Mo Hayder Tokio

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Inhaltsangabe zu „Tokio“ von Mo Hayder

Ein unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio: Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren verfolgt. Ein Filmausschnitt, der Gräueltaten japanischer Soldaten im chinesischen Nanking 1937 zeigt, soll die Lösung des Rätsels enthalten. Ihre Suche nach der Wahrheit führt Grey zu einem der mächtigsten und zugleich geheimnisvollsten Männer in Tokios Unterwelt – und in lange verschüttete Tiefen ihrer eigenen Seele … • Als bester Spannungsroman des Jahres für den Gold Dagger nominiert.

Der rote Faden zieht leider bei mir nicht ...

— BuchHans
BuchHans

tiefgründiger und erschütternder Roman über die japanischen Kriegsverbrechen in China. Anspruchsvoll, TOP!

— Burgkelfe
Burgkelfe

Spannende Geschichte, gut geschrieben..

— DieDada
DieDada

Fazit: Ein sehr eindringlicher und packend erzählter Roman über die schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

— Bellexr
Bellexr

Obwohl ich eigentlich Mo Hayder-Fan bin konnte ich mit diesem Buch nicht viel anfangen. Enttäuscht!

— karinka
karinka

Herrlich gestört, spannend und angsteinflößend!

— Will-ein-Buch
Will-ein-Buch

Anfangs etwas zäh, dann wirklich fesselnd. Leider bleiben die Mebencharaktere etwas blass

— Virginy
Virginy

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  • Jene, die unwissend sind

    Tokio
    Bellexr

    Bellexr

    15. February 2015 um 19:06

    Die englische Studentin Grey ist seit Jahren besessen von den Gräueltaten der Japaner im chinesischen Nanking im Jahre 1937. Von dem chinesischen Professor Shi Chongming, der in Tokio lebt, erhofft die Studentin sich Einblick in geheimes Filmmaterial. Doch ihre Reise in die Metropole scheint sinnlos, der Professor leugnet jegliche Kenntnis des Filmes. Durch Zufall lernt Grey den Amerikaner Jason kennen, der ihr einen Job in einem Nachtclub besorgt. Hier lernt sie den Mafiaboss Fuyuki kennen. Als der Professor hiervon erfährt, schlägt er Grey einen Deal vor.   Grey ist wie besessen von den grauenhaften Geschehnissen, die sich im Winter 1937 in Nanking ereigneten. Am 13. Dezember 1937 besetzten japanische Divisionen die damalige chinesische Hauptstadt und richteten ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an. Innerhalb weniger Wochen sollen über 200.000 Menschen aufs Grausamste gefoltert und umgebracht worden sein. Von dem chinesischen Professor erhofft sich Grey Einsicht in geheimes Filmmaterial, von dem sie überzeugt ist, dass es existiert. Doch Chongming will hiervon nichts wissen.   Abwechselnd verfolgt man die Erlebnisse von Grey in der Metropole Tokio wie auch die Geschehnisse, welche sich im Winter 1937 in Nanking ereigneten. Während Grey sich auch über Wochen hinweg nicht von ihren Ziel abbringen lässt, verfolgt man andererseits das Leben des jungen Chongming in Nanking. Je näher die japanischen Truppen rücken, umso mehr Menschen flüchten aus der Stadt. Nur Chongming und einige andere sind felsenfest davon überzeugt, dass ihr Präsident seine Hauptstadt verteidigen und somit die Bürger der Stadt beschützen wird. Doch bald schon merkt er, dass er sich schrecklich getäuscht hat.   Der Schreibstil von Mo Hayder ist stellenweise sehr direkt und brutal, aber das ist bei dieser Geschichte absolut in Ordnung. Es wird nichts geschönt, umso eindringlicher wirkt hierdurch die Erzählweise und umso bewusster werden die grausamen Geschehnisse in Nanking vermittelt. Nicht minder eindringlich und überzeugend ist auch die Geschichte der Gegenwart rund um die Studentin Grey angelegt, die schon bald die Nähe des Yakuza Fuyuki sucht. Eine verhängnisvolle Entwicklung nimmt ihren Lauf.   Fazit: Ein sehr eindringlicher und packend erzählter Roman über die schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.  

