Mischa Bach , Ulrike Bliefert Törtchen-Mördchen

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Inhaltsangabe zu „Törtchen-Mördchen“ von Mischa Bach

Backe, backe, Kuchen, der Mörder hat gerufen! Eine Mordstorte für die Queen, ein Kleinstadtdealer auf Bienenstich, eine tödliche Tortenschlacht … Zuckerbäckersüße, mandelbittere, locker-luftige und schwarzhumorige Stückchen, gebacken von Daniel Holbe und Ivonne Keller, Thomas Kastura, Tatjana Kruse, Elke Pistor, Uta-Maria Heim, Ulrike Bliefert, Ralf Kramp, Regina Schleheck, Sunil Mann, Petra Busch und vielen anderen. Und als Sahnehäubchen zu jeder Story das Rezept. Köstlich, kreativ und absolut giftfrei!

Schokoladenschwarze Morde, luftigleichter Humor und herbe Schicksale - köstliche Unterhaltung

— Eternity
Eternity

Eine bunte Platte an verschiedenen Leckereien – jedoch nicht ganz gefahrlos zu genießen. Mir hat es jedoch hervorragend geschmeckt.

— Cappuccino-Mama
Cappuccino-Mama
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    Törtchen-Mördchen
    Eternity

    Eternity

    28. September 2016 um 18:37

    Kurzgeschichten sind ja eigentlich nicht so ganz mein Ding. Ich finde es jedes Mal so schade, wenn mir eine Geschichte gefallen hat, dass sie dann so schnell vorbei ist. Doch diese mörderischen, süßen Stücke hier sind wirklich gute Unterhaltung. Sicher, die eine Geschichte ist vielleicht spannender als die andere, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. Dem einen schmeckt der Bienenstich am besten, der andere mag die Schwarzwälder Kirschtorte lieber. Wie gut, dass für jeden etwas dabei ist! Aber Mord ist immer dabei, wie die Krümmel auf dem Teller.Also ran an die Kuchengabeln, setzt den Kaffee auf und schneidet die Torte an! Denn so kann man die mörderischen Geschichten voller Süßem und Kuchen richtig genießen... ;)

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  • Eine bunte Platte an verschiedenen Leckereien – jedoch nicht ganz gefahrlos zu genießen...

    Törtchen-Mördchen
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    17. November 2015 um 14:22

