Mo Hayder

 3.8 Sterne bei 1,939 Bewertungen
Autorin von Der Vogelmann, Die Behandlung und weiteren Büchern.
Mo Hayder

Lebenslauf von Mo Hayder

Mo Hayder wurde 1962 in Essex geboren. Mit fünfzehn Jahren zog sie von zu Hause aus und begann ein Leben als Weltenbummerlin. Von London zog es sie ins Ausland wo sie u.A. in Tokio eine Zeitlang in einem Nachtclub arbeitete und für eine englische Zeitung schrieb. In Amerika begann sie an der American University in Washington D.C. Filmwissenschaften zu studieren. Es folgte ein Studium im Kreativen Schreiben an der Bath Spa University. Ihren Durchbruch zur brillante Spannungsautorin erreichte sie durch ihren Debütroman, dem Psychothriller »Der Vogelmann«, mit welchem sie über Nacht zur international anerkennten Bestsellerautorin wurde. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter lebt sie mittlerweile in der Nähe von Bath.

Alle Bücher von Mo Hayder

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Der Vogelmann

Der Vogelmann

 (447)
Erschienen am 01.03.2002
Die Behandlung

Die Behandlung

 (324)
Erschienen am 27.02.2007
Tokio

Tokio

 (221)
Erschienen am 11.12.2006
Die Sekte

Die Sekte

 (211)
Erschienen am 13.10.2008
Ritualmord

Ritualmord

 (166)
Erschienen am 20.09.2010
Haut

Haut

 (134)
Erschienen am 18.04.2011
Verderbnis

Verderbnis

 (81)
Erschienen am 17.09.2012
Die Puppe

Die Puppe

 (84)
Erschienen am 17.08.2015

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Neue Rezensionen zu Mo Hayder

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JuergenEdelmayers avatar

Rezension zu "Wolf" von Mo Hayder

Überraschend gut
JuergenEdelmayervor 5 Monaten

Mo Hayders Thriller „Wolf“ ist der siebte und bislang letzte Band der Reihe um den eigenwilligen Detective Inspector Jack Caffrey. Von der Machart her unterscheidet er sich von den Vorgängern unter anderem dadurch, dass hier Vorgänge und Ereignisse direkter ausgesprochen werden, als man dies von der Vorgängerbänden gewohnt ist. Dort blieb es häufig bei Andeutungen, die ausreichten, meine Phantasie in Gang zu setzen. Bei „Wolf“ geht es recht schnell eindeutig zur Sache und die Handlung erreicht relativ früh ein hohesTempo. Ziemlich überraschend für einen Leser wie mich, der daran gewohnt ist, dass die Autorin ihn langsam zum Kern ihrer Geschichten führt.

Vom Plot her ist „Wolf“ wenig originell. Eine Familie gerät auf ihrem abgelegenen Sommersitz in die Hände von Kriminellen. So simpel und wenig innovativ kommt dieser Thriller daher, dass sich in mir beinahe Enttäuschung breitmachen wollte. Mo Hayder versteht es jedoch auch hier hervorragend, dauerhafte Spannung zu erzeugen, deren Intensität sich kontinuierlich steigert. Eigentlich Bekanntes mit derart überraschenden Wendungen zu präsentieren, ist eine ganz starke Leistung.


In größerem Umfang gibt es diese Besprechung auf meinem Blog: http://autoreninfo.over-blog.de/2018/06/buchbesprechung-zu-mo-hadyer-wolf.html

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

Wie ein Horrorfilm ...
angi_stumpfvor einem Jahr

Wow, dieses Buch klappt man zu und weiß, dass es noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein wahres Meisterstück, wie ich finde, aber sicher auch nicht jedermanns Sache.
Es geht um unvorstellbare Kriegsgräuel: das Massaker von Nanking im Jahr 1937, als die Japaner in China einfielen und alles dem Erdboden gleichmachten.
Die englische Studentin mit dem Spitznamen „Grey“ ist nach Tokio gereist, um einem Hinweis nachzugehen, den sie vor langer Zeit in einem Buch entdeckt hat. Sie hat gelesen, dass ein Mann namens Shi Chongming einen alten Film besitzt, auf dem ein Verbrechen festgehalten wurde, das so unsagbar schlimm ist, dass die Welt dessen Existenz einfach bestreitet. Grey wird für verrückt erklärt, für einen durchgeknallten, perversen Freak, doch sie gibt nie auf und will beweisen, dass sie sich das nicht alles nur eingebildet hat.
Ein langer, schwerer Weg erwartet sie in der fremden Stadt und obwohl sie Chongming schnell ausfindig machen kann, will er ihr nicht zuhören. Bis klar wird, dass sie ihm im Gegenzug auch helfen könnte – und sie lässt sich auf den Deal ein. Nichtsahnend, dass sie sich damit in tödliche Gefahr begibt …