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  • Überraschend gut

    Tokio
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    10. May 2013 um 21:42

    Als ich dieses Buch bei einer lieben Facebook - Userin entdeckt und mir zugelegt habe, hätte ich nicht.. ich hätte nicht das erwartet, was mich letztendlich erwartet hat. Den ganzen Tag über habe ich über das Buch nachgedacht, habe selbst auf der Arbeit einige Passagen des Buches nicht wirklich aus den Gedanken gekriegt. Ein unaussprechliches Geheimnis treibt die englische Studentin Grey nach Tokio: Hier hofft sie, den Schlüssel zu einer Tragödie zu finden, die sie seit Jahren verfolgt. Ein Filmausschnitt, der Gräueltaten japanischer Soldaten im chinesischen Nanking 1937 zeigt, soll die Lösung des Rätsels enthalten. Ihr erster Ansprechparter, der Mann, wegen dem sie extra nach Tokio geflogen ist - chinesische Wissenschaftler Shi Chongming - denkt jedoch nicht darin, ihr in irgendeiner Form zu helfen. Zu tief sitzen die Erinnerungen daran, zu tief sitzt der Schmerz, warum also sollte er ausgerechnet einer "Gaijin" wie Grey helfen, des Rätsels Lösung zu finden? Um überhaupt ein bisschen Geld zu verdienen, damit sie ihr Leben bewältigen kann, heuert sie in einem kleinen Nachtclub an, welcher von Mama Strawberry geleitet wird, einer Frau, welche sehr an Marylin Monroe erinnert. Bei ihren Abenden im Club trifft sie auch zum ersten Mal auf ihn: Junzo Fuyuki. Er ist einer der mächtigsten Männer in Tokios Unterwelt. Sein Leben und seine geheimnisse volle Aura fazsinieren die junge Frau von Anfang an und noch ahnt sie nicht, dass ihrer aller Leben - das des Wissenschaftlers Shi Chonming, Junzo Fuyuki und ihr eigenes mehr miteinander verbunden sind, als sie sich das je hätte erträumen lassen. Anfangs hat mich das Buch aber, wenn ich ehrlich gestehen muss, gar nicht in den Bann gezogen. Erst so ca. ab Seite 100 hat es mich etwas mehr in seinen Bann gezogen, sodass ich selbst auf dem Weg nach Hause gestern zum Buch gegriffen haben.. und das ohne irgendwo gegenzulaufen. Grey ist ein - mehr oder weniger typisches junges Mädchen - unscheinbar, in ihrem früheren Leben eine Aussenseiterin, welche nicht sonderlich viel mit anderen am Hut hatte, zumal diese sie schon früh und auch recht oft als lediglich verrückt abgestempelt haben.. ebenso, wie eben alle anderen auch. Erst ziemlich zum Ende hin, nachdem sie endlich den Film gesehen hat, nach welchem sie die ganze Zeit sucht, welchem quasi sie ihrem eben widmet, bekommt sie etwas zu sehen, was sie so nicht erwartet hat. Innerhalb des Buches findet man einige der Tagebuchaufzeichnungen von Shi Chongmin, welche im Jahrer 1937 von ihm selbst verfasst wurden und welche das Geheimnis lüften, was ihn mit Junzo Fuyuki verbindet. Der Schreibstil war echt angenehm zu lesen und man konnte sich in Grey, aber auch in Chongmin sehr gut hineinversetzen. Auch die "Krankenschwester" Junko Fuyuki's hat einen.. sagen wir bleibenden Eindruck hinterlassen, mit ihrer ganzen Art, mit ihrem Verhalten und vorallem mit ihrer Brutalität. Natürlich sieht das jeder anders, aber von mir bekommt dieses Buch 4 von 5 Gänseblümchen.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    PauleSenkel

    PauleSenkel

    03. March 2012 um 22:05

    Habe vorher die Sekte gelesen und war begeistert.
    Tokio ist nur gegen Ende richtig spannend. Die Rückblenden nerven.
    3 von 10 Origami-Drachen

  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    21. August 2011 um 19:04

    Tokio war mein erstes Buch von Mo Hayder, der Roman hat mich aufgrund der Erzählweise sehr fasziniert. Die Geschichte wird so wirklichkeitsnah beschrieben, dass man nur die Augen schließen muss, um sich die Kulisse bildlich vorstellen zu können. Was nicht immer angenehm ist, da es sich um Schilderungen der Kriegsverbrechen in Nanking handelt. Die englische Studentin Grey versucht die Wahrheit über die japanischen Kriegsgräueltaten in Nanking herauszufinden und reist zu einem berühmten Professor nach Tokio. Die Vergangenheit von Shi Chongming, seine Empfindungen, seine Überzeugungen, seine Erkenntnisse und seine Suche, sollen der Studentin Grey helfen das Rätsel um die Verbrechen aufzudecken. Durch feine Verknüpfungen gelingt es der Autorin, das Schicksal verschiedener Personen von damals bis zur Gegenwart miteinander zu verbinden, so dass dieses Geschehen bis zum Ende spannend bleibt.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    bettina_hofbauer

    bettina_hofbauer

    23. April 2011 um 16:59

    Beklemmend realistisch!

