Mirko Zilahy

 3.3 Sterne bei 82 Bewertungen
Autor von Schattenkiller, Nachtjäger und weiteren Büchern.
Mirko Zilahy

Lebenslauf von Mirko Zilahy

Mirko Zilahy wurde 1974 in Rom geboren. Er studierte zunächst Anglistik und Italianistik in seiner Heimatstadt, bevor er in Dublin promovierte. Dort arbeitete er als Dozent für italienische Literatur. Allerdings zog es ihn zurück nach Rom, wo er heute mit seiner Familie lebt. Zilahy ist als Übersetzer namhafter englischer Autoren tätig und veröffentlichte 2016 seinen Debütroman "Schattenkiller".

Alle Bücher von Mirko Zilahy

Schattenkiller

Schattenkiller

 (75)
Erschienen am 09.12.2016
Nachtjäger

Nachtjäger

 (4)
Erschienen am 21.12.2017
Schattenkiller

Schattenkiller

 (3)
Erschienen am 09.12.2016

Neue Rezensionen zu Mirko Zilahy

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Phyrias avatar

Rezension zu "Schattenkiller" von Mirko Zilahy

Eher langweilig
Phyriavor 9 Monaten

Nachdem innerhalb von kürzester Zeit drei Leichen aufgefunden werden, bleibt dem Polizeipräsidenten nichts anderes übrig als seinen besten Profiler, Enrico Mancini, auf den Fall anzusetzen. Dieser ist von der ihm aufgedrängten Aufgabe zunächst nicht ganz so begeistert, weil ihm sein eigener Fall über das Verschwinden des Chirurgen Mauro Carnevali wichtiger ist. Und doch bleibt Mancini keine andere Wahl als mit einem von ihm zusammengestellten Team die brutalen Morde zu untersuchen.  
 

Meine Meinung:

Mirko Zilahy hat einen schönen Schreibstil und man merkt dem Thriller an, dass er viel Zeit in dieses Buch investiert und alles genau recherchiert hat damit sich der Leser unter anderem die Schauplätze bildhaft vorstellen kann. Ich schätze die Leidenschaft, die man nicht überlesen kann und dennoch ist es mir zu Beginn sehr schwer gefallen all die verschiedenen Namen, Straßen und Schauplätze auseinander zu halten. Es gab so viel, das man sich merken muss, dass es einfacher für mich war mir nebenbei Notizen zu machen. 
  
In diesem Thriller gibt es wechselnde Perspektiven, auch wenn man die meiste Zeit über Enrico Mancini begleitet. Und dennoch kann man ab und zu auch mal aus der Sicht der anderen Teammitglieder lesen, sowie auch aus der Sicht der Opfer, die ihren Tod erleben, was mich besonders gefesselt hat. Die packend beschriebenen Szenen sind zwar wenige, aber umso brutaler, weswegen man nicht allzu empfindlich sein sollte. Es waren aufrüttelnde und intensive Abschnitte im Vergleich zu dem sonst eher ruhigen Tonfall im Buch.   
Im Ganzen hätte ich mir viel mehr Spannung gewünscht, von Anfang an eine Geschichte, die mich packt, die Zeit vergessen lässt und mich zwingt solange weiterzulesen bis ich am Ende angelangt bin. Dieses Gefühl hatte ich jedoch erst auf den letzten 150 Seiten, was mir für einen Thriller nicht reicht.  
Hinzu kommt, dass ich beachtliche Probleme mit den Charakteren hatte. Gerade der Protagonist Enrico Mancini hat mich mit seiner Art mehr als einmal aufgeregt. Meiner Meinung nach hätte er den Dienst quittieren sollen, weil er nicht in der Lage ist seiner Arbeit richtig nachzugehen. Er hat den Tod seiner Frau Marisa, die vor vier Monaten an Krebs verstorben ist immer noch nicht verkraftet, ist labil, trinkt Alkohol während der Ermittlungen, hat Panikattacken und auch sonst so manche Ticks entwickelt. Zeitweise ist für mich bei all seinen Problemen der Fall in den Hintergrund gerückt. 
Und auch wenn ich das Gefühl hatte, dass ihn seine Mitarbeiter nicht grundlos verehren, dass er tatsächlich einer der Besten ist, so kann ich dies leider nicht bestätigen. Er ist ein guter Profiler, keine Frage, aber genauso ist er ein gebrochener Mann, der erst vor kurzem die wichtigste Person in seinem Leben verloren hat und mit der Situation nicht gut umgehen kann. Jeder andere hätte seine Arbeit auch übernehmen können.  
Enrico Mancini hat fünf andere ihm bekannte und fähige Personen für diesen großen Fall in sein Team aufgenommen und doch ist jeder von ihnen austauschbar, man würde sie wahrlich nicht vermissen, weil man nicht großartig viel über sie erfährt um eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Ich hatte zu keinem der Charaktere einen Bezug.  
Die Ermittlungen des Teams verliefen manchmal etwas langatmig mit vielen Wiederholungen und manches hat nur wenig Sinn ergeben aber dennoch hat mir der Fall an sich sehr gefallen.  
Ich habe gespannt verfolgt wie sich alles in dieser von Regen dominierten Atmosphäre zusammenfügt und die ganzen Morde einen Sinn ergeben. Der Mörder hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und auch wenn man schon rechtzeitig früh weiß wer es ist, so ist der Showdown am Ende dennoch spannend. 
 

