Tote Dichter küsst man nicht

von Mirya 
3,5 Sterne bei8 Bewertungen
Tote Dichter küsst man nicht
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Saphirasiastasss avatar

Zieht sich manchmal ist aber sehr lustig 😊

Bjjordisons avatar

Nette Geschichte....

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Inhaltsangabe zu "Tote Dichter küsst man nicht"

Bücher sind Chiaras Lebensinhalt, ihre Familie und ihre besten Freunde. Auch die Liebe kennt sie nur von den Helden aus ihren Büchern. Als Chiara Leonardo begegnet, dem Assistenten, der ihre Doktorarbeit über Dante betreuen soll, sieht sie sich mit einem äußerst unverschämten Mann konfrontiert. Er tut alles, um ihr beruflich Steine in den Weg zu legen. Chiara findet ihn vom ersten Moment an unausstehlich, wenn er doch nur nicht so attraktiv wäre ...
Zwischen ABBA-Songs und Dantes Gesängen landet Chiara in ihrer ganz persönlichen Hölle. Nun muss sie sich entscheiden: romantische Schwärmerei oder sinnliches Begehren, Kopf oder Bauch?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781503941182
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:444 Seiten
Verlag:AmazonCrossing
Erscheinungsdatum:18.10.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Sunangels avatar
    Sunangelvor einem Jahr
    Leider gar nicht meins

    Chiara hat ein Ziel, sie will ihren Doktor machen, doch sie kriegt immer wieder Steine in den Weg gelegt, die sie erst mal aus der Bahn räumen muss. Chiara ist eine offenherzige Person, die sich nicht gerne was sagen lässt und das bekommt jeder zu spüren. Ich persönlich bin mit ihr nicht warm geworden, weil sie mir zu hektisch war. Mir hat die Ruhe gefehlt und so habe ich mich nicht ganz so wohl gefühlt beim Lesen. Ich fand es witzig, wie sie mit ihren Schülern umgeht, denn auf den Mund gefallen ist Chiara wirklich nicht. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass sie mit ihren Leben sehr überfordert ist und sich das selber nicht eingestehen möchte.
     
    Leonardo war nicht mein Fall. Er kam einfach nur kalt rüber und ich konnte ihn überhaupt nicht einschätzen. Er hat zwar auch seine guten Seiten, dennoch wüsste ich nicht wie ich mit ihm umgehen sollte. Er kann charmant und aufmerksam sein, doch mir war es einfach zu wenig und gerade der erste Eindruck sagt ja viel aus.

    Die weiteren Charaktere sind zwar gut ausgearbeitet aber kommen etwas nervig und nicht dem Alter enstprechend rüber. Einige Protagonisten sind mir aber dennoch ans Herz gewachsen. Z.b. der Bruder und die Schwägerin von Leonardo. 

    Die Umgebeschreibungen waren durchaus gelungen und man konnte sich alles bildlich vorstellen und da musste ich auch lachen. Gerade wenn es um den Schlagabtausch zwischen Chiara und Leonardo ging, wurde die Szene perfekt angepasst.

    Der Schreibstil war mir zu hektisch und durcheinander.  Es ist zwar alles flüssig und locker geschrieben, dennoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Ich fand die Story sehr langatmig, weil lange Zeit nichts passiert und es eigentlich immer um das gleiche geht.

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nette Geschichte....
    Tote Dichter küsst man nicht

