Mirjam Dreer Kleinstadtschlampe

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Inhaltsangabe zu „Kleinstadtschlampe“ von Mirjam Dreer

Mia liebt laute Partys. Tanzen, saufen, Drogen und Sex. So hurt sie sich durch ihre Kleinstadt, wie es ihr gefällt. Doch klar, Männer sind toll! Aber für Mia haben sie eine sehr kurze Haltbarkeit, meist nur eine Nacht – das gibt ihr den Kick. Die Gewöhnlichkeit einer Beziehung will sie sich lieber nicht vorstellen. Gähn! Langweilig! Doch dann lernt sie Noah kennen. Der gibt ihr zu denken, und schließlich muss Mia erkennen, dass selbst Kleinstadtschlampen zu echten Gefühlen fähig sind. Mirjam Dreers Debüt ist Selbstbewusst und voller Herzblut. Ihre Mia ist die Stellvertreterin einer Generation die sich nicht mehr von den Männern herumschubsen lässt, aber gleichzeitig noch auf der Suche nach dem passenden Lebensentwurf junger Frauen ist.

konnte mich leider nicht überzeugen

— Anneja
Anneja

Ein sehr schönes Buch, ich habe es innerhalb weniger Stunden verschlungen.

— Pandaqeue
Pandaqeue

Ein offenes Buch über die heutige Jugend und ihrer Suche nach sich selbst und der richtigen Beziehung, eine aufrichtige Momentaufnahme des Hier und Jetzt. Ein gutes Debüt.

— kfir
kfir

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  • Drogen, Sex und ein paar Gefühle

    Kleinstadtschlampe
    Anneja

    Anneja

    12. August 2017 um 15:39

    Dieses Buch habe ich gefunden, als jemand seine Bücherregale aussortierte und Bücher verschenkte. Und da es einfach einmal anders aussah als das was ich bisher kannte, wurde es für mich interessant.. Natürlich machte mich auch der Titel neugierig, da man von ihm sofort ableiten konnte um was es im Buch ging. Im Rahmen einer SuB-Abbau-Challenge bei Twitter begann ich das Buch endlich. Leider merkte ich schon nach den ersten Seiten das ich und das Buch nicht unbedingt Freunden werden würden. Außer Mia, der Hauptprotagonistin, sagte mir so gut wie nix im Buch zu. Dazu aber jetzt mehr. Wer Personen mag deren einziger Zeitvertreib Drogen und Alkohol sind, wird mit dem Buch seine Freude haben. Denn nix anderes tun die Charaktere rum um Mia.  Mia ist Kellnerin und liebt Sex. Sich selbst Schlampe zu nennen findet sie nicht schlimm, warum auch? Sie hat Spaß an dem was sie tut und bereut auch nix. Genau das machte sie mir auch so sympatisch. Ob man sie als Freundin haben möchte, ist wieder etwas anderes, aber als Romanfigur, fand ich sie sehr realitätsnah. Zwar war mir ihr Umgang mit Drogen und Alkohol zu wider, aber einen Knackpunkte musste ja auch sie haben. Ihr bester Freund Roy, ist das perfekte Gegenstück zu ihr, aber ab und an sehr anstrengend.  Noah und sein Freundeskreis waren, die für mich, nervigsten und langweiligsten Charaktere seit langem. Man verstand einfach nicht was Mia an ihm fand, da er so eigen war, das man es nicht mehr attraktiv nennen konnte. Seine Freunde waren da nicht anders, denn irgend etwas sinnvolles bekam sie nicht zusammen außer zu trinken und haufenweise Tütchen zu inhalieren. Noah hatte noch einen Bruder, der aber nur sehr selten auftritt, aber noch annähernd die normalste Person im Buch war. Als Nebenfiguren würde ich z.B. Max nennen, welcher DJ war und Mia den besten Sex aller Zeiten brachte oder Mia´s Freundinnen. Die Beschreibungen der Personen in Aussehen und Charakter sagten mir einfach nicht zu, weshalb es mir nicht möglich war, Noah, als den Traumtyp zu sehen, für den Mia ihn hielt. Für den Inhalt und die Umsetzung habe ich eigentlich nur ein Wort, OJE und das ist noch nett. Das Buch erzählt eine Story, die man einfach nicht glauben kann, mit Personen die man nicht kennen möchte und Sachverhalten die einfach vergessen wurden. Ich erwischte mich am Ende sogar dabei wie ich die Zeilen nur überflog um endlich zum Ende zu kommen.  Einer der Gründe war das Dinge die im Buch kurz einmal beschrieben wurden, plötzlich  verschwanden. Z,B. wird erwähnt das Mia eine Katze hat. Diese scheint aber so belanglos, das Mia tagelang weg bleiben konnte ohne sich um das Tier zu kümmern. Das selbe bei Noah, der ebenfalls eine besitzt und die genauso wenig Zuwendung bekam. Die Verwechslung von Wochentagen war dagegen noch verzeihbar. Das nächste war die Spannung, die leider nicht existierte da eh immer selbe geschah. Drogen, saufen, Party und wieder von vorne. Dazwischen eine Liebesgeschichte zu erahnen, war sehr schwierig.  Wie schon oben angedeutet, hatte die Autorin nicht unbedingt einen Gefühl für Details bewiesen. Immer wieder erlebte man Momente, in denen man einfach nur den Kopf schüttelte und zu sah ein paar Zeilen weiter zu kommen. Gerade Mia´s Leben als Kellnerin war doch sehr fragwürdig, da sie wohl im einzigsten Cafe arbeitete das feste Zeiten und dann auch noch am Wochenende geschlossen hatte. Im realen Leben wäre dies nie möglich. Der im Buch beschriebe Selbstmord einer der Protagonisten, ist so unglaubwürdig, das man das Gefühl bekam, das die Autorin dies nur schrieb um überhaupt etwas spannendes im Buch passieren zu lassen.  Die Länge des Buches reichte aus um die Geschichte einer Frau zu erzählen, die gerne Spaß mit Männern hat und plötzlich die Liebe fand. Dies zwar auf nicht gerade originelle Weise und auch nicht gerade glaubwürdig, aber immer hin.  Das Cover ist einfach und hätte für meinen Geschmack etwas professioneller aussehen können. Zudem passt die Frau auf dem Cover nicht ansatzweise zu Mia, da diese dunkle Kleidung bevorzugt. Die Titelschrift fand ich ich ganz ok, war nun aber auch nix außergewöhnliches.  Das Buch war nicht mein Fall, da die Umsetzung und die schludrigen Details jedes Fünkchen Spannung zerstörten. Wer es aber etwas unkonventioneller mag, hat vielleicht sogar seinen Spaß daran.

