Moe Teratos Mordversprechen

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Inhaltsangabe zu „Mordversprechen“ von Moe Teratos

Zur Neuerscheinung von "Mordversprechen" gibt es alle Ratz-Romane zum Aktionspreis! Tomas Ratz, ehemaliger Ermittler bei der Mordkommission Duisburg, hat sich zur Ruhe gesetzt und sich den Traum vom eigenen Buchgeschäft erfüllt. Eines Tages betreten zwei junge Männer seinen Laden, vermeintliche Kunden. Doch dann eskaliert die Situation. Sie überwältigen ihn und Tomas wacht in Ketten gelegt in einer Zelle wieder auf. Er bleibt nicht lange der einzige Gefangene der beiden Irren. Was steckt dahinter? Seine Frau Diana macht sich auf die Suche nach ihm und die Abgründe, auf die sie stößt, übersteigen jegliche Vorstellungskraft. "Mordversprechen" ist der vierte Teil der Ratz-Reihe. Alle Romane können unabhängig voneinander gelesen werden. Die "Ratz-Thriller" im Überblick: 1. Das Mordhaus 2. Mordsucht 3. Das Mordgesindel 4. Mordversprechen (Quelle:'E-Buch Text/11.06.2015')

Gut, aber leider kein Moe Teratos

— Jeanette_Peters
Jeanette_Peters
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  • Ratz, die Vierte...

    Mordversprechen
    Virginy

    Virginy

    05. March 2016 um 11:05

    Nach den Ereignissen in den Niederlanden haben Tomas Ratz und Diana ihre Jobs bei der Polizei gekündigt. Diana ist inzwischen hochschwanger und hat sich zur Ablenkung einen kleinen Hund zugelegt, sehr zum Ärger von Ratz und dessen Katzen. Er selbst hat sich einen Traum erfüllt und besitzt nun eine Buchhandlung, allerdings laufen die Geschäfte schlecht und die Schulden werden immer höher. Eines Tages tauchen dort zwei junge Burschen auf, schlagen Tomas bewußtlos und verschleppen ihn, in einer Box in einem Stall kommt er wieder zu sich und er ist nicht allein. Nach und nach bekommt er immer mehr Gesellschaft, am Ende befinden sich seine Kollegin Ariana, sein Chef, ein Obdachloser und die Prostituierte Sugar bei ihm. Eine Vermutung bestätigt sich, es geht um einen alten Fall, bei dem einiges nicht mit rechten Dingen zuging... Auch im vierten Ratz geht es wieder ziemlich hart zur Sache, diesmal wegen einem 10 Jahre zurückliegendem Fall. Von mir gibts 4 von 5 Sternen für Diana und Tomas...

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    Mordversprechen
    Jeanette_Peters

