Lebenslauf

Mirjam Bitter, 1978 in Heidelberg geboren, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Literaturübersetzerin aus dem Italienischen, u.a. von Fabio Genovesi und Stefano Benni. 2013 erhielt sie den Nachwuchspreis zum Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis. Für Kein & Aber übersetzte sie bereits Sacha Naspini. Sie lebt in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Meine Berge bist du (ISBN: 9783036950938)

Meine Berge bist du

(5)
Erscheint am 13.04.2026 als Gebundenes Buch bei Kein & Aber.

Alle Bücher von Mirjam Bitter

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Neue Rezensionen zu Mirjam Bitter

Cover des Buches Meine Berge bist du (ISBN: 9783036950938)
K

Rezension zu "Meine Berge bist du" von Francesco Vidotto

kunterbunt79
es ging so

Hin und her gerissen bin ich bei dieser Geschichte der beiden Zwillingsjungen, die erst zusammen, dann getrennt und dann durch da Schicksal wieder zusammen geführt wurden. Der eine eher forsch, der andere eher zurückhaltend beobachtend. Als beide sich in das selber Mädchen verlieben, der eine offen, der andere im Geheimen, beginnt die Geschichte. 

An sich eine gute Geschichte und auch im Grunde tiefsinnig, aber da mir der eine von der Darstellung nicht positiv gelegen ist und ich auch den Schreibstil etwas fade finde, war es eher ein Muss, da man ja wissen mag wie es endet, als eine Freude es zu lesen. 

Cover des Buches Brennende Himmel (ISBN: 9783792002841)
A

Rezension zu "Brennende Himmel" von Mattia Insolia

Anja_Anja1
Aufwühlend

„Hast du nie Lust, dir ein Häutchen abzuziehen, so viel du kannst, und immer weiter zu machen, bis du dich lebendig häutest, um zu sehen, wie es sich anfühlt, nichts zu sein? Irgendwas Formloses, das zwar existiert, aber nicht da ist“



Winter 2019: Niccolò behandelt Frauen wie Dreck, nimmt alle Drogen, die er in die Finger bekommt und fühlt sich leer. Seinen richtigen Vater sieht er nur sporadisch, seine Mutter nennt ihn nur: der da. Was zwischen seinen Eltern damals vorgefallen ist, weiß er nicht, darüber wird nicht gesprochen. Als sein Vater Riccardo ihn mal wieder abholt, überredet er ihn zu einem Ausflug, um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. 


Sommer 2000: Teresa macht Urlaub mit ihren Eltern. Sie wird streng gläubig erzogen, bekommt immer wieder gesagt was alles an ihr falsch ist und weiß eigentlich gar nicht wer sie selber ist. Ihre Mutter ist gewalttätig, ihr Vater passiv, er hält sich meistens raus. Als sie im Urlaub auf Riccardo trifft, ist auf einmal alles anders und sie beginnt sich für ihn zu interessieren. Riccardo macht nur was er will und kennt keine Grenzen. Zwei völlig unterschiedliche Teenager treffen hier aufeinander und das Drama nimmt seinen Lauf.


Mich hat hier dieses wunderschöne Cover direkt angesprochen. In diesem Roman steckt viel mehr als der junge Mann auf dem Cover. Wer sich dafür interessiert, sollte vorher bitte unbedingt die Triggerwarnung vorher lesen. 

Intensiv, rau, hart und aufwühlend ist dieses Buch. Teresa leidet unter häuslicher Gewalt, Riccardo ist ein verwöhntes Söhnchen aus reichem Haus. Er ist verwegen und rücksichtslos. Eine toxische Mischung.

Es geht um Schuld, nie so zu werden wie es die Eltern erwarten, ums geliebt werden und darum, wer die eigenen Eltern eigentlich sind. Wie kann man mit einer Schuld leben? Wie kann man aushalten, wenn man nicht weiß wer man selber ist? Ziemlich heftig, nichts für schwache Nerven. Ein Buch, dass definitiv im Kopf bleibt. Hier treffen einige kaputte Seelen aufeinander, die nicht wissen wohin mit dem Schmerz und all der Wut. 

Mir hat es sehr gut gefallen, ich empfehle es gern weiter. 


Cover des Buches Hinter verschlossenen Türen (ISBN: 9783036961927)
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Hinter verschlossenen Türen" von Sacha Naspini

sabatayn76
‚Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.‘

‚Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.‘ (Zitat von Dschalāl ad-Dīn Rūmī, Seite 5)

Le Case ist ein Bergdorf in der italienischen Region Maremma. Hier leben zahlreiche wunderliche Charaktere, über die in der Geschichte erzählt wird.

Da ist zum Beispiel Filippo Nencioni, der bekannt ist als Dorfdepp, aber eigentlich ein recht gewiefter Kerl ist, den alle unterschätzen und der sich einiges herausnehmen kann, gerade weil ihn alle unterschätzen. Vorgestellt werden auch Tonino Manenti, dessen Vater ein leidenschaftlicher Schachspieler war, und Niccodemo Tempesti, der verstört aus dem Krieg zurückkehrte.

Zudem wird die Geschichte von Samuele erzählt, der aus dem Dorf wegging, doch eines Tages zurückkehrt.

Der Roman erzählt aus verschiedenen Perspektiven von Dorfbewohnern, von den Beziehungen zwischen ihnen, von verschiedenen Ereignissen und von der Maremma, wohin der Roman den Leser entführt. Im Buch gibt es eine Karte zur Orientierung, so dass man genau weiß, wo wer lebt und wo sich welche Geschichte zuträgt.

Der Roman ist bisweilen in derber Sprache geschrieben, die nichts beschönigt. Durch die Erzählung aus verschiedenen Blickwinkeln ergibt sich ein buntes Bild des Dorfes, der Maremma, Italiens und letztendlich des menschlichen Seins mit all seinen Höhen und Tiefen.

Die Personen wurden meisterhaft charakterisiert, sind skurril, dabei überzeugend, lebendig beschrieben.

Die Lektüre macht durchweg Spaß und vermittelt dem Leser zudem ein anschauliches Bild eines italienischen Dorfes.

Mir hat der Roman gut gefallen. Er ist ungewöhnlich und dabei absolut glaubwürdig.

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