  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    lovely_ann

    lovely_ann

    06. March 2011 um 14:06

    Die englische Studentin Grey kommt nach Tokyo um ein schreckliches Geheimnis der japanischen Geschichte aufzudecken. Was ist 1937 bei der japanischen Besetzung in Nanking wirklich passiert? Doch sie selbst trägt auch ein schreckliches, verstörendes Geheimnis mit sich herum und wird immer wieder mit ihrer Geschichte konfrontiert. Auf der Suche nach der historischen Wahrheit gerät sie nicht nur an einen Zeitzeugen, einem Professor, sondern auch an Gestalten der japanischen Unterwelt. Nach dem Lesen bin ich noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Es ist ein spannender Roman, der verschiedene Ebenen mit einander vereint. Was geschah 1937? Was will der Professor? Was hat der Yakuza mit all dem zu tun? Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter Greys eigenen eingestreuten Erinnerungen? Das alles ist recht kunstvoll verwoben und zu einer Geschichte zusammen gepackt. Spannend ist es, mitreißend auch. Aber es ist auch so eindringlich, daß es mich etwas ratlos und schockiert zurücklässt. Insgesamt ist es mir dann ein bißchen viel. Ich fürchte der Leser, der einen einfachen Thriller zur Unterhaltung lesen möchte, konnte manches ein wenig überfordern. Auf jeden Fall aber empfehlenswert - ein Thriller, der mehr ist als ein Thriller und nachdrücklich noch wirkt.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    Neonsonne

    Neonsonne

    21. October 2010 um 12:25

    Schilderungen japanischer Kriegsverbrechen in Nanking stimmen mich immer noch sehr nachdenklich. Die Erzählungen des alten Chongming aus seinem Tagebuch, deren Einträge mehr als 50 Jahre zurückliegen, machen eine Reise in die Vergangenheit zu einem schockierenden Erlebnis. Das Leben der Studentin Grey in der Gegenwart ist allerdings auch alles andere als langweilig. Die Aufdeckung aller Geheimnisse dieses Buches sind am Ende aufwühlend und bewegend! Tokio, schon alleine der Buchtitel hat mich immer abgeschreckt. Doch dann gab ich mir einen Ruck, kaufte es trotzdem, weil es nun mal eben Mo Hayder ist und wurde dafür belohnt. Je weiter ich in dieses Buch, in diese Geschichte, nach Nanking und Tokio hervor gedrungen bin, desto fesselnder wurden die Zeilen und umso schwerer viel es mir dieses Buch aus den Händen zu legen. Tokio ist kein Buch für schnelle Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    Emma.Woodhouse

    Emma.Woodhouse

    06. September 2010 um 15:33

    Hm...also ich fand das Buch gut. Ich muss sagen das ich es zeitweise ein wenig langatmig fand und man musste sich auch erst daran gewöhnen das man ständig in zwei unterschiedliche Zeiten und Geschichten geschubst wurde. Man wusste aber auch von Anfang an das die Beiden Zeitstränge miteinader verbunden sind. Das Buch ist defenitiv super interessant und man lernt eine Menge. Ich gehe mit einem Wissen über Nanking und den Krieg von 1937 aus der Geschichte womit ich nicht gerechnet habe. Mich hat das Buch wirklich berührt, sogar schockiert aber ich hatte auch immer den Eindruck das in dem Buch nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft wurde. Ich bin bei dem Buch wirklich hin und her gerissen. Ich kann ohne Zweifel sagen das ich froh bin es gelesen zu haben und das Ende war absolut überraschend aber ich kann auch sagen das mir irgendwas gefehlt hat.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    Ay73

    Ay73

    16. August 2010 um 13:59

    kein Thriller in gewohnten Stil bzw. die Komemntare hinten auf dem Klappentext führen einen in die Irre. In diesem Roman geht Hauptsächlich um Grey die in ihrer Kindheit ein Buch gelesen hat über den Nanking Krieg 1937 wo Japaner die chinesische Zivielbevölkerung bestialisch umbringt. Gleichzeit 50 Jahre später in Tokio versucht Grey den Prof. Chongming auszumachen um mehr über die Gräueltaten im Nanking Krieg zu erfahren. Grey hat seit ihren Kindheitstage ein extremes Interesse für Nanking entwickelt und ist auch anders als ihre Altersgenossen (psychische Behandlung) trift sie Chongming in Tokio. Schließlich fängt Grey als Hostess an zu arbeiten und erzählt Chongming, dass der Yakuza Boss Fuyuki im Klub auftaucht. Erst da schlägt Chongming ihr ein Deal vor: wenn sie harausfindet was Fuyukis Lebenselexier ist zeigt Chongming den Film, der vom Nanking Krieg gedreht wurde. Eigentlich ganz gut geschrieben aber ich würde dieses Buch nicht weierempfehlen...

