Mohammed Hanif A Case of Exploding Mangoes

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Inhaltsangabe zu „A Case of Exploding Mangoes“ von Mohammed Hanif

Why did a Hercules C130, the world's sturdiest plane, carrying Pakistan's military dictator General Zia ul Haq, go down on 17 August, 1988? Was it because of: mechanical failure, human error, the CIA's impatience, a blind woman's curse or Generals not happy with their pension plans. This novel takes one of the subcontinent's enduring mysteries.

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  • Explodierende Mangos für den Diktator

    A Case of Exploding Mangoes

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2015 um 05:02

    Ali Shigri kommt aus einem anerkannten und hoch dekorierten Elternhaus: Sein Vater war ein bekannter Colonel bei der pakistanischen Armee mit gutem Ruf. Bis er eines Tages an einem Bettlaken hängend aufgefunden wurde. Offiziell gilt sein Tod als Selbstmord, der Sohn allerdings hat seine Zweifel an dieser Theorie. Täglich geht er seinen Pflichten als Pilot der Luftwaffe und als Trainer einer Silent Drill Einheit nach. Insgeheim aber sucht er eine Möglichkeit, den Tod seines Vaters zu rächen. Shigri macht General Zia ul-Haq, der sich etwas mehr als 10 Jahre zuvor an die Staatsspitze geputscht hatte, für den Tod verantwortlich. Shigris Geschichte setzt ein, als sein Zimmerkollege Obaid eines Morgens nicht mehr da ist. Shigri macht Meldung und durchläuft routiniert, aber ahnungslos, die folgenden Fragerunden. Wie es aussieht, hat Obaid ein Flugzeug gekapert und Shigris Erkennungssignal benutzt. Shigri kann es sich nicht erklären und hält die Sache für erledigt. Nicht so der Geheimdienst. Dessen Chef General Akhtar, nach General Zia der zweitwichtigste Mann im Staat, lässt Shigri in den Kerker sperren und meint, mehr herausfinden zu können. Hanif verknüpft die Geschichte von Shigri mit der von Zia, der zu diesem Zeiptunkt bereits massiv an Macht und Selbstbewusstsein eingebüßt hat. Dabei wechselt Hanif nicht nur regelmäßig zwischen diesen beiden Kernfiguren; er springt zudem entlang der Zeitskala hin und her. Szenen vor Obaids Verschwinden wechseln sich mit Szenen danach ab und es empfiehlt sich, am Buch dranzubleiben, sonst werden die Zuordnungen immer schwieriger. Die Sprünge rücken andererseits aber immer mehr Personen in klareres Licht. In Pakistan verfolgen viele Würdenträger innerhalb der Militärdiktatur eigene Ziele. In einem Land, in dem man sich die Macht mühelos heranputschen konnte, ist der effiziente Ausbau der eigenen Macht nur eine Frage der eigenen Skrupellosigkeit und Rafinesse. General Akhtar gehört zu den Männern, die noch weiter hinauf wollen: Vom zweitwichtigsten Mann zum wichtigsten. Im Weg steht nur einer und den kennt er dank seiner intensiven Abhörtätigkeiten bestens. Aus Zia ist in den Jahren seiner Regierungstätigkeit ein unsicherer Mann geworden, von seiner Frau vor die Tür gesetzt, sich in Paranoia suhlend und überall Mörder sehend. Ihn plagt Wurmbefall und auf Grund seiner Perspektivlosigkeit spielt er mit seinem Koran Weisheiten-Lotto. Als er eines Tages per Koranvers eine in seinen Augen schlechte Prognose bekommt, setzt er seinen Sicherheitscode verängstigt auf die höchste Stufe. Helfen wird es nicht viel: Das Buch beginnt und endet mit dem 1988 tatsächlich geschehenen Flugzeugabsturz, bei dem Zia, der amerikanische Botschafter sowie ein großer Teil der Regierungsmitglieder ums Leben kamen. Was tatsächlich geschehen war, ließ sich nie eindeutig ermitteln, aber Theorien gab es selbstverständlich viele. Von den Verdächtigen, die seinerzeit gehandelt wurden (darunter CIA, Mossad, KGB oder Indiens Geheimdienst), ist im Buch wenig zu finden. Bei Hanif reichen die Pakistani völlig aus, die Zia an den Kragen wollen. Hanif bringt in seinem Buch eine ganze Handvoll unter und schafft es, am Ende alles konsequent und süffisant zusammen zu führen. Obgleich das Springen zwischen Zeiten und Erzählern manchmal kompliziert wirkt, hält dieser Vortrieb zur Verkettung aller Auslöser das Buch am Laufen. Das Buch folgt den typischen Grausamkeiten einer Diktatur und nimmt den Leser mit in die Folterkammern oder thematisiert die absurde Verurteilung einer blinden Frau. Dennoch kann das Buch ohne Verdauungspausen gelesen werden. Möglich macht das die satirische Perspektive, mit der Hanif an seine Handlung herangeht. Zia gerät zur Witzfigur, die andere Regierungsgrößen treffen darf, ohne sich mit ihnen staatsmännisch austauschen zu können. In der Militärakademie werden Joints herumgereicht und Akhtar sucht verbissen und eifersüchtig seine Chance. Die diplomatischen Parties des amerikanischen Botschafters werden als sinnfreie und von den Gästen missverstandene Karnevalsgesellschaften dargestellt, die Panzervorführung der US-Amerikaner landet nicht einen Treffer ins Schwarze. Die explodierenden Mangos waren nur eine der Möglichkeiten, die Zia das Leben gekostet haben könnten. Es lohnt sich nachzulesen, mit was die Mangos bei diesem Flugzeugabsturz in Konkurrenz standen. So sehr man an fremde Geheimdienste oder Staatsvisionen glauben mag, zeigt das Buch durch seine kuriosen Ansätze aber auch, welche merkwürdigen Kleinigkeiten einem mächtigen Staatsmann den Tag versauern können. Vielleicht war am Ende auch nur eine Krähe schuld?