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  • gut gelungen!

    Kleinstadtschlampe
    Pandaqeue

    Pandaqeue

    22. August 2014 um 16:36

    Die Story ist vorhersehbar, eine Schlampe aus der Kleinstadt verliebt sich Hals über Kopf, kannte dieses Gefühl nicht, ihre Gefühle werden nicht erwidert. Die Story, als der Bruder stirbt passt da meiner Meinung nach nicht ganz rein und ein richtiges Happy End mit Noah gibt es auch nicht, was sehr schade ist. Ich hoffe auf eine Fortsetzung, weil mich solche Art von Büchern begeistern. Ansonsten ein sehr schönes Buch und eine spannende Geschichte. So etwas in der Art liest man selten!

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe"

    Kleinstadtschlampe
    Yvy<3

    Yvy<3

    02. October 2013 um 11:11

    Der Klappentext hat mich auf Anhieb angesprochen, doch als ich anfing zu lesen war ich echt total enttäuscht! Eigtl bin ich davon ausgegangen, dass ich mich mit der Protagonistin gut identifizieren könnte, aber so recht angesprochen fühlte ich mich nicht! Es waren lange Passagen drin, die so uninteressant waren, dass ich diese nur überspringen konnte.  Die letzte Hälfte des Buches lies sich dann aber besser ! Die Geschichte kam langsam ins rollen und es wurde interessanter.  Letztendlich kein Buch, dass man gelesen haben muss...

