Mitch Albom Die magischen Saiten des Frankie Presto

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Inhaltsangabe zu „Die magischen Saiten des Frankie Presto“ von Mitch Albom

Frankie Presto ist ein Waisenjunge, der von einem blinden Musiklehrer in einer spanischen Kleinstadt großgezogen wird. Im Alter von neun Jahren schickt ihn sein Ziehvater in die USA, mit nur einer alte Gitarre und sechs wertvollen Saiten im Gepäck. Frankie fasst rasch Fuß in dem neuen Land und wie von Zauberhand wird er schnell geachteter und respektierter Teil der Musikszene des 20. Jahrhunderts, von Klassik über Jazz bis zu Rock’n’Roll. Er trifft und beeinflusst auf vielerlei Weise Hank Williams, Elvis, Carole King, Wynton Marsalis, KISS und viele weitere Größen der Musikszene. Irgendwann wird er selbst zum Star, nimmt eigene Platten auf und wird verehrt. Doch seine Begabung wird zur Bürde, als er feststellt, dass er durch seine Musik das Leben der Menschen verändern kann. Denn jedes Mal, wenn eine Saite seiner Gitarre blau leuchtet, hat er Einfluss auf das Leben eines Menschen genommen. Auf dem Zenit seines Erfolgs verschwindet Frankie spurlos, seine Legende wächst. Erst Jahrzehnte später taucht er wieder auf, nur um kurz vor seinem eigenen Tod noch ein letztes Menschenleben zu verändern. Mitch Albom hat in diesem Forrest Gump-gleichen Ritt durch die Musikwelt einen wunderbar magischen Roman geschaffen über die Gruppen, deren Teil wir im Leben sind. Denn, so sagt der begeisterte Hobbymusiker Mitch Albom: „Wir alle sind im Leben Teil einer Band.“

Für mich der Roman des Jahres 2016. Musik, Liebe, Tragik, Geschichte, es ist alles dabei, verbunden durch einen wunderbaren Schreibstil

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

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  • Eine Welt voller Musik, Liebe und Tragik. Die magischen Seiten des Jahres 2016.

    Die magischen Saiten des Frankie Presto
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    19. September 2016 um 19:37

    Im Jahr 2016 gab es noch nicht sehr viele Bücher, die mich inspiriert haben, mich beeindruckt haben. Nun habe ich eines entdeckt. Die magischen Saiten von Frankie Presto von Mitch Albom ist für mich der Roman des Jahres 2016.Es ist dieser Schreibstil, der mich verzaubert hat, mich immer weiter lesen lässt, mich verlieben lässt in den Hauptprotagonisten. Und der ist: das Talent namens Musik. Vielleicht auch der Geist oder die Gottheit Musik. Der es sich erlaubt, Neugeborenen danach greifen zu lassen, um sich so viel zu nehmen, wie es will. Um dann seine Schützlinge ein Leben lang zu begleiten, zu beobachten, wie sich in den Kindern die Liebe zur Musik entwickelt, wie sie anfangen es zu begreifen, zu leben, zu komponieren, ein Instrument zu lernen, sich damit zu äußern, zu kommunizieren. Die Stimme aus dem Off, die Musik, erzählt hier die Geschichte von Frankie Presto, dass sich kurz nach seiner Geburt ein großes Stück dieses Talentes genommen hat. Mitten in einer Kirche im Spanien des Jahres 1936, gerade gestürmt von Revolutionären und in Brand gesteckt, seine Mutter von einer jungen Nonne versteckt, kommt er zur Welt. Er wird gerade so gerettet, um ein Leben zu leben, das von Irrungen und Wirrungen nur so strotzt. Wir sind dabei, wie er als Waisenjunge die Musik entdeckt, er von einem Maestro im Gitarrenunterricht zu einem großen Künstler erzogen wird, er flüchten muss nach Amerika, als er noch nicht einmal zehn Jahre alt wird.Albom lässt bereits auf der Flucht die ersten großen Musiker im Leben des Frankie Presto auftreten, wie zum Beispiel Django Reinhardt. In Amerika spielt er dann sogar mit Elvis Presley und vielen anderen Größen der Szene. Denken Sie sich einen Namen der Musikwelt, Frankie Presto hat ihn gekannt. Wie der Autor es aber dazu kommen lässt, das zeigt die Komposition seiner Sätze, die einen erspüren lassen, genauso hätte es sein können.Bereits in Spanien lernt Frankie Presto seine Frau Aurora kennen, dabei sind sie noch kleine Kinder. Beide spüren, sie sind füreinander geschaffen. Doch verlieren sie sich wegen des Krieges aus den Augen, fast schon sofort. Der Wunsch sich zu finden, um miteinander zu leben, geht zwar auf, aber es wird zu einer tragischen Liebesgeschichte, die seinesgleichen sucht.Erzählt wir zwar in erster Linie aus der Sicht der Musik, die seine Talente nie aus den Augen verliert, doch es kommen vor allem die Wegbegleiter Frankies zu Wort. Es ist nämlich der Tag seiner Beerdigung und alle sind gekommen, ihm die letzte Ehre zu erweisen, alle, die noch am Leben sind. Sie erzählen einem nicht weiter beschriebenen Journalisten Begebenheiten, wie es so war, mit Frankie zu spielen, von ihm gefördert zu werden oder ihn als Lehrer an der Gitarre erlebt zu haben. Ein Lied einstudiert, eine Textzeile geschenkt bekommen, ein zufälliges aufeinandertreffen mit ihm, den Stones und den Beatles.Und dann ist da natürlich die Sache mit den magischen Saiten. Immer wenn es darauf ankommt und er diese Saiten spielt, schimmert eine von ihnen Blau, reißt und beeinflusst das Leben desjenigen, wegen dessen er spielt. Als er das bemerkt, zieht er sich über Jahre zurück, lässt sich nur noch selten blicken in der Musikwelt. Bis eines Tages …Es passiert so viel in diesem einen Leben, man möchte gar nicht mehr, dass diese Geschichte endet, und doch tut sie es. Es schließt sich ein Kreis, den man am Anfang gar nicht recht beachtet hat und das ist ja auch absichtlich so geschehen. Das beschert einem so einige Aha-Momente und man nickt, ja sicher, nur so und nicht anders kann es passieren. Mitch Albom bedankt sich am Ende seines Buches nicht nur auf die übliche Weise, sondern dankt auch Musikgrößen, wie zum Beispiel Tony Bennett oder Paul Stanley und Roger McGuinn, die eine Rolle in diesem Buch spielen, es sind aber noch erheblich mehr.Als Musikliebhaber kann man nur schwer diesem Werk widerstehen.Mehr über den Autor findet man im Netz zum Beispiel über http://www.albom.com/Mitch Albom, Die magischen Saiten des Frankie Presto, Lago Verlag 2016, Hardcover, 368 Seiten, ISBN 978-3-95761-130-7, Preis: 19,99 Euro.

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