„Dienstags bei Morrie“ von Mitch Albom ist eines dieser Bücher, die man leise zuklappt, weil man innerlich noch gar nicht fertig ist. Ohne zu spoilern erzählt Albom von der besonderen Beziehung zwischen ihm und seinem ehemaligen Professor Morrie, der im hohen Alter schwer erkrankt und nur noch wenige Monate zu leben hat. In gemeinsamen Gesprächen erklärt Morrie seinem früheren Studenten, wie sich diese letzte Lebensphase anfühlt, was wirklich wichtig wird, wenn alles Überflüssige wegfällt, und welche Lektionen er aus seiner Krankheit gelernt hat – immer mit dem Wunsch, dieses Wissen weiterzugeben.
Das Buch ist unglaublich feinfühlig geschrieben, ruhig, ehrlich und voller Wärme. Gerade weil es sich um eine wahre Geschichte aus Alboms Leben handelt, spürt man jede Emotion, jedes Mitgefühl. Für mich war das Lesen ein ständiges Wechselspiel aus Gänsehaut, Nachdenken und tiefer Rührung. Besonders hängen geblieben ist mir die Botschaft des Loslassens – Gefühle wahrnehmen, aber sich nicht von ihnen beherrschen lassen. Diese Worte wirken lange nach. Wieder ein wunderschönes, tiefgründiges Buch von Mitch Albom – spätestens nach diesem Buch möchte ich von Albom einfach alle Bücher lesen 😅.





