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe" von Mirjam Dreer

    Kleinstadtschlampe
    LindyBooks

    LindyBooks

    19. May 2012 um 22:04

    Ich fand dieses Buch so ziemlich enttäuschend. Der Klappentext klang spannend und viel versprechend. Doch leider war es, für mich persönlich, einfach langweilig. Dazu fand ich es sprachlich und vom Schreibstil her, viel zu einfach. Mir kam es so vor, abgesehen von den Abschnitten, wo es um Drogen und Sex geht, als lese ich gerade einen Roman für 12 - 14 jährige Mädels und es geht um eine Teenyliebe. Nach 50 Seiten habe ich kurz überlegt, dieses Buch abzubrechen, aber da ich es generell ungern mache, doch zuende gelesen. Wirklich schade, man hätte viel mehr daraus machen können, aber vielleicht habe ich selbst da spannendere Sachen erlebt und empfinde es deshalb so. Ich vergeben gerade so noch 2 Sterne.

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe" von Mirjam Dreer

    Kleinstadtschlampe
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    30. August 2011 um 12:11

    Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Banale Geschichten, die sich hinter tristen, grauen Häusern, in tristen, grauen Städten abspielen. Schicksale, die keinen interessieren. Weil niemand sich damit nach draußen traut. In die schöne, bunte Welt. So auch meine Geschichte. Sie fängt genauso grau und trist an wie wahrscheinlich schon viele vor ihr. Aber sie wird mit der Zeit ein Stückchen bunter. Und wo kann eine Geschichte trister und grauer anfangen als an einem Sonntagmorgen im März um 7 Uhr 30. (Aus dem Prolog, Seite 3) Eine Kleinstadt in der Nähe von München ist der Hauptschauplatz des Debütromans um eine junge Frau, die ihre Langeweile durch jede Menge Sex zu vertreiben versucht und damit auch ziemlich gut durchs Leben kommt. Bis sie sich verliebt. So richtig echt verliebt, mit allem Drum und Dran. Gibt es eine Chance und ein Happyend für die Kleinstadtschlampe? Erfrischend, humorvoll, emotional und überaus ungewohnt erzählt Mirjam Dreer vom Leben eines jungen Menschen, der ein bisschen perspektivlos durch die Straßen seiner Kleinstadt zieht. Mit einem ganz eigenen Soundtrack, der durch die einzelnen Kapitelüberschriften gegeben ist, fließen die knapp 200 Seiten einfach so dahin, ohne dass dem Leser langweilig wird oder er das Gefühl bekommt, hingehalten zu werden. Obwohl er das natürlich wird, denn mehrere Male treibt die Autorin die Spannung so sehr auf den Höhepunkt, dass man umblättert und auf das Happyend hofft, um dann … enttäuscht zu werden – wobei Enttäuschung hier definitiv das falsche Wort ist, denn es wäre sehr viel enttäuschender gewesen, hätten die beiden sich an jedem einzelnen Höhepunkt tatsächlich bekommen. Mirjam Dreer versteht es, einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen auch zu halten, ohne dass es zu übertrieben oder gekünstelt wirkt. Da macht es auch nichts, die Faust nach dem Umblättern auf den Tisch zu hauen und zu denken „verdammt, schon wieder nicht!“ Mia ist das Sinnbild vieler junger Mädchen, die in der heutigen Zeit nichts mit sich anzufangen wissen. Und auch Noah passt voll in die Jugend, die man auf der Straße trifft. Die Story ist stimmig, die Charaktere passen hervorragend und wie ein modernes Märchen zeigt Kleinstadtschlampe, dass es auch für augenscheinliche Außenseiter ein Happyend geben kann – auch wenn dieses ganz anders ausfällt, als man denken würde. “Es geht mir verdammt gut, seit du da bist. Ich will in Zukunft ganz viel mit dir machen, weil ich deine Anwesenheit sehr schätze. Ich glaube, es gibt kaum einen Menschen, der mich so versteht wie du, nicht mal Marvin oder Chris. Wir kennen uns zwar noch nicht so lange, aber ich will, dass du da bist. Dass du bei mir bist. Ist das okay für dich?“ (Noah zu Mia, Seite 109) Fazit: Herrlich erfrischend, manchmal etwas naiv, aber durchweg überzeugend in seiner patzig-angenehmen Sprache und der so alltäglichen Storyline der Jugend ist Kleinstadtschlampe das gelungene Debüt einer vielversprechenden jungen Autorin. Macht Lust auf mehr! Wertung: viereinhalb Sterne Handlung: 4/5 Charaktere: 4,5/5 Lesespaß: 5/5 Preis/Leistung: 4/5