    Ich liebe Kuchen und Torten. Und ich lese für mein Leben gerne, unter anderem auch Krimis, gerne auch Kurzkrimis – ob humorvoll oder todernst. Schön, dass man bei dieser Anthologie beide Leidenschaften miteinander verbinden kann – und das auch noch vollkommen kalorienfrei! Zumindest solange man die im Buch enthaltenen Rezepte nicht zubereitet... Das Cover / Die Gestaltung: Ich liebe dieses Buchcover. Den Hintergrund bildet eine rosafarbene Tapete mit bravem Rosenmuster. Davor steht eine lecker aussehende Torte mit Biskuitboden und rosafarbener Cremefüllung, die mit Himbeeren dekoriert ist. Die Torte ist bereits angeschnitten und mitten in der Torte steckt ein sehr gefährlich aussehendes Messer – passend zum Buchtitel TÖRTCHEN-MÖRDCHEN. Und dort wo das Messer in der Torte steckt, sieht man sogar echtes (Beeren-)Blut. Das Cover ist matt gehalten, lediglich die Torte mit dem Messer, sowie der Buchtitel sind durch einen leichten Glanz hervorgehoben. Dass es sich um eine Anthologie handelt, erkennt man am Hinweis, dass es sich um KÖSTLICHE KURZKRIMIS handelt (hier hätte ich allerdings noch gerne die Anzahl vorgefunden, doch dazu später mehr). Ich hätte es toll gefunden, wenn auf dem Cover vermerkt gewesen wäre, dass auch Rezepte im Buch enthalten sind, auch wenn sich ein Hinweis dazu auf der Buchrückseite findet. Aber letztendlich verleitet so ein Extra manchmal erst dazu, das Buch in die Hand zu nehmen. Schade fand ich, dass nicht alle Autoren auf der Buchrückseite erwähnt wurden, denn verdient hätte dies jeder einzelne Autor. Und mitunter wählen manche Leser ihre Bücher anhand eines bestimmten Autors aus – gestalterisch wäre dies durchaus möglich gewesen, wie ich schon bei Anthologien anderer Verlage gesehen habe. Die Krimis – Inhalt und meine Anmerkungen dazu: Peter Godazgar - WILLI WILL'S ESSEN: Willi ist eine Maus, die nichts mehr als Kuchen, Torten und Backwaren liebt. Wie gerne würde Willi von den Leckereien der Bäckerei Neubauer naschen. Doch dies bleibt ein Traum – solange bis es Willi eines Abends gelingt, in die Bäckerei zu kommen. Willi fühlt sich wie im Schlaraffenland... Mir gefiel diese Geschichte als Einstieg sehr gut. Eine Geschichte aus Sicht einer kleinen Maus – die das Verhalten der Menschen auch mal etwas falsch versteht. Ich musste schmunzeln, als Willi die orange gekleideten Menschen beneidete, die den Inhalt der Tonnen mit nach Hause nehmen dürfen. Regina Schleheck – MUUTZEKOPP (Rezept: Muutzemandeln): Zwei Zwillingsbrüder, wie sie unterschiedlich nicht sein könnten – während Andi eine Bäckerei betreibt, schlägt sein Bruder Kai einen vollkommen anderen Weg ein. Doch eines Tages eskaliert die Situation... Eine Mutter liebt ihre Kinder – egal was auch geschieht. Ein spannender Krimi, der gut vermittelt, wie eine Mutter zwischen ihren beiden Söhnen hin- und hergerissen ist, die um ihre Gunst kämpfen. Das Ende war eine kleine Überraschung. Tatjana Kruse: SUMMSUMMSESUMM! (Rezept: Bienenstich): Ein Dealer sucht im beschaulichen Schwäbisch Hall nach Tom, der ihm bei seinen Geschäften in die Quere kommt. Dabei trifft er auf drei alte Damen – sind diese harmlos oder führen sie etwas im Schilde?... Ich liebe Tatjana Kruses unverwechselbaren schwarzen Humor sehr, weshalb ich mich auf diese Geschichte besonders gefreut habe. Natürlich wurde ich auch diesmal nicht enttäuscht, und die Handlung ließ mich schmunzeln – zu witzig die Vorstellung, wie Kampfhund Destroyer „Desi“ (also Zerstörer) sich von den alten Damen den Bauch kraulen ließ und dabei „schnurrte“. Uta-Maria Heim – TORTENSCHLACHT (Rezept: Tante Hildes Schwarzwälder Kirschtorte): Ein altes Ehepaar trifft auf einer Zugreise einen Mann, der sich sonderbar verhält. Doch plötzlich ist der junge Mann verschwunden – zurück bleibt eine Schwarzwälder Kirschtorte... Die Handlung dieses sehr ruhigen und teilweise vorhersehbaren Krimis ist sehr geprägt vom Lokalkolorit und Gedankengängen, sowie der Geschichte der Schwarzwälder Kirschtorte. Lobenswert erwähnen möchte ich noch die Hinweise im Rezept zu den Besonderheiten und Merkmalen der original Schwarzwälder Kirschtorte). Günther Thömmes – LUTHERS BRÖTCHEN (Rezept: Lutherbrötchen): Balke besitzt etwas, das er gut gesichert in einem Hochsicherheitsgebäude / -tresor, einem Freeport, verwahrt – keine Chance für Diebe, an seinen wertvollen Besitz zu gelangen... Ein wertvolles, historisches Rezept, ein Kunstfälscher und eine aufsehenerregende Veranstaltung mit großem Presserummel – eine interessante und informative Geschichte, die mir recht gut gefiel. Konrad Kujau lässt grüßen. Mischa Bach - NACHTANGST (Rezept: Buchweizenpfannkuchen): Eines Nachts erwacht eine Frau dort, wo sie es nie erwartet hätte – in einem Hochhaus, dem letzten Auftrag ihres Ex-Mannes, einem einst erfolgreichen Architekten. Alte Erinnerungen an den Ex-Ehemann, den längst verstorbenen Sohn, dessen Tag der Geburt sie noch heute verflucht, und das Leben nach der Trennung... Ein Leben auf der Sonnenseite des Lebens, das mehr Schein als Sein ist - eine recht bedrückende, traurige Geschichte. Britt Reissmann – DER KUCHENRÄUBER VON RADEBEUL (Rezept: Tante Ännes Bäbe): Statt des ersehnten Zuschusses zur Karibikreise erwartet eine junge Frau die Fahrt in einem historischen Zug – inklusive Raubüberfall... Ein eher ruhiger Krimi, samt sächsischem Dialekt, passend zum Schauplatz. Nicht besonders realitätsnah, aber dennoch recht unterhaltsam und mit Lokalkolorit. Elke Pistor – SYBILLE (Rezept: Prinzesstorte): Onkel Gustav war ein guter Bäcker und bei seinen Kunden beliebt. Doch nun ist er alt und krank. Jedoch wurde er nicht vergessen, und so bekommt er an seinem 90.Geburtstag unerwarteten Besuch... Zwar ein Krimi, der mich persönlich nicht besonders überrascht hat, allerdings in einem tollen, kurzweiligen Schreibstil, der mir sehr gut gefiel. Thomas Kastura – TRUFFLE ROYALE (Rezept: Rumtrüffel): Ein russischer Oligarch verweilt im fränkischen Bamberg. Dort will er die wertvollste Praline der Welt abholen, die er seiner Verlobten schenken will... Einfach nur köstlich, diese Handlung! Skurril, übertrieben und amüsant. Der Hund namens Gorbatschow, ein sparsamer Chef eines oberfränkischen Backsteinkäseimperiums, ein betrügerischer Hersteller von schwedischen Möbeln, dem Emir von Angina mit Faible für ausgefallene Dinge, sowie die teuerste Praline der Welt, hergestellt aus den seltensten Rohstoffen, waren die Zutaten zu diesem abgefahrenen Krimi, der eine Satire auf das Leben wohlhabender Russen sein könnte. Einer meiner absoluten Lieblingskrimis in diesem Buch – ich wurde positiv überrascht, denn nicht immer traf dieser Autor, wenn ich mich recht erinnere, mit seinen Kurzkrimis meinen Geschmack. Ulrike Bliefert – RITAS FLUCH (Rezept: Friesische Teewaffeln): Axel Wullenschläger und seine Freundin Rita haben sich getrennt. Geblieben ist dem jungen Mann lediglich ein Tattoo mit dem Namen seiner Ex. Doch nun ist Axel frisch verliebt. Aber wie soll er seiner Freundin die Sache mit der Tätowierung erklären? Zum Glück hat Axel eine richtig geniale Idee... Ulrike Bliefert kenne ich bereits seit Kindertagen als Schauspielerin, seit einigen Jahren nun auch als Autorin diverser Jugendthriller. Gelesen habe ich allerdings noch keines ihrer Bücher. So hatte ich nun die Gelegenheit, endlich eines ihrer Werke zu lesen – und ich muss sagen, dass mir sowohl die Handlung, als auch der Erzählstil sehr gut gefielen. Ralf Kramp – DAS AUGE DES GESETZES (Rezept: Dotty Fowler's Carrot Cake): Hoher Besuch steht an – in einem Dorf erwartet man die Queen nebst ihrem Gemahl. Dotty Fowler ist ganz in ihrem Element – sie darf ihren preisgekrönten Kuchen für das Kuchenbüffet backen, und dabei sollte ihr keiner in die Quere kommen. Doch dann kommt es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall... Das ist wohl der bekannte englische Humor, auch wenn er der Phantasie eines deutschen Autors entsprungen ist – wunderbar humorvoll und mit Schmunzelgarantie, die diese Geschichte zu einem meiner Lieblinge des Buches machte. Nadine Buranaseda – DIE LEIDEN DES JUNGEN D. (Rezept: Veganer Blaubeer-Quark-Kuchen): Während der Besichtigung eines Hauses werden bei einem Kaufinteressenten alte Erinnerungen wach: Hier wurde vor Jahren eine junge Frau tot aufgefunden. Hat sie sich selbst umgebracht, oder wurde sie zum Mordopfer?... Eine spannende Handlung, die unterteilt in zwei Handlungsstränge ist – Gegenwart und Vergangenheit. Durch kursive Textstellen wird die Handlung in der Vergangenheit kenntlich