Misha Anouk Goodbye, Jehova!

(42)

Lovelybooks Bewertung

  • 38 Bibliotheken
  • 7 Follower
  • 2 Leser
  • 13 Rezensionen
(25)
(12)
(4)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Goodbye, Jehova!“ von Misha Anouk

Was passiert eigentlich auf der anderen Seite der Tür, wenn du sie den Zeugen Jehovas vor der Nase zuschlägst? Zeugen Jehovas kennen die meisten von uns nur aus der Fußgängerzone oder als lästigen Besuch an der Tür – häufig etwas bieder, vor allem aber harmlos. Misha Anouk weiß, wie es auf der anderen Seite aussieht. Er wuchs in einer Zeugen-Jehovas-Familie auf und lief im Predigtdienst von Haustür zu Haustür – stets hoffend, keine Mitschüler zu treffen. Mit erfrischendem Humor erzählt er von einer Kindheit ohne Weihnachten, aber mit Geistern, von ersten Zweifeln und Weltuntergängen, die auf sich warten lassen. In seinem mitreißenden Insiderbericht analysiert Misha Anouk die emotionale Verführung der Zeugen Jehovas, beschreibt Organisation und Struktur der Wachtturm-Gesellschaft und erzählt, weshalb er schließlich eine Sünde beging, um die bekannteste Sekte der Welt zu verlassen.

Ein sehr interessanter Einblick in das Leben als Zeuge Jehovas und vorallem in die Strukturen und Arbeitsweise der Organisation.

— sariii
sariii

Musste richtig durchbeißen um das Buch zu Ende zu bringen. Einige sehr gute Passagen, aber großteils zu weitscheifend erzählt. Schade!

— Sahani88
Sahani88

Entwickelte mit der Zeit unerwarteten Tiefgang. Dennoch witzig, und flüssig zu lesen. Unbedingte Empfehlung!

— rumble-bee
rumble-bee

sehr interessant, guter Einblick

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Sehr mutiges Buch. Ein objektiver Einblick in die Welt der ZJ. Eine Hilfe für alle, die Aussteiger/-innen auf ihrem neuen Weg begleiten.

— Zwiebelchen
Zwiebelchen

Ein tief berührendes Buch , welches eindringlich schildert, wie destruktiv die Sekte "Zeugen Jehovas" in Familien eingreift.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Für mich als Außenstehende hat „Goodbye, Jehova!“ einen außerordentlich interessanten Einblick in die Welt der Zeugen Jehovas gegeben!

— Sick
Sick

Ein sehr schönes, aufschlussreiches Buch. Ich fand es sehr spannend Einblicke eines Aussteigers zu erfahren. Danke für diese Einblicke

— Si-Ne
Si-Ne

Packender, sehr informativer und auch emotionaler Einblick in eine fremde Welt- sehr mutig!

— MaggieGreene
MaggieGreene

Mutig, wichtig, gut geschrieben!

— Knigaljub
Knigaljub

Stöbern in Sachbuch

Glücklich wie ein Däne

Lehrreich, kurzweilig und sehr beeindruckend!

notthatkindofagirl

Die Profiteure des Terrors

Wie Deutschland an Kriegen verdient und arabische Diktaturen stärkt (Buchuntertitel)

kvel

Welt im Zwiespalt

Großartiger Überblick über das letzte Jahrhundert. Es geht dabei nicht nur um Politik und die Kriege, sondern auch um Kunst, Wissenschaft, e

ban-aislingeach

Die Cappuccino-Strategie

Tolles Buch, was einem Motivation gibt und einem zeigt das man schon mit kleinen Veränderungen Großes erreichen kann.

Xynovia

The Brain

Sehr verständlich geschrieben und sehr unterhaltsam.

buchbaron69

Das Rushing Woman Syndrom

Sehr repititive Abhandlung über körperliche und seelische Aspekte, die zu Stess führen, allerdings für mich nur bedingt hilfreich

Isalay

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • eBook Kommentar zu Goodbye, Jehova! von Misha Anouk

    Goodbye, Jehova!
    Burkhalter Brigitte

    Burkhalter Brigitte

    via eBook 'Goodbye, Jehova!'

    Sauber und ohne Groll verfasst. Ich kam mir beim Lesen wie in meinem eigenen Film vor - genauso, nur zwanzig Jahre früher...Vielen, vielen Dank

