Mirriam Prieß Burnout kommt nicht nur von Stress

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Inhaltsangabe zu „Burnout kommt nicht nur von Stress“ von Mirriam Prieß

Burnout hat nicht nur mit Stress zu tunDass Menschen, die ausgebrannt sind, überlastet sind, ist unbestritten. Was führt jedoch zu dieser Überlastung? Worüber erschöpfen wir uns tatsächlich? Das Buch zeigt, dass bisher angenommene Ursachen von Burnout in Wahrheit nur Symptome sind. Erstmalig wird deutlich gemacht, dass der Aspekt von Beziehung bei Burnout-Erkrankungen die entscheidende Rolle spielt: die Beziehung zu sich selbst und die Beziehung zur Umwelt. Menschen brennen aus, weil sie den Dialog zu sich verloren haben und in konfliktreichen Beziehungen zu ihrem Umfeld stehen. Burnout ist kein Ausdruck von Schwäche. Es ist der gesunde Selbstregulationsversuch eines Menschen, der ein Leben lebt, das seiner Identität nicht entspricht. Basierend auf langjähriger Behandlungserfahrung mit Burnout-Patienten erklärt die Ärztin und Psychotherapeutin bisher noch nicht dagewesene Zusammenhänge dieser Volkskrankheit, die nun deutlich machen, warum die Erkrankungsrate weiter zunimmt, warum viele Betroffene sich nicht mehr erholen und warum so viele Behandlungen scheitern. Dabei muss dies nicht sein. Wenn bestimmte Mechanismen verstanden werden und ein Umdenken von Umfeld und Betroffenen stattfindet, kann jeder gesund und leistungsfähig bleiben oder wieder werden. „Auf sich selbst und die eigenen Gefühle hören, mit sich selbst in Kontakt treten – das nenne ich die »innere Dialogfähigkeit«. Jemand, der das nicht tut, hat seinen Selbstschutz verloren. Er ist wie eine tickende Zeitbombe – für sich selbst und seine Umwelt.“„Mir sind noch keine Menschen begegnet, die sich bewusst entschieden haben, gegen ihre eigene Identität zu leben – gleichwohl aber viele, die Letzteres tatsächlich taten. Erst viel später konnten sie die unbewussten Zusammenhänge entlarven, die dazu geführt hatten, zu meinen, es sei »das Beste, nicht man selbst zu sein«.“„Solange es um Schuld geht, solange kann Heilung nicht geschehen. Schuldzuweisungen, weder in die eigene noch in die andere Richtung führen zur Gesundheit – im Gegenteil. Es geht nicht um Schuld, sondern es geht um Verantwortung… Wer dies erkennt, der wird frei.“

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  • Rezension zu "Burnout kommt nicht nur von Stress" von Mirriam Prieß

    Burnout kommt nicht nur von Stress
    Sophia!

    Sophia!

    25. February 2013 um 15:40

    „Unsere Welt ist längst eine Welt der Superlative geworden. Eine Welt, in der immer mehr möglich ist, und alles machbar sein soll. Grenzen sind dazu da, um überschritten zu werden, lautet oft die Devise.“ _ Burnout ist mittlerweile zu einem ernsten Problem unserer westlichen Welt geworden, zu einer neuen Zivilisationskrankheit, vor der zunehmend auch junge Menschen betroffen sind. Und noch immer wird die Erkrankung von vielen geleugnet oder gar belächelt. Fragt man nach den Ursachen, werden oft Stress und Überforderung genannt. Bei einem genaueren Hinsehen wird jedoch schnell deutlich, dass sich “Stress“ als relativ schillernder Begriff nur schwer definiert lässt. Mögliche Erklärungsversuche unterscheiden sich je nach subjektivem Empfinden. Auch ist der Punkt, an dem Überforderung beginnt, schlecht zu benennen. _ Dr. med. Mirriam Pries macht in diesem Titel erstmals darauf aufmerksam, dass Stress und Überforderung nicht die Ursachen eines Burnouts sein können, sondern lediglich mögliche Symptome. Basierend auf der jahrelangen Erfahrung als Ärztin und Psychotherapeutin kam sie zu dem Schluss, dass es sich beim Burnout um einen Selbstregulierungsversuch des Körpers handelt, der genau dann auftritt, wenn Menschen ein Leben führen, das ihrem eigenen Wesen zutiefst widerspricht. Wenn Rollen gespielt werden und das bloße Funktionierenwollen zum Lebensziel erhoben wird. Als Folge daraus ergibt sich nicht nur der Verlust eigener Identität, sondern vielmehr die typischen sowohl körperlichen als auch seelischen Erschöpfungszustände. Demnach ist die Ursache einer Burnout-Erkrankung der Verlust des Ichs, der Identität; ein Konflikt in einem oder mehreren der wichtigsten Lebensbereiche, zu denen die folgenden zu zählen sind: Beruf Familie und Partnerschaft Gesundheit soziale Kontakte Individualität/Hobbys Glaube/Spiritualität Ziel einer jeden Prävention muss daher die Herstellung eines Gleichgewichts in ebendiesen Bereichen sein. Hierzu zählt neben der soliden Dialogfähigkeit auch diejenige, Emotionen wahrzunehmen, zu deuten und zu verarbeiten. Die Autorin erklärt präzise, worauf man beim Burnout achten sollte und wie es gelingen kann, zu sich selbst zurückzufinden. Dabei beschreibt sie die Erkrankung im Blick auf Unternehmen sowie auf private Hintergründe, etwa Beziehungen. Die Bedeutung von Angst, Kompensationsstrategien und Persönlichkeitsmerkmalen wird ebenfalls näher erläutert. _ Fazit: Ein ganzheitlicher Ansatz, der m.E. das Problem am Ursprung fasst und Lösungsvorschläge liefert, die reelle Chancen auf Besserung eröffnen. Denn letztlich geht es beim Burnout um den konkreten Menschen und nicht um allgemeinen Stress. Überaus zu empfehlen!

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