Mirko Bonné Lichter als der Tag

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Inhaltsangabe zu „Lichter als der Tag“ von Mirko Bonné

Raimund Merz kennt Moritz und Floriane von Kindheit an. Ihr Lebensmittelpunkt ist ein wilder Garten am Dorfrand. Als Inger zu ihnen stößt, die Tochter eines dänischen Künstlers, bilden die vier eine verschworene Gemeinschaft, bis sich beide Jungen in das Mädchen verlieben. Inger entscheidet sich für Moritz, Raimund und die ehrgeizige Floriane werden ebenfalls ein Paar. Jahre später kreuzen sich die Wege der vier erneut – für Raimund die Chance, sich der Leere seines Lebens ohne Inger zu vergegenwärtigen. Verzweifelt sucht er nach einem Weg zurück zu sich selbst und zu einer Aussöhnung mit der Vergangenheit. In einem furiosen Finale bricht er auf nach Lyon zu einem Gemälde, das ihn in Bann zieht wie in der Kindheit der wilde Garten. Mirko Bonnés großer Liebesroman überträgt das WAHLVERWANDSCHAFTEN-Thema in die heutige Zeit. Er fragt nach Gründen von Entzweiung und Entfremdung und zeichnet dabei das ergreifende Porträt eines Mannes, der die Kraft findet, aus dem Schatten über seinem Dasein hinauszutreten.

Sprache ist schön, aber ausschweifend. Die Motive des Antihelden habe ich nicht nachvollziehen können. Viel Langeweile erlebt.

— wandablue
wandablue

Sprachlich sehr schön, machmal gleitet man aber beim Text aus. Etwas weniger Altherrenprosa und etwas mehr Esprit wären schön gewesen ...

— hundertwasser
hundertwasser

Das war eine Herausforderung an meine Geduld, 2 Drittel Erklärung für das "Warum es so gekommen ist", anstrengend! Erst dann wird es gut.

— Weltenwandler
Weltenwandler

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    Lichter als der Tag
    wandablue

