Mirko Kussin , Tobias Wimbauer Hundert Dinge

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Inhaltsangabe zu „Hundert Dinge“ von Mirko Kussin

Es gibt Bücher über Generationen. Die sind entweder Wir-oder-Sie-Bücher. Nicht wiroderdie als Freund-Feind-Unterscheidung, sondern aus der Innenperspektive ('Wir'). Oder eben von aussen geschildert ('sie'). Das verallgemeinert meist das Erleben des Autors oder ist ein Schnipselwerk. Wie sehr das zulässig ist, hängt von der Perspektive ab.

Wir sind der Überzeugung, dass eine Biographie einer Persönlichkeit zu schreiben schlichtweg unmöglich ist, dass aber eine Annäherung an das Ganze über Detailausleuchtungen denkbar ist. Details, aus denen als Bausteine zu einer Biographie gewissermassen mehr und mehr sich ein gültiges Bild formt. In Folge dieser Überlegeungkamen wir zu der Überzeugung, dass ein Portrait, wenn nicht gar eine Soziologie unserer Generation, der im 1970er-Jahrzehnt Geborenen und in den 70ern und 80ern Sozialisierten, über ein Bündel von Bildern, von Details, von Umständen, von Dingen möglich ist. Oder frecher formuliert: dass es anders gar nicht geht.

'Über X könnte ich Dir hundert Dinge erzählen …'; 'wir haben schon hundert Dinge versucht, um … was auch immer …'; '100 things to do before … I die … whatever', hundert Dinge sind sprichwörtlich, hundert Dinge sind virulent, hundert Dinge stehen immer für sehr viel mehr. Hundert Dinge sind als solche immer mehr als sie selbst. Sie stehen in der saloppen Rede für ein Gesamtes, das jemanden oder etwas ausmacht. Das ist pars pro toto und totum pro parte gleichzeitig. So paradox das klingen mag: es ist ein Einhundertpixelbild, das aus der Nähe einhundert Pixel hat und bei entschärfter Perspektive eben ein Bild ist.

Hier sind also einhundert Texte über einhundert Dinge. Einhundert Details und einhundert Gedanken. Einhundert Stimmungen. Sie sind Links, die auf etwas hinter den Dingen verweisen. Und ein Gastbeitrag ausserhalb der Zählung. Wir beanspruchen nicht, repräsentativ zu sein, das sind wir nur für uns selbst. Dieses Buch entstand zwischen September 2011 und Januar 2012. Es ist eine Momentaufnahme. Hätten wir es im Sommer geschrieben, hätte es sicherlich anders ausgesehen, hätte anders geklungen. Hätten wir es ein Jahr eher geschrieben, wäre manches Ding nicht aufgetaucht. Die Haltung zu Dingen ist von Veränderung bestimmt. Deswegen ist dieses Buch nur der Auftakt, der erste greifbare Schritt in einer Sammlung, die weitergeschrieben wird, ja weitergeschrieben werden muss, um diese Veränderung festzuhalten.

Mit einem Gastbeitrag von Melanie Voß.
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  • Rezension zu "Hundert Dinge" von Mirko Kussin

    Hundert Dinge

    manuel_busch

    18. November 2012 um 18:55

    Es ist einfach faszinierend, wie wenig Beachtung man im Alltag dem Alltäglichen schenkt, wie sehr es einen aber verändert, wenn man diese naive Denke mal zu den Akten legt.

    Ein sehr gutes Buch, welches man mehr als einmal komplett liest. Und ein noch besseres Buch, weil man nach dem Lesen im eigenen Heim umhergeht und die eigene Gedankenwelt sich verändert.
    Jeder sollt seine Hundert Dinge haben!

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