    • 2
  • Frauen in knielangen Röcken

    Goodbye, Jehova!
    berka

    berka

    10. July 2015 um 23:37

    ...fallen auf. Sind sie in Begleitung eines Herrn im Anzug, der eine Aktentasche trägt so handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Zeugen Jehovas. Die machen sich in letzter Zeit rar, auch an der Haustür sind sie mir lange nicht begegnet. Aber es gibt sie noch. Einer ihrer Königreichssäle befindet sich in meiner Nachbarschaft, und dort ist gelgentlich Betrieb, freitagsabends und sonntags z. B. Vertreter der Zeugen Jehovas sind mir schon häufig begegnet. Früher gehörten sie zum Straßenbild, den Wachtturm anbietend. Einmal haben sie mich in meinem Wohngemeinschafts-Zimmer besucht: ein älteres Paar stand eines morgens vor der Tür und bot ein Gespräch an. Ich ließ sie hinein. Der Mann zog ein schwarzes Etui aus seiner Tasche und für einen Moment fürchtete ich er könnte einen Revolver zücken. Es war aber nur seine Bibel. Recht intensiven Kontakt hatte ich während eines Ferienjobs. Ich fuhr als Gehilfe mit einem Landvermesser durch die Gegend der aktiver Zeuge Jehova war. Während unserer Fahrten hatten wir viel Zeit für Gespräche, die er teilweise für religiöse Themen nutzte. Da ich zu jener Zeit Theologie studierte fühlte ich mich genötigt gegenzuhalten, muss aber eingestehen dass ich einen schweren Stand hatte. Sein Weltbild war recht geschlossen und er war gut geschult. Die Gespräche waren aber nicht unangenehm. Noch später ließ ich mich einmal auf einen Besuch von zwei relativ jungen Zeuginnen ein der sich aus einem Haustürgespräch ergab, mit ähnlichem Verlauf. Ich musste mich aber schon recht deutlich abgrenzen um die Diskussion zu beenden. Seitdem vermeide ich weiterführende Gespräche. Mein Eindruck ist auch dass die Zeugen nicht mehr so präsent sind. Soviel zu meinen Erfahrungen mit Zeugen Jehovas. Zum Buch hat Manuela schon viel gesagt. Ich musste mich ein wenig hindurchkämpfen, denn es ist recht ausführlich und einige Dinge wiederholen sich. Ich habe aber viel darüber erfahren wie die Zeugen Jehovas intern funktionieren, und welchen Tücken ihre Mitglieder ausgesetzt sind. Aber auch über die Geborgenheit die eine solche Glaubensgemeinschaft bietet, solange man nicht an ihren Grundsätzen zweifelt. Misha A. schreibt recht unterhaltsam und belegt seine Aussagen immer wieder mit Zitaten aus dem Schrifttum der Zeugen. Er schildert den Jahresablauf und die Aktivitäten in der Gemeinde und geht auch auf deren Historie ein, weltweit und in Deutschland. Erschreckend ist die Konsequenz mit der er sich von seinen Eltern trennen musste als er sich schließlich lossagte. 

    Mehr
  • Ein reflektierter Einblick in eine Sekte!

    Goodbye, Jehova!
    MiraBerlin

    MiraBerlin

    Inhalt Zeugen Jehovas kennen die meisten von uns nur aus der Fußgängerzone oder als lästigen Besuch an der Tür - häufig etwas bieder, vor allem aber harmlos. Misha Anouk weiß, wie es auf der anderen Seite aussieht. Er wuchs in einer Zeugen-Jehovas-Familie auf und lief im Predigtdienst von Haustür zu Haustür - stets hoffend, keine Mittschüler zu treffen. Mit erfrischendem Humor erzählt er von einer Kindheit ohne Wehnachten, aber mit Gesitern, von ersten Zweifeln und Weltuntergängen, die auf sich warten lassen. In seinem mitreißenden Insiderbericht analysiert Misha Anouk die emotionale Verführung der Zeugen Jehovas, beschreibt Organisation und Struktur der Wachtturm-Gesellschaft und erzählt, weshalb er schließlich eine Sünde beging, um die bekannteste Sekte der Welt zu verlassen. Wie über jede Glaubensgemeinschaft gibt es auch über die Zeugen Jehovas etliche Gerüchte. Aber welche sind davon wirklich wahr? Sekten reizen mich im Allgemeinen irgendwie sehr und ziehen mich aufgrund der Begeisterung so vieler Menschen immer wieder in ihren Bann. Dennoch ist mir auch bewusst, wie gefährlich Sekten sein können. Angeblich. Jedenfalls wird einem das von der frühen Kindheit eingetrichtert. Ich selbst wollte aber mehr über die Zeugen Jehovas wissen. Dabei wollte ich mir nicht nur theoretisches Wissen aneignen wie z.B. durch irgendwelche Aufklärungsbehörden, sondern ich wollte Erfahrungsberichte. Und genau einen solchen bekam ich durch dieses Buch. Zugegeben - die Informationen schockierten mich teils sehr. Nie und nimmer hätte ich mit einem solchen emotionalen und sozialen Druck in einer solch friedliebenden Gemeinschaft gerechnet. Hin und wieder wurde der Autor sehr emotional, wenn er sich an seine eigene Vergangenheit erinnerte. Dementsprechend involviert war man in das Geschehen und betrachtete es nicht sofort mit totaler Skepsis. Man litt förmlich mit Misha Anouk und konnte nicht glauben, wie es möglich sein kann, dass sich so eine Organisation so lange durchsetzen und behaupten kann. Hier werden nicht nur irgendwelche Gerüchte aufgestellt. Alles wird mit Artikeln aus der Wachtturm-Gesellschaft untermauert, wodurch das Buch noch mehr an Authentizität gewinnt. Ich hatte zudem auch das große Glück an einer Leserunde mit dem Autor teilzunehmen. Dort waren auch andere Zeugen Jehovas vorzufinden, die aber - genauso wie der Autor selbst - inzwischen ausgetreten sind. Dies war äußerst hilfreich für mein Verhältnis zu dem Buch, da diese die dort überlieferten Informationen unterstützen konnte. So erschien mir alles auch glaubwürdiger. Mein einziges Problem mit diesen Auszügen von den Wachtturm-Ausgaben war aber eben, dass das Buch manchmal zu komplex wurde. Natürlich sind die Dinge leicht verständlich geschrieben - schließlich soll jeder "Idiot" sie verstehen und nicht falsch interpretieren können - aber dennoch machte es das Lesen zugleich auch anstrengender. Ich selbst musste das Buch in mehreren Etappen lesen, weil es mir von den Informationen her einfach zu viel wurde. Das Buch hat mich zugleich aber auch einfach aufgewühlt - anders kann ich es nicht beschreiben. Misha Anouk lässt den Leser sehr nah an seine Vergangenheit ran, weshalb dieser auch nicht die Augen verschließen kann vor den schrecklichen Geschehnissen in dieser Sekte. Dennoch hat er zugleich einen so kessen Humor drauf, dass man sich beim Lesen zugleich auch gut unterhalten fühlte. Alles in allem ist dies ein sehr lesenswerter Einblick in die Welt der Zeugen Jehovas. Mir selbst hat es vor allem gefallen, dass nicht die Mitglieder verurteilt wurden für ihr Handeln, sondern vor allem die höchsten Köpfe dieser Organisation. Denn zumindest zum Ende hin gelingt es dem Autor, inneren Frieden mit dieser Sekte zu schließen. Dieses Buch ist also kein Rachefeldzug gegen eine Sekte. Es werden sowohl positive als auch negative Aspekte dargestellt. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich näher mit den Zeugen Jehovas befassen will. Aber Vorsicht: dieses Buch ist harter Brocken - vor allem in emotionaler Hinsicht!