Fazit: 

Mit diesem Debüt hat der Autor ganz viel Können bewiesen und für die nächsten Mancini-Fälle ist auf jeden Fall viel Potenzial vorhanden. Mit mehr Spannung und besser ausgearbeiteten Charakteren hätte mir dieser Thriller um einiges mehr gefallen, so kann ich nur solide drei Sterne vergeben.

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Anis avatar

Rezension zu "Nachtjäger" von Mirko Zilahy

Spannendes Katz- und Mausspiel
Anivor einem Jahr

Kommissar Enrico Mancini erholt sich in seinem Landhaus von den Blessuren, die er bei der Jagd nach dem Schattenkiller davongetragen hat. Ein Anruf aus Rom sorgt allerdings dafür, dass seine Auszeit eher enden muss. Denn in der italienischen Hauptstadt versetzt ein äußerst brutal vorgehender Serienkiller die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Er tötet scheinbar wahllos und nutzt die Leichen seiner Opfer, um Figuren aus der griechischen Mythologie zu formen. Dabei geht er äußerst geschickt vor. Enrico Mancini und seinem Team läuft die Zeit davon, denn der Killer schlägt immer schneller zu und scheint ihnen stets einen Schritt voraus zu sein....

"Nachtjäger" ist nach "Schattenkiller" der zweite Fall für den römischen Kommissar Enrico Mancini. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können die Bände auch unabhängig voneinander gelesen werden. Zu besseren Verständnis der privaten und beruflichen Nebenhandlungen empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Den aktuellen Ermittlungen kann man jedoch mühelos ohne Vorkenntnisse folgen.

Der Thriller startet mit einer geheimnisvollen, bedrohlichen Szene, die man zunächst nicht zuordnen kann. Das Interesse wird dadurch allerdings sofort geweckt. Nach diesem Einstieg geht es vorerst eher gemächlich weiter, da man mit den wechselnden Perspektiven, aus denen das Geschehen betrachtet wird, vertraut gemacht wird.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, sehr angenehm lesbar und stellenweise sogar leicht poetisch. Er beschreibt die Szenen so detailliert, dass man sie mühelos vor Augen hat und schon fast meint, Geräusche oder Gerüche wahrzunehmen. Da der Täter mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich umspringt, sollte man bei den entsprechenden Abschnitten nicht zu zartbesaitet sein. Denn auch hier gelingt es Mirko Zilahy eindrucksvoll, das Grauen so zu beschreiben, dass man es schon fast zu lebhaft vor Augen hat.
Da der Thriller aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, hat man allerdings immer wieder die Gelegenheit, kurz durchzuatmen, bevor der Autor die Spannung wieder ansteigen lässt. Dabei beobachtet man ein gut konstruiertes und durchgehend spannendes Katz- und Mausspiel zwischen dem Nachtjäger und dem Ermittlerteam.

