Nathan und seine Kinder

von Mirjam Pressler 
3,4 Sterne bei67 Bewertungen
Nathan und seine Kinder
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Positiv (36):
Erdnussphlip91s avatar

Ein sehr schönes Buch! Mirjam Pressler hat ihre Idee - Recha mehr in den Vordergrund zu bringen - sehr gut umgesetzt. Empfehlenswert!

Kritisch (14):
W

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Inhaltsangabe zu "Nathan und seine Kinder"

'Ein hochaktuelles, spannendes Buch über Toleranz und die Koexistenz der drei
Religionen, die ja bis heute nicht gelingt.' Frankfurter Rundschau

Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Ein junger Tempelritter rettet Recha, die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, aus dem Feuer. Daraufhin richtet Sultan Saladin die schwierigste aller Fragen an Nathan: Welche Religion ist die einzig wahre? Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen – doch wird das den Sultan zufriedenstellen? Außerdem ahnt Nathan nicht, dass ihm inzwischen der christliche Patriarch von Jerusalem und ein moslemischer Hauptmann nach dem Leben trachten.

Mirjam Pressler erzählt den klassischen Stoff neu – provozierend zeitgemäß, aber nicht ohne Hoffnung für ein friedliches Nebeneinander der Religionen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407742339
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:264 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:18.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.02.2010 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesemomentes avatar
    Lesemomentevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der Inhalt ist top und aktuell wie eh und je - leider! Die Umsetzung finde ich für ein Jugendbuch dennoch sehr schwer zu lesen.
    Inhaltlich topaktuell, aber schwer zu lesen

    “Nathan der Weise” von Lessing und seine Ringparabel – gehört hatte ich auf jeden Fall schon von diesem Drama, es aber selbst noch nicht gelesen. Nun bot sich mir mit “Nathan und seine Kinder” die Möglichkeit, eine etwas zeitgemäßere Version der Geschichte zu lesen.

    “Es gibt in jedem Volk gute und ehrliche Menschen, egal zu welchem Gott sie beten, so wie es überall auch böse und grausame Menschen gibt.” (S. 105)

    Die Koexistenz der Religionen, das Miteinander und Füreinander: All das sind hochaktuelle Themen. Wundervoll, dass sich Mirjam Pressler ihnen noch ein Mal gewidmet und versucht hat, sie moderner und durch die Form des Romans leichtlesiger zu verfassen. Leider muss ich sagen, dass mir persönlich der Zugang zur Geschichte sehr schwer fiel. Ich habe mehrere Wochen an dem Buch gelesen, es immer wieder beiseite gelegt und bin anfangs kaum über die ersten Seiten hinaus gekommen.

    “Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne von Juden, Muslimen und Christen miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.” (S. 166)

    Das änderte sich aber irgendwann, als ich ein Gespür für die verschiedenen Figuren, den Handlungsstrang und das Ziel der Geschichte bekommen hatte. Es ist Mirjam Pressler gut gelungen, einzelnen Figuren – allen voran Nathan und dem Waisenjungen Geschem – ein Profil zu geben. Schnell konnte ich mit den Figuren fühlen, ihre Gedanken und Weisheit annehmen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Buch auch als Schullektüre eignet, würde allerdings empfehlen, den Einstieg durch unterstützende Materialien, Zusammenfassungen oder ähnliches zu erleichtern. Dann jedoch bietet das Buch eine hoffnungsvolle Weltansicht, viel Diskussionspotenzial, Worte und Einstellungen, die – wären sie verbreiteter – die Welt zu einem friedlicheren Ort machen würden:

    “‘Gott oder Allah sind nur verschieden Namen für den einen, der Himmel und Erde gemacht hat’, sagte ich. ‘Mein Vater sagt, es sind nur die Wege, ihm zu dienen, welche die Religionen unterscheiden, der Kern ist gleich: die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen. Und die Dankbarkeit für das Leben.'” (S. 215/216)

    “Nathan und seine Kinder” soll die zeitgenössischere und leichtlesigere Version von “Nathan der Weise” sein. Ohne das Originalwerk zu kennen, kann ich nur sagen, dass mir die Umsetzung der Grundidee, die Kernaussage der Geschichte und die Aktualität des Themas sehr gut gefallen haben. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass die Geschichte, insbesondere am Anfang, vielen Jugendlichen schwer zugänglich sein wird. Ich vergebe insgesamt sehr gute 6 von 10 Sternen.

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    Helentonias avatar
    Helentoniavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungene Variation von "Nathan der Weise"
    Authentisch

    Das Buch ist inspiriert und angelehnt an Lessings "Nathan der Weise". In diesem Roman gibt es allerdings weitere Charaktere, zudem rücken Randfigur mehr ins Zentrum des Geschehens.