gemacht. Lisa Graf-Riemann – AMORS BOGEN (Rezept: Mozartkugeln): Mozartkugeln werden in Salzburg in Handarbeit hergestellt – ist doch Ehrensache! Doch eines Tages taucht ein Fabrikant auf, der die Leckereien maschinell fabrizieren will... Ein Maskenball, eine heimliche Liebschaft und die Ermordung von Franz Ferdinand, dem österreichischen Thronfolger, sind die Bestandteile des historischen Krimis, der den Leser in die „guten alten Zeiten“ entführt. Martina Schmoock – OCHSENAUGEN (Rezept: Ochsenaugen): Omas Häuschen wurde bereits verkauft – samt der altertümlichen, aber so gemütlichen Einrichtung, wie dem alten Holzherd. Doch plötzlich sind die neuen Besitzer verschwunden... Eine charmante Geschichte mit Kindheitserinnerungen, stimmungsvoll beschrieben – das Zubereiten der Speisen auf dem Emailleherd, das alte Geschirr,... - wunderbar geschildert. Doch natürlich ist nicht alles so idyllisch wie es erst scheint. Beate Maxian – A FREMDE UNTERM STEFFL (Rezept: Fiakerkrapfen): Fiaker-Mitzi ist in ihrem Beruf erfolgreich, nicht zuletzt durch ihre leckeren Krapfen. Doch unter ihren männlichen Kollegen gibt es auch einige Neider... Alles andere als beschaulich – ein Machtkampf unter Kollegen, bei dem mit harten Bandagen gekämpft wird, ob mit Beleidigungen, Drohungen – oder vielleicht noch mehr? Christina Striewski – HAGELZUCKER (Rezept: Zimtschnecken / Kanelbullar): Vor Jahrzehnten war Greta in Schweden als Kindermädchen tätig. Dann kehrte sie in ihre Heimat nach Deutschland zurück. Doch sie war nicht mehr die, die sie einst war... Wieder ein Krimi, der sich sehr flüssig lesen lässt, und bei dem mir die Handlung sehr gut gefiel. Die Vergangenheit lässt Greta auch nach Jahrzehnten nicht los. Petra Plaum – WELCOME TO THE HEARTATTACK HOTEL (Rezept: Cupcakes „Best of Ireland“): Das Heartattack Hotel ist eine Zuflucht für unglücklich verheiratete Frauen. Hier können sie ihr Herz ausschütten und es wird nach einer Lösung gesucht... Hilfe zur Selbsthilfe – auf die besondere Art. Männer können grausam sein, Frauen aber auch - ein schwarzhumoriger Krimi, der mir gefiel. Amelie Kirsch – MANDEL-MANNE (Rezept: Mannes Mandeln): Manfred lebt in seinem Wohnmobil und hat viele Bekannte. Er kümmert sich um die zwölfjährige Chantalle, die bei ihrer Mutter und dem Stiefvater lebt. Doch eines Tages verschwindet das Mädchen spurlos... Ein Krimi über Außenseiter - schockierend, sehr bedrückend, aber gut durchdacht. Eva Klingler – ALI ODER SO ÄHNLICH (Rezept: Nazukner aus Armenien): Irmhild ist das schwarze Schaf in ihrer Familie. Im Gegensatz zu ihren beiden Schwestern hat sie keine Familie gegründet, sondern hat eine Beziehung zu einem Ausländer. Doch jedes Jahr zu Weihnachten trifft sich die Familie... Eine Situation wie man sie (leider) kennt: Vorurteile gegen fremde Kulturen, das Nicht-Akzeptieren anderer Lebensweisen, sowie scheinheiliges Verhalten. Schade, wenn sich die Angehörigen gegen ein Familienmitglied verbünden. Sunil Mann – AUF DÜNNEM EIS (Rezept: Vermicelles-Törtchen): Zwei Geschwister treffen sich auf einer Beerdigung wieder, und erinnern sich an ihre Kindheit zurück – die Samstage mit ihrem Vater, die unglückliche Ehe der Eltern und an einen verhängnisvollen Tag... Erstens kommt es anders, als man zweitens denkt. Eine unerwartete Wendung überrascht den Leser. Angela Eßer – LADY IN BLUE (Rezept: Glückskekse): Eines Tages taucht in einem Hochhaus eine in Blau gekleidete Dame auf. Zurück bleibt ein Paket mit einem geheimnisvollen Inhalt... Mich ließ die Geschichte etwas ratlos zurück – das Ende ließ in meinen Augen Platz für eigene Interpretationen. Daniel Holbe & Ivonne Keller – BITTER & ZART (Rezept: Muffin-Versuchung – mit geschmolzenem Kern): Heike liebt Ralf, und beide verbindet die Leidenschaft für handgefertigte Pralinen – Heike liebt eher Pralinen mit Bitterschokolade und Marzipan, während Ralfs Leidenschaft den Toffees gilt. Nichts wünscht sich Heike mehr, als dass ihr Freund ihr endlich den langersehnten Heiratsantrag macht. Doch der hat ein streng gehütetes Geheimnis... Oh ja, eine richtig tolle, etwas pikante Handlung. Zwei Naschkatzen, die nicht unbedingt den gleichen Geschmack hatten, in so mancher Hinsicht. Ich jedenfalls habe mich amüsiert. Petra Busch – MAMAS ACHTZIGSTER