    Mehr
    • 2
    Arun

    Arun

    21. May 2015 um 19:11
  • Gratwanderung zwischen Sachbuch und persönlichem Gespräch

    Goodbye, Jehova!
    rumble-bee

    rumble-bee

    21. April 2015 um 16:06

    Das auffälligste Kennzeichen dieses Buches ist sicherlich, dass es sich in keine Schublade so recht einordnen lässt. Sicher ist es ein Sachbuch, hat aber deutliche Anteile von Erzählung, Reportage und Autobiographie. Von allem etwas! Dazu noch der teils recht flapsige Gesprächston, und fertig ist die Verwirrung. Nein, so schlimm fand ich es wieder nicht! Ich fand die ungewöhnliche Mischung sogar ausgesprochen lesbar! Und das bei einem derart "verminten" und komplexen Thema. Ich empfinde es als nicht unerhebliche Leistung des Autors, den interessierten Leser nicht nur zu informieren, sondern auch persönlich anzusprechen und zu unterhalten. Im Non-Fiction-Sektor eine Seltenheit. Misha Anouk ist in der Glaubensgemeinschaft der "Zeugen Jehovas" aufgewachsen, und berichtet hier von seinem langen Zweifeln und letztendlichem Ausstieg. Berührt hat mich seine schonungslose Ehrlichkeit, was seine "Sünden" und seine Ziellosigkeit nach dem Ausschluss betrifft. Einen dicken Kloß hatte ich im Hals, als er sogar im Nachhinein noch Verständnis für seine Eltern aufbringt, die er praktisch nicht mehr sehen darf. Sicher, er kann sich eine teilweise bissige Darstellungsweise nicht verkneifen. Dafür punktet das Buch aber mit sehr profunden Gedankengängen im letzten Drittel: wie kann es passieren, dass sich ein Gedankengebäude derart verselbständigt? wie kommt es, dass kein Einzelner etwas Böses will, und dennoch menschliche Katastrophen entstehen? Wie entstehen überhaupt Religionen? Was ist Gedankenkontrolle? Warum wollen Menschen glauben? Und vieles mehr. Sicher ist Misha Anouk kein Religionswissenschaftler, macht dies aber durch Unmittelbarkeit und Nachvollziehbarkeit wieder wett. Der Aufbau des Buches ist sicher auch etwas eigen. Es beginnt mit der Widerlegung von gängigen Vorurteilen. Dann folgt der Ablauf einer typischen "Zeugen"- Woche und -Karriere. Dann erst Hintergründe zur Entstehung der Sekte. Und zuletzt, in mehreren packenden Kapiteln, der Ausstieg, bzw. Ausschluss. An keiner Stelle verheimlicht der Autor dabei, dass es ihm die überwiegende Zeit als Kind gar nicht mal schlecht ging! Ich bin selber in einer ähnlichen Gruppierung groß geworden, und kann nur sagen, Misha Anouk hat die Mechanismen, die in solchen Gemeinschaften am Werk sind, großartig getroffen. Ich würde potenziellen Lesern nur einen Rat mit auf den Weg geben wollen: bitte nicht lesen, wenn ihr ein wirklich profund recherchiertes und "wasserdichtes" Sachbuch erwartet. Hier wird man als Leser ganz persönlich angesprochen, und in die Geschichte gezogen. Wenn man bereit ist, sich darauf einzustellen, wird das Buch zur gelungenen Lektüre.

