Mitra Devi

 4.5 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Schockfrost, Stumme Schuld und weiteren Büchern.

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Mitra DeviSchockfrost
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Schockfrost
Schockfrost
 (4)
Erschienen am 21.08.2017
Mitra DeviStumme Schuld
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Stumme Schuld
Stumme Schuld
 (2)
Erschienen am 03.01.2008
Mitra DeviKleiner Mord zwischendurch
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Kleiner Mord zwischendurch
Kleiner Mord zwischendurch
 (1)
Erschienen am 07.03.2016
Mitra DeviMord in Switzerland
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Mord in Switzerland
Mord in Switzerland
 (1)
Erschienen am 15.02.2013
Mitra DeviDer Blutsfeind
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Der Blutsfeind
Der Blutsfeind
 (1)
Erschienen am 23.09.2015
Mitra DeviDer Teufelsangler
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Der Teufelsangler
Der Teufelsangler
 (1)
Erschienen am 10.02.2014
Mitra DeviSeelensplitter
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Seelensplitter
Seelensplitter
 (1)
Erschienen am 11.07.2013
Mitra DeviDer Spinner von Leipzig
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Der Spinner von Leipzig
Der Spinner von Leipzig
 (1)
Erschienen am 31.08.2007

Neue Rezensionen zu Mitra Devi

Neu
Karin_Kehrers avatar

Rezension zu "Seelensplitter" von Mitra Devi

Wenn Hexen morden
Karin_Kehrervor einem Jahr

Schreiend und von einem inneren Feuer verzehrt springt ein Firmenchef bei einer Feier in die Tiefe. Die Polizei geht von einem Unfall im Alkoholrausch aus, doch seine Sekretärin hat Zweifel. Sie engagiert die Privatdetektivin Nora Tabani. Diese findet die Todesursache heraus: Vergiftung durch Alraunen, im Mittelalter als Teufelsdroge bekannt.Während die Detektivin ermittelt, braut die „Hexe“ weiter an ihren Gifttränken und ein zweiter Mitarbeiter der Firma stirbt.
Im dritten Fall um die Privatdetektivin Nora Tabani, die in Zürich lebt und ermittelt, geht es um eine Frau, die als Kind von Hippies durch Drogenmissbrauch zerstört wurde. Was das alles mit dem Mord an dem Firmenchef zu tun hat? Ich möchte nicht spoilern, aber es ist von Anfang an klar, wer für die Verbrechen verantwortlich ist – auch wenn die eine oder andere überraschende Wendung noch auftaucht.So erfährt man, dass in dieser Firma einiges im Argen liegt, denn es geht auch um Waffenhandel und Diebstahl.Man erfährt auch so einiges über die Giftpflanze Mandragora oder Alraune, über Wissenschaftliches und Okkultes. Nora Tabani ist eine sympathische Ermittlerin, auch wenn ich ihr manchmal gewisse Kompetenzen abspreche. Ausgerechnet dem wichtigsten Hinweis nicht nachzugehen, der ihren Partner in Lebensgefahr bringt, wirkt für mich zu aufgesetzt, zu bemüht, Spannung zu erzeugen.Die Thematik der gespaltenen Persönlichkeit ist nicht unbedingt neu, hier wird sie etwas sehr plakativ dargestellt und am Ende frage ich mich, ob der Ablauf der Ereignisse tatsächlich logisch durchführbar war. Aber gut – alles in allem eine mit Herzblut geschriebene und auch gut recherchierte Story mit Flair.

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Schockfrost" von Mitra Devi

Der Umgang mit psychisch Kranken
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

Der Anfang: »Die Füße baumelten knapp über dem Boden. Abgesplitterte, rote Lackreste auf den Zehennägeln. Waden und Knie nackt.«

Zwei befreundete Autorinnen aus dem Krimigenre schreiben gemeinsam einen Thriller. Petra Ivanov, die lange recherchiert, erzählerisch detailliert ihre Figuren und die Story aufbaut und Mitra Devi, die mit unglaublichem Tempo, spannungsgeladen durch ihre Krimis fegt. Kann das funktionieren, wenn nicht nur erzählerisch verschieden gearbeitet wird, ebenso recherchetechnisch, sondern die Autorinnen sogar im Aufbau von Romanen abweichend arbeiten? Mitra Devi ist eine Planerin. Sie ist eine detailversessene Plotterin: Jedes Kapitel ist genau geplant, jede Szene darin ausgearbeitet, bevor sie zu schreiben anfängt. Petra Ivanov hat eine Idee, eine Figur, einen Handlungsstrang im Kopf, Recherchen zum Thema auf dem Schreibtisch und dann geht es los. Man nennt das Bauchschreiben. Die meisten SchriftstellerInnen planen im Mittelweg dieser Arbeitsweisen. Zwei Extreme prallen aufeinander, nur das Genre ist gleich.