    Ich habe das Buch auf netgalley.de gesehen und ich fand den Titel und auch den Klappentext recht ansprechend und so dachte ich, dass man die Geschichte ja mal lesen könnte.
    Es ist die Liebesgeschichte von Chiara und Leonardo, die sich wegen ihrer Arbeit näherkommen.
    Die Geschichte spielt in Italien, um genau zu sein in Ferrara. Der Ort des Geschehens war für mich naheliegend, da ja die Autorin aus diesem Ort zu sein scheint und natürlich kommt Dante in der Handlung vor. Was hätte da besser gepasst? Die Beschreibung des Ortes und der Gegend waren ein wunderbarer Pluspunkt der Geschichte, denn ich hatte mich sofort wohlgefühlt und konnte mich sehr gut einleben.
    Die Handlung, wie sich Chiara und Leonardo näherkommen hat mir gut gefallen. Es war für mich eine typische Liebesgeschichte, die aber mit einigem Witz und vielen ABBA Erwähnungen unterlegt war. Ich fand es sehr nett und angenehm die Geschichte zu lesen, obwohl mir der Einstieg eher schwergefallen ist. Auch mit den ABBA Erwähnungen, die recht oft wiederholt werden, hatte ich jetzt kein Problem.
    Chiara war mir eine sympathisch Hauptprotagonistin. Ich fand sie sehr interessant und lustig.
    Auch Alessandra, Chiaras Freundin, fand ich nett, obwohl sie sich für mich manchmal in den Vordergrund gedrängt hatte.
    Die Schreibweise war sehr angenehm, obwohl diverse Dinge oft wiederholt werden. Das Buch unterhält wunderbar und hat sehr viel Witz dabei.

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Von mir gibt es eine Kauf – und Leseempfehlung für die Geschichte.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine lustige, chaotische und komplizierte Love Story, die (für meinen Geschmack) stellenweise doch ein wenig zu abgedreht ist.
    Eine gute, chaotische Love-Story mit viel Humor

    Mein Fazit:

    Die Story hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, vor allem da mich manche Stellen zum Schmunzeln gebracht haben. Für 5 Sterne hat es nur deswegen nicht gereicht, da mir das Ende nicht wirklich zugesagt hat und mich die wiederholenden Zitate doch sehr beim Lesen gestört haben.

    Gesamte Rezension: https://maike-is-reading.tumblr.com

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    EvyHearts avatar
    EvyHeartvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut gedacht, aber nix für mich
    Gut gedacht, aber nix für mich

    Das Cover


    Das Titelbild ist toll und wirkt sehr professionell. Zu sehen ist ein Bücherregal, das in unterschiedlichen Farben unterlegt ist. Dadurch ergibt sich eine Gliederung, auf der man die harten Fakten gut sichtbar, aber nicht zu deutlich notieren kann. Die Silhouetten Chiaras und Leonardos ergeben einen guten Kontrast.


    Was passiert?


    Chiara ist Lehrerin und leidenschaftlicher Dante-Fan. Sie möchte ihre Doktorarbeit über die "Göttliche Komödie" schreiben, doch anstatt ihrer Betreuerin Silvana taucht eines Tages Leonardo auf. Dieser übernimmt die Vertretung für Silvana, die aus familiären Gründen pausiert.

    Leonardo ist ein Eisklotz, wie er in vielen Büchern steht und wirft ihren Entwurf in den Müll, mit der Begründung, sie sei zu schwärmerisch und nicht kritisch genug.

    Es beginnt ein Lieb-mich!-Liebst-du-mich?-Ich-liebe-dich-(nicht)-Spiel, in dem sich die leidenschaftliche Chiara und der gedankenvolle Leonardo gegenüberstehen. Für Auflösung sorgen eine Migräne-Attacke und eine Mutter.

    Parallel dazu wird die Geschichte von Chiaras bester Freundin und deren Bald-Lover erzählt. Denn sie hat ein gegenteiliges Problem: Sie hatte vorher nur Affären, während ihr neuer Freund sofort eine Beziehung beginnen will. Ähnlich wie Leonardo weiß sie nicht damit umzugehen.

    Am Ende wird auch geklärt, warum Chiara so mutig ist, wie sie ist.