    Mehr
  • Leserunde zu "Goodbye, Jehova!" von Misha Anouk

    Goodbye, Jehova!
    MishaAnouk

    MishaAnouk

    Liebe Lovelybooks-Menschen! Am 24. Oktober 2014 erscheint mein erzählerisches Sachbuch "Goodbye, Jehova!" im Rowohlt Verlag als rororo-Taschenbuch.  Schon vorab möchte ich euch zu meiner Leserunde einladen. 20 von euch erhalten noch vor dem Erscheinungstag die Möglichkeit, hineinzuschmökern. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn  ihr euch zahlreich bewerbt  , ihr diese Leserunde begleitet und bereichert.   Ich freue mich auf euch! Hier die Inhaltsangabe von "Goodbye, Jehova!": Was passiert eigentlich auf der anderen Seite der Tür, wenn du sie den Zeugen Jehovas vor der Nase zuschlägst? Zeugen Jehovas kennen die meisten von uns nur aus der Fußgängerzone oder als lästigen Besuch an der Tür – häufig etwas bieder, vor allem aber harmlos. Misha Anouk weiß, wie es auf der anderen Seite aussieht. Er wuchs in einer Zeugen-Jehovas-Familie auf und lief im Predigtdienst von Haustür zu Haustür – stets hoffend, keine Mitschüler zu treffen. Mit erfrischendem Humor erzählt er von einer Kindheit ohne Weihnachten, aber mit Geistern, von ersten Zweifeln und Weltuntergängen, die auf sich warten lassen. In seinem mitreißenden Insiderbericht analysiert Misha Anouk die emotionale Verführung der Zeugen Jehovas, beschreibt Organisation und Struktur der Wachtturm-Gesellschaft und erzählt, weshalb er schließlich eine Sünde beging, um die bekannteste Sekte der Welt zu verlassen... Misha Anouk, geboren 1981 auf Gibraltar, wohnhaft in Wien, ist freier Autor und bloggt regelmäßig auf www.indub.io und twittert unter @mishaanouk. Informationen zum Buch auf der Homepage von Rowohlt. Ihr möchtet bei der Leserunde mitmachen? Großartig! Teilt mir das in einem Kommentar mit und erzählt, ob und welche Berührungspunkte ihr schon mal mit Zeugen Jehovas hattet. Unter allen Teilnehmern verlose ich gemeinsam mit Rowohlt 20 Leseexemplare. Bewerbungsschluss ist Mittwoch, der 8. Oktober. Die GewinnerInnen erhalten dann noch vor der dem offiziellen Erscheinungstag ihr druckfrisches Exemplar – alle anderen dürfen und sollen natürlich trotzdem bei der Leserunde mitmachen und ab Erscheinungstag mit einsteigen. Ich werde versuchen, zwei bis drei Mal die Woche hier reinzuschauen und mich an eurer Leseerfahrung zu beteiligen. Ich freue mich auf den Austausch! Viel Spaß, euer Misha Anouk P.S. In einem der Unterthemen findet ihr den Link zu einer Leseprobe!

    Mehr
    • 439
  • Verschenktes Potential

    Goodbye, Jehova!
    Lobpreisfreak

    Lobpreisfreak

    Ich habe mir viel Zeit mit der Rezension dieses Buches gelassen, weil ich es schwierig fand, es zu bewerten. Das liegt vor allem daran, dass nicht deutlich ist, was diese Monographie eigentlich sein möchte. Sie geht nicht stringent in eine Richtung. Dafür mit wackelnden Ansätzen in viele. Zunächst einmal ist "Goodbye, Jehova!" ein Erfahrungsbericht mit der vielleicht größten Sekte der Welt. Mitunter ein sehr persönlicher. Das wird auch durch den Stil unterstrichen, der zweifelsohne dem eines persönlichen Gespräches nachempfunden ist. Die Folge sind nicht selten flapsige, sehr umgangssprachliche Formulierungen, die einige Rezensenten bereits dazu gebracht haben, das Buch als "sprachliches Desaster" zu bezeichnen. Dies ist sicherlich unfair. Es zieht nur das konsequent durch, was es sein will: ein persönliches Gespräch, was stets durch die Persönliche Anrede "Du" - was vielleicht wiederum einige Leser abschreckt - unterstrichen wird. Aber will es das. Der Autor weist wiederholt darauf hin, dass seine Kritik den Zeugen Jehovas, ihrem Lehrgebäude und vor allem der Wachturm-Gesellschaft geht. Da kommt man um eine Kritik der Bibelauslegung der Zeugen nicht herum. So weit, so gut. Trotzdem hat man nicht selten das Gefühl, dass die Bibel und ihre Inhalte selbst - und damit auch alle auf ihr basierenden Glaubensgemeinschaften, wie Formen des Christen- und Judentums - angegriffen werden. Das ist an sich nicht unzulässig, geschieht aber in einer unqualifizierten Art und Weise weil es hier an Kenntnissen der theologischen Exegese mangelt. Das Problem hierbei ist,, dass Leser, die sich mit solchen Dingen sonst nicht beschäftigen, ein verzerrtes Bild nicht nur von den Zeugen, sondern von der Bibel selbst und dem auf ihr basierenden Glauben erhalten. "Das glauben die!?" Nein. Das glauben sie nicht. Das ist auch nicht mal zwingend Ansicht der Zeugen. Nur Ansicht des Autors. Diese ist jedoch nicht ausreichend als solche gekennzeichnet. Anuok verschafft seiner Monographie immer wieder einen pseudowissenschaftlichen Anstrich durch die Zitation mehrerer Quellen. Dadurch bekommt der Leser den Eindruck, "die Wahrheit" und nicht nur eine subjektive Darstellung vor sich zu haben. Viele seriöse Quellen, wie z.B. Max Weber sind dabei. Aber eben auch Dinge wie Christopher Hitchens´ "Der Herr ist kein Hierte" (engl.: "God is not great"), ein Buch, was sicherlich viele Leser gefunden hat, aber lediglich populärwissenschaftlich ist und in der wissenschaftlichen Philosophie kein hohes Ansehen genießt, weil es wissenschaftlichen Standards dieser Disziplin nicht gerecht wird. Auch hier ist wieder das Problem: Der durchschnittliche Leser wird dies nicht wissen. Wenn solche Quellen neben Max Weber auftauchen, hält man sie plötzlich auch für seriös. Und so pendelt Anuok immer zwischen Wissenschaft, Pseudo- und Populärwissenschaft und persönlicher Darstellung hin und her. Es ist nicht klar, was genau diese Monographie erfüllen will und dies birgt die Gefahr, dass der Leser - dank mangelnder Kennzeichnung- , Dinge für wissenschaftlich hält, die es nicht sind. Ist man aber fähig und gewillt, die Dinge klar zu trennen und bei Bedarf entsprechende Recherche in die Leseerfahrung hineinzustecken und schreckt einen die persönliche Sprache nicht ab, dann ist Misha Anuoks "Goodbye, Jehova!" auf jeden Fall lesenswert. 