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe" von Mirjam Dreer

    Kleinstadtschlampe
    Aniday

    Aniday

    01. April 2011 um 15:14

    Es ist schon ein Weilchen her, dass ich das Buch gelesen habe. Mich hatte der Klappentext auf Anhieb angesprochen, die Geschichte konnte mich dann aber leider doch nicht ganz überzeugen. Sie ist leicht lesbar, ganz nett für zwischendurch. Auch sprachlich sehr einfach geschrieben. Leider gibt es immer wieder Wiederholungen im Inhalt und gelegentlich hatte ich das Gefühl, dass sich diese Erzählungen oder Andeutungen von vergangenen Geschehnissen widersprechen. Ganz leicht nur, aber dennoch zu offensichtlich. Ich weiß nicht, ob es in irgendeiner Form gewollt war, aber mich hat es auf Dauer gestört, da es stets aus der Sicht der Protagonistin war und nicht etwa verschiedene Sichtweisen anderer Personen. Ich würde der Autorin durchaus noch eine weitere Chance geben, wenn mich ein Titel von ihr anspricht. Aber die Kleinstadtschlampe werde ich kein zweites mal lesen.

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe" von Mirjam Dreer

    Kleinstadtschlampe
    Revontulet

    Revontulet

    08. March 2010 um 10:45

    Das Buch habe ich mir ausgesucht, weil der Klappentext ganz interessant geklungen hat. Auch den Titel fand ich sehr kreativ. Im Grunde geht es um ein Mädchen Anfang zwanzig, das sein Leben in vollen Zügen genießt. Sex ist ihr Hobby, sie übt es ungezwungen in One Nigth Stands aus und auch Drogen und Alkohol ist sie nicht abgeneigt. Das hört sich alles noch sehr interessant an, doch dann lernt sie jemanden kennen, verliebt sich und die Geschichte verliert ihren Reiz. Ich hatte etwas mehr erwartet. Ein bisschen Charlotte Roche, ein bisschen Natascha oder wenigstens ein bisschen spannend. Der einzige Trost war für mich das Unhappy End. Wenn sie den Typen noch gekriegt hätte, wäre die Geschichte total im Arsch gewesen. Vielleicht habe ich die Botschaft auch einfach nicht verstanden, die die Autorin rüberbringen wollte oder ich habe mir zu viel erwartet. Schade.

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe" von Mirjam Dreer

    Kleinstadtschlampe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. December 2009 um 14:17

    „Kleinstadtschlampe“. Bei den einen mag der Titel Assoziationen zu Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ herstellen, der Ekel mag vielleicht siegen und das Buch wird zurück in die Regale verbannt – aber genau das ist das, was das Buch nicht verdient hat. Der Titel „Kleinstadtschlampe“ erweckt Erwartungen, Assoziationen von jedem von uns, die er mit diesem Begriff verbindet, der Titel provoziert und wenn man erstmal beginnt, sich durch das knapp 200 Seiten starke Buch zu lesen, wird man überrascht sein, was sich wirklich hinter dem Titel versteckt. Hinter der „Kleinstadtschlampe“ verbirgt sich Mia, Stellvertreterin einer Generation, die die Emanzipation hinter sich hat und Männer nicht als höherstehende Geschöpfe erachtet. Sie lebt ihr Leben, wie es ihr gefällt – Partys, Tanzen, Alkohol, Drogen und Sex soviel und mit wem sie will. Am Besten ohne Verpflichtungen, mit immer neuen Partnern – das gibt ihr den Reiz und auf eine feste Beziehung, eine längere Bindung mit einer Person kann sie verzichten. Zumindest solange bis sie auf den schüchternen Noah trifft. Sie beginnt über ihr Leben nachzudenken und muss sich eingestehen, dass auch sie zu solchen Gefühlen wie Liebe in der Lage ist. Mirjam Dreers Debütroman „Kleinstadtschlampe“ ist eine Lektüre für Zwischendurch, die genau das Bild einer Frau darstellt, die sich in der heutigen Gesellschaft finden lässt. Egal, wie man sich nach Außen präsentiert, im Inneren ist jeder in der Lage, solche Dinge wie Liebe zu empfinden. Der Roman beschreibt eine Lebensphase Mias, die für die Protagonistin unüblich ist: das Verlangen nach Sex gepaart mit der Verliebtheit, die sie für diese eine Person befindet. Wie handelt sie richtig? Was kann sie tun, um von Noah so wahrgenommen zu werden, wie sie will? Hat das ganze eine Zukunft? Mit Worten, die uns genauso täglich auf der Straße begegnen könnten, schildert Mirjam Dreer die Geschichte einer jungen Frau, die sich verwirklicht und die sich gut in ihrer Rolle im Theaterstück „Leben“ schlägt, untermalt Mias Geschichte mit einem Soundtrack, der jedem Kapitel das gewisse Extra verpasst. Die besten Geschichten schreibt nunmal das Leben selbst - und vielleicht findet sich der ein oder andere auch in diesem Buch wieder.

