Mo Asumang Mo und die Arier

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Inhaltsangabe zu „Mo und die Arier“ von Mo Asumang

Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an? Die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang wagt ein spektakuläres und einzigartiges journalistisches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern – unter 3000 Neonazis auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und entlarvt sie dadurch. 'Manche würden, was ich erfahren habe, Rassismus nennen, manche sagen Fremdenfeindlichkeit, und das wird es immer geben, viele erkennen es wieder als eine Form des Mobbing. Doch egal, wie man dazu sagt, es wird verübt von Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus klein machen, die einem das Selbstbewusstsein rauben wollen oder sogar das Leben. Aber es gibt Gegenmittel. Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen.' Ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, die eigene Angst zu überwinden und sich zur Wehr zu setzen.

Spannend und humorvoll beschreibt Mo Asumang ihre persönliuche Auseinandersetzung mit Neonazis und deren kruden Denken.

— Stephan59

Wichtiges Thema, gut geschrieben, aber nur eine Nacherzählung der TV-Dokumentation. Empfehlenswert, wenn man die Doku noch nicht kennt.

— BWV-57

Ich hatte zuerst die Dokumentation in Tv gesehen danach das Buch gelesen.Beides super

— Emil04

ein notwendiges Buch, das neben den vielen Sachbüchern, dem Themen Nazis, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit ein Gesicht gibt

— himmelspirat

Hut ab, Mo Asumang!

— Amilyn

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    Mo und die Arier

    Stephan59

    19. September 2017 um 09:04

    Ein lesenswertes Buch. Mo Asumang konfrontiert die Neonazis mit unangenehmen Fragen und sich selbst mit ihrer Angst. Herausgekommen ist eine Odyssee durch die rechtsradikale Szene, mit Hintergrundinformationen zu Nazi-Ideologie und Arier-Verherrlichung, bei dem einem manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt. Vom Naziflirtportal bis zum Ku-Klux-Klan, das Buch zeichnet die Stationen nach, die sie bereits filmisch mit großem Erfolg verarbeitet hat. Man merkt dem Buch auch an, dass die Autorin vom Fernsehen geprägt ist, dies ist dem Leseerlebnis ab und an ein wenig abträglich. Ein aufklärerisches Buch, das es so bisher nicht gab. Chapeau!

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  • Mo und die Arier: Allein unter Rassisten und Neonazis von Mo Asumang [Rezension]

