Mohamedou Old Slahi Das Guantanamo-Tagebuch

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Inhaltsangabe zu „Das Guantanamo-Tagebuch“ von Mohamedou Old Slahi

Slahis Gefangenschaft dokumentiert fast ein ganzes Jahrzehnt des Kampfes gegen den weltweiten Terrorismus. Donald Rumsfeld – mit der Akte »Slahi« vertraut – autorisierte die Behörden, den mutmaßlichen Al-Qaida-Verschwörer intensiven Verhören zu unterziehen – und nahm dabei auch Folterungen in Kauf. Im Jahr 2005 begann Slahi seine Geschichte zu erzählen. Emotional und zugleich um Fairness bemüht, berichtet er von seinen Entführungen durch die Geheimdienste, den Folterungen und den Begegnungen mit seinen Peinigern, aber auch mit Menschen, die sich ihm zuwandten. Der erste Bericht eines Guantanamo-Gefangenen, dessen offizielle Freigabe durch jahrelange juristische Anstrengungen erzwungen wurde.

Erschreckende Eindrücke, die die USA in ein ganz anderes Licht rücken

— FraukeK

Die Realität über Guantanamo und den Irrsinn der Amerikaner... Schockierend, menschenunwürdig, erschreckend!

— Buecherseele79

Erschreckend, berührend, schockierend - lesenswert!

— gaby2707

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  • Erschüttender Bericht eines ehem. Häftlings aus Guantanamo

    Das Guantanamo-Tagebuch

    FraukeK

    18. October 2016 um 08:58

    2002 wird M. Slahi von der Polizei in Mauretanien gebeten, aufs Revier für Befragungen zu kommen, anschließend festgenommen ohne so recht zu wissen, was ihm vorgeworfen wird. Es ginge um die Millenium-Verschwörung und ihm wird vorgeworfen, daran beteiligt gewesen zu sein. Auch auf den Anschlag auf das WTC wird er unter Verdacht gestellt. Auf dem Polizeirevier wird Slahi von FBI-Agenten verhört, danach nach Jemen verschleppt, anschließend auf die Philippinen. Da er sich sicher war, nichts gegen die USA begangen zu haben, rechnete er mit einer schnellen Aufklärung. Doch er wird unter unmenschlichen Bedingungen nach Guantanamo geflogen, die erste Zeit unter strenger Isolationshaft gestellt, wird ständigen Verhören, Folter, Einschüchterungsversuchen, Demütigungen, sexuellen Übergriffen etc. ausgesetzt. Obwohl die Anschuldigenen gegen ihn falsch sind, gibt er zum Teil unter Folter einiges zu, um es dann auch wieder zu widerrufen. Erst 14 Jahre später erst wurde Slahi wieder freigelassen und verfasste dieses Tagebuch über seine Gefangenschaft in Guantanamo.Lange Zeit versuchte die Amerikanische Regierung, die Veöffentlichung zu verhindern, verlangte den Text und setzte gewaltig den Rotstift an. Diese ausgeschwärzten Passagen wurde genauso in diesem Tatsachenbericht stehen gelassen.Mich erschütterte es, darüber zu lesen, dass die Vereinigten Staaten nicht vor Folter zurückschrecken, diese zum Teil auch durch verbündete Staaten verüben lässt. Systematisch werden die Gefangenen eingeschüchtert und gedemütigt - über Jahre hinweg. Ihnen wird kein fairer Prozess gemacht. Nun ist die Frage: Wie weit darf ein Staat gehen, um Terrorgefahren gegen die eigenen Bürger abzuweden? Ist es rechtens die Menschenrechte eines einzelen zum Wohle anderen so extrem auszuhebeln? Sollte diese Person unschuldig sein, sicher nicht. Aber wie kann man sich einer Unschuld sicher sein, eines ist sicher, diese Frage kann Folter nicht klären! Dieses Buch ist ein erschütternder Bericht aus einem der dunklesten Bereiche der USA und hat mich an einigen Stellen mächtig schlucken lassen.

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  • Amerikas schlimmste Hölle!