    Mehr
    • 2
  • Ausstieg aus Überzeugung

    Goodbye, Jehova!
    Seralina1989

    Seralina1989

    27. December 2014 um 00:19

    Das Leben bei den Zeugen Jehovas. Der Einstieg dazu kann ganz leicht sein... Doch was, wenn man dieser Gruppierung nicht beigetreten ist, sondern hinein geboren wurde? Wenn man mit den Idealen der Jehovas aufgewachsen ist und nie etwas anderes kennen gelernt hat? Genauso erging es Mischa Anouk. In dieser Autobiographie berichtet er über seine Kindheit und Jugend bei den Jehovas. Wie er erste Zweifel spürte und wie er schlussendlich bei den Jehovas ausstieg... Nachdem ich seit "Das Leben ist keine Waldorfschule" unter seinem damaligen Namen Mischa Sarim Vérollet (bevor er den Namen seiner Frau annahm) alle Bücher des Autoren gelesen und geliebt habe, war für mich klar, dass auch dieses Buch in mein Regal gehört - egal um welches Thema es gehen mag. Anfangs habe ich den Buchtitel nicht ganz für voll genommen. Ich kaufte das Buch quasi blind. Schließlich trugen auch schon frühere Bücher etwas  skurrile Titel. Trotzdem ließ ich mich auf das Experiment ein, auch mal etwas anderes zu lesen als lustige Episoden aus dem Leben des Autoren. Beginnend mit der Geburt und den früheren wie späteren Kinderjahren über seine Teenagerjahre bis ins iunge Erwachsenenalter arbeitet sich Mischa Anouk langsam durch seine Zeit bei den Jehovas durch. Am Ende berichtet er selbstverständlich auch, wie er aus der Gemeinde ausgeschlossen wurde und wie es ihm in der Zeit nach seinem Ausschluss erging. Dabei bringt er dem Leser immer wieder Zusammenhänge durch Zitate sowohl aus interner Literatur (z.B. dem "Wachtum") und externer Literatur bzw. Zitate aus Gesprächen mit Experten mit ein - ohne dass es allzu trocken wird. Das ganze erzählt er dabei völlig rational und ruhig. In KEINEM Moment hatte ich den Eindruck, dass der Autor einen Hass auf die Jehova-Gesellschaft hat und deshalb meint, gegen sie hetzen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Er bleibt objektiv bei seinen Schilderungen. Nur an eins-zwei Stellen scheint beim Schreiben etwas die Emotionalität beim Autor zu überkommen. Die Passagen bezogen sich hierbei aber auf die eigene Person, die eigenen Zweifel an seinem Platz in dieser Gesellschaft. Ungeachtet dessen findet sich immer wieder auch der Witz, den ich schon aus anderen Büchern kannte und mochte. Als ich mit dem Lesen begann, wurde mir schnell klar, dass ich hier nicht würde durchrasen können wie bei früheren Büchern. Das Thema "Zeugen Jehova" hat mich bisher nicht wirklich interessiert. Ich wusste nur, dass es eine Sekte ist und man sich von solchen Leuten besser fernhalten sollte. Es war sehr interessant, einmal in diese Welt einzutauchen, von der man als Außenstehender sonst nur sehr wenig bis gar nichts mitbekommt. Wer sich einmal näher mit dem Thema "Zeugen Jehovas" beschäftigen mag, dem sei dieses Buch empfohlen.

    Mehr
  • Ein tief berührender Einblick in das Leben bei den Zeugen Jehovas

    Goodbye, Jehova!
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch über die Sekte der Zeugen Jehovas habe ich mit sehr großem Interesse und vor allem innerer Beteiligung gelesen. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor Misha Anouk nichts ausgelassen hat, um dieses äußerst schwierige und hoch emotionale Thema von allen Seiten zu "beleuchten" und mit seinem ganz persönlichen Schicksal zu einem Ganzen in Form dieses Buches zu präsentieren. Selbst sämtliche Quellenverweise sind akribisch aufgeführt. Misha Anouk hat es geschafft, aus dieser destruktiven Sekte auszusteigen. Diesen langen und leidvollen Weg mit allen Konflikten, Verletzungen bis hin zum gereiften, unumstößlichen Entschluss kann der Leser fesselnd miterleben. Selten habe ich so eine gelungene Einheit zwischen Bericht und persönlicher Lebensgeschichte vorfinden können. Dadurch ist es mir gelungen, dieses brisante Thema, welches auch mich durch ein Sektenmitglied in meinem familiären Umfeld beschäftigte, aufarbeiten zu können. Für alle Leser, die gern "hinter die Kulissen" der öffentlich verbreiteten Meinungen über die Zeugen Jehovas schauen möchten, ist dieses aus meiner Sicht sehr gelungene Werk sehr zu empfehlen.