Bei der Einführung des Ermittlerteams sollte man konzentriert lesen, um die Namen, Funktionen und die jeweiligen Beziehungen untereinander richtig zuzuordnen. Der Hauptprotagonist Enrico Mancini ist zunächst schwer einzuschätzen, denn er hat, neben der Lösung des Falls, mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen und handelt deshalb nicht immer so, wie man es von einem Kommissar, der sich ganz auf die Jagd nach dem Täter konzentrieren sollte, erwartet. Obwohl man nach und nach die Mitglieder des Teams kennenlernt und besser einschätzen kann, betrachtet man die Akteure eher distanziert. Das geht aber keinesfalls zu Lasten der Spannung, denn diese ist durchgehend spürbar und wird durch die düstere Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, eindrucksvoll untermauert. Der Thriller gipfelt in einem spannenden Finale, das sogar noch mit einer Überraschung punkten kann.

Thriller sind meine absoluten Favoriten und bei diesem Exemplar habe ich mich durchgehend spannend unterhalten gefühlt. Der Wechsel zwischen äußerst brutalen Szenen, ruhigeren Momenten, in denen man kurz durchatmen konnte, und der unterschwellig spürbaren Anspannung des Teams, den Täter doch endlich zu schnappen, konnte mich überzeugen. Außerdem hat mich der blumige, fast schon poetische Schreibstil, der aber trotzdem düster und bedrohlich wirkte, beeindruckt. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt dieser Thriller deshalb vier von fünf möglichen Bewertungssternchen.  

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Nachtjäger" von Mirko Zilahy

Mirko Zilahy - Nachjäger
miss_mesmerizedvor einem Jahr

Ein bestialischer Serienmörder versetzt Rom in Angst und Schrecken. Heimlich schlägt er zu, aber nicht genug, dass er Menschen ermordet, nein, er nutzt die leblosen Körper, um Skulpturen zu schaffen, er inszeniert ihren Tod regelrecht. Figuren der griechischen Mythologie sind seine Vorlage und sein Geschick ist bemerkenswert. Zu dem Schrecken mischt sich auch Bewunderung für seine Kunst. Die Polizei steht unter Hochdruck und ausgerechnet jetzt schein Enrico Mancini wieder eine Auszeit zu benötigen und sich nicht auf den Fall konzentrieren zu können. Noch immer hat der Kommissar den Tod seiner Frau nicht verwunden und depressive Phasen lähmen ihn und sein Denken. Wie sollen sie in dieser Situation einem solchen Monster gegenübertreten?

„Nachtjäger“ ist der zweite Roman der Reihe um Enrico Mancini, der sich jedoch problemlos auch ohne Kenntnis des ersten lesen lässt. Mancinis Vorgeschichte wird ausreichend beleuchtet, um auch quer in die Reihe einsteigen zu können.

Der Thriller hat einen ansprechend gestalteten Plot, der die nötige Spannung liefert, um den Leser unter permanenter Erwartung zu halten. Das Katz und Maus Spiel zwischen Jäger und Gejagtem wird im Wechsel gezeigt, bisweilen kommen sie sich bedrohlich nah, aber die finale Konfrontation muss noch warten. Ein wenig hat mich vieles des Romans an Dan Browns „Illuminati“ erinnert: Rom als Schauplatz, eine Hetzjagd quer durch die Stadt, die religiösen Bezüge und Anspielungen, die Inszenierung der Toten. Zwar findet Zilahy eine andere Auflösung – und hat hierbei noch eine wirkliche Überraschung in Petto – aber die Parallelen sind doch frappierend.

Insgesamt war die Handlung rund um den Serienmörder glaubwürdig motiviert, überzeugend konstruiert und auch mit dem passenden Tempo inszeniert. Allerdings wurde dies immer wieder durch die Depression den Protagonisten unterbrochen. Der Versuch, dem Kommissar durch sein individuelles Schicksal mehr Persönlichkeit zu verleihen, ist nachvollziehbar - ging mir phasenweise aber etwas auf den Zeiger. Nein, ich will einen Thriller lesen und kein Gejammer wegen verpasster Chancen und gemachter Fehler. Viele Autoren scheinen diesem Schema regelrecht zu verfallen, der ermittelnde Kommissar darf offenbar heute nicht mehr bei Sinnen sein und mit scharfen Verstand ermitteln, sondern muss aufgrund einer privaten Tragödie kurz vor dem Suizid stehen und nebenbei auch noch gerettet werden.