    In meinen Augen ein sehr gutes Buch mit authentisch handelnden Personen. Sehr gelungen!

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    melanie_drehers avatar
    melanie_drehervor 6 Jahren
    nathan und seine kinder.

    "nathan und seine kinder" von miriam pressler basiert auf g.e.lessings "nathan der weise". die geschichte spielt zu zeiten des zweiten kreuzritterzug in jerusalem um 1192 in denen der berühmte sultan  saldin regierte. die Protagonisten drehen sich alle um den liebenden vater nathan und um seine tochter recha und seine angehörigen.

    das ganze drama beginnt damit, dass recha von dem tempelritter,christ, aus dem brennenden anwesen ihres vaters gerettet wird. sie verliebt sich sofort in ihren retter und sieht ihn als engel. nathan, jude, möchte ihm danken und lädt ihn zu sich ein. die beiden werden freunde und auch der tempelritter merkt, dass er gefühle für recha, jüdin, hegt. doch er st an ein keuschheitsgelübde gebunden. die haushälterin daja, christin, verspürt mit dem auftauchen des tempelritters plötzliches heimweh. daja weiß ein gut gehütetes familien geheimniss und verrät es an den ritter. dieser ist unsicher und geht zu dem patriarchen, doch dieser verlangt den tod dessen der dieses verbrechen begangen hat.nathan ist ein reicher kaufmann und hat viele freunde die auch von unterschiedlicher religion sind, denn er träumt davon, dass einmal friede zwischen den drei hauptreligionen: christentum, judentum und islam, herrscht.auch als der sultan in zu sich ruft, und ihn eigentlich um geld bitten will weil er schulden hat, kann er ihn mithilfe einer geschichte nämlich der "ringparabe" als freund gewinnen. doch er möchte dem sultan einen gefallen machen und leiht ihm trotzdem geld.der höhepunkt der geschichte ist der abend an dem nathan mit seinem langjährigen freund in den palast geht um mit dem sultan und dessen schwester geschäfte zu machen. dort ist auch der tempelriter, den der sultan verschont hat als er alle anderen tempelritter geköpft hat, weil er glaubte seinen verschollenen bruder in ihm sah. als die zwei nach hause gehen werden sie überfallen und nathan wird dabei ermordet. Cover:auf dem cover ist jerusalem zu sehen. es ist sehr schön gestaltet und stellt den ort des geschehens in den mittelpunkt. Fazit:oft sind die sätzte sehr lange und kompliziert formuliert,aber wenn man sich mal eingelsen hat findet man sich gut mit der alten sprache zurecht. ich kenne das original nicht daher kann ich nicht sagen welches besser ist.da dieses buch 2013 prüfungslektüre für realschulen war, musste es man lesen, da haben wir auch besprochen dass einige handlungen von nathan nicht seinen prinzipien entsprechen zb, dass er zwar mit daja schläft, aber nie eine frau gefunden hat, die seiner ersten, die starb, das wasser reichen könne... trozdem kann man nathan als vorbild sehen, denn er hat seine rache gedanken an christen überwunden und kämpft für den frieden. ->wenn man sich für die zeit und historische detailes interessiert ist dieses buch auf jeden fall pflicht zum lesen. aber auch wenn nicht ist es sehr empfehlenswert es zu lesen.  

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 7 Jahren
    Rezension zu "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler

    Der Jugendroman spielt in Jerusalem im Jahre 1192. Grundlage der Geschichte ist das Drama von Ephraim Lessing „Nathan der Weise“. Mirjam Pressler hat dieses Drama für Jugendliche aufbereitet. Doch sie hat es nicht nur nacherzählt, sondern mit einer Geschichte verbunden. Die Grundgedanken sind dabei erhalten geblieben. Der Kenner der Klassik wird an vielen Stellen „seinen Lessing“ wiederfinden. Deshalb werde ich mich hier mit einer Inhaltsangabe zurückhalten.
    Mirjam Pressler lässt den Handlungsablauf von mehreren Personen erzählen.
    Zum einen ist da der Junge Geschem, der in Nathans Haus aufgenommen wurde. Er gehörte zu den Ärmsten der Armen. Seine Herkunft bleibt im Dunkel der Geschichte. Der Roman aber zeigt, wie wenig manchmal dazu gehört, einen Menschen glücklich zu machen.
    Zum zweiten ist es Daja, die als Erzieherin Rechas ins Haus kam. Sie stammt aus Deutschland. Daja hat Nathan viel zu verdanken, doch sie ist Christin…
    Es erzählt Elijahu, Nathans Verwalter. Jeder hat seine eigene Sicht der Dinge, auch Al-Hafi, der das Leben mit einem Schachspiel vergleicht. Er ist ein Verwandter von Saladin.
    Nur einer kommt nicht zu Wort: Nathan, den man den Weisen nennt.
    Die Ringparabel, die Nathan dem Sultan erzählt, weicht nicht vom Original ab. Die Worte des Richters „…Ich lade euch wieder vor diesen Richterstuhl, in tausend Jahren…“ haben mich betroffen gemacht. Nathan und Saladin haben sich in der Geschichte vor etwa 1000 Jahren getroffen. Das Zusammenleben der Religionen ist seitdem nicht friedlicher geworden. Jerusalem wurde keine Stätte der Brüderlichkeit. Auch Nathans Traum hat sich nicht erfüllt…
    Das Buch ist eigentlich ein historischer Roman. Ich als Leser erfahre von der Vergangenheit der handelnden Personen alles, was nötig ist. Die Charaktere der handelnden Personen ergeben sich zum Teil aus ihrer Vergangenheit. Die Grausamkeit der Kreuzzüge, die auf allen Seiten zu Mord und Gewalt führte, wird aufgezeigt. Der Person Saladins, dem eigentlichen Gegenspieler Nathans, wird der Roman gerecht. Er zeigt ihn in seiner Vielschichtigkeit.
    Der Schreibstil ist dem Alter der Zielgruppe angemessen. Die Kapitel sind relativ kurz. Die bildhafte Sprache des Orients findet man an vielen Stellen wieder. Zitate aus Bibel und Koran sind an passender Stelle kursiv eingefügt.
    Es ist ein Roman der Menschlichkeit. Das Buch stellt die Gemeinsamkeiten der Religionen in den Mittelpunkt, nicht die Unterschiede. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie gehen wir miteinander um? Das Buch setzt ein Zeichen gegen Hass und Intoleranz.
    In der Person des Nathans wird der Begriff „Vergebungsbereitschaft“ erlebbar. Und er hat – im Buch – Spuren hinterlassen, nicht zuletzt bei seiner Tochter Recha…
    Darf man klassische Dramen als Roman wiedergeben und verändern? Ich war skeptisch. Das Buch hat mich eines Besseren belehrt. Es schenkt die Möglichkeit, Kinder durch Literatur an die Begriffe Toleranz und Mitmenschlichkeit heranzuführen. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch Schullektüre wäre. Vielleicht greift mancher der jungen Leser danach freiwillig zu Ephraim Lessing…

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    Leselusts avatar
    Leselustvor 9 Jahren
    Rezension zu "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler

    Nathan der Weise, Lessings Plädoyer für religiöse Toleranz und menschliches Miteinander, ist eines der meistgespielten deutschen Dramen. Mirjam Pressler erzählt den klassischen Stoff neu.
    Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Die Christen haben die Heilige Stadt an Sultan Saladin verloren. Von den gefangenen Kreuzfahrern begnadigt er nur einen einzigen, nämlich den jungen Tempelritter Curd von Stauffen. Dieser rettet wenige Tage später das Mädchen Recha aus den Flammen ihres Hauses. Sie ist die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, den man den Weisen nennt. Während Recha und ihr Lebensretter, die Jüdin und der Christ, einander zunächst verkennen und verfehlen, braut sich über Nathans Kopf Unheil zusammen. Sultan Saladin befiehlt ihn zu sich und stellt ihm die schwierigste aller Fragen: Welche Religion ist die einzig wahre? Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen, der Ringparabel.
    Mirjam Presslers Romanfassung von Lessings "Nathan der Weise" ist eigentlich für Jugendliche bestimmt. Meiner Meinung eignet sich der Roman jedoch hervorragend auch für Erwachsene, die einen Klassiker neu lesen und genießen wollen. Die Autorin behält einerseits die Grundzüge des Stücks und dessen Komplexität bei , andererseits führt sie einige neue Figuren sowie Änderungen ein, welche allesamt dazu beitragen die Protagonisten noch differenzierter zu beleuchten. Eine große Stärke dieser Romanfassung liegt in der hervorragend recherchierten Vermittlung von Wissenswertem über Religionsgeschichte, Kreuzzüge, Lebensweisen und dem Flair der Stadt Jerusalem und seiner Bewohner um 1200. Ein dickes Lob für die Autorin!

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    Erdnussphlip91s avatar
    Erdnussphlip91vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr schönes Buch! Mirjam Pressler hat ihre Idee - Recha mehr in den Vordergrund zu bringen - sehr gut umgesetzt. Empfehlenswert!
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    webs77vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gefällt mir einfach nicht
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    NorayaKellyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich sehr gelangweilt. Nicht weiter zu empfehlen.
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    WordLovervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr interessantes historisches Märchen mit vielen tollen Charakteren und wichtigen Fragen. Außerdem sehr schön geschrieben!
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    JohnnyLukes avatar
    JohnnyLukevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein interessanter und realistischer Roman mit vielen Wahrheiten...
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