Mitra Devi: «Petra schreibt mehr aus dem Bauch heraus, lässt sich von den Figuren leiten. Ich hingegen brauche ein Storyboard, bin die Planerin, die schon am Anfang wissen muss, wer der Täter ist und warum.» Jeder hat in seiner Art seinen Teil des Thrillers geschrieben, Kapitel um Kapitel abwechselnd. Um es vorwegzusagen, »Schockfrost« ist ein guter Thriller.

»Sarah versuchte, Schwartz davon zu überzeugen, dass sein Problem nicht im Außen, sondern in seinem Inneren lag. Es gelang ihr nicht. Noch nicht. Aber sie war zuversichtlich. Sie hatte schon viele Patienten wie ihn gehabt, meist spielte sich in deren Köpfen Ähnliches ab.«

Die Psychiaterin Sarah Marten wohnt mit ihrem Sohn David, genannt Dave, zusammen. Sie ist geschieden von Kaspar Marten, der als Psychiater in einer Klinik in Zürich arbeitet. Beide vertreten verschiedene Auffassungen zum Patientenrecht von psychisch erkrankten Personen. Die Autorinnen haben hier sehr fein die gegensätzlichen Meinungen zur Selbstbestimmung psychiatrischer Patienten herausgearbeitet, mit allem Für und Wider. Das hat mir sehr gut gefallen.

»In diese Geschichten hat er sich richtig verbissen. Und Drachentöter brauchen selbstverständlich keine Medikamente. Er fing an, sein Haldol zuerst unregelmäßig zu nehmen, dann setzte er es ganz ab. Die Folgen zeigten sich schnell. Es kam zum Rückfall. Selbstgespräche, vernachlässigte Körperpflege, Verhaltensauffälligkeiten, schließlich Wahnvorstellungen und Halluzinationen.«

Ein Patient von Sarah ist Georg Schwartz, den ihr Mann gern einweisen würde, Sarah aber der Meinung ist, dass er gut allein in seiner Wohnung klarkäme. Dieser psychotische Patient warnt Sarah, sie sei in Gefahr. Er will sie beschützen. Sarah hat viel zu tun mit ihrem Job, einem pubertären Sohn zu Hause und am Wochenende kümmert sie sich um ihre behinderte Schwester, Rebekka, holt sie aus dem Pflegeheim. Mit dem Künstler Till führt sie eine Beziehung. Bertram Lutz, ein Hypnotiseur, zieht als Untermieter in Sarahs Praxis ein. Er stellt fest, in den Räumlichkeiten riecht es komisch.

»Er übergab sich ins Gebüsch, würgte, erstickte fast an seinem Erbrochenen. Er hustete, heulte. Wischte alles mit dem T-Shirt ab, Kotze, Regen, Tränen.«

Plötzlich verschwimmen Gegenstände vor dem Gesicht von Sarah, sie hat Kopfschmerzen, greift und tritt daneben, fühlt sich müde, wie in Trance. Was ist los? Ist sie überarbeitet? Auch Dave hat Probleme. Er trifft im Chat auf ein zuckersüßes Mädchen, agiert hinter dem Rücken seiner Mutter, trickst, als sie ihn spätabends in eine Diskothek einlädt. Mit Exmann Kaspar hat Sarah Ärger, beruflich, wie auch um Dave. Am Samstag will sie Rebekka abholen, doch die ist verschwunden. Irgendjemand hat sie in ihrem Rollstuhl in die Ergotherapie geschoben, die am Wochenende geschlossen ist. Wer denkt sich solche Spielchen aus? Till verlang mehr Zeit und Aufmerksamkeit von Sarah. Nun wird Sarah auch noch von der Heimleitung beschuldigt, ihre Schwester zu misshandeln, die merkwürdigerweise mit blauen Flecken am Sonntag zurückkam.

»Zweieinhalb Dioptrien links, fünf rechts. Und eine Hornhautverkrümmung.«

Alles um Sarah hat sich gegen sie verschworen, Akten verschwinden, Medikamente, ihr Kopf fühlt sich an wie ein Heliumballon. Was geht vor? Der Thriller geht im schnellen Tempo voran und ist spannend. Das mit den Kontaktlinsen habe ich nicht ganz kapiert. Sarah läuft tagelang mit vertauschten Kontaktlinsen herum, mehrere Dioptrien Unterschied, plus Hornhautverkrümmung auf einem Auge, hat einen verschwommenen Blick. Bei einem Unterschied von 0,5 Dioptrien merke ich die unscharfe Sicht sofort, denke direkt an vertauschte Linsen, was in der Schnelle hin und wieder vorkommt. Das war nicht glaubhaft. Ansonsten schön beschrieben die unscharfe Wahrnehmung, die unter Medikamenteneinfluss geschieht. Insgesamt fand ich den Thriller spannend, allerdings ist man ab der Mitte schnell auf der Spur des Täters, es kommt ja nicht soviel Personal in diesem Roman vor, die Auswahl ist klein. Ein immer wiederkehrender Hinweis setzt das Motiv und dann muss man nur noch eins und eins zusammenzählen, Ausschlussverfahren, fertig. Um den Thriller als Pageturner oder superspannend zu bezeichnen, war mir das Ende zu offensichtlich. Mich hat allerdings das Thema versöhnt. Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Psychiatrie, zur Selbstbestimmung der Patienten ist hier gelungen. Man kann sich Gedanken machen, ob man der Meinung von Sarah oder der von Kaspar Marten folgt. Georg und Bertram sind schräge Typen, die dem Ganzen eine Note Humor geben. Ein Triller, den man lesen sollte.

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Tom_Zais avatar

Rezension zu "Mord in Switzerland" von Mitra Devi

Föderalistisches Morden
Tom_Zaivor 5 Jahren

Ich betone wiederholt, dass ich kein Literaturkritiker bin. In erster Linie deswegen, weil es mir keine Freude macht, Literatur zu kritisieren. Also schreibe ich einfach dann und wann über ein Buch, wenn mir eines speziell gefällt.

 

Natürlich, auch ein positives Feedback, ein Lob, ein Kompliment ist ein Urteil und sagt grundsätzlich etwas über mich aus – nämlich, dass ich mich als kompetent genug betrachte, ein Echo abzugeben.

 

Wenn man mir das zum Vorwurf machen will – na gut. Was aber, so frage ich, kann ich denn schon an Schaden anrichten, wenn ich meine Freude über ein Buch in die Welt (in meinem Fall eine recht kleine) hinausposaune? Ich hoffe keinen. Bestimmt aber weniger, als ein unbedarfter Verriss – wie zum Beispiel jener im Bieler Tagblatt vom 28. Februar '13. (Ups, jetzt schreibe ich schon einen Verriss über die Buchbesprechung einer Journalistin, die einen Verriss schreibt und dies, obschon ich eben behauptet habe, dass ich keine Verrisse schreibe! - Rubrik: Ist Ihnen auch so schwindlig?)

 

[Wer übrigens wirklich mal einen Verriss lesen möchte, der seinen Namen verdient, sollte unbedingt diesen Artikel von Christian Schmidt, Klopfers Web, lesen. Da bleibt kein Auge trocken.]

 

Also richten wir endlich den Fokus auf das Buch, Mord in Switzerland, des Appenzeller Verlags. „Fokus“ ist ein gutes Stichwort, ist es doch der Titel von Karin Bachmanns Geschichte, einer der 18 Kurzkrimis der Anthologie, herausgegeben von Mitra Devi und Petra Ivanov.

 

Um es vorwegzunehmen: ich finde dieses Buch eine mörderisch gute Reise quer durch die Schweiz, vom Vorwort bis zur letzten Geschichte. Wie der Fingerabdruck auf dem gelungenen Cover bietet „Mord in Switzerland“ immer wieder Gelegenheit, sich zu identifizieren. Man kann sich die Sache einfach machen – wie die Journalistin des oben erwähnten Zeitungsartikels – und die Toten zählen, um das Buch zu beurteilen. Sie kommt zum Schluss, dass zu wenig gestorben wird. Zu wenige Tote. Wenn man dieses Buch tatsächlich nach der Quantität der Toten beurteilen will, na ja. 18 Krimis = mindestens 18 Tote, also Mordopfer?

 

Logo, gibt es Tote und da sind auch Mordopfer darunter. Aber das Geniale an dieser Anthologie ist die Subtilität, ist das, was in den Köpfen passiert – sowohl in jenen der Lesenden als auch in jenen der Protagonisten. Dabei wird fast kein Thema ausgelassen, das von der Gesellschaft in den Giftschrank weggesperrt worden ist.

 

Menschliche Abgründe und Schicksale treffen uns stärker, je näher sie an unserer eigenen Realität sind. Dies ist eine weitere Stärke von „Mord in Switzerland“: der Lokalbezug. An sich ist in der Schweiz ohnehin fast alles lokal. Deswegen identifiziere ich mich problemlos mit allen Geschichten von Lausanne bis Rodels, von Schaffhausen bis auf den Tödi, von Basel bis in den Wartau. Dennoch stellt jede einzelne einen Fingerabdruck der Gegend dar, wo sie angesiedelt ist. „Mord in Switzerland“ ist ein durch und durch föderalistisches Werk, gespickt mit Lokalkolorit und doch aus einem Guss.

 

Was mich am meisten fasziniert: eigentlich sind das 18 Romane in einem Buch. Zumindest haben die Geschichten das Zeug dazu. Stelle ich mir die Dimensionen eines solchen Werks vor, denke ich nicht mehr an eine Anthologie sondern an eine Enzyklopädie – eine umfassende Abhandlung menschlicher Unzulänglichkeiten, typisch für unser Land, für unseren Kanton, unsere Region, unser Dorf. Die Wahrscheinlichkeit, sich in der einen oder anderen Figur wiedererkennen, ist ziemlich gross.

 

Ich war an der sympathischen Vernissage in der Alten Stuhlfabrik in Herisau mit dabei. Höhepunkt jener Veranstaltung war die letzte Geschichte von „Mord in Switzerland“, die „zum Vorlesen gedacht“ ist. Susy Schmid, bestens bekannt vom „Schreckmümpfeli“, schaffte es, das Publikum derart ins Geschehen mit einzubinden, dass es froh war, lebend zu entkommen.

 

Ich würde gerne alle 18 Geschichten und deren Autorinnen und Autoren einzeln würdigen. Leider würde das den Rahmen sprengen. So möchte ich einfach allen gratulieren. Jede einzelne Geschichte hat mich gefesselt, berührt und an einen bestimmten Punkt der Schweiz mitgenommen, in die jeweils ganz spezielle Lebenssituation einer Hauptfigur. Das treffendste Adjektiv, das mir dazu im Moment einfällt, ist DICHT.

 

Eine Kurzgeschichte bietet nicht viel Raum, da muss die Geschichte dichter gewoben werden als im Roman, die Fäden straff geführt und eng verknüpft. Dazu braucht es, wie der Name sagt, DICHTer und DICHTerinnen. Trotzdem sind die Plots nicht etwa einfach gestrickt – ist ja auch nicht das selbe wie weben, kann man mich belehren. Ja, ich gebe zu, vom textilen Handwerk verstehe ich zu wenig.

Mitra Devi und Petra Ivanov verstehen mit Sicherheit mehr davon, waren es doch sie, die die Fäden bei diesem fantastischen Projekt in der Hand hielten und, wie mir Beteiligte erzählt haben, zusammen mit dem Verlag äusserst professionelle Arbeit leisteten. Es versteht sich von selbst, dass auch sie ihren persönlichen, unverwechselbaren Fingerabdruck im Buch hinterlassen haben.

 

So, nun hoffe ich, dass alle, die bis hierhin durchgehalten haben, davon überzeugt worden sind, „Mord in Switzerland“ lesen zu müssen.

 

Ob ich doch eine Lieblingsgeschichte habe?

 

Jepp, die habe ich. Es ist jene, die mir sowohl geografisch als auch emotional am nächsten ist – gleich auf der anderen Seite des Regenbogens ...

 

Nein, da geht es nicht um „den Zauberer von Oz“, eher um die „Zauberin vorm Schloss“ oder, wenn schon, um einen völlig anderen Song oder einen völlig anderen Film.

 

Genug Kryptisches! Hier nochmal im Klartext:

 

LEST DAS BUCH!

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