Mirjam Kul

 4,6 Sterne bei 112 Bewertungen
Autorenbild von Mirjam Kul (©Mirjam Kul)

Lebenslauf

Mirjam Kul ist gelernte Erzieherin und Familientherapeutin. Seit 2015 ist sie als Autorin sehr aktiv und konnte damit ihre Leidenschaft zum Beruf machen. Die Katzennärrin lebt mit ihrer Familie in München. Ihre Neugierde, familiäre Strukturen zu erfassen, ihre Kreativität und die Eindrücke ihrer Reisen verarbeitet sie in ihren Geschichten. Sie schreibt historische und fantastische Romane. Ihre Bücher ziehen insbesondere die Leser:innen in ihren Bann, die Abenteuergeschichten, Liebe und Familiensagas mögen. Nach einer sehr erfolgreichen Fantasy-Buchreihe ist „Das weiße Gold des Amazonas“ ihr erster Roman im Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Mirjam Kul

Neue Rezensionen zu Mirjam Kul

Cover des Buches Deathstalkers - Jäger der Götter (ISBN: 9783959919753)
Alexandra_Schinkmanns avatar

Rezension zu "Deathstalkers - Jäger der Götter" von Mirjam Kul

Alexandra_Schinkmann
Unterhaltsam und spannend

Das Cover gefällt mir sehr gut.

Der Klappentext hat sich interessant angehört.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Es ist  aus der Sicht von Naomi und Antares geschrieben.

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Ich bin gut und schnell ins Geschehen rein gekommen. Sie ist unterhaltsam und immer mal wieder spannend und actionreich aber stellenweise auch etwas langatmig und manches ist vorhersehbar gewesen, was mich jetzt aber nicht gestört hat.

Naomi war mir auch schnell sympathisch, sie ist selbstbewusst und schlagfertig, lässt sich auch nicht so schnell was sagen, was zum Teil etwas nervig war und ist zum Teil sehr misstrauisch durch ihre Vergangenheit.

Antares hat mir auch gut gefallen, er macht alles zum Wohl von seinem Team/Freunde und Familie, wird schon von Klein auf darauf trainiert.

Mir hat der Schlagabtausch zwischen Antares und Naomi sehr gut gefallen und auch die Entwicklung von Beiden. Die Charakter allgemein sind sehr verschieden, was eine unterhaltsame Mischung war.

Die Göttersache erfährt man zusammen mit Naomi und ist gut erklärt.

Der Epilog war nicht so ganz meins.

Es ist ein Einzelband.

Insgesamt eine unterhaltsame und spannende Geschichte um Götter, Krieg und Vertrauen. Mich konnte die Geschichte gut unterhalten und ich empfehle sie gerne weiter, dürfte allen gefallen die Romantasy mögen.




Cover des Buches Das weiße Gold des Amazonas (ISBN: 9783839206775)
tinstamps avatar

Rezension zu "Das weiße Gold des Amazonas" von Mirjam Kul

tinstamp
Der Preis des Kautschuks

Bisher habe ich von Mirjam Kul noch nichts gelesen, die normaler Weise im Fantasy Bereich schreibt. Nun ist im Gmeiner Verlag dieser historische Roman der Autorin erschienen, der uns zurück ins 19. Jahrhundert nach Brasilien führt. Es ist die Zeit der Kautschukgewinnung durch europäische Plantagenbesitzer, die sich in Manaus angesiedelt haben. Sie unterdrücken die indigene Bevölkerung, die sie wie Sklaven behandeln, obwohl die Sklaverei bereits abgeschafft wurde. Die indigenen Einwohner wurden damals innerhalb kurzer Zeit von den Weißen stark dezimiert.

Einer der schlimmsten und mächtigsten ist der Preuße Heinrich Lorenz, ein tyrannischer und skrupelloser Kautschukbaron, der nach noch mehr Macht und Gewinn strebt.
Seine beiden Söhne Karl und Paul sollen später in seine Fußstapfen treten. Doch Paul wurde von Heinrichs herzensguten Frau als Säugling aus dem Fluss gerettet und hat indigenes Blut. Außerdem hat er ein Fledermaus Tattoo auf der Brust. Er steht als junger Erwachsener zwischen den beiden Kulturen und wird auch von beiden Seiten nicht wirklich akzeptiert.


