Der Überdruss

von Mo Yan 
3,8 Sterne bei8 Bewertungen
Der Überdruss
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Teilweise albern, Teilweise langatmig, ab und an interessant. Bin erleichtert, dass es vorbei ist...

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Inhaltsangabe zu "Der Überdruss"

Der neue Roman von Mo Yan ("Das rote Kornfeld") über die letzten 50 Jahre der stürmischen Geschichte Chinas.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783895022722
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:812 Seiten
Verlag:Horlemann, B
Erscheinungsdatum:01.05.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Teilweise albern, Teilweise langatmig, ab und an interessant. Bin erleichtert, dass es vorbei ist...
    Der Überdruss

    Mir fällt es schwer etwas über dieses Buch zu schreiben. Das erste Mal aufgefallen ist es mir als im Unionsverlag das Taschenbuch herauskam. Die interessante Idee und weil es chinesische Literatur ist, sprach mich sofort an. Als ich das Buch dann jedoch begann, hatte ich ein wenig meine Probleme damit.
    Ximen Nao ist Grundbesitzer und findet sich unversehens ins der Hölle wieder. Er darf zurück, wird aber als Esel wiedergeboren. Doch damit nicht genug. Er wird auch als Stier, Schwein, Hund und Affe wiedergeboren. Er muss im Prinzip gutes Karma sammeln, denn Yama, der Fürst der Unterwelt, ist von seiner Schuld überzeugt.
    Während der Leser Ximen Nao in seinen vielen Leben begleitet, erfährt er auch viel über 50 Jahre chinesische Geschichte in Gaomi, einem armen Dorf in der Provinz Shandong. In Form einer großen Familiensaga erzählt Mo Yan teilweise leider langatmig und albern, wie sich die Familie entwickelt, was Mao Zedongs Landreform bewirkt und wie sich die Mitglieder von Gaomie durchschlagen. Und immer wird Ximen Nao in diese Vorgänge als unterschiedliches Tier  gebracht. Auch Mo Yan spielt seinen Teil, der auch tatsächlich in Gaomi geboren wurde, eine Nebenrolle. Manchmal als Erzähler, manchmal als Statist, manchmal als Akteur.
    Teilweise war es natürlich erschreckend, was im ländlichen China passierte, und vermutlich heute noch geschieht, und was Gang und Gäbe war. Teilweise fand ich die Lektüre aber auch ein wenig schwergängig und bin nur sehr langsam vorangekommen. Am Ende war ich schon irgendwie erleichtert fertig zu sein. Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass diese Art des Erzählens durchaus Anklang findet. Nur für mich war das irgendwie nicht so richtig was. Ich habe noch zwei weitere Bücher von ihm stehen und hoffe, dass mir die anderen mehr zusagen.

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    dzaushangs avatar
    dzaushangvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Überdruss" von null null

    „Der Buddha spricht: Der Überdruss im Leben wie im Tod entspringt aus den Begierden. Weniger Gier und mehr Stille machen Körper und Geist leicht und frei“. Mit diesem „Leitspruch“ schickt uns Mo Yan (ein Pseudonym welches übersetzt „der Sprachlose“ bedeutet) in seinem Roman „Der Überdruss“ auf eine über 800 Seiten umfassende, gar nicht so sprachlos anmutende, vielmehr furiose Zeitreise durch China, indem er vom Schicksal der Großfamilie Lan, beginnend von den Anfängen der Kulturrevolution bis ins China des Jahres 2000, berichtet. Dabei dreht sich das Rad der Wiedergeburt für einen der Protagonisten gleich zu Beginn des Romans, wird er doch in den Wirren der gerade beginnenden Kulturrevolution erschossen. Seine Wut über diese ungerechte Tat ist derart groß, dass sich selbst der Unterweltfürst der Hölle Yama dazu gezwungen sieht diese arme Seele, die selbst nach zwei Jahren der fürchterlichsten Höllenqualen immer noch keine Ruhe gibt, zu läutern. So erhält diese Seele die Gnade der Wiedergeburt und kann nacheinander in der Gestalt eines Esels, eines Stiers, eines Schweins, eines Hunds und eines Affens die Geschicke seiner Familie und die stürmische Geschichte Chinas begleiten, beobachten und kommentieren. Danach gibt es dann noch eine weitere Wiedergeburt.......mit ihr schließt sich der Kreis.
    Ich habe diesen Roman verschlungen, die 800 Seiten vergingen wie im Flug. Wer sich ein wenig für China interessiert, für das Land, vor allem aber für die, zumeist einfachen, Leute, für die politischen und wirtschaftlichen Irrungen und Wirrungen, dem wird hier aus beständig wechselnden, nicht alltäglichen Perspektiven ein ganz ungewöhnlicher Zugang eröffnet. Auch wenn Mo Yan („der Sprachlose“) uns in direkter Anrede immer wieder nur eines deutlich machen will: „Mo Yan liebte schon immer Gerüchte und Täuschungsmanöver. Man ist sich nie sicher, ob das, was er in seinen Romanen schreibt, ernst zu nehmende Wahrheiten sind, ob in jedem Fall Zweifel angebracht sind oder ob er nur zum Teil die Wahrheit wiedergibt“.

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    M
    mandriaovor 2 Jahren
    Roderichs avatar
    Roderichvor 5 Jahren
    britta70s avatar
    britta70vor 6 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    billîs avatar
    billîvor 7 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

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