Mohsin Hamid

 3,8 Sterne bei 182 Bewertungen
Autor von Der Fundamentalist, der keiner sein wollte, Exit West und weiteren Büchern.
Autorenbild von Mohsin Hamid (©Ed Kashi)

Lebenslauf

Mohsin Hamid wurde 1971 in Lahore, Pakistan, geboren. Er studierte Jura an der Harvard Universität und Literatur an der Princeton Universität und lebt heute nach New York und London wieder In Lahore mit seiner Familie. Er hat als Unternehmensberater und freiberuflicher Journalist gearbeitet. ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ stand auf der Shortlist des Booker-Preises und wurde 2012 verfilmt.

Alle Bücher von Mohsin Hamid

Cover des Buches Der Fundamentalist, der keiner sein wollte (ISBN: 9783832164416)

Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

 (45)
Erschienen am 18.09.2017
Cover des Buches So wirst du stinkreich im boomenden Asien (ISBN: 9783832163037)

So wirst du stinkreich im boomenden Asien

 (21)
Erschienen am 15.01.2015
Cover des Buches Exit West (ISBN: 9783832164645)

Exit West

 (18)
Erschienen am 12.09.2018
Cover des Buches Der letzte weiße Mann (ISBN: 9783832166953)

Der letzte weiße Mann

 (17)
Erschienen am 14.08.2023
Cover des Buches Nachtschmetterlinge (ISBN: 9783832162436)

Nachtschmetterlinge

 (6)
Erschienen am 21.08.2013
Cover des Buches The Relunctant Fundamentalist (ISBN: 9783125798823)

The Relunctant Fundamentalist

 (2)
Erschienen am 25.06.2012
Cover des Buches Es war einmal in einem anderen Leben (ISBN: 9783832198015)

Es war einmal in einem anderen Leben

 (1)
Erschienen am 14.02.2016
Cover des Buches So wirst du stinkreich im boomenden Asien (ISBN: 9783844908688)

So wirst du stinkreich im boomenden Asien

 (2)
Erschienen am 09.08.2013

Neue Rezensionen zu Mohsin Hamid

Cover des Buches So wirst du stinkreich im boomenden Asien (ISBN: 9783844908688)
Jorokas avatar

Rezension zu "So wirst du stinkreich im boomenden Asien" von Mohsin Hamid

Geld macht einen nicht zwingend glücklich ..
Jorokavor 8 Monaten

..  auch nicht im boomenden Asien.


Der Roman ist auf der einen Seite eine Art Ratgeber, auf der anderen eine die genannten Ratschläge scheinbar bestätigende Lebensgeschichte eines namenlosen Mannes, der als Junge aus einem ärmlichen Dorf mit seinen Eltern in die Metropole zieht, Schulbildung genießen darf, sich einige Jahre mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und dann Schritt für Schritt zum reichen Unternehmer wird. Dazu bedarf es einer gewissen Korruption, Skrupellosigkeit und auch Glück. Doch das private geht nicht mit dem beruflichen Erfolg im Gleichklang. So wird der Mann zwar stinkreich, aber nicht zwingend zufrieden --


Wir begleiten als Zuhörer diesen Mann sozusagen durch sein ganzes Leben, natürlich mit größeren Lücken. Die Stadt, in der er die meiste Zeit seines Lebens weilt, wird nicht näher benannt. Auch die Zeit ist nicht näher eingegrenzt. Manche Indizien sprechen dafür, dass seine letzten Lebensjahre sogar ein Stück in der Zukunft spielen. Eine große Konstante gibt es in seinem Dasein: das hübsche Mädchen. Nach der ersten Begegnung kommt er emotional nie wieder von ihr los, die Umstände sprechen aber sehr lange dagegen, dass er mit ihr im Leben glücklich werden kann.




Mohsin Hamid nutzt phasenweise schon einen ungewöhnlichen Schreibstil, doch meist plastisch und detailliert. Es gelangt dem Handlungsverlauf, dass ich am Schicksal dieses fiktiven Mannes teilnahm und mir so manche Frage über das eigene Dasein zu stellen anfing. Vielleicht ist das Ganze ja durchaus ironisch gemeint und es geht vordergründig eigentlich gar nicht ums Reichwerden? Mich wusste die Geschichte jedenfalls zu fesseln und mitzuziehen.


Es liest Jörg Pohl und das macht er meiner Meinung nach auch gut. Seiner Stimme ist angenehm zuzuhören.


4 CDs mit knapp 5 Stunden, es handelt sich um eine ungekürzte Lesung.


Fazit: Eine Art Lebensratgeber, aber eigentlich die Geschichte einer fast verpassten Liebe.



Cover des Buches Der letzte weiße Mann (ISBN: 9783832166953)
Paperboats avatar

Rezension zu "Der letzte weiße Mann" von Mohsin Hamid

Trotz Kritikpunkten ein sehr lesenswertes Buch!
Paperboatvor 8 Monaten

Anders wacht eines Morgens auf und erschreckt sich, als er seine Hand zum Nachttisch ausstreckt. Ein dunkelhäutiger Arm greift nach seinem Klugfon, als würde dieser Arm zu einem Fremden gehören. Anders hat sich verändert, ist von einem weißen zu einem schwarzen Mann geworden. Er schaut in den Spiegel und sieht einen Fremden. Auch von seinen Freunden wird er nicht mehr als der erkannt, der er ist. Einzig seine Freundin Oona hält zu ihm und ist ihm in seiner Aussätzigkeit eine Stütze. Von Bekannten wie Fremden wird Anders gleichermaßen gemieden, durch seine Hautfarbe ist er gleichzeitig sichtbar geworden für jene, die seine Dunkelhäutigkeit als Bedrohung wahrnehmen, und unsichtbar für alle, die den ursprünglichen Anders kannten.
In der ganzen Stadt gibt es weitere Fälle von spontaner Verwandlung. Genau wie Anders wachen morgens Menschen auf und haben dunkle Haut. Diese Veränderung wird als Bedrohung wahrgenommen. Die verbliebenen Weißen gründen Bürgerwehren, Geschäfte werden geplündert, Menschen trauen sich nicht mehr aus ihren Häusern. Wie sehr verändert sich die eigene Persönlichkeit durch eine solche Veränderung? Der einstmals weiße Anders bewegt sich seit seiner Veränderung zögerlicher, vorsichtiger durch die Welt, um nicht in den versteckten oder offenen Rassismus zu rennen, der ihm entgegenwabert. Von den Menschen in seiner Umgebung ist er zu der Bedrohung degradiert worden, die er nie war. Erst als die Majorität ins Gegenteil umschlägt und es mehr schwarze als weiße Menschen gibt, beruhigt sich zitternd die Situation wieder.

Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten. Der Grundgedanke der Idee hat mich zum Lesen verführt, der Schreibstil hingegen war für mich gewöhnungsbedürftig. Vor allem die