Mitz Vah

 4 Sterne bei 25 Bewertungen

Neue Bücher

Cover des Buches Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt Light Novel 23 (ISBN: 9783753944708)

Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt Light Novel 23

Erscheint am 14.12.2026 als Taschenbuch bei Altraverse GmbH.

Neue Rezensionen zu Mitz Vah

Lustig und schräg

Zugegebenermaßen – der Titel hat mich neugierig gemacht. So landete „Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt“ in meinem Bücherregal. Da ich ohnehin eine leichte Obession mit Light Novel habe, konnte dieses Buch von vornherein eigentlich nicht viel bei mir falsch machen. Und siehe da - meine Erwartungen wurden größtenteils erfüllt. Herrlich schrullige Charaktere, eine witzige Ausgangsstory und viele fantastische Wesen in einer Welt voller Charme und Kreativität begegneten mich bereits in den ersten Kapiteln.

Teilweise wurde mir alles jedoch beinahe etwas zu viel. Darunter gelitten hat die Story, die nicht wirklich linear schien und all den Charakteren und Handlungen geschuldet ein wenig ihrer Komplexität eingebüßt hat. Sicherlich wird sich das jedoch noch in den kommenden Bänden beheben lassen, sodass ich das Gefühl habe, etwas besser durchzusteigen. Dass ich Weiterlesen möchte, steht für mich auf jeden Fall fest, da ich dringend wissen muss, wie Satoru sich weiter durch das Leben „wobbelt“. Vielleicht wird ja dann alles ein wenig klarer.

Orkarmee bedroht friedliches Zusammensein

Inhalt: Rimuru kommt nicht dazu um Shizue, die erst vor kurzem verstorben war, trauern konnte. Er hat neue Skills von ihr erhalten, die Rimuru erprobt und die sich später als praktisch erweisen. Denn eine Orkarmee bedroht den Jura-Wald und damit seine Bewohner. Wo kommen diese her und wer befehligt sie? Schon bald muss sich Rimuru und sein Volk dieser Armee stellen.

 

Ich weiß nicht, ob ich mich bereits an dem Schreibstil von Fuse gewöhnt habe, aber mir hat dieser Band wesentlich besser gefallen als der Erste. Auch inhaltlich hat er ziemlich zugelegt, was auch den neu eingefügten Figuren liegt. Zu Rimurus Gemeinschaft haben sich Oger angeschlossen, die sich durch Rimurus Namensgabe zu Teufeln entwickelt haben. Diese sechs Teufel unterscheiden sich nicht nur äußerlich, sondern sind auch vom Charakter unterschiedlich. Sie haben der Geschichte einen frischen Wind gegeben, da sie auch nicht so „einfältig“ wie die Goblins sind, die bisher bei Rimuru leben (obwohl mir die Wölfe auch gut gefallen).

Neben Rimurus Sichtweise, die aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, gab es noch einen Nebenstrang mit den Echsenmenschen, den Sohn des Anführers Gabiru. Gabiru ist zwar charakterlich nicht gerade der tollste, sehr überheblich und machtgierig, aber man muss sagen, dass er jung ist und es nicht besser weiß. Mir hat dieser Strang sehr gut gefallen, da er die Geschichte noch einmal auflockert und vor allem, weil da die Ich-Perspektive unterbrochen wird.

 

Ich muss ja sagen, dass ich Rimuru manchmal anstrengend finde und auch manchmal nicht nachvollziehen kann. Da gab es eine Szene mit dem Goblin, der im ersten Band am Ende eine Bonusgeschichte bekommen hat. Die eine Teufelin hat etwas für Rimuru zubereitet, aber es war vergiftet. Rimuru hätte es getrunken, um die Teuflin nicht zu kränken, aber der Goblin hat es ihm in letzter Sekunde weggenommen und wäre fast an dem Gift gestorben. Da war Rimuru in der Szene sehr gefühlskalt, so nach dem Motto, dass es ja nicht schlimm um den Goblin gewesen wäre, obwohl er sonst eher fürsorglich seinen Untergebenen gegenüber ist. Ich weiß nicht, ob die Szene witzig wirken sollte oder einfach nur zeigen, dass Rimuru Unterschiede macht. Ich konnte da nur mit dem Kopf schütteln.

Auch finde ich es anstrengend, wenn Rimuru in innere Monologe verfällt oder Gespräche erzählt, als dass man diese einfach ausschreibt. Dieses Nacherzählen ist wesentlich langweiliger, als wenn es aktiv passieren würde.

Seine Fähigkeit „Großer Weiser“, der für ihn Fragen beantwortet und Skills verbindet, verstehe ich nicht so wirklich. Der wirkt wie ein Roboter in Rimuru? Das ist irgendwie ein sehr merkwürdiger Skill.