Fazit: ein lesenswerter Thriller mit bekannten Versatzstücken, aber ohne Frage unterhaltsam. 

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Gespräche aus der Community

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Marina_Nordbrezes avatar

Die Mörderische Verschwörung – Im Schatten verborgen ...

Ihr begebt euch gerne auf Mörderfang zwischen Buchseiten? Dann habt ihr jetzt die Möglichkeit, eure Fähigkeiten als Ermittler auf die Probe zu stellen! In der Mörderischen Verschwörung  gilt es einen kniffligen Fall zu lösen. Setzt die Puzzleteile richtig zusammen und findet heraus, wer hinter dem grausamen Verbrechen steckt. 

In fünf Leserunden werden wir Bücher voller Nervenkitzel gemeinsam lesen und uns dabei wertvolle Tipps für die Aufklärung der mörderischen Verschwörung holen!

"Schattenkiller" von Mirko Zilahy bildet den Abschluss unserer Mörderischen Verschwörung. Profiler Enrico Mancini versucht hier hinter die Verbindung zwischen drei entstellten Leichen zu kommen und dabei Licht ins Dunkle zu bringen. Wer steckt hinter den rätselhaften Morden und warum hat es der Täter namens „Schatten“ auf Mancini abgesehen? 
Mit Mut und Köpfchen erfahrt ihr die Lösung in unserer Leserunde zu "Schattenkiller" von Mirko Zilahy:

Zum Inhalt
"Ich bin nur ein Schatten. Aber ich weiß, was ihr getan habt. Und ich werde nicht eher ruhen, bis eure Schuld gesühnt ist." Seit Wochen schüttet der Septemberhimmel gewaltige Wassermassen über Rom aus. Nahe des Tiber werden an düsteren Orten drei Leichen entdeckt, deren Entstellungen der Polizei Rätsel aufgeben. Profiler Enrico Mancini, anerkannter Experte für Serienmorde, sieht zunächst keine Verbindung zwischen den Fällen. Doch dann erhält er verschlüsselte Botschaften, alle von einem Absender, der sich Schatten nennt. Botschaften, die ein neues Licht auf die Taten werfen. Denn ein grausamer Racheplan ist offenbar noch nicht vollendet. Und weist bald in eine einzige Richtung - in die Mancinis

Neugierig geworden? Hier geht es direkt zur Leseprobe!

Mehr über den Autor
Mirko Zilahy wurde 1974 in Rom geboren. Er studierte zunächst Anglistik und Italianistik in seiner Heimatstadt, bevor er in Dublin promovierte. Dort arbeitete er als Dozent für italienische Literatur. Allerdings zog es ihn zurück nach Rom, wo er heute mit seiner Familie lebt. Zilahy ist als Übersetzer namhafter englischer Autoren tätig und veröffentlichte 2016 seinen Debütroman "Schattenkiller".

Gemeinsam mit BASTEI LÜBBE vergeben wir in dieser Leserunde 43 Exemplare von "Schattenkiller" an alle, die sich unserer mörderischen Verschwörung anschließen und ihr detektivisches Gespür auf die Probe stellen möchten.

Was ihr für eines der 43 Leseexemplare tun müsst? Bewerbt euch bis zum 08.01. über den blauen „Jetzt bewerben“-Button und beantwortet folgende Frage:

In der Mörderischen Verschwörung brauchen wir Nerven aus Stahl. Und doch hat jeder Ermittler seine Schwachstelle. Was ist euer wunder Punkt?

Seid ihr schon Mitglied in unserer mörderischen Verschwörung? Helft uns bei den Ermittlungen in einem mysteriösen Mordfall, stellt den Täter und gewinnt mit etwas Glück Buchpakete für die Extraportion Gänsehaut! 

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden!
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