    Mehr
    • 2
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    14. December 2014 um 20:10
  • Jugend mit Jehova

    Goodbye, Jehova!
    leselea

    leselea

    Ich will lieben, wen ich will, leben, wie ich will, sein, wer ich bin. Wenn das falsch ist, will ich nicht richtig sein. Dieser Satz ist nicht von mir, aber ich habe ihn mir zu eigen gemacht. (S. 494) Misha Anouk erzählt in seinem Buch Goodbye, Jehova von seinem Leben in der Sekte und seinem letztendlichen Ausstieg. Er wurde 1981 in die Glaubensgemeinschaft hereingeboren, seine Eltern waren und sind bis heute gläubige Zeugen Jehvoas. 2003 verließ er die Sekte. Das Buch beruht also auf seinen persönlichen Erfahrungen. Die Zeugen Jehovas – wer sind die eigentlich? Was ist das für eine „Religion“? Vor diesem Buch hatte ich keine Ahnung, sondern lediglich Klischees im Kopf: Schrullige Menschen, die von Haus zu Haus gehen, um mit dir über Gott zu reden. Verrückt müssen die sein, die Zeugen, das ist doch so etwas wie eine Sekte oder nicht? Und war nicht Oliver Pocher früher ein Mitglied? Man sieht: Ich wusste nichts. Durch dieses Buch habe ich gelernt, was Harmagedon ist und warum die Zeugen daran glauben. Ich weiß, dass sie Bluttransfusionen ablehnen und wie sie das begründen. Ich verstehe jetzt im Ansatz, dass es sich bei der Wachturm-Gesellschaft um eine hoch komplexe Struktur handelt, die hierarchisch strukturiert ist. Ich habe nun eine Ahnung davon, wie ein Leben mit Jehova aussehen kann. Das Buch hat mich ungemein aufgeklärt und informiert. Gleichzeitig hat es mich aber auch unheimlich aufgewühlt. Es ist eine Sache, in einem Lexikonartikel zu lesen, was Haramgedon ist – eine andere Sache ist es, geschildert bekommen, wie der Glaube an den Weltuntergang den Alltag eines Menschen, eines Kindes (!) beeinflussen kann. Ebenso sich vorzustellen, als Kind immer mit einem Blutausweis herumzulaufen. Und genauso sich auszumalen, selber nie auf Klassenfahrt gewesen zu sein, nie Mitglied in einem Verein, weil das meinem Glauben bzw. der Struktur der Organisation widerspricht. Misha Anouk berichtet nicht einfach nur über die Inhalte der Glaubensgemeinschaft, sondern schildert, wie sie seine Kindheit und Jugend geprägt haben und wie sie sein Seelenleben beeinflusst haben. Diese Darstellung des Alltags hat mich – insbesondere in Kleinigkeiten – unheimlich berührt und auch traurig gemacht. Dabei ist Mishas Anouks Erzählton überhaupt nicht traurig – im Gegenteil. Mit viel Humor und einer ordentliche Priese Ironie berichtet er vor seinen Erfahrungen und lässt den Leser auch an intimen und privaten Momenten seines Lebens teilhaben. Seine Rückblicke sind dabei selten anklagend, sondern kritisch-reflektiert. Dies liegt auch daran, dass der Autor sich intensiv mit den Selbstaussagen der Organisation in ihren verschiedensten Publikationen auseinandersetzt. Darüber hinaus bezieht er verschiedenste wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien (primär aus der Psychologie und Medienwissenschaft) in seine Darstellung mit ein. Für eine Außenstehende, die von den Zeugen keine Ahnung hatte, war es manchmal sehr viel, ja beinahe zu viel an Informationen. Teilweise habe ich mich erschlagen gefühlt, teilweise habe ich auch nicht jedes Zitat als hilfreich erachtet. Zudem erschien mir das Buch dadurch manchmal etwas unstrukturiert. Deswegen 4,5 von 5 Sternen. Ansonsten ist Goodbye, Jehova ein lustiges, informierendes, berührendes und zum Nachdenken anregendes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

    Mehr
    • 5
  • Wenn der Zeuge zweimal klingelt...

    Goodbye, Jehova!
    Sick

    Sick

    Misha Anouk ist in eine Familie von Zeugen Jehovas geboren worden. Seine ersten zwanzig Lebensjahre hat er in der Sekte verbracht, die in Deutschland offiziell eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. In „Goodbye, Jehova!“ erzählt der Autor von dieser Zeit, aber auch wie es kam, dass er die Zeugen letztendlich verließ. Im Dezember 1981 als älterer von zwei Söhnen auf Gibraltar geboren, zogen Mishas Eltern nach ihrer Missionarszeit nach Deutschland, wo er seitdem aufwuchs. Seine Kindheit war schön, wenn auch etwas anders als bei anderen Kindern, wenn da nur nicht das ständige Bibelstudium gewesen wäre… Doch dieses Buch ist viel mehr als eine Autobiographie. „Weltlichen Menschen“ verschafft es einen detaillierten Einblick in den Alltag der Gemeinschaft und erklärt gleichzeitig den Glauben, Überzeugungen und Bräuche. Dabei werden auch Zusammenhänge hergestellt, Widersprüche und Irrtümer aufgedeckt. Stimmt es, dass Zeugen Jehovas weder Geburtstag noch Weihnachten feiern? Und auch kein Ostern? Dürfen die Kinder fernsehen? Ist Internet erlaubt? Wie oft treffen sich die Zeugen im Königreichssaal? Glauben sie wirklich an den Weltuntergang? Müssen alle bei fremden Leuten klingeln? Und wie schaffen sie es nur, andere Menschen von ihrem Glauben zu überzeugen und in ihrer Gemeinde zu halten? Misha Anouk verwendet für die Beantwortung dieser und anderer Fragen neben seiner persönlichen Erfahrung viele verschiedene Quellen, die am Ende des Buches aufgelistet sind. Besonders häufig wird die Wachtturmgesellschaft (WTG) zitiert, deren Thesen einerseits den Glauben verständlich machen, die aber andererseits widerlegt werden sollen. An manchen Stellen nimmt das für Außenstehende vielleicht etwas überhand, aber es zeigt auch gut auf, dass die Organisation für jede Begebenheit einen passenden Bibelspruch hat. Der eher lockere, ab und zu auch ironische Erzählstil lässt das Thema alles andere als trocken erscheinen. Doch wo mich einige Situationen zum Lachen gebracht haben, haben mich wieder andere schockiert und sprachlos gemacht. Als Unterhaltung getarnt, verbirgt das Buch gleichermaßen Stoff zum Nachdenken. Zum Schluss hin wird es auch sehr persönlich, weswegen ich dem Autor meinen Respekt zollen will, dass er so offen über diese Themen geschrieben hat. Für mich als Außenstehende hat „Goodbye, Jehova!“ einen außerordentlich interessanten Einblick in die Welt der Zeugen Jehovas gegeben. Aussteiger, wie Misha einer ist, könnten sich wohl darin wiedererkennen und Erinnerungen damit wecken. Ich kann das Buch jedem weiterempfehlen, der mehr zu dem Thema wissen, aber dabei vielleicht trockene Wälzer und undurchsichtige Internetrecherche umgehen möchte.