    Charaktere


    Chiara ist Ende 20 und Lehrerin an einer Schule. Nebenbei schreibt sie ihre Doktorarbeit. Sie ist ein ehrlicher Mensch, der offen über seine Probleme spricht und Dinge gut auseinander nehmen kann. Und sie zitiert viele Dichter :-) Anfangs war sie mir sympatisch, weil sie etwas verpeilt war, doch schon nach wenigen Seiten fand ich sie ätzend. Sie behandelt Problem-Lieblingsschüler Siveri abfällig und das nervte mich. Manche Schüler brauchen Gegenwehr mit ironischem Unterton, ihnen hilft das. Aber ich fand es nicht gut. Schlimmer ist, dass Chiara eine Dramaqueen ist und nicht mit Ablehnung umgehen kann. Sie mag Leonoardo nicht, provoziert ihn aber, später mag sie ihn, aber er sie nicht, weswegen sie ihm ausführlich darlegt, warum sich eine Beziehung (allgemein) lohnt. Nachdem Leonardo auf den letzten Seiten zum Beziehungs-Anfänger wird, betrachtet sie ihn nicht so verständnisvoll, wie ich gehofft hatte. Chiara schafft es nur selten, klare Grenzen zu setzen.

    Irritiert hat mich, dass sie hinter Leonardos Fassade ein Geheimnis, ein Trauma, vermutet, aber nie darüber nachdenkt, was ihr Verhalten mit ihrer Vergangenheit zu tun hat.

    Chiara agiert für mich reifer als andere Figuren des Genres, weil sie ihre Meinung deutlicher vertritt. Sie gibt Kontra, lässt sich von einem Mann wenig sagen. Im Kern ist sie aber ein Weibchen, wie es das Genre fordert: Sie ist eine Frau, die fiese Männer auffängt, vom Mann körperlich angezogen wird und sich trotz kurzem Kennenlernen unsterblich verliebt. Sobald sie das tut, sind alle anderen Probleme nebensächlich.

    Manchmal wünsche ich mir, das Ende nach dem Ende lesen zu können - Scheidung nach Blitzehe, plötzliche Schwangerschaften und Frauen, die Beruf, Kind und Scheidungsschlacht meistern.

    Leonardo ist ein Jahr jünger als Chiara und hat manches Geheimnis. Ich konnte mich gut mit ihm identifizieren, weil er der schwächere Teil der Beziehung ist. Hinter seiner starken (und sexy!) Fassade verbergen sich Angst und Unerfahrenheit. Besonders auf dem Höhepunkt der Geschichte, in dem jeder ÜBER, aber fast keiner MIT ihm redet, tat er mir leid. Er wird vom Bad Boy zum kleinen Jungen, weil er Sicherheit sucht.

    Dennoch: Leonardo vertritt seine Meinung vehement und schießt manchmal über das Ziel hinaus, wenn er glaubt, dass er recht hat. Aber ich schätze seine Loyalität sehr!

    Im letzten Viertel wird er zum kindlichen Jungen, der an vielem herummäkelt und dem man Kompromisse und Vertrauen beibringen muss. Die Idee fand ich gut, aber die Ausführung war zu gewollt. Es wirkte, als müsste die Autorin das Kontrastprogramm zum dominanten und jetzt "geläuterten" Mann erklären.

    Luisa ist Leonardos Mutter und die Herrin des Hauses. Sie wird von Chiara als liebevoll und souverän beschrieben, erinnerte mich aber an Beverly Hofstedter - sie trifft Entscheidungen über den Kopf ihres Sohnes hinweg, weil sie denkt, dass das besser für ihn ist, aber sie fragt ihn nie, wie er das sieht. Ich spürte eine Distanz zwischen ihr und Leonardo und ihr und ihrem Mann.


    Alessandra ist das Pendant zu Chiara: Sie mag Sex und ist überfordert, als sie einen Mann kennenlernt, dem Liebe wichtiger als Sex ist. Angelo ist ähnlich leidenschaftlich wie sie und agiert gern spontan. Auch er leidet unter Alessandras Unsicherheit. Alessandra wirkt lockerer und energiegeladener als Chiara und erinnerte mich an Sam Jones.

