Inhalt:
Chloe ist in Davis verliebt, seit er sie im Sandkasten vor einem anderen Jungen verteidigt hat. Doch ihre Wege trennen sich immer wieder, bis Chloe einen Unfall hat und im Krankenhaus aufwacht, eine Gummiente neben ihr, ein eindeutiges Zeichen, dass Davis bei ihr war...
Meine Meinung:
Das Buch ist unglaublich schön gestaltet. Ich mag vor allem die Innengestaltung, man sieht einfach, wie viel Liebe hier drinsteckt. Das Buch gliedert sich in drei Teile, jedes mit einer Art Deckblatt mit einer Zeichnung. Auch zwischendurch gibt es Zeichnungen, was ich sehr schön fand. Die Kapitel sind durchweg nummeriert und haben zusätzlich noch Überschriften und das Datum, sodass man sehr schön die zeitliche Abfolge nachverfolgen kann.
Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Chloe erzählt, zwischendurch gibt es Gedankensplitter von Davis, ebenfalls aus der Ich-Perpektive. Dadurch kommt man vor allem Chloe sehr nahe und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Die Geschichte beginnt mit der heldenhaften Rettung von Chloe durch Davis im Sandkasten, eine unglaublich süße Szene. Danach machen wir einen Zeitsprung zu einer weiteren Begegnung der beiden zu einem späteren Zeitpunkt, als beide Teenager sind. Der nächste Sprung erzählt Chloes Unfall, der ein Trauma bei ihr verursacht, dass sie noch lange begleiten wird und eine große Rolle im weiteren Verlauf spielt. Auch hier taucht Davis kurz auf, zumindest glaubt Chloe daran, dass die Gummiente an ihrem Bett von ihm ist. Davis taucht zu Beginn immer mal wieder auf, Chloe hat ihn aus den Augen verloren, weil er weggezogen war. Sie kann ihren Helden aus ihrer Kindheit nie vergessen, was irgendwie niedlich war. Natürlich hebt sie Davis damit auf ein Podest und spinnt sich zusammen, wie er sein könnte.
Ich fand es sehr schön zu lesen, wie sich die beiden dann doch näherkommen. Irgendwie wirkte es vorherbestimmt, was die Geschichte zu einem Wohlfühlbuch gemacht hat. Im weiteren Verlauf passieren dann noch einige unvorhergesehene Ereignisse, die Drama und Spannung in die Geschichte bringen. Einiges davon empfand ich als zu viel. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin hier zu viel wollte, weil auf einmal alles in Verbindung gebracht wurde, was die Geschichte unrealistischer gemacht hat.
Der Großteil der Handlung spielt in einem relativ kurzen Zeitraum, aber es wirkte so, als ob viel mehr Zeit vergangen wäre. Chloe hat zum Beispiel eine Reitstunde, die nächste Stunde findet bereits am nächsten Tag statt. Allerdings passiert an dem Tag der ersten Reitstunde so viel, dass ich das Gefühl hatte, dass hier viel mehr Zeit vergangen ist. Manchmal waren auch die Rückblenden etwas unglücklich eingearbeitet, weil sich Chloe zum Beispiel am Nachmittag an ihren Vormittag erinnert und das ausführlich beschrieben wird.
Chloes innere Konflikte fand ich irgendwann etwas nervig, ihre Gedanken drehen sich im Kreis, es wird viel wiederholt. Auch ihre Übersprungshandlung mit dem Wunsch, die neue Chloe zu werden, fand ich etwas sehr übertrieben und radikal. War ihre anfängliche Wut und ihr Unverständnis für die Situation noch nachvollziehbar, fand ich ihr weiteres Verhalten schwierig.
Die Chats mit Davis waren mir irgendwann auch zu anstrengend, niemand schreibt so unfassbar viel. Zwischenzeitlich habe ich mich durch seitenweise Chatnachrichten gequält, wodurch ich gegen Ende eher weniger Freude an dem Buch hatte. Vor allem gegen Ende sind mir auch zunehmend Fehler in der Textgestaltung aufgefallen. Die Kursivschrift, in der zum Beispiel Rückblenden gekennzeichnet waren, waren nicht durchgehend kursiv. Das verwirrte etwas.
Insgesamt ist das Buch schön für zwischendurch, der Anfang und die Mitte haben mir sehr gut gefallen, mit dem Ende bin ich eher nicht zufrieden. Es war dann irgendwie zu leicht, dafür dass so viel passiert ist.


