Und dann ist mir noch an Rimuru aufgefallen: Er kommt ja aus unserer Welt und ist noch gar nicht so lange in dieser, wo er als Schleim wiedergeboren wurde. Im ersten Band habe ich mich gewundert, dass er gar nicht weiter darüber schockiert war, plötzlich ein Schleim zu sein oder auf Drachen und andere Fantasywesen zu treffen. Als wäre das ganz normal, obwohl er doch eine andere Welt kennt. An manchen Stellen merkt man, dass er noch nicht alles von dieser neuen Welt kennt, dass er auch gern mal in ein Fettnäpfchen tritt. Das finde ich gut, weil ich das genauso erwarte und es das dadurch realistischer wirkt. Nur dann kommen immer ab und an Informationen von ihm, wo ich mich frage, woher er das weiß.

Bevor die Orkarmee gekommen ist, hatte er noch nichts mit diesen Wesen am Hut gehabt, später erklärt er, dass diese sich normalerweise wie die Karnickel vermehren. Wenn man bedenkt wie groß der ihr Heer war, ist das ein logischer Schluss, aber so war seine Info nicht formuliert, sondern Rimuru hat das als Tatsache hingestellt. Es sind manchmal so kleine Details, die Rimuru plötzlich hervorbringt, wo ich mich frage, woher er das weiß (und wahrscheinlich würde da die Antwort kommen, dass er das von seinem „Großen Weisen“ hat), obwohl ich diese Information von einem anderen Charakter erwartet hat.

 

Mir hat in diesem Band die Dynamik und die Kämpfe gut gefallen. Nur fand ich, dass Rimuru jetzt schon ein sehr starker Charakter ist und er jetzt bereits starke Gegner benötigt, damit diese eine Herausforderung für ihn darstellen. Ich finde einen Kampf relativ langweilig, wenn ein Gegner offensichtlich haushoch überlegen ist und das ist Rimuru, ganz gleich welche kleinen Stolperfallen eingebaut werden. Zudem scheint es so, als würden nur die Gegner sterben, aber aus Rimurus Reihen bleiben sie alle standhaft auf den Beinen – brechen höchstens mal vor Erschöpfung zusammen.

Allerdings werden die Kämpfe dann wiederum spannend, da Rimuru noch ziemlich unerfahren ist, aber auch diese wird er ja irgendwann ablegen. Da frage ich mich schon, auf wen er noch alles trifft, damit es spannend bleibt. Aber zum Glück bekommt man ja immer so ein paar Brocken vorgesetzt, dass da durchaus noch ein paar Leute im Hintergrund sind, die die Stricke ziehen und noch großes vor haben.

 

Fazit: Der zweite Band hat mir wesentlich besser gefallen – inhaltlich wie auch der Schreibstil. Dennoch finde ich Rimuru und seine Untergebenen zu stark. Sie waren so überlegen, dass beim Kampf nicht wirklich Spannung bei mir aufkam und auch manche Szenen, besonders wo Rimuru witzig wirken möchte / soll, gefallen mir nicht. Daher vier Sterne von mir.

Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt 1 von Fuse (Light Novel)

Inhalt: Satoru Mikami wird durch einen Attentäter umgebracht. Doch das ist nicht das Ende, denn er wird wiedergeboren als Schleim in einer anderen Welt. Dort freundet er sich zunächst mit dem Sturmdrachen Veldora an, lernt neue Fähigkeiten und beginnt sein eigenes Reich aufzubauen.


Das war meine erste Manga Light Novel und ich bin ehrlich etwas zwiegespaltener Meinung.

Was mir gut gefallen hat, ist das Setting und der Plot. Fantasy ist sowieso mein Ding und wenn es dann noch etwas ausgefallen ist umso besser. Ich mag auch die typischen Fantasyrassen wie Drachen, Goblins, Zwerge, Dämonen… und hier kommt noch eine Rasse hinzu: Schleim. Ich muss allerdings auch sagen, dass der als Rasse für mich gar nicht so richtig in die Welt passt. Ich weiß auch nicht, aber der wirkt da irgendwie deplatziert. Außer dem Schleim, Satoru Mikami, der im späteren Verlauf Lord Rimuru Tempest heißt, sind es sonst alles bekannte Gestalten, die man aus dem Fantasygenre so weit kennt. Zumindest hat keiner von ihnen so außergewöhnlich wie Rimuru gewirkt. Aber das hat mich nicht gestört, nur etwas verwundert.

Das Buch hat natürlich allein seinen Charme auf mich ausgeströmt, als auch noch Wölfe eine Rolle spielten. Als bekennender Wolfsfan habe ich daran einfach meine Freude.

Auch der Plot hat mir gut gefallen, wie man miterlebt wie Rimuru sein neues Selbst und die Welt entdeckt, wie er neue Fähigkeiten erlernt und Abenteuer bestreiten muss


Was mir nicht gefallen hat, war vor allem der Schreibstil. Einerseits mag ich die Ich-Perspektive nicht, konnte mich aber daran schon irgendwie gewöhnen, genauso wie an den Schreibstil an sich. Da das Buch mit einer Altersempfehlung von 13 Jahren deklariert ist, war mir schon klar, dass der Schreibstil eher einfacher ist und Kampfszenen nicht sonderlich ins Detail gehen werden (was auch der Fall war).