    Ivano und Paula sind Leonardos Bruder und Schwägerin. Genretypisch ist Ivano ähnlich hübsch, aber netter als sein Bruder und auch Paula ist sehr herzlich.

    Themen


    Vielleicht: Das große Thema des Buches ist, nicht in der Vergangenheit hängenzubleiben, sondern nach vorn zu schauen. Dazu sind Chiara und Leonardo gut geeignet - während Chiara das Trauma ihrer Kindheit (wird auf den letzten Seiten beleuchtet, aber schon vorher leicht angedeutet)  verarbeitet hat, strebt Leonardo noch immer dem (vermeintlichen) Ideal nach, das ihm seine Eltern vorgelebt haben. Es ist eine schöne Botschaft, die romantisch vermittelt wird. Aber mir geht das zu schnell. Vielleicht braucht eine Liebesgeschichte das: ein Streit auf dem Höhepunkt und eine Versöhnung direkt daneben. Ich denke, man sollte Menschen Zeit geben zu überlegen, ob sich das "Vielleicht" für sie lohnt.

    Verantwortung: Sehr interessant ist, dass Chiara von Leonardos Dominanz angezogen wird, sich aber am Ende um ihn kümmert. Als sie eine Migräne-Attacke hat, bittet sie Leonardo nicht um Hilfe, sondern möchte das selbst lösen. In der Beziehung mit Leonardo muss sie lernen, Verantwortung abzugeben und sich um mehr als sich zu kümmern. Leonardo muss im Gegenzug lernen, dass Kompromisse manchmal sinnvoll sind und man anderen vertrauen sollte.

    Migräne: Ein Thema, das mehrmas vorkommt. Chiara hat Migräneattacken, sie lebt damit und weiß sich zu medikamentieren. Leider überschätzt sie sich bei einer Attacke und muss gerettet werden, weil sie sich nichtmehr durch die Wohnung bewegen kann. Diese Stelle habe ich sehr schnell gelesen, weil sie sehr spannend war und authentisch geschildert. Dass Leonardos Schwester zufällig auch Migräne hat, war mir zuviel des Guten.

    Literatur: Chiara hat Literatur studiert und als Kind viel gelesen. Deswegen wird im Buch viel zitiert. Die Zitate sind meistens passend eingebaut und nie zuviel, aber da ich mich mit italienischer Literatur nicht auskenne, fand ich ständig unbekannte Namen, was mich irritierte. Außerdem werden manche Bücher nur angerissen, aber nicht verständlich erklärt, besonders die "Göttliche Komödie". Das Buch kann für manche Leser sehr bereichernd sein, aber ich fand's nicht so gut wie erwartet.



    Begriffe, die ich nicht verstanden habe
    Spaghetti alla puttanesca - Nudeln mit einer scharfen Tomaten-Sardellen-Soße

    Novocento - Die Legende des Ozeanpianisten - Referenz an eine Geschichte von Alessandro Baricco. Ähnlich wie der gleichnamige Pianist will auch Leonardo das sichere Schiff seiner Prinzipien nicht verlassen.

    Via Dolorosa - Der Leidensweg Jesu Christi zu seiner Kreuzigung. Leonardo geht diesen Weg, als zu Weihnachten ein Geheimnis gelüftet wird, das seine Welt ins Wanken bringt.

    Robert Graves - The White Godess - Ein Buch über griechische Mythologie mit Schwerpunkt eines Matriachats. Die Hauptfigur sieht Luisa (Leonardos Mutter) als Anführerin. Außerdem ordnet sie die drei Göttinnen, in die sich die Weiße Göttin teilt, den Frauen am Weihnachtstisch zu - sich, Luisa und Paula (Leonards Schwägerin)

    Modus Vivendi - Der Begriff bedeutet "Übereinkunft" und bezieht sich darauf, dass Leonardo sich damit abgefunden hat, eine Frau nie glücklich machen zu können. Chiara hat Mitleid.

    Ugo Foscolo - An Zakynthos - Das Gedicht des italienischen Künstlers vergleicht sein Exil mit dem Schicksal Odysseus. Chiara vermutet, dass Leonardo ein Masochist ist, der sich ständig Schmerz zufügen muss, um voran zu kommen. Sie bezieht das auf sein Geständnis, trotz beider Liebe nicht zusammen sein zu können.

    waidwund - Das Wort kommt aus der Jägersprache und bedeutet, dass jemand so schwer verwundet ist, dass er sterben muss. Chiara stellt fest, dass Leonardo sie "waidwund und anklagend" (S. 443) ansieht, nachdem er gestanden hat, dass ihr Aufsatz ihn erschüttert hat.

    Giacomo Leopardi - Der italienische Dichter wird im Buch mehrmals zitiert. Chiara hat einen Aufsatz über ihn geschrieben, der Leonardo beeindruckt hat. Außerdem behandelt sie im Unterricht den "Chor der Toten". Leopardi war ein (vermeintlich?) melancholischer Künstler, der gern über die Natur geschrieben hat.

    Ei des Kolumbus - Eine Redensart, die eine einfache Lösung für ein kompliziertes Problem meint. Chiara sucht oft danach und vergleicht es u.a. mit unerfahrenen Menschen in Beziehungen: "[...]Es ist doch erst klar, wie es aufrecht stehen kann, wenn man gesehen hat, wie es geht."" (S. 196)

    Advocatus diaboli - Diese retorische Strategie wird verwendet, indem man bewusst die Haltung des Gegners einnimmt, um diese dann zu widerlegen. Alessandra (Chiaras Freundin) nutzt diese, um vor Chiara Leonardos Position einzunehmen. Sie denkt, dass es für sein ablehendes Verhalten eine einfache Erklärung gibt.

    ein sardonisches Lächeln - Leonoardo wirft Chiara ein boshaftes Lächeln zu, als er sie beim Lästern über sich ertappt. Wahrscheinlich grinst er siegreich.


     

    Aufbau und Gestaltung


    Das Buch hat 21 Kapitel, die relativ gleichmäßig verteilt sind. Die Kapitel sind mit *** in Abschnitte unterteilt und durch kursiv gedruckte Gedanken ergibt sich eine zusätzliche Gliederung. Das Buch ließ sich dadurch gut lesen.

    Probleme bereiteten mir die Dialoge: Es gibt viele lange Diskusionen, die ohne Ein- und Ausleitewörter notiert sind. Dadurch fiel es mir schwer, den Überblick zu behalten. Außerdem hatte mein E-Book-Reader Schwierigkeiten, die Absätze korrekt darzustellen, sodass die Dialoge aneinander gepresst sind. Das kann in der E-Pub- und mobi-Version anders sein.

    Das Geschehen wird personal aus Sicht Chiaras geschildert, sodass man meist nah an der Figur ist. Nur an einigen Stellen, in denen die Figur nicht weiß, was sie machen oder denken soll, merkt man Distanz und das ist sehr witzig.

    Ein wichtiges Motiv im Buch ist Abba - Alessandra mag Abba und auch Chiara zitiert oft Songs der Band. Die Songs waren nett und passend eingebaut, aber für mich hat sich die "tiefere Bedeutung" nicht erschlossen und besonders kreativ fand ich es nicht. Aber wenn man die Songs mag, wird man Spaß haben. Eine Liste aller zitierten Songs und Filme hat die Autorin auf ihren (italienischen) Blog gestellt. Mein Lieblingssong, der nicht im Buch vorkommt, ist dieser.

    Fazit


    "Tote Dichter küsst man nicht" ist ein schöner Liebesroman mit einigen Besonderheiten. Herzstück des Buches ist der Schlagabtausch der beiden starken Figuren und die vielen Zitate. Allerdings war es mir an manchen Stellen zu klischeehaft und inmitten des Geschlechterkampfes kamen die Bücher zu kurz. Ein Rezensent auf Amazon hat das Buch als "erwachsen" bezeichnet und dem kann ich zustimmen. Manchmal hätte ich mir aber noch etwas Unperfektion gewünscht.