Auch Taya gehört zu einem der indigen Stämme, deren männliche Familienmitglieder in den Kautschukwäldern geschunden werden. Sie trifft als Kind auf Paul, der wie Taya ein Fledermaus Tattoo hat. Der Junge bekommt seit diesem Treffen Taya nicht mehr aus seinen Gedanken.
Als sie als junge Erwachsene wieder aufeinander treffen, entwickelt auch Taya mit der Zeit Gefühle für Paul. Doch eine Liebe zwischen dem (adoptierten) Sohn des Kautschukbarons und einer indigen Sklavin darf nicht sein.....


"Die Fremden zerstören die Wälder, vergiften mit ihren riesigen Schiffen die Flüsse und töten Tiere, obwohl sie  längst gesättigt sind. Sie haben keine Ehrfurcht vor der Schöpfung und dem Leben. Sie sind gierig und neidisch. Sie werden erst merken, dass man Geld nicht essen kann, wenn sie Mutter Erde zerstört haben."


Diese Sätze musste ich mir notieren, denn sie sprechen mir aus der Seele und sind auch 130 Jahre später genauso relevant, wie damals - wenn nicht sogar zukunftsweisend.

Mirjam Kul schreibt fesselnd und sehr bildgewaltig. Man erfährt viel über die damalige Zeit in diesem Teil der Welt und wie überheblich und grausam die europäischen Siedler gegenüber den Einwohnern waren. Es erinnert an die Besiedelung Amerikas, die ungefähr zweihundert Jahre zuvor ebenso grausam vonstatten ging.
Die Autorin bringt auch immer wieder Gedanken ein, die sich auf die Zerstörung der Natur und die Ausbeutung von Menschen beziehen.

Neben den Hauptfiguren sind auch die Nebencharaktere lebendig und vielschichtig dargestellt. Einige - auch tierische! - haben sich ganz besonders in mein Herz geschlichen.
Ich bin durch die Geschichte geflogen und habe mit Paul mitgelitten, der als Sohn des Kautschukbarons erzogen wurde, aber mit seiner Hautfarbe nicht akzeptiert wird.

Der historische Roman liest sich fesselnd und interessant. Man fühlt sich während des Lesens direkt vor Ort in Brasilien.

Warum keine 5 Sterne?
Die Geschichte endet sehr abrupt und ließ mich ernüchternd zurück, denn sie hört für mich einfach mitten drin auf. Ich habe zwar beim großen A... gesehen, dass beim Titel "Die weißen Tränen Saga" steht, was auf eine Fortsetzung hoffen lässt, jedoch findet man keinerlei weitere Hinweise auf einen zweiten Band. Da ich offene Enden wirklich so überhaupt nicht leiden kann, muss ich deshalb einen Stern abziehen.

Fazit:
Ein fesselnder historischer Roman über die Versklavung indigener Völker, den Preis des Kautschuks und einer Liebe, die nicht sein darf. Bis auf das relativ offene Ende war die Geschichte sehr gut, aber der abrupte Schluss hat mich sehr gestört. Deshalb einen Stern Abzug! Wem offene Enden nicht stören, dem empfehle ich diese interessante Geschichte auf jeden Fall. Ich hoffe, dass es einen weiteren Teil geben wird.

Cover des Buches Das weiße Gold des Amazonas (ISBN: 9783839206775)
Langeweiles avatar

Rezension zu "Das weiße Gold des Amazonas" von Mirjam Kul

Langeweile
Taya und Paul

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Taya und Paul,die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Welten aufwachsen.Paul wurde von dem reichen Kautschukbaron Heinrich Lorenz adoptiert ,nachdem seine Frau ihn aus dem Rio Negro gerettet hatte.Taya wächst mit ihrer Familie in einem Sklavenlager auf ,sie werden auf den Plantagen von Heinrich Lorenz ausgebeutet.Nach einer schicksalhaften Begegnung verlieben sich die Beiden ineinander,eine Liebe,die ihre Familien in große Gefahr bringt.


Es war für mich der erste Roman dieser Autorin, welcher mich von Beginn an gefesselt hat. Mit großer emotionaler Eindringlichkeit, schildert sie die Ereignisse der damaligen Zeit, welche einen einfach nur fassungslos machen.

Die Ausbeutung der indigenen Bevölkerung steht im krassen Gegensatz zum Luxus der Oberschicht.

Die zarte Liebesgeschichte der Protagonisten und der zwischendurch eingestreute Humor, führen dazu ,dass man das schwere Thema leichter ertragen kann.

Von mir eine Empfehlung für Leser:innen mit geschichtlichem Interesse.

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