Mochtar Lubis Straße ohne Ende

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Inhaltsangabe zu „Straße ohne Ende“ von Mochtar Lubis

Indonesien 1946: In der Hauptstadt Jakarta werden die Auseinandersetzungen zwischen Unabhängigkeitskämpfern und der holländischen Besatzungsmacht immer heftiger. Der sensible Grundschullehrer Isa möchte eigentlich in Ruhe und Frieden leben, doch trotz seiner fast übermächtigen Angst lässt er sich von Hazil, einem aktiven Widerstandskämpfer, in politische Aktivitäten hineinziehen. Im Gegensatz zum stets mutig, ja fast tollkühn erscheinenden Hazil wird Isa am Ende zum Sieger - über sich selbst und seine Feinde.

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    Straße ohne Ende

    Garuda

    15. February 2018 um 13:36

    Mochtar Lubis war zweifelsohne eine der großen Gestalten in der literarischen Welt Indonesiens. In seinem 1952 erschienenen Roman "Straße ohne Ende" (im Original "Jalan Tak Ada Ujung") thematisiert er anhand des Schicksals seiner Protagonisten das Spannungsgefüge zwischen der Überzeugung menschlicher Werte und dem bedingungslosen Kampf für die Freiheit.Der zweite Weltkrieg  ist vorüber, der Nationalismus in dem, was einmal Niederländisch-Ostindien gewesen ist und sich nun langsam als Indonesien herauskristallisiert, erwacht. Doch mit dem Abzug der japanischen Besatzungsmacht beginnt für Indonesien ein neuer Kampf – ein blutiger Kampf für die Unabhängigkeit von der einstigen europäischen Kolonialmacht, die zurückgekehrt ist, um das Inselreich wieder in Besitz zu nehmen.Dieser turbulenten, vor Gewalt starrenden Welt sieht sich Isa, der Lehrer, gegenüber. Doch Isa verabscheut die Gewalt. Was er liebt ist die Musik, und auch die Abgeschiedenheit seiner tiefgründigen Gedankenwelt. Doch wie kann ein solcher Mensch, der den Frieden liebt, in einer Welt voller Gewalt überleben? Und wie kann er seine Passivität mit seinem Gewissen, Teil dieser neu entstehenden und um ihr Überleben kämpfenden Nation zu sein, vereinbaren?Isa wird zum Außenseiter und gerät immer stärker unter den Druck der Gesellschaft. Druck und Furcht sind es, die es ihm unmöglich machen seiner Frau, die er liebt, sexuelle Freude zu bereiten. Als Hazil, der junge Unabhängigkeitskämpfer, der all das ist, was Isa nicht sein kann, in sein Leben tritt, gerät auch Isa in den Sog des Unabhängigkeitskampfes und muss für ihn folgenschwere Entscheidungen treffen.Wie immer bewegt sich Mochtar Lubis‘ Werk ganz nah am Puls der modernen indonesischen Geschichte und schildert diese am Schicksal seiner Protagonisten. Lubis erzählt ohne Umschweife, authentisch und hautnah. Es ist der Kampf des Individuums mit sich selbst, der hier auf eindringliche Weise geschildert wird – aber auch die Geburt einer Nation aus dem Blut derer, die für sie kämpfen. Doch Lubis‘ Fazit ist keinesfalls ein Lobeslied auf den blutigen Befreiungskampf der Nation Indonesien, sondern – wie das grandiose Ende des Romans zeigt – ein mahnender Fingerzeig, dass die Unabhängigkeit der Nation nicht um jeden Preis errungen werden darf.Wer sich für die moderne Geschichte Indonesiens interessiert und dafür, was der Kampf um Unabhängigkeit aus den Menschen machen kann, dem sei dieses Buch empfohlen.

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