    Mehr
    • 3
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

    Mehr
    • 1298
  • Ein wichtiges, mutiges Buch

    Goodbye, Jehova!
    Knigaljub

    Knigaljub

    13. November 2014 um 10:50

    "Was passiert eigentlich auf der anderen Seite der Tür, wenn du sie den Zeugen Jehovas vor der Nase zuschlägst?" Misha Anouk ist als Sohn eines Ältesten "in der Wahrheit" aufgewachsen. Er hatte eine schöne Kindheit und ist seinen Eltern dankbar. Eigentlich scheint alles gut gewesen zu sein - bis auf eben diese Sache mit Jehova. Auf wunderbare Weise erzählt Misha Anouk von seiner Kindheit und seiner Jugend bei den Zeugen Jehovas, zum Teil scharfzüngig und ironisch, zum Teil mit viel Gefühl und vor allem schonungslos offen und ehrlich. Er hinterfragt nicht nur unzählige Äußerungen der Wachturmgesellschaft selbst, sondern versucht mithilfe von weiterführender Literatur nachzuweisen, dass die Zeugen Jehovas gar nicht so harmlos sind, wie manchmal vielleicht angenommen wird. Dabei ist es ihm wichtig zu betonen, dass nicht die Menschen selbst bösartig sind, sondern das System Fehler aufweist, und welche Anstrengungen unternommen werden, um etwas aufrechtzuerhalten, das in unserer Zeit teilweise lächerlich veraltet wirkt. "Goodbye, Jehova" ist ein mutiges Buch. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für den Autor gewesen sein muss, den Schritt in die Öffentlichkeit zu machen, insbesondere in Hinblick auf seine Familie und auf seine lange Zeit noch vorhandenen eigenen Überzeugungen. Wer sich für das Wachturmsystem interessiert und einen fairen, flüssig lesbaren, mit Hintergrundinformationen und Ironie gespickten Aussteigerbericht lesen möchte, sollte das Buch unbedingt lesen. Es lohnt sich.

    Mehr
  • Informativ und eine Anregung zum nachdenken

    Goodbye, Jehova!
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    12. November 2014 um 21:27

    Wie ist es als Kind von Zeugen Jehovas aufzuwachsen und in dem System zu leben. Was passiert wenn man diesem System widersetzt und wie sieht die Welt der Zeugen Jehovas von außen betrachtet aus? Ein ehemaliges Mitglied der bekanntesten Sekte der Welt beantwortet diese Fragen und berichten von Erfahrungen die er in seinem Leben gemacht hat. Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Auf dem Cover ist wohl vermutlich der Protagonist als Jugendlicher mit einem Aktenkoffer abgebildet. Ganz so wie man sich eben einen Zeugen Jehovas vorstellt. Die grellen Farben passen gut ins Bild, denn es fällt ins Auge, wie auch ein so ungewöhnliches Kind in der Klasse ins Auge fallen würde. Der Titel sagte eigentlich auch schon alles und trifft den Inhalt auf den Punkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachbüchern gibt es hier einen Protagonisten, der zugleich der Autor ist und aus seinem eigenen Leben berichtet. Er ist eigentlich ein sehr sympathischer Typ, der Momente aus seinem Leben erzählt und die Zusammenhänge erklärt. Für jemanden der außerhalb des Systems steht, ist manches allerdings nicht so leicht nachzuvollziehen. Irgendwo war er ein normaler Teenager, der aber neben den alltäglichen Problemen, eben noch die seiner Sekte aufgebürdet bekam. Die ganze Sache war auf jeden Fall auch gut recherchiert und mit verschiedenen Quellen und Fakten untermauert, dennoch ist es verständlich geschrieben und gut veranschaulicht. Ab und an hat ein Hauch von Ironie alles ein wenig aufgelockert. Besonders gut hat mir das Gesamtkonzept gefallen. Es wurde ein Blick hinter die Kulissen dieser Sekte gewährt und sehr anschaulich dargestellt wie das System funktioniert und wie die Mitglieder unter Kontrolle gehalten werden. Nicht so gut fand ich allerdings die Länge. Jedes Kapitel an sich war zwar gut und hätte auch nicht fehlen dürfen, allerdings hätte es bei einigen einfach ein wenig mehr gestaucht gehört. Dies, zusammen mit den etwas vielen Zitaten auf den Wachturm, hat das für mich ein wenig unnötig in die Länge gezogen. Dieses Buch schafft einen ziemlich einzigartigen Spagat, in dem es Leute ohne große Kenntnisse der Zeugen Jehovas, gut und vor allem trotz der persönlichen Note glaubwürdig informiert, und Leute, welche in diesen Kreisen Erfahrung habe emotional wahnsinnig bewegen kann. Daher denke ich, dass der Autor gute Arbeit geleistet hat und ich kann das Buch auch jedem empfehlen, der sich gerne über die Zeugen Jehovas informieren möchte. Von mir gibts dafür 4 von 5 Punkten.