    Das Guantanamo-Tagebuch

    Buecherseele79

    23. December 2015 um 22:51

    Mohamedou Ould Slahi hat einiges in seinem Leben geschafft- geboren und aufgewachsen in Mauretanien erhält er die Chance in Deutschland zu studieren was er mit Erfolg schafft. Danach reist er ein bisschen durch die Welt, lebt in Kanda bis er wieder in seine Heimat zurückkehrt. Ab da haben ihn die Amerikaner auf dem Schirm und halten ihn für einen Drahtzieher bei al-Qaida der auch für den Bombenanschlag in Kanada 2000 Gehilfe gewesen sein soll. Nach einer Prozedur durch Länder und ihre Gefängnisse landet er 2001 in Guantanamo und ab dort öffnet sich für ihn die Hölle denn die USA halten ihn für den Drahtzieher hinter dem 11 September. Mohamedou beschreibt die Qualen und jegliche Foltermethoden die in Guantanamo an Häftlingen angewendet werden, auch an ihm. Mohamedou wird ohne jegliche Beweise in dieser Hölle festgehalten und muss absolut Unmenschliches über sich ergehen lassen! Dieses Buch legt Zeugnis ab wie die Amerikaner ihre Menschlichkeit und ihr Gewissen nach dem Terroranschlag verloren haben, wie sie unschuldige Menschen gefangen nehmen und sie mit all erdenklich Möglichem unter Druck setzen damit sie die, angeblichen, Drahtzieher des Terrors für immer wegsperren können. Dieses Buch hat mich absolut geschockt zurückgelassen und ich hoffe dass die Politik bzw. das Volk der USA endlich durchgreift und diese Hölle endlich schliesst und die Menschen dort freilässt damit sie zu ihren Familien zurückkehren können. Ein normales Leben wird ihnen nach dieser Hölle sehr schwer fallen. Für mich eine absolute Lesempfehlung auch wenn viele Stellen von Richtern und jeglichen Behörden geschwärzt wurden und somit nicht leserlich sind- aber der Autor hat es mit den Aussagen verglichen und Ergänzungen hinzugefügt. Mohamedou Ould Slahi ist auch heute ein Gefangener in Guantanamo- unschuldig.

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  • Unfassbar und kaum vorstellbar

    Das Guantanamo-Tagebuch

    variety

    14. May 2015 um 17:13

    Auf 400 Seiten beschreibt der Autor die Qualen und Foltermethoden in Guantanamo und in den anderen Ländern, in welchen er gefangen gehalten wurde (und auf Kuba immer noch wird!). Teilweise sind die Schilderungen schier unerträglich. Kann ein Mensch so grausam und gemein sein, wie viele seiner Peiniger, die von ihm unbedingt hören möchten, dass er einer der wichtigsten Hintermänner von Al-Qaida gewesen ist? Ja, und die Schandtaten werden vom Gefangenen Mohamedou Ould Slahi haargenau erzählt. Leider sind sehr viele Details von den Amerikanern mit schwarzen Balken versehen worden. Aber auch so sind die unzähligen Folterverhöre nur schwer vorstellbar! Für mich ist es allerdings ebenfalls schlecht nachvollziehbar, wie ein Gefangener so viele Details behalten, aufschreiben und dann erst noch aus einem Hochsicherheitsgefängnis herausschmuggeln kann. Hoffentlich kann er uns das erklären, wenn er wirklich einmal freigelassen werden sollte! Eine Schande für die USA.

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  • Das Gesetz des Kriegs ist brutal