    wandablue

    08. September 2017 um 20:20

    Über Licht, Kunst und Unglück„Lichter als der Tag“ ist das vierte Longlistbuch 2017, das ich lese, also nach dem grandiosen Roman „Die Hauptstadt“, nach „Phantome“ und nach „Nach Onkalo“, und „Lichter als der Tag“ hat mir bis jetzt am wenigsten von diesen allen zugesagt. Es ist nicht weniger kunstvoll, nur hat es meinen Lesegeschmack nicht getroffen. Deshalb wird die Rezension von Mirko Bonnés „Lichter als der Tag“, ausnahmsweise einmal eine recht persönlich gefärbte! Was ich sehr gut bewerte und was mich unterhalten hat, war die Frage, ob man jemals einen Menschen so gut kennt, wie man denkt. Die Kiefernchirurgin Florentine Lepsius und Raimund Merz, ein Ehepaar um die 50, kennen sich jedenfalls überhaupt nicht. Ganz klar muss man sagen, dass dieses Nichtkennen zu Lasten Raimunds geht. Raimund ist besessen von den Farben des Lichts im Hamburger Bahnhof und von den Farben und dem Motiv eines Bildes des Malers Camille Corot, „Champs de blé dans le Movan“, einem Kunstwerk, das in einem Museum in Frankreich hängt. Das Motiv einer inneren Besessenheit von Licht, das sich durch den ganzen Roman zieht, ist ein besonderes. Möglicherweise ist die Suche nach dem Licht ein wenig sonderbar. Die Beweggründe Raimunds habe ich jedenfalls nicht nachvollziehen können und es ist schade, dass der Autor es nicht vermocht hat, mir diese Besessenheit des Hauptprotagonisten Raimund Merz besser zu erklären. Vielleicht ist sie per se unerklärbar. Entweder man versteht sie oder man versteht sie nicht. Ein anderes Motiv, das sich durch das Buch zieht ist die Kindheit Raimunds. Die Idylle. Echt oder scheinbar? Geträumt oder gelebt? Man bräuchte einen Psychologen, um offenzulegen, warum Raimund nicht erwachsen werden kann und die Bilder und Eindrücke seiner Kindheit nicht hinter sich lässt. Anderes habe ich verstanden. Dass Raimund nie den Mund aufmacht, dass er weder sagt, was er will noch weiß, was er will, aber jeden, besonders seine Frau Florentine dafür verantwortlich macht, dass er unglücklich ist. Ohne Worte, selbstredend. Er verweigert sich einfach. Ha, ich hätte Raimund an die Wand klatschen können! Raimund hat drei Kinder, die er angeblich liebt, die ihn aber gedanklich nicht in der Gegenwart halten, einen Job, der ihn von dem Geld seiner tüchtigen, ergebnisorientierten Frau, die ihn aus unerklärlichen Gründen anbetet, unabhängig macht, aber dankbar ist er dafür nicht. Noch nach Jahr und Tag heult er seiner verflossenen Jugendliebe Inger hinterher, die aus mir ebenfalls nicht verständlich gewordenen Gründen, seinen Jugendfreund Moritz ehelichte, obwohl sie ebenfalls Raimund liebte. Der Autor bietet eine Erklärung an, die ich aber nicht geschluckt habe. Raimund hat ein hübsches Haus, wenigstens äußerlich eine funktionierende Ehe, hat sich befriedigenderweise fortgepflanzt, kann auch konsequenzenlos Tage im Büro schwänzen und mault und leidet auf höchstem Niveau vor sich hin und den Leser an. Leute, ich kann Raimund nicht ausstehen! Eines Tages dreht er durch, verschwindet mit seiner jüngsten Tochter nach Frankreich und jagt dem erwähnten Bild hinterher. Habe ich schon mal gesagt, dass ich den verantwortungslosen Raimund nicht ausstehen kann? Als er nach diversen inneren und äusseren Abenteuern, die allesamt nicht meine Billigung finden, wiederkommt, das heißt, also er muss eigentlich geholt werden, warum hat er treue Freunde, die ihn suchen, er weiß sie nicht zu würdigen, haben seine Handlungen seltsamerweise keinerlei strafrechtlichen Folgen für ihn, was, ehrlich gesagt, vom Autor zwar ganz geschickt hingedreht wird, ich ihm aber dennoch nicht abgenommen habe. Deshalb hat mir nicht mal der versöhnliche Schluss gefallen, der aber so gar nicht zu der deprimierenden Grundstimmung des Romans, die sonst vermittelt wurde, passt. Fortan lebt Raimund ein vergnügtes Leben mit seiner Jugendfreundin. Im Büro scheint auch wieder alles paletti. Es ist klargeworden, dass der Inhalt des Romans mich nicht verzückt hat, es ist jedoch noch nicht klargeworden, wie sehr mich diese endlosen inneren Monologe und Grübeleien Raimunds gelangweilt und genervt haben. Obwohl Herr Bonné selbstredend hervorragend schreibt, eine kleine Leseprobe seines Könnens: „Selbstzerstörung begann im Herzen, die eigenen Sehnsüchte verlor man stets zuerst aus den Augen, und sehr schnell erschien einem der innere Gefühlskompass zusammengeschrumpft auf die Größe eines Sandkorns.“ Gefallen haben mir noch die Ausführungen über Insekten, da Raimund sich wenigstens für eines interessierte: für Entomologie. Fazit: Man kann Herrn Bonnés Werke nicht unter drei Sternen veranschlagen. Wegen seiner Komposition. Wegen seiner Sprache. Wegen seiner Ideen. Dabei bleibts aber auch. Mir hats nicht gefallen. Das Gefasel über Licht bleibt für mich schlichtweg Gefasel, ich will in meiner Bewertung jedoch in Rechnung stellen, dass andere Leser damit eventuell mehr anfangen können. Kategorie: Zu anspruchsvolle Literatur für mich. Verlag: Schöffling, 2017

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    29. December 2016 um 13:40

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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