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. August 2010 um 10:29

    Die englische Studentin Grey kommt nach Tokio, weil sie endlich Klarheit in einer Sache will, die sie schon lange verfolgt: Das Massaker im chinesischen Nanking 1937. Um darüber mehr zu erfahren, trifft sie sich mit Shi Chongming, einem Universitätsprofessor, der sie zunächst schroff abweist, als sie sich nach einer Filmrolle erkundigt, die Gräueltaten aus Nanking aufzeigen soll. Da sie aber hartnäckig bleibt, muss sie in Tokio bleiben und verdingt sich dort als Hostess in einem Nachtclub. Jason, der dort auch arbeitet, gab ihr die Adresse und Grey wohnt auch bei ihm. Eines Tages kommen Männer in den Club, Yakuza, und mit ihnen ein Mann namens Fuyuki, ein kränklicher gebrechlicher Greis im Rollstuhl. Dass dieser Mann und seine Krankenschwester Ogawa, die sich um ihn mit einer speziellen Medizin kümmert, sehr gefährlich sind, das ist der Studentin zunächst nicht bewusst. Erst als sie in Erfahrung bringen soll, was es mit Fuyukis Medizin auf sich hat, damit sie auch den Film aus Nanking sehen kann, den Shi Chongming bei sich verbirgt, schweben sie und Jason in großer Gefahr... Die Autorin erzählt die Geschichte in zwei verschiedenen Sichtweisen. Abwechselnd wird Greys Leben in Tokio und auch die Tagebucheinträge von Shi Chongming, die er in der Zeit der Belagerung durch die Japaner verfasst hat, geschildert. Dabei lässt sich erkennen, dass sich beide Handlungsstränge in gewisser Weise ähneln, auch wenn sie komplett verschieden sind. Beide Handlungen werden eingeführt und enden auf eine grausame Art und Weise. Desweiteren ist zu bemerken, dass das ganze Buch über eine beklemmende Atmosphäre geschaffen wird, die an manchen Stellen etwas fehl am Platz wirkt, z.B. dort, wo Grey und der Professor im Garten von dem Haus in Takadanobaba stehen und sie sich unterhalten. Die Protagonistin wird in diesem Buch recht kühl dargestellt und man erfährt erst im Verlauf des Buches, was mit ihr wirklich geschehen ist und warum sie sich gerade für dieses Thema so hartnäckig einsetzt. Es wird berichtet, wie sie in der Psychatrie war und ihr dort jedes Mal eingebläut wurde, wie schlecht und verderbt sie doch eigentlich ist, doch eigentlich handelte sie bevor ihrer Einweisung nur aus dem Grund so, weil sie es nicht besser wusste. Dadurch ist die junge Frau gerade zu schüchtern geworden, was sich auch oft zeigt. Zwischendurch wird immer weiter in die Seele von Grey eingedrungen, bis man wirklich versteht, warum sie so ist, wie sie ist. Chongming wirkt zunächst wie ein sturer alter Mann, doch auch das hat seine Bewandnis. Nur langsam kann sich Grey ihm nähern und sie versteht zuerst auch nicht, was dieser Mann mit seinen Andeutungen auch im Bezug auf Nanking sagen will, doch das wird nach und nach aufgeklärt, auch, wenn man dessen Tagebucheinträge liest. Ohne diese würde man womöglich nicht verstehen, was er in seinem Leben erlebt hat und was ihn zu dem Mann gemacht hat, der er zu dem Zeitpunkt ist. Beide Charaktere hatten schwere Schicksalsschläge erleiden müssen, die sie verbindet. Beide verloren ein Kind – und das auf eine ähnliche Art und Weise, doch das kommt auch nur nach und nach zum Vorschein, sodass man sich nur einen guten Überblick verschaffen kann, wenn man das ganze Buch durchgelesen hat. Besonders dramatisch sind die letzten 50 Seiten, nachdem davor jeweils nur bis zu dieser Stelle hingearbeitet wurde, machte es den Anschein. Man kann aber dort richtig mitfühlen, in welcher Angst die Protagonistin ist, als sie vor Ogawa und ihrem Handlanger aus dem Haus flüchten muss, in dem sie Jason zurücklassen musste und die „Medizin“ an sich nahm. Schockierend war das Schicksal, was Jason erleiden musste und Grey findet diese bizarre Mordmethode auch eine Art auch noch schön. Zum Schluss stellt sich heraus, dass die Medizin, die Shi Chongming schon seit geraumer Zeit gesucht hat, etwas ist, was er schon vorher wusste und Grey wird für ihre Mühen mit dem Sehen des Films belohnt. Das Buch beschreibt das zerrüttete Leben zweier Menschen, die damit zurecht kommen müssen, dass sie ihre Kinder verloren hatten, aufgegeben hatten und das aus freien Stücken: Grey aus Unwissenheit, Chongming aus Feigheit.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    emeraldeye