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  • Rezension zu "A Case of Exploding Mangoes" von Mohammed Hanif

    A Case of Exploding Mangoes

    blueberlin49

    19. July 2011 um 16:47

    Wer hätte gedacht, daß sich hinter diesem Cover ein solches Buch versteckt? Die Entdeckung des Buches war eher Zufall, da ich eigentlich was ganz anderes als Suchbegriff bei medimops eingegeben hatte. Aber statt des gesuchten Buches wurde mir diese Buch vorgestellt. Ich muss sagen, daß ich es eigentlich fast ausschließlich nur wegen dem Cover gekauft habe, allerdings mit der Kenntnis des Inhalts. In diesem Buch geht Mohammed Hanif der Frage nach, was zu dem Flugzeugabsturz des pakistanischen Diktators General Zia ul-Haq geführt haben könnte. Er verbindet dabei Fakten mit seinen eigenen Ideen, auf teils sehr humoristische Art und Weise. Der Hauptprotagonist Ali Shigri gerät dabei, nach sein Zimmergenosse unerlaubt verschwunden ist, in die Fänge des pakistanischen Geheimdienstes und wird in eine unterirdische Verhörfestung verschleppt, aus der es kein Entkommen zu geben scheint, obwohl er immer wieder behauptet nicht zu wissen, wo der Soldat Obaid abgeblieben ist und warum dieser ein Flugzeug entführt hat. Zwischendurch schwenkt der Autor immer wieder auf General Zia und beschreibt dessen Leben als quasi "Erlöser des Landes" nach dem Sturz des Vorgängers. Leicht überspitzt geht er auf Hauptproblematiken des Diktators ein, die sein Leben zu bestimmen scheinen. An forderster Stelle der Koran und das einhalten der dort enthaltenen Gesetze, was scheinbar auch für einen solch "frommen" Mann nicht immer einfach ist. Als er merkt, daß er getötet werden soll, löst er selbst den Roten Alarm für das Land aus und sorgt dadurch für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, die ihn zwingen, sich von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Keiner scheint zu wissen, wer ihn umbrigen will. Doch so nach und nach kommen ihm Zweifel im Bezug auf seine eigenen Leute... Im Laufe des Buches erwarten den Leser überraschende Wendungen im Geschehen, die ihn letzendlich zu den Ursachen für den Absturz führen sollen. Der Humor des Autors ist an vielen Stellen außerordlich gut und vor allem sehr britisch angehaucht. Die Umgebungen und die Charakter sind sehr gut beschrieben, so daß man sich sich alles, manchmal auch zu plastisch, vorstellen kann. Besonders zum lachen gebracht haben mich vor allem die Gedankengänge des Soldaten Ali Shrigi. Witzig fand ich auch, daß der Autor sein eigenes Erzählschema im Buch nochmal aufgegriffen hat. Dort wird einer der Charaktere gefragt, warum er ein Buch liest, dessen Ausgang er bereits kennt, weil dieser bereits im ersten Kapitel genannt wird. Die Antwort darauf war: Weil ich wissen möchte, wie es dazu gekommen ist. Das passt haargenau auch auf dieses Buch, denn auch hier schließt sich der Kreis über das erste und letzte Kapitel durch die Erwähung des Ausgangs und warum Ali Shigri, zwar in das Flugzeug gegangen war, aber nicht mehr drin war, als es abgestürzt ist. Von meiner Seite aus kann ich einfach nur 5 von 5 Sternen für dieses Buch vergeben und es wirklich jedem ans Herz legen.

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  • Rezension zu "A Case of Exploding Mangoes" von Mohammed Hanif

    A Case of Exploding Mangoes

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. September 2009 um 18:55

    Machen wir´s kurz und knapp: Mohammed Hanif ist mit [b]Eine Kiste explodierender Mangos[/b] ein überraschend nichts sagender Roman gelungen der arg an der fehlenden erzählerischen Balance krankt. Trotz sehr guter Ansätze kann das Buch vor allem im Mittelteil nicht überzeugen. Immer rennt Hanif mit Scheuklappen herum, macht nur Andeutungen aber getraut sich nie wirklich hinzusehen. Auch politisch, wo wieder ne ganze Menge Potenzial gesteckt hätte, wird nur an der Oberfläche gekratzt, statt wirklich eine gewisse Sachlichkeit zu wahren werden doofe Witze gerissen. (was man noch als Geschmacksdifferenzen verzeihen kann) Man geht ins Theater um gut unterhalten zu werden aber diese Bühne bröckelt an allen Enden und die Schauspieler scheinen nur Platzhalter zu sein, nur Skizzen auf Pappkarton denen jegliche Persönlichkeit fehlt. Charaktere, ja sogar ganze Regime hier in diesem Buch sind austauschbar/ersetzbar. Der arnachisch /satirische Humor liegt auf durchschnittlichem Sitcom Niveau und darüber hinaus weißt das Buch einen eklatanten Mangel an weiblichen Rollen auf. Lediglich zwei alte Vetteln, mit zusammen 5 Zeilen gesprochenen Wortes, sind einfach nicht genug. Ich hoffe die Verantwortlichen haben einen verdammt guten Grund Mohammed Hanif den Corinne 09 zu verleihen.

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