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  • Rezension zu "Kleinstadtschlampe" von Mirjam Dreer

    Kleinstadtschlampe
    kfir

    kfir

    24. November 2009 um 18:46

    Mia ist ein selbstbewusstes Mädel aus einem Provinzkaff im bayrischen Pfaffenwinkel und lebt für Partys, Alkohol, Drogen und schnellen Sex. Für gewöhnlich bekommt sie auch was sie will und hat meist ihren Spaß dabei. Gelegentliche Momente der Reue und Selbstreflexion vergehen schnell und sie lebt ihre Neigungen weiter aus. Bis da dieser Kerl auftaucht, Noah. Klar will sie mit ihm ins Bett. Doch könnte sie sich mehr als eine Nacht mit ihm vorstellen, eine Beziehung mit ihm erscheint erstmalig interessant. Doch Noah widersteht auch über längere Zeit all ihren Annäherungsversuchen, hält sie auf Distanz und irgendwann spricht er dann sogar von Freundschaft. Dermaßen gekränkt sucht Mia das Weite und fällt in alte Gewohnheiten zurück. Ein plötzlicher Unglücksfall bringt Mia und Noah einander wieder näher, doch finden sie diesmal ihr Glück? Mirjam Dreer beschreibt mit klaren und spritzigen Worten das schnelle Leben der Jugendlichen. Mit welchem Selbstverständnis und gleichzeitiger Hilflosigkeit sie Halt, Nähe, Wärme und Liebe suchen. Ganz offen und unverblümt wird mit der offen ausgelebten weiblichen Sexualität umgegangen, die Promiskuität nicht verherrlicht, aber auch nicht verteufelt. So provokativ das Buchcover auch sein will, so wenig hat mich der Inhalt schockiert. Kenne ich doch aus dem Freundeskreis einige Frauen, die sehr genaue Vorstellungen von ihrem Sexualleben haben und das auch für sich passend gestalten – das gehört zum heutigen Leben dazu. Interessanter als eine wild ausgelebte Sexualität ist in diesem Buch jedoch das teilweise Unvermögen, sich seiner Gefühle klar zu werden und diese nach außen hin in eine Beziehung einzubringen. Zu groß der öffentliche Druck und der eigene Wunsch nach Mr. und Mrs. Right und noch größer die Versagensängste. So treten am Ende die sexuellen Eskapaden in den Hintergrund und man stellt sich die Frage, wo in den jeweiligen Abschnitten dieser Geschichte die Weichen richtig oder falsch gestellt wurden. So offen, spötisch und ungefiltert Mirjam Dreer so manche Szene ganz treffend beschreibt, so hölzern und gestelzt wirken leider manche Dialoge, wenn sie versucht, zu viele Aussagen in knappe Jugendsprache zu verpacken. Dennoch bleibt sie an vielen Punkten authentisch und sorgt für ein flottes und humorvolles Lesen. Manchen mögen diverse sexuelle Beschreibungen zu explizit sein, sie verdeutlichen jedoch, dass Sex eben manchmal nichts mit Romantik zu tun haben muss um trotzdem schön zu sein. Sehr schön sind auch die diversen Songs gewidmeten Kapitel - einfach eine Playlist aus allen Titeln erstellen, es wirken manche Begebenheiten mit Musikuntermalung noch realistischer. Wenn ich auch Weilheim nicht kenne, so sind mir doch die hier genannten Clubs und das jeweilige Publikum in München bestens bekannt. Diese realen Orte geben der Geschichte einen zusätzlich authentischen Anstrich, machen die Charaktere noch lebendiger. Ein offenes Buch über die heutige Jugend und ihrer Suche nach sich selbst und der richtigen Beziehung, eine aufrichtige Momentaufnahme des Hier und Jetzt. Ein gutes Debüt.

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