Der Schreibstil ist einfach wundervoll, so eindrücklich und fesselnd. Zunächst ist die Spannung eher unterschwellig spürbar, aber in der zweiten Hälfte gleichen manche Szenen schon eher einem Horrorfilm. Es wird blutig, nervenaufreibend, gänsehauterzeugend.
Durch die lebendige Atmosphäre, die Mo Hayder mit ihren wunderbaren Beschreibungen der Schauplätze und der meist sehr ungewöhnlichen Charaktere schafft, ist man immer mitten im Geschehen.
Grey mietet sich in einem riesigen halb verfallenen Haus ein, dessen Größe und Zustand so ausführlich geschildert werden, dass man den Moder riechen kann, die zerrissenen Seidentapeten vor sich sieht und sich unweigerlich ständig fragt, was hinter den verschlossenen und vernagelten Türen im Erdgeschoss und den unbewohnten Teilen vor sich geht. Im Inneren des Hauses liegt ein total verwilderter, großer Garten, den ich mir auch lebhaft vorstellen konnte. Alleine dieser Schauplatz ist so faszinierend, dass ich denke, eine Verfilmung wäre sicher ein Riesenerfolg.

Dazu kommen noch die vielen Rückblenden, in denen Shi Chongming über seine Erlebnisse im Jahr 1937 berichtet. Man fühlt mit ihm und seiner Frau, leidet mit den Kriegsflüchtlingen und man spürt richtig, wie angespannt und lebensbedrohend die Situation war.
Alles wirkt so extrem realistisch und das machte für mich auch einen großen Teil des Reizes aus. Weil Grey sich intensiv mit diesen Verbrechen und den Ausprägungen menschlicher Grausamkeiten beschäftigt, wird sie von ihren Mitmenschen für nicht normal gehalten. Allerdings kann ich sie sehr gut verstehen, denn ich teile ihre Neugier.

Wer keine Angst vor der Begegnung mit extremer menschlicher Bestialität hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Extrem eindrücklich, spannend und emotional.

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JuliaAndMyselfs avatar

Rezension zu "Die Sekte" von Mo Hayder

gelungenes und unerwartetes Ende
JuliaAndMyselfvor einem Jahr

Der Thriller handelt vom Journalist Joe Oakes, der die einmalige Gelegenheit bekommt, auf eine Sekte auf einer Insel in Großbrittanien zu besuchen und die Ansichten und Lebensweisen zu erkunden. Durch sein Investigatismus begibt nicht er sich in Gefahr und tritt mit seinem Erscheinen auf der Insel eine Lawine der Gewalt los. Während seinem Aufenthalt auf der Insel löst er zudem das Geheimnis der Sekte.
Die Autorin generiert eine Spannung, die den Leser dazu bringen, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Leser die auf Ekel und Grußel stehen werden auf ihre Kosten kommen. Die Charaktere sind sehr interessant gestaltet. Leider befinden sich im Buch einige Lücken in der Story und es bleiben einige Fragen auf. Auch die Nummerierung der Kapitel ist etwas seltsam gestaltet. Besonders das Ende ist der Autorin sehr gelungen, da es nicht wie erwartet ausfällt. Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen, auch wenn ich von einigen Entwicklungen im Buch etwas enttäuscht bin, da sie etwas antiklimaktisch sind.

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Gespräche aus der Community

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schwarzaufweiszs avatar
Duzen oder Siezen? Ich lese gerade "Verderbnis" von Mo Hayder - was mir hier seltsam auffällt ist, dass sich in der deutschen Übersetzung sämtliche Kollegen siezen, selbst wenn sie sich ganz eindeutig persönlich kennen, sogar Paten von Kindern sind, fast eine Beziehung miteinander hatten... Mich würde interessieren, wie ein Übersetzer (aus dem Englischen) entscheidet, ob sich etwa Kollegen duzen oder siezen? Ich finde es gerade in diesem Roman sehr unpassend, ja fast störend... und es ist mir auch schon in manchen anderen Romanen aufgefallen. Was meint ihr?
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