    Das Guantanamo-Tagebuch

    eskimo81

    Mohamedou Ould Slahi schreibt ein Tagebuch über seine "Hölle" in Guantanamo. Er ist einer der Hauptverdächtigen des 11. Septembers Ein Bericht aus der Hölle von Guantanamo: Authentisch und schockierend (Zitat vom Rückentext) Eine sehr lange Erklärung vom Herausgeber (über 50 Seiten) führt den Leser an das Heran, was ihn erwartet. Ein Tagebuch mit über 2600 geschwärzten Stellen. Man hört vieles über und von Guantanamo. Vieles liest man ungläubig und denkt, nein, das kann nicht sein, typisch Presse. Als ich das Buch per Zufall sah, dachte ich, mal die andere Seite zu sehen / darüber zu lesen, gibt sicherlich einen anderen Blickwinkel. Man kann es aus beiden Perspektiven beurteilen. Ich hatte ein Tagebuch erwartet - wie es der Titel sagt - Das Guantanamo Tagebuch Umso mehr staunte ich, dass man sehr schnell merkte, Herr Slahi versucht wohl sein Erleben auf Papier zu bringen, er schreibt aber auch klar so, dass es geplant war, dies zu veröffentlichen. Umso mehr schockierte mich dann, wie er immer und immer wieder erwähnte, dass er mit IKRK Menschen nicht über seine Folter-Erlebnisse sprechen wollte, weil er nichts provozieren wollte und gleichzeitig plant er aber die Veröffentlichung seines Aufenthalts. Auch spricht er immer mal wieder den Leser direkt an. Das hat mich dann doch sehr verwirrt. Wenn ich ein Tagebuch schreibe, oder ein solches lese, erwarte ich eine Aufzählung, eine Ich-Geschichte, ja, so wie man ein Tagebuch kennt. Auch habe ich viel zu viele Ungereimtheiten gefunden, die mich wirklich zweifeln lassen, ob das Buch wirklich so viel Wahrheit  enthält... Es ist mir schon bewusst, dass der Herausgeber nie mit dem Autor Kontakt hatte, dass das, das ganze Buchprojekt erschwert, auch dachte ich erst, es hängt vielleicht mit der Übersetzung zusammen... Aber Herr Slahi hat auf Englisch geschrieben, so viel kann also mit der Übersetzung nicht passiert sein. Und dann die Geschichte an und für sich. Herr Slahi schreibt, als ob er das ganze nicht selber erlebt hat. Für mich kam es so emotionslos rüber, so, kalt, gefühllos. Wenn ein Mensch gefoltert wird, in der Art und Weise, wie er das schreibt, dann denke ich, dass ein Mensch leidet, und das merkt man an einer solchen Person an. Wenn diese Person darüber ein Tagebuch schreibt, bin ich einfach überzeugt, dass man das spürt / spüren müsste. Es ist mir schon klar, dass nicht alles korrekt ist, was in Guantanamo abläuft, das sagt schon mein logisches Denken und die immer wiederkehrenden Informationen. Auch die geschwärzten Stellen zeigen ja, dass vermutlich Amerika etwas zu verheimlichen hat, sonst würde ein solches Buch nicht zensiert - aber irgendwie, authentisch finde ich anders. Nach dem lesen von diesem Buch habe ich noch viel mehr Fragen. Sicherlich ist eine psychische und eine körperliche Folge nicht menschlich, aber man muss sich auch bewusst sein, dass man davon ausgeht, dass die inhaftierten Terroristen sind. Eine gewisse Strenge ist sicherlich von Nöten. Ich kann nun aber nicht sagen, dass meine Fragen bezüglich Guantanamo wirklich geklärt werden konnten, im Gegenteil, es hat so viele Fragen aufgeworfen, dass ich irgendwie enttäuscht bin. Enttäuscht, dass es kein Tagebuch, sondern eher eine Hetzjagd ist, enttäuscht, ach über so vieles... Fazit: Für mich eine interessante Lektüre, die Anreiz gibt, sich noch mehr zu informieren. Mir fehlen aber definitiv die Gefühle, viele unlogische / unstimmige Geschichten, die mich zweifeln lassen, wie wahr das ganze ist  - und für mich ist es definitiv kein Tagebuch. Ob wir jemals die Wahrheit erfahren werden?