    emeraldeye

    31. May 2010 um 12:16

    Ich hatte vor "Tokio" noch keinen Roman von Mo Hayder gelesen und werde wohl auch einen keinen mehr lesen. Wäre nicht die durchaus interessante Verbindung zum chinesisch-japanischen Krieg in den 30iger Jahren des 20.Jahrhunderts und dem heutigen Japan, wäre auch dieser Krimi nur ein weiteres blutiges, mit verstörten und verstörenden Charakteren bevölkertes Machwerk, das die Welt nicht braucht.

  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    melthe4

    melthe4

    03. May 2010 um 14:42

    Es ist nun mal ein Spannungsroman....
    Schade, meine Erwartungen an dieses Buch wurden leider nicht erfüllt. Nettes Buch, aber mein Blut in den Adern ist nicht gefroren. Werde aber nicht aufgeben und auf jeden Fall noch den "Vogelmann" lesen, bevor ich mehr über Mo Hayder sagen kann. Ist wahrscheinlich eher mein Ding. Trotz allem gerne und vor allem bis zum Ende gelesen.

  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    endorfinchen

    endorfinchen

    05. February 2010 um 10:05

    Zum Inhalt will und kann ich gar nicht viel sagen, weil ich das Buch nach gut bzw. schlechten 150 Seiten zur Seite legen musste. Ich bin wirklich ein großer Fan von Mo Hayder und habe "Der Vogelmann" und auch "Die Behandlung" geliebt, was wohl aber auch daran gelegen hat, dass die Autorin direkt am Anfang des Buches zur Sache gekommen ist. Bei ihr hat man normalerweise keine Zeit zum Luft holen geschweige denn zum Atmen. Die Ereignisse überschlagen sich, der Spannungsbogen nimmt von Zeile zu Zeile zu und die Morde werden immer grausamer - nichts für schwache Nerven. Aber "Tokio" ist das absolute Gegenteil von dem, was ich bislang von Mo Hayder kannte und wenn ich ehrlich bin, es passt nicht zu ihr und gefällt mir überhaupt nicht. Bis auf Seite 150 ist - für mich - nichts wirklich spannendes passiert. Die Studentin Grey reist nach Tokio um mehr über das Massaker zu erfahren was in den 30ern in Nanking stattfand. Sie sucht den chinesischen Professor Shi Chongming auf, der angeblich geheimes und bislang unveröffentliches Filmmaterial aus dieser Zeit besitzt. Der Professor streitet dies allerdings ab und will mit Grey auch gar nicht über Nanking reden und so verstreichen die Seiten ... Rückblickend erzählt der Professor aus seiner Sicht durch Tagebucheinträge aus der Zeit in Nanking. Das Buch ist schleppend, wenig aufschlussreich (man erfährt nur ansatzweise etwas von Grey; sie soll "seltsam" sein, sagen alle Leute, aber warum, erfährt man - zumindest auf den Seiten die ich gelesen habe - nicht). Ich habe einige Rezensionen vorab zu dem Buch gelesen und bin immer wieder darüber gestolpert, dass viele Leser vom dem Buch fasziniert und nachhaltig beeindruckt waren, diesen Eindruck konnte ich leider nicht gewinnen und ich bezweifel auch, dass sich dieser in den nachfolgenden Seiten noch eingestellt hätte.

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  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    angiho@drei.at

    angiho@drei.at

    26. October 2009 um 13:59

    spannend bis zum schluß

  • Rezension zu "Tokio" von Mo Hayder

    Tokio
    tischo

    tischo

    14. October 2009 um 21:30

    Packende Geschichte, mysteriös und sehr spannend.
    Teilweise wirklich schockierend ohne explizit zu sein.

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