    Jeanette_Peters

    16. June 2015 um 07:16

    Zum Inhalt: Eigentlich sollte alles glatt laufen, für den ehemaligen Kriminalkomissar Tomas Ratz und Diana. Seit zwei Jahren nun nicht mehr bei der Mordkommission tätig genießt er sein „normales“ Leben und führt seine kleine Buchhandlung. Doch wie es mit Dingen, die EIGENTLICH so sein sollten eben so ist, kommt irgendwann die Vergangenheit und beißt einem in den Hintern. Vor allem, wenn dort noch nicht wirklich abgeschlossene Dinge sind. Und Geheimnisse, die Tomas zu erdrücken drohen. Zum Schreibstil: Vorweg. Ich liebe den Schreibstil von Moe Teratos, so wie auch ihre Bücher. Leider muss ich sagen, dass die Autorin sich selbst mit dem vierten Ratz-Teil nicht gerecht geworden ist. Es wirkt vieles leider unsauber, und das trotz Lektorat. Einige Sätze wirken unvollständig und manche Ausdrucksweisen machen nicht wirklich Sinn. Wie zum Beispiel die Sache bei der Babyparty. Ich kann verstehen, dass es Diana nicht gefällt, uns sie sich durch die ganze Sache durchquälen muss. Aber dann stellt sie sich die Frage: Gibt es schlimmeres? Und als nächstes kommt: Ohne Frage. Auch hängt sich die Geschichte oft an Kleinigkeiten auf, die unnötig sind, oder mit einem kurzen Satz erklärt werden könnten. Hier kann ich das Beispiel mit der Hundetasche benennen. Ein kurzer Hinweis ist völlig okay, aber muss ich es in mehreren Sätzen hintereinander immer wieder erklären und aufgreifen? Eigentlich nicht, denn es handelt sich hier um eine Nebensächlichkeit. Leider sind mir auch einige weitere Dinge aufgefallen. Ich werde hier nur einige Beispiele nennen, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen. - es wird geschrieben, dass draußen mitunter -10°C herrschen, aber die Wunden sind wahnsinnig schnell mit Fliegen bedeckt. Bei den Temperaturen eher ungewöhnlich, auch die Madenentwicklung ist bei diesen Temperaturen eher nicht möglich. Spätestens gegen Ende, als sich die Fliegen auf Tomas' Wunde stürzen, ist es fern jeglicher Realität. - Mich wunderte es ein wenig, dass ein alteingesessenes Team von Kriminalkommissaren bei einer erneuten Untersuchung eines vermeindlichen Selbstmordes durch eine Schusswaffe nicht von selbst auf die Schmauchspurenrückstände kommen. Wieso muss erst der Gerichtsmediziner darauf hinweisen, wenn es ihnen bereits in dem Autopsiebericht hätte auffallen müssen. Man hätte den Gerichtsmediziner darauf ansprechen können. - Als Tomas versucht zu fliehen, landet er schließlich auf dem Friedhof. Soweit so gut. Er wird von seinem Verfolger eingeholt und nach einigem hin und her, gehen sie zurück, auch okay. Sie rennen eine Weile durch den Wald, bis sie schließlich das Farmhaus wieder in Sichtweite haben und gelangen schließlich durch einen Tunnel ins innere des Hauses. Als aber Diana mit Anhang dem Tunnel folgt, landet sie schließlich quasi direkt neben dem Friedhof? Irgendwie hat sich der Tunnel im Laufe der Geschichte anscheinend selbst verlegt. Auch muss ich leider sagen, dass einige Sätze lieblos, ja fast schon gezwungen wirken. Bsp: Sie stellte das Auto vor den Laden, nahm Cupcake aus der Transporttasche und lief hinein. Sie parkt das Auto, denke ich mal, oder es fehlt mir (wenn das stellte dort steht) einfach noch ein ab vor dem Komma. Die Aufzählung wirkt einfach … dahingeklatscht. Vielleicht liegt es daran, dass ich sehr viel besseres von der Autorin gewöhnt bin. Vielleicht waren dadurch auch einfach meine Ansprüche bereits zu hoch angesetzt. Aber ich glaube, mit dem vierten Buch, hat Herr Ratz sich selbst überlebt. Zur Geschichte: Auch hier muss ich leider sagen: Frau Teratos wird sich selbst nicht gerecht. Die Geschichte wirkt auf mich wie … nun, als würde ein Mainstreamautor versuchen Frau Teratos zu Kopieren. Es fehlt das Feuer, die Leidenschaft, die Verstrickungen, die einen beim lesen in Atem halten. Es wirkt wie eine 0 8 15 Kriminalgeschichte, die im Gegensatz zu den Vorgängern auch viel zu durchsichtig gewesen ist. Ich wusste schon viel zu früh, wie die gesamte Sache enden würde und wie die Verstrickungen ineinander greifen. Für mich kein typischer Moe Teratos. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe die anderen Werke der Autorin. Sie hat ein einzigartiges Talent, um den Leser zu fesseln und auf eine falsche Fährte zu führen. Doch schon beim dritten Ratzbuch merkte ich einen leisen Abfall der Umsetzung. Jetzt mit dem vierten Buch wirkt es auf mich ein wenig so, als hätte man die Autorin gezwungen es zu schreiben, obwohl sie selbst die Story bereits für abgeschlossen befunden hatte. Die Charaktere: Leider gilt dies auch für die Charaktere. Eigentlich hatte ich eine überraschende Entwicklung gehofft. Doch sie scheinen einfach in ihren Rollen festzustecken. Es kommt nichts, was (im Gegensatz zu den anderen Büchern) den AHA!-Effekt bei einem auslöst. Auch verstehe ich nicht, wieso Diana sich Sorgen macht, dass Tomas evtl nicht mit der Vaterrolle zurecht kommen könnte. Schließlich war er bereits schon einmal Vater. Sprich: Es ist eine Rolle, die ihm durchaus vertraut ist! Logischer wäre es für mich gewesen, dass sie sich sorgen macht, dass er durch die neue Tochter an die verstorbene Tochter erinnert wird und sich darin verliert. Will heißen: Einige Gedankengänge erschienen mir nicht logisch. Und einige Anmerkungen stimmen nicht mit dem Verhalten der Charaktere überein. (nehmen wir Tomas Mutter als Beispiel, die bei weitem nicht so schroff und anhänglich wirkt, wie sie beschrieben wird. Glaubwürdiger wäre es gewesen, wenn Diana immer wieder durch Anrufe von ihr genervt werden würde). Zum Cover: Das Cover reiht sich perfekt in die Reihe der ersten drei Cover ein. Und auch in die der anderen Bücher der Autorin. Es hat einen ganz eigenen Stil und dieser wird langsam zu einem Markenzeichen der Autorin selbst. Es ist nicht so überladen, wie andere Cover, was mir durchaus gefällt. Es sind nur wenige Akzente gesetzt wurden, die einen dennoch dazu bringen, stehen zu bleiben und das Buch in die Hand zu nehmen. Fazit: Die Geschichte ist gut, aber nicht atemberaubend. Dieses mal ist es der Autorin nicht gelungen, mich zu fesseln und mich dazu zu bringen das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Es fehlte einfach so vieles, was die anderen Bücher der Autorin ausmachen. Das Buch ist nett, für einen Abend der Unterhaltung, hinterlässt aber nicht den nach haltenden Eindruck, wie die anderen Bücher. Schade eigentlich, ich denke mit Teil Drei hatte die Reihe einen würdigen Abschluss, der vierte wirkt zu gezwungen und leider auch zu lieblos. Und (ich habe es an anderer Stelle nun schon öfter erwähnt) leider fehlt auch das typische Teratos-feeling. In diesem Fall muss ich aus den oben genannten Gründen, und weil mich persönlich (und ja, es ist immer eine objektive Sache) das Buch nicht überzeugen konnte die drei Sterne wählen. Wer Moe Teratos erwartet, wird sie hier drinnen nur bedingt finden. Es ist nicht schlecht, aber beinhaltet leider nicht die gewohnte Qualität. Liebe Moe Teratos: Ich mag deine Werke, aber vielleicht ist es an der Zeit den werten Herrn Ratz in Frieden ruhen zu lassen. Dieses Werk wird dir und deiner Schreibkunst leider überhaupt nicht gerecht und wirkt eher wie Mainstream als wie ein waschechter Moe Teratos. Es bleibt zu hoffen, dass du bald wieder zu deiner alten Form zurückfindest, denn genau in dieser liebe ich dich und das was du schriebst.

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