GEBURTSTAG (Rezept: Windbeutel): Der stark übergewichtige Holger lebt mit seinen inzwischen 53 Jahren noch immer bei seiner wohlhabenden Mutter. In deren Augen ist ihr „Püppi“ ein Versager. Doch dann verbringen Mutter und Sohn den achtzigsten Geburtstag der alten Dame in einem kleinen Windbeutel-Hotel... Eine bitterböse Geschichte mit jeder Menge schwarzem Humor, die mir sehr gut gefiel – sowohl vom Schreibstil, als auch von der humorvollen Handlung. Hier hat die Herausgeberin eine Geschichte nach meinem Geschmack geschrieben – eines der Highlights dieser Krimisammlung. Ralf Kramp – BACKE, BACKE KUCHEN, DER MÖRDER HAT GERUFEN! ...als krönenden Abschluss gibt es ein Gedicht, voll mit schwarzem Humor. Eine wunderbar umgedichtete Variante eines bekannten Kinderliedes. Allgemein-Meinung: Es sind die üblichen Verdächtigen, die hier mit ihren Törtchen, Kuchen, Muffins, Pralinen,... morden, ebenso wie Autoren, die ich bisher nicht kannte. Und es ist geradezu unglaublich, dass in dieser Krimi-Sammlung alle (!) Krimis meinen Lesegeschmack trafen, denn dies ist nur höchst selten der Fall – meist gibt es doch den ein oder anderen „Ausreißer“, der so überhaupt nicht meinem Geschmack entspricht. Ohne einen Namen nennen zu wollen – selbst ein Autor, der es bisher nicht geschafft hatte, mein Leserherz zu erobern, konnte mich diesmal mit seinem Kurzkrimi voll und ganz (!) begeistern. Neu ist die Idee nicht, Krimis mit den passenden Rezepten zu kombinieren – ich mag diese Kombination sehr gerne. Mitunter macht das Lesen ja durchaus Appetit auf die erwähnte Leckerei. Hier finden sich 23 Kurzkrimis, sowie ein Gedicht zusammen, 24 Autoren zeigten sich von ihrer mörderischen und zugleich kulinarischen Seite. Wer die anstehende Adventszeit also kalorienfrei genießen möchte, könnte dieses ca. 350 Seiten starke Buch auch hervorragend als Adventskalender benützen. Im Anhang befinden sich die Porträts zu den Autoren und Autorinnen, was meiner Meinung nach auch wirklich dazugehört, denn man will ja etwas über die einzelnen Verfasser erfahren – zumindest bei mir ist dies der Fall. Schade, dass es zu den einzelnen Autoren keine Fotos gibt, aber dank der angegebenen Homepages kann man sich ja dann doch noch ein Bild zu jedem einzelnen machen. Wo sich die Infos zu den Autoren befinden sollten, ist ja immer etwas Geschmacksache – alle Autoren im Anhang (so wie es hier der Fall ist), oder doch direkt im Anschluss an den Krimi? Gewünscht hätte ich mir allerdings, dass der Titel des Kurzkrimis jeweils erwähnt worden wäre, denn so muss man erst den Autor dem Krimi zuordnen. Vermisst habe ich ein Rezeptverzeichnis, dies hätte meiner Meinung nach ins Inhaltsverzeichnis gehört, oder alternativ dazu in ein extra Verzeichnis. Da weder das eine, noch das andere vorhanden ist, hilft da wohl nur das Suchen nach dem gewünschten Rezept. Dennoch – wer gerne Kurzkrimis liest, dem bietet sich hier eine bunte Mischung unterschiedlichster Krimis – von humorvoll, über bitterböse, bis zu Krimis, bei denen man schwer schlucken muss – hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Das Cover gefällt mir sehr gut – sowohl von der Farbgebung, als auch vom Motiv her, und die Rezepte sind eine tolle Ergänzung. Fazit: Wie es in Anthologien üblich ist, gibt es hier Leckereien für jeden Geschmack – ob leicht bekömmlich oder schwer verdaulich. Hier haben eine Vielzahl Autoren ihre Köstlichkeiten gebacken – ob mit List und Tücke garniert, mit Rachegedanken zusammengeknetet, - Herausgeberin Petra Busch präsentierte in TÖRTCHEN-MÖRDCHEN ein buntes Kuchenbüffet, das mir literarisch hervorragend mundete. Die Zusammenstellung der Kurzkrimis gefiel mir sehr gut, und ich freute mich über das Treffen mit „alten Bekannten“ unter den Autoren, aber auch mit mir unbekannten Autoren. Bei dieser Anthologie hatte ich das Glück, auf Geschichten zu treffen, die mir gefielen, was leider nicht immer der Fall ist – so ansprechend wie bereits das Cover war, so waren auch die Kurzkrimis. Und die passenden Rezepte sind eine Bereicherung – da werde ich sicherlich das ein oder andere nachbacken. Daher kann ich diese köstlichen Kurzkrimis weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.

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