    Mo und die Arier

    himmelspirat

    27. March 2016 um 22:38

    Die aktuellen Nachrichten werden bestimmt durch die Flüchtlingspolitik und auch den Umgang mit den hier in Deutschland ankommenden Flüchtlingen. Je nachdem was man sieht, hört oder liest, wird Fremdenfeindlichkeit geschürt oder begangene Gesetzesverstöße verharmlost. Nicht erst seit immer mehr Menschen in Deutschland leben wollen, ist das Thema Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit vorhanden. Es tritt erst seit dem wieder mehr in den Vordergrund und bestimmt vielfach unser Tagesgeschehen. Doch wie leben Menschen in Deutschland, deren Wurzeln ganz oder zum Teil nicht hier in Deutschland liegen mit den tagtäglichen Anfeindungen? Mo Asumang hat sich damit auseinandergesetzt. Mo Asumang, deren Mutter eine weiße Deutsche und deren Vater ein farbiger Ghaner ist, erlebte von Geburt an, wie es ist nur auf Grund ihrer Hautfarbe anders zu sein. Doch als sie hörte, wie sie persönlich in einem Song der Gruppe „White Aryan Rebels“ mit den Worten bedroht wurde „Die Kugel ist für dich, Mo Asumang, die Kugel ist für dich“, erlebt sie eine neue Art der Angst. Diese Form des Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit, ist für sie so tiefgehend, dass sich in Ihr Widerstand entwickelt. Der Wunsch sich zu wehren und die Menschen kennenzulernen, die hinter diesen Worten stecken. Oder auch sich dazu bekennen. Aus diesem Antrieb heraus wagt Mo Asumang es sich mit den Menschen auseinanderzusetzen, die ihr Leben bedrohen oder ihr das Recht absprechen wollen in Deutschland zu leben, nur weil sie eine dunkle Hautfarbe besitzt. Fast zeitgleich hatte sie die Möglichkeit bei einem Theaterprojekt mitzuarbeiten. Dieses Theaterprojekt sah vor „Die Räuber“ von Friedrich Schiller in einem Gefängnis aufzuführen. Als gemeinsames Projekt von Insassen und Externen. So traf Mo Asumang ihren ersten Rechtsradikalen. Und ihr Angstbild Nazi gewann ein Gesicht. Und nahm ihr so ein Stück Angst vor dem was passiert, was könnte passieren, wenn ich einen treffe… Nach dieser ersten eher Zufallsbegegnung suchte sie direkt den Kontakt zu einem Nazi. Auch diese Begegnung ist sehr subjektiv geprägt, erzählt mehr von Mo Asumangs eigenen Befindlichkeiten und Gefühlen, als von der Auseinandersetzung. So wie das Gegenüber in seiner Ablehnung des Fremden für sie trotz direkter Begegnung nicht greifbarer wird, so bleibt auch für den Leser der Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit des Nazis diffus. Doch danach nimmt die Auseinandersetzung für Mo Asumang mehr Raum ein, wird konkreter. Es wirkt so, als ob durch diese beiden Begegnungen die Hemmschwelle gesunken ist sich persönlich mit Nazis in unterschiedlichen Facetten auseinanderzusetzen. Dies geht hin bis zum Versuch Lars Burmeister, den Sänger der Band „White Arvan Rebels“ zu treffen. Dieses Buch ist geprägt von den subjektiven Beschreibungen, wie es Mo Asumang bei den Treffen und Auseinandersetzungen geht. So hat sie mir damit sehr, sehr deutlich nahegebracht, wie es in diesem Land einem Menschen geht, der Ausgrenzung und Anfeindungen erlebt, nur durch ein anderes Äußeres. Nachdem ich das Buch beendet habe, setzte bei mir eine Ernüchterung ein. Was hat mir dieses Buch gegeben? Mehr Verständnis für Menschen in einer Außenseiterposition. Da die Schilderungen insgesamt sehr bei Mo Asumang blieben und ihrem Befinden beim Treffen des Austeigers Chris, des NPD-Führers Jürgen Rieger oder den Burschenschaftern, fehlten mir die Fakten, die Analysen der Begegnungen und weitergehende Erkenntnisse über das schon bekannte hinaus. Insgesamt ein notwendiges Buch, das neben den vielen Sachbüchern, dem Themen Nazis, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit ein Gesicht gibt und so dazu beitragen kann die betroffenen Menschen hinter den Themen zu sehen.(www.leserattenhoehle.blogspot.de)

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  • Hut ab, Mo Asumang!

    Mo und die Arier

    Amilyn

    20. March 2016 um 23:29

    Nachdem die afrodeutsche Moderatorin Mo Asumang in einer Fernsehsendung den Text des Songs einer Neonaziband hört, reagiert sie mit Angst und Panik. Kein Wunder, denn deutlicher kann man es nicht ausdrücken: "Die Kugel ist für dich, Mo Asumang." Doch Mo will nicht klein beigeben. Aktiv sucht sie die Konfrontation mit Rassisten, Neonazis und ganzen rechten Gruppierungen.Am Anfang dachte ich noch: Oh Schreck, Mo, das wird nix mit uns, als sie immer wieder mal ein englisches Wort einstreute und eins auch noch deutsch konjugierte (darauf reagiere ich ziemlich allergisch...) - turnte... Wie jetzt? Macht sie plötzlich Sport, oder was...? Aber nein, sie turnte nicht, sie turnte! Also sie veränderte sich. Ganz klar... Dann hatte ich jedoch den Eindruck, der Schreibstil pendelt sich so langsam ein. Als hätte sie sich warm geschrieben. Und sie turnte auch nicht mehr...Mir war das Buch in der Bahnhofsbuchhandlung aufgefallen, weil ich vor Monaten mal eine Doku zu genau diesem Thema halb verpasst hatte: Mo Asumang beim Ku-Klux-Klan, bei Rassisten, inmitten einer Neonazi-Demo. Schon damals war mir stellenweise der Mund offen geblieben, und das Buch hat es ebenfalls geschafft. Jetzt kenne ich auch die ganze Geschichte. Fast noch erschütterter als von so manchen Aussagen dieser Leute, die sie trifft, war ich jedoch von den kleinen Rückblenden, die sie immer mal wieder einstreut, als sie bereits mit Rassismus in Berührung kam. Man will eigentlich gar nicht darüber nachdenken, was tagtäglich in Deutschland passiert, doch Mo Asumang zeigt, dass man es doch tun sollte.Ich kann hier nur sagen, dass ich beeindruckt bin von Mo Asumangs Mut. Im dunklen Wald mit zwei Mitgliedern des Ku-Klux-Klans reden, sich mitten durch eine Neonazi-Demo lächeln, abends vor einer Kneipe herumstehen, in der sich der "Die Kugel ist für dich"-Sänger aufhält - ich hätte mich all das im Leben nicht getraut. Fazit: nach kleinen Startschwierigkeiten ein flüssig zu lesendes Buch, das beeindruckt und erschreckt, Hoffnung macht und erschüttert. Ich hoffe, dass dieses Buch viele Leser erreichen wird. Ich habe es jedenfalls direkt meiner Freundin zum Lesen gegeben. 5*****

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  • Ein intensives Experiment

    Mo und die Arier

    michael_lehmann-pape

    02. March 2016 um 14:35

    Ein intensives Experiment Lars Burmeister bringt es in einem Liedtext auf den Punkt: „Die Kugel ist für dich, Mo Asumang, die Kugel ist für dich“. Und dann hat Asumang hat etwas gewagt. Mit offenem Visier. Als dunkelhäutige Moderatorin ist sie selber nachschauen gegangen, wie das da so ist, bei „den Rechten“, den „Rassisten“, den „Neonazis“. Sozusagen auf den Spuren des Liedes, den Hintergrund für diese Textzeilen der „White Aryan Rebels“ suchend. In sehr lockerer Sprache beschreibt Asumang im Buch, wer und was ihr alles auf dieser Suche nach dem „rechten Rand“ begegnet ist. Angefangen bei ihrem „ersten Nazi“, den Sie im Rahmen eines Theaterprojektes im Gefängnis antrifft (auf „sicherem Boden“, könnte man sagen). Wobei der erste Kontakt non-verbal mit einem Blick auf die Fingerknöchel stattfindet, auf denen „H-A-S-S“ tätowiert ist. Und weiter passiert bei diesem ersten Angang nichts. Was Asumang sehr beredt darstellt, wobei eher ihre eigene, aufgeregte, ängstliche Befindlichkeit sich auf den ersten gut 40 Seiten des Buches mitteilt, ohne dass „die andere Seite“ wirklich griffig wird. Dann aber nehmen die Ereignisse doch an Fahrt auf. „Marek gibt mir die Hand, weil er´s muss“. Zwei Stunden „Besuchszeit“ für Asumang, in der zunächst „zögerlich sein Hass“ aus ihm „heraus suppt“, sie Asumang leger erzählt. Wobei auch bei diesem ersten „Gespräch“ zunächst nur ersichtlich wird, dass wenig Konkretes im Raum steht, dass beidseitige Vorurteile eher ungelenk die Atmosphäre bestimmen. So muss man konstatieren, dass es ein wenig dauert, bis die Erfahrungen im Buch griffiger, konkreter werden, bis Asumang mit einer geliehenen Harley sich u.a. auf den Weg zu Lars Burmeister macht…. und wiederum nicht findet. Dabei aber doch auch live und real auf den ein oder anderen bekannten „Rechten“ trifft, wie Jürgen Rieger, der „Master of Racism“, der ein durchaus freundliches Gespräch mit Asumang führt, in der Sache jedoch verbindlich klar in seiner „Rassentheorie von den Schwarzen, Weißen und Gelben“ verbleibt. Wie auch Tom Metzger sich in keiner Form von der Anwesenheit der farbigen Moderatorin stören lässt in seinem speziellen Radioprogramm. Neben den ständig ablaufenden assoziativen Beschreibungen der eigenen Befindlichkeit und Verwirrung sind des solche kurzen Begegnungsberichte, die durch ihre verbindliche Freundlichkeit im Ton und ihre unerschütterlich wirkende „rassistische Haltung“ beim Leser bleibenden Eindruck hinterlassen. „Bei den Germanen, das ginge heute gar nicht, bei den Germanen wurde sowas im Moor versenkt“. Insgesamt aber, dass muss man nach der Lektüre konstatieren (auch wenn ein „Aussteiger“ und „Umdenker“ noch Akzente zu setzen versteht darin, dass es eben nicht heißt „einmal Nazi, immer Nazi“ (einer,d er sich selbst „Demokrat in Ausbildung“ nennen wird), verbleiben die Erlebnisse Asumangs zu sehr in der Schilderung der subjektiven Befindlichkeit, bieten zu wenig „harte Fakten“ und konkrete differenzierte Begegnungen, um dem Leser am Ende ein deutliches und klares Bild der „neuen rechten Szene“ über das medial Bekannte heraus zu geben. So verbleibt am Ende vor allem der beredte Eindruck von Verunsicherung und Angst einer Frau, die offenkundig „anders“ ist in einem Land, in dem „rechtes“ Gedankengut unüberhörbar wieder laut wird und sich öffentlich sichtbar verbreitet. Was den Kern des Problems dabei zu oft eher nur am Rande streift.

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