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    Jashrins avatar
    Jashrinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine schöne Liebesgeschichte, bei der ich wunderbar mit der Protagonistin mitfühlen konnte.
    Eine schöne Liebesgeschichte

    Als Chiara zu einem Termin mit ihrer Professorin Silvana eilt, um mit ihr über ihre Doktorarbeit zu sprechen, erlebt sie eine unliebsame Überraschung. Im Büro erwartet sie Leonardo Villani, der neue Assistent und teilt ihr mit, dass er ihre Arbeit in Zukunft betreuen wird, da die Professora einen längeren, unbezahlten Urlaub genommen habe.

    Schon das erste Aufeinandertreffen der beiden verläuft katastrophal. Leonardo lässt kein gutes Haar an Chiaras Arbeit, ist arrogant, überheblich und mehr als unfreundlich. Wie soll sie da ihre Arbeit über Dante beenden? Doch nicht nur bei ihren Treffen muss sich Chiara mit Leonardo auseinandersetzen, auch sonst spukt er ihr immer öfter im Kopf herum, denn neben seiner abweisenden und verletzenden Art ist er dennoch ein brillanter Kopf und überaus attraktiv.

    Chiara als Protagonistin war mir vom ersten Moment an sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Der Autorin Mirya gelingt es scheinbar mühelos ihre Gefühle derart greifbar und nachvollziehbar zu vermitteln, dass ich gemeinsam mit Chiara Hals über Kopf in Leonardo verliebt war, ihn gehasst habe oder an der Gesamtsituation verzweifelt bin.

    Ebenfalls gelungen waren für mich die Schilderungen von Chiaras Migräneanfällen, da ich da leider auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann. Auch wenn ich es selten so heftig habe wie sie, waren die Schilderungen sehr authentisch.

    Besonders die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gefallen, denn ich konnte Leonardos Reaktionen nie vorhersagen. Mal ist er verletzend und versucht Chiara nieder zu machen, wo es nur geht, mal verhält er sich wie der absolute Traumprinz und strahlende Ritter. In der zweiten Hälfte ging es etwas ruhiger zur Sache. Dennoch waren die Gespräche zwischen den beiden das ganze Buch hindurch toll zu lesen. Mal eher ein amüsanter Schlagabtausch, mal ein richtiges Streitgespräch und auch immer wieder reife Gespräche.

    Letzteres ist generell ein Punkt, der die Liebesgeschichte für mich positiv aus der Masse herausgehoben hat. Auch wenn es an ein, zwei Stellen sehr romantisch und zuckersüß wird, so wirkt die Geschichte insgesamt reif und es wird gezeigt, dass es auch viel Arbeit und Mühe kostet eine Beziehung aufzubauen und zu erhalten. Selbst Leonardos anfangs überzogen wirkendes Verhalten klärt sich am Ende schlüssig.

    Auch wenn der Fokus ganz klar auf Chiara und Leonardos Beziehung liegt, so gab es doch ein paar Nebenfiguren, die mir ebenfalls sehr gefallen haben, allen voran Chiaras Schüler Sivieri und ihre Freundin Allessandra.

    Mein größter Kritikpunkt besteht darin, dass es gerade in Chiaras Gedankengängen so einige Wiederholungen gab, besonders wenn es um Leonardos Verhalten ging. Dazu waren mir manche Ausführungen zu Dante und ihrer Arbeit über ihn zu langatmig.

    Überrascht haben mich die häufig auftretenden ABBA-Zitate, die erstaunlich gut auf die unterschiedlichsten Situationen passen und die Geschichte immer wieder aufgelockert haben. Wie gut, dass Chiara so ein großer Fan von ABBA ist.