    Mehr
  • Einblicke in die Wachturm-Gesellschaft

    Goodbye, Jehova!
    esposa1969

    esposa1969

    11. November 2014 um 11:01

    Hallo liebe Leser, wieder einmal durfte ich an einer äußerst fesselnden Leserunde teilnehmen: == Goodybeye. Jehova! - wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ==   Autor:  Misha Anouk == Buchrückentext: == Im C & A-Anzug und mit Clip-on-Krawatte im Predigtdienst von Haustür zu Haustür – immer mit der Hoffnung, keine Mitschüler zu treffen: So sah Woche für Woche Misha Anouks Kindheit. und Jugend in einer prominenten Zeugen-Jehovas-Familie.aus. In seinem Buch erzählt er mit erfrischendem Humor von einem Leben ohne Weihnachten, aber mit Geistern, von seinen ersten Zweifeln, und wie er schließlich dank einer Sünde die Sekte verlassen konnte. Ein tragikomischer Einblick in die für Außenstehende verschlossene und skurril anmutende Welt der Zeugen Jehovas, der zeigt: Wir wissen erstaunlich wenig über die bekannteste Sekte der Welt. == Leseeindrücke: == Bei diesem Roman handelt es sich gleichermaßen um eine Autobiografie, sowie um ein tiefe Einblicke gewährendes Sachbuch. In diesem Buch berichtet der Autor Misha Anouk die wahren Begebenheiten, die er während seiner Zeit als Zeuge Jehovas erlebte. Als Kind von Zeugen Jehova-Eltern in diese Sekte hineingeboren, tat er das, wozu er bestimmt war: Der Sekte ergeben zu dienen. Wir erfahren, wie er seine Kindheit, seine Jugend - ja fast sein komplettes bisheriges Leben unter dem Mantel dieser sehr dominierenden Sekte erleben musste. Wie er nichts anderes kannte und wie er den Absprung schaffte. Für die Sekte eine schwere Sünde - für Misha die Freiheit von dieser. Dieser sehr offene und ehrliche Roman zeigt uns Leser die Welt jenseits dieser türklingelnden  Fanatiker, was man - gerade als Kind - alles erleiden und erdulden muss. Als Nicht Zeuge Jehova fühlt man sich beim Lesen wie in einem schlechten Film, der schlichtweg wie ein nie enden wollender Albtraum wirkt. Obwohl dieses Kapitel seines Lebens ihn eigentlich hätte verbittern lassen müssen, so schreibt der Autor doch voller schwarzem Humor und Selbstironie. Viele bekannte Elemente, eben diese Wachturm-Gesellschaft, dass Zeugen Jehovas keine Geburtstage oder Weihnachten feiern, lebensrettende Bluttransfusionen ablehnen, militante Nichtraucher sind, die strenge Sexmoral und und und … das weiß auch der Laie, aber diese sehr persönlichen Einblicke, die wir Dank dieser autobiografischen Schilderungen erhalten durften, die bekommt man nur aus erster Hand. Dank des 41-seitigen Glossars mit über 360 Begriff bleibt bezüglich der Zeugen-Jehovaschen Terminologie keine Frage offen. Das Cover mit einem farblosen Spießgesellen im Einheits-Anzug und Wachturm-Köfferchen finde ich sehr passend und ansprechend. Die unterschiedlich langen Kapitel (zehn Ober- mit mehreren Unterkapiteln) verteilen sich auf 543 Seiten und haben mich  gefesselt und nicht mehr losgelassen. Für diese Roman-Autobiografie, die mich bestens unterhalten hat und keine Sekunde Langeweile aufkommen ließ, vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank, dass wir mitlesen durfte! ©esposa1969

    Mehr
  • Ein fairer Erfahrungsbericht

    Goodbye, Jehova!
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    05. November 2014 um 22:40

    "Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig." (Sprichwort, zitiert auf Seite 499) Misha Anouk ist als Kind von Zeugen Jehovas geboren worden und in diese Glaubensgemeinschaft hinein gewachsen. Heute ist er kein Zeuge Jehovas mehr. Seinen Werdegang schildert er in diesem Buch. Grundsätzlich bin ich kein Fan von solchen Büchern. In der Regel sind sie sehr emotional gefärbt und eine recht brutale Abrechnung mit der Gemeinschaft, die verlassen wurde. Diesen Fehler macht Misha Anouk nicht. In seinem Buch wechseln sich Passagen über seine persönliche Erfahrungen mit allgemeinen Passagen ab. Die persönlichen Passagen sind durchaus emotional aber die allgemeinen Passagen sind in einem nüchternen Ton geschrieben, gut recherchiert und reichlich mit Zitaten und Quellenverweisen belegt. Der Erfahrungsbericht ist lesenswert aber noch interessanter ist die Auseinandersetzung mit den Lehren und der Organisation der Zeugen Jehovas. Wer immer schon einmal wissen wollte, welche Vorurteile über die Zeugen Jehovas wahr sind und welche nicht, ist mit dem Buch bedient. Darüber hinaus wird er aber bestimmt auch noch Dinge erfahren, von denen er nichts wusste.

    Mehr
  • weitere