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    • 3
  • Unfassbar

    Das Guantanamo-Tagebuch

    lord-byron

    Nachdem Mohamedou 12 Jahre lang in Deutschland und Kanada studiert hat, beschließt er in seine Heimat Mauretanien zurückzukehren. Auf der Reise wird der junge Mann zwei Mal verhaftet und zum Millennium Plot befragt. Laut diesem Plan sollte der Flughafen von Los Angeles bombardiert werden. Ihm kann keine Beteiligung nachgewiesen werden und er wird wieder frei gelassen. Nachdem er ein Jahr bei seiner Familie in Mauretanien gelebt hat, wird er wieder verhaftet und vom FBI verhört. 2 Wochen lang wird er im Gefängnis festgehalten, bevor er wieder frei gelassen wird, weil man ihm nichts nachweisen kann. Kurz darauf taucht wieder die Polizei bei Slahi auf. Sie bitten ihn aufs Revier zu kommen und er fährt mit dem eigenen Auto hin. Das war das letzte Mal, dass Slahi seine Familie sah. Er wird nach Jordanien geflogen und verhört. Danach kommt er nach Guantanamo, wo er seit 13 Jahren in Haft sitzt. "Das Guantanamo Tagebuch" ist ein Buch, das ich nur in kleinen Abschnitten lesen konnte. Viel zu grausam war das Beschriebene und ich musste immer erst das Gelesene verarbeiten, bevor ich weitermachen konnte. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Albträume davon bekam, denn eigentlich dachte ich immer, dass früher oder später die Wahrheit ans Licht kommen wird, wenn man ehrlich ist. Das war genauso ein Irrtum, wie die Annahme, es gäbe keine Folter mehr. Als Mohamedou nach Guantanamo gebracht wird, beginnt er mit seinem Tagebuch. Die amerikanische Regierung hat lange versucht, die Veröffentlichung zu verhindern. Als sie sich nicht mehr vermeiden ließ, haben sie einiges im Buch geschwärzt. Aber der Herausgeber Larry Siems hat versucht, dem Leser das Geschwärzte in Fußnoten zu beschreiben oder zu erklären. Das ist auch oft gelungen. Manchmal konnte aber auch Siems keine Auskunft geben, was das Lesen manchmal etwas mühsam machte. Ich bin wirklich geschockt. 13 Jahre lang wird Mohamedou jetzt schon verhört. Er wird immer wieder gefoltert, hat unter der Folter Dinge gestanden, die er nicht begangen hat, nur damit die Schmerzen und die Erniedrigungen aufhören. Er hat alle "Geständnisse" widerrufen. 13 Jahre lang ist es dem FBI und den anderen Stellen die ihn verhört haben, nicht gelungen ihm etwas nachzuweisen oder ihm anzuhängen. Und trotzdem wird er immer noch nicht entlassen. Was, denken sie denn jetzt nach der langen Zeit der Folter noch von Slahi zu erfahren? Was könnte er ihnen in den 13 Jahren noch verschwiegen haben? Teilweise schreibt Mohamedou die Ereignisse sehr emotionslos. Ich denke das musste er, um das Grauen überhaupt zu Papier bringen zu können. Mir kamen öfter beim Lesen die Tränen. Da wird ein Mensch systematisch zerstört, nur weil er nicht das sagt, was von ihm erwartet wird. Erst wird er beschuldigt den Plan zum Millennium-Plot mit ausgearbeitet zu haben und als die Behörden feststellen, dass er damit nichts zu tun haben kann, soll er plötzlich am 11. September beteiligt gewesen sein. Es wird dem Leser klar, dass hier dringend ein Sündenbock gesucht wird. Die Behörden brauchen jemanden, den sie dem Volk zum Fraß vorwerfen können. Und sie haben sich eben auf Slahi eingeschossen. Dass der seit 13 Jahren seine Unschuld beteuert, interessiert dabei niemanden. Auch nicht, als ein Gericht Mohamedous Freilassung angeordnet hat. Er ist bis heute in Haft und so wie es sich liest, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Ich hoffe wirklich, dass viele Menschen dieses Buch lesen um zu erfahren, wie die Regierung der USA wirklich arbeitet. Wie wenig ihnen dabei ein Menschenleben wert ist, wenn sie einen Sündenbock brauchen. Wie hier Tatsachen verdreht werden und 13 Jahre lang gefoltert wird, damit er etwas gesteht, das er nicht getan hat. Ich bin immer noch geschockt und werde wohl noch einige Zeit an dem Buch zu knabbern haben. Ich vergebe für dieses aufrüttelnde und mutige Buch 5 von 5 Punkten und bete, dass Mohamedou Ould Slahi bald aus der Haft entlassen wird und zu seiner Familie zurückkehren kann. Er wird auch dann nie mehr ein normales Leben führen können, dazu wurde er viel zu kaputt gemacht. Aber er soll wenigstens wieder frei sein und schlafen gehen können ohne Angst zu haben, dass er nachts wieder zur Folter abgeholt wird. Ich wünsche es ihm von ganzen Herzen. © Beate Senft                     

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    • 10
  • Dieses Buch lässt mich schockiert zurück

    Das Guantanamo-Tagebuch

    gaby2707

    Mohamedou Ould Slahi hat in Deutschland Ingenieurwissenschaften studiert, kurz in Kanada gelebt und wird dann mit 30 Jahren in seiner Heimat Mauretanien festgenommen. Über mehrere Stationen kommt er am 5.8.2002 ins Staatsgefängnis Guantanamo Bay auf Kuba, wo er heute noch einsitzt. Hier gilt er als einer der Hauptverdächtigen des Anschlages vom 11.09.2001. Mit Händen und Füßen an der Hüfte gefesselt, bestraft mit Dunkelhaft, Schlafentzug bei den teils 24-Stunden dauernden Verhören, Kälte, bei kaltem Essen und Wasser, Dauerlärm, Todesdrohungen, Folter, Demütigungen und sexuellen Übergriffen erduldet er alles mit dem Wissen unschuldig zu sein. Seine Gebete, die ihm immer wieder verboten werden, helfen ihm sehr. Das Lesen des ersten Berichtes eines Gefangenen aus diesem Gefängnis in Kuba lässt mich erschreckt zurück. Man hört immer wieder von Gräueltaten, aber es hier von einem Betroffenen zu lesen verstört mich noch mehr. Sätze wie: Du bist Muslim und Araber, das allein reicht aus um Dich für schuldig zu befinden  und  Wir sind stärker als Du, erinnert mich an einiges, was gerade auch bei uns passiert. Die vielen Streichungen die der Text enthält, entstanden weil die amerikanische Regierung das Manuskript als erste in die Hände bekam,  machen das Lesen und Verstehen manchmal etwas mühsam. Herausgeber Larry Siems hat in den Fußnoten versucht, immer wieder Erklärungen dazu zu geben.   Obwohl ein Gericht dem Antrag auf Haftüberprüfung stattgegeben und die Freilassung Mohamedous angeordnet hat, sitzt er bis heute in seiner Zelle. Die Obama-Regierung hat Berufung eingelegt. Das berührende, verstörende und erschreckende Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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