    Mein Fazit: „Tote Dichter küsst man nicht“ ist eine wunderbare Liebesgeschichte, die durch ihre beiden starken Protagonisten punkten kann. Mir hat es gefallen und wer gerne in Liebesgeschichten abtaucht, der ist hier sicherlich gut beraten.

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 2 Jahren
    Schöne Liebesgeschichte

    "Tote Dichter küsst man nicht" ist in vielerlei Hinsicht eine klassische Liebesgeschichte. Ein Mann und eine Frau treffen aneinander und die Chemie zwischen ihnen stimmt sofort, aber er ist irgendwie ein Idiot, der sie verletzt, und es gibt einige Missverständnisse, bevor sie zueinander finden. Aber zugleich ist es eine ungewöhnliche Liebesgeschichte; es gibt zuckersüße, fast märchenhafte Momente, doch der Grundton der Geschichte ist eher reif. Liebe wird als hart dargestellt, als etwas, an dem man arbeiten muss, wenn man glücklich sein will und es wird gezeigt, dass beide Partner kompromissbereit sein müssen. Das Ideal der perfekten traumhaften Beziehung wird als Stoff für Bücher und Filme präsentiert, während die 'echten' Romanzen kompliziert sind. Obwohl ich diese märchenhaften Erzählungen gerne mag und sie auch mit Freuden lese, hat mir diese doch realistischere Darstellung auch gut gefallen; die Gefühle, die die Protagonisten füreinander haben, sind offensichtlich, aber dennoch ist nicht alles leicht und Liebe allein macht nicht alles gut. Das fand ich erfrischend, obwohl ein bisschen mehr Romantik dem Buch nicht geschadet hätte... die Entwicklung der Beziehung der beiden war glaubwürdig dargestellt, aber als "romantisch" würde ich die meisten Szenen zwischen ihnen nicht bezeichnen. Eher als "spannungsgeladen" und später dann "gefühlvoll" und "aufrichtig". Trotzdem gab es sehr schöne, hoffnungsvolle Momente.

    Chiara und Leonardo sind zwei zu großen Teilen sympathische Menschen mit eindeutigen Charakterschwächen, die auf jeden Fall einige Fehler machen. Wie bereits gesagt ist er zu Beginn der Geschichte sehr unfreundlich zu ihr, was es mir zunächst schwer gemacht hat, ihn zu mögen, während sie später teilweise ziemlich herablassend in Bezug auf seine Situation war. Ich mochte diese Eigenschaften an ihnen nicht wirklich, aber es hat sie greifbarer und echter gemacht und vor allem fand ich gut, dass sie sich vom jeweils anderen nichts haben gefallen lassen. Sie hat nach seinem unmöglichen Verhalten eine Weile gebraucht, um ihm zu verzeihen und er konnte mit ihren Launen auch gut umgehen, woran sich gezeigt hat, dass sie sich gut ergänzen. Gut fand ich auch, dass die ersten Eindrücke, die man von den Figuren hatte, sich später vollkommen umgekehrt haben, als man sie mehr und mehr kennen gelernt hat. Die Nebencharaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet.
    Der Autorin ist es zudem gelungen, die Verweise auf Dante und andere Dichter passend in die Geschichte einzuarbeiten und man konnte spüren, wie leidenschaftlich die Protagonistin ihre Arbeit liebt. Die ganzen Informationen über Dichtung fand ich interessant und sie haben dem Buch eine besondere Note gegeben.

    FAZIT
    Davon abgesehen, dass das Verhalten der Hautpersonen mich manchmal genervt und frustriert hat, hat "Tote Dichter küsst man nicht" mir gut gefallen. Es ist eine schöne, realistische Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und ich würde das Buch empfehlen - auch denen, die normalerweise keine Liebesromane lesen, weil sie ihnen zu seicht sind.
    _________________
    Herzlichen Dank an den Verlag, die mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

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    Saphirasiastasss avatar
    Saphirasiastassvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zieht sich manchmal ist aber sehr lustig 😊
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    hondaladys avatar
    hondaladyvor 2 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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