Allerdings hat es mich gestört, dass der Autor an manchen Stellen sehr ausschweifend war, sprich es hat ewig gedauert bis die Figur auf den Punkt kam (hier habe ich mich auch wirklich gelangweilt) und an anderer Stelle durch die Geschichte gehetzt ist, wo ich gern ein paar mehr Erläuterungen und Einblicke gehabt hätte. Die zweite Ich-Perspektive von Shizue fand ich beispielsweise sehr sinnlos. Ihre Geschichte ist wesentlich dramatischer, als die von Rimuru, wie sie in diese Welt gekommen ist und was sie erleben musste. Allerdings wurden ihre Parts nur so als Nebenstrang behandelt, teilweise die Informationen heruntergerattert, dass ich mich nicht in sie und ihr Schicksal hineinfühlen konnte. Letzten Endes war sie mir trotz der schlimmen Ereignisse, die sie erfahren musste, herzlich egal. Am Ende hat dieser Nebenstrang zwar eine entscheidende Wendung gebracht, die sich wohl auf die weiteren Bücher ausbreiten wird, aber in diesem Band hat er mir nichts genützt.

Auch fand ich diese willkürlichen großen Absätze, Sterne oder sonstigen Zeichen irritierend, die einen neuen Gedankenabschnitt zwar kennzeichnen sollten, es aber meist nicht taten, weil es genau an dem Punkt weiterging, wo es aufgehört hat. Gerade diese Leerzeilen (großen Absätze) habe ich meist nicht verstanden, warum sie überhaupt existieren.

Und dann hat mich vor allem auch gestört, dass alle Figuren mit lachen anfingen. Und das wurde nicht beschrieben, sondern meist mit „HA HA HA! Du…“ Am Anfang dachte ich ja, das wäre eine Eigenheit vom Sturmdrachen Veldora und hätte es da noch als passend empfunden, aber als plötzlich fast jeder so angefangen hat, hat es mich nur noch genervt. 

Auch habe ich mich ein Bisschen wie in einem Game gefühlt, wenn von Skills die Rede war, wie Rimuru sie erreichte und wenn dann von cheaten die Rede war. Bestimmt gab es noch andere Hinweise, da ich aber selbst kein Gamer bin, werde ich die nicht gesehen haben.


Ein Problem für mich ist auch immer, wenn die Geschichten humoristisch angehaucht sind. Ich verstehe nur selten den Humor oder kann darüber lachen. Im Prinzip könnte ich auch nur sagen, dass es bei Derek Landy bei mir funktioniert, er trifft da ziemlich gut meinen Humor und packt das für mich perfekt in seine Geschichte. Hier waren auch immer wieder kleine Absätze, wo das in eine humoristische Richtung schlug und es hat mich überhaupt nicht gepackt um ehrlich zu sein. 

Rimurus „wobbeln“ finde ich niedlich, passend zu seinem Charakter, aber auch Rimuru selbst ist für mich eher schwierig. Mir ist zum Beispiel unklar, ob er überhaupt Schwächen besitzt. Immerhin hat er Gegner, die er wesentlich stärker eingeschätzt hat, mit wenig Mühe vernichtet. Er vergibt 500 Goblins einen Namen, was ziemlich viel Energie frisst und verfällt lediglich ein paar Tage in einen Schlafmodus. Irgendwie ist er mir jetzt schon zu mächtig. Auch spielt er sich gern mal als der Größte auf, obwohl er ziemlich zufällig zu seiner Position gekommen ist und ist auf der anderen Seite viel zu hilfsbereit.

Ich meine, da kommt eine Feuermagierin in sein Dorf, dreht plötzlich durch und zerstört alles, was sie sich bis dahin aufgebaut haben und obwohl er sie kaum kennt, weiß er sofort, dass sie von ihrem Dämon in sich unterdrückt wird und will ihr helfen. Oder wie er den Zwergen einfach so geholfen hat. Er hat ja nicht ahnen können, dass sie noch nützlich für ihn sein können.


Skurril und ich weiß auch nicht, was ich davon halten sollte, war als sich der Autor selbst in die Geschichte gebastelt hat. Zumindest gibt es einen Gildenmeister mit dem Namen Fuse. Keine Ahnung, was das soll, ob es nur ein Gag am Rande ist oder ob das noch eine größere Bedeutung im Laufe der Geschichte nehmen wird.


Gefallen haben mir allerdings die Zeichnungen im Buch. Es waren recht wenige, aber dafür sehr schöne und passende. Die farbige Zeichnung vor Beginn der Geschichte ist meine liebste, da sie alle wichtigen Figuren zeigt. Übrigens schon da sticht Rimuru einfach heraus.


Fazit: Auch wenn ich am Ende viel hatte, was mir nicht gefallen hat, empfinde ich die Geschichte als gut. Ich mag den Plot, die Welt und eigentlich auch die Figuren (Ranga, der Tempest Wolf ist natürlich der Beste). Ich würde einfach behaupten, dass ich nicht die Zielgruppe dieser Light Novel bin und doch bin ich neugierig wie es weitergeht. Vielleicht werde ich daher weitere Bände lesen. Für diesen vergebe ich solide 3 Sterne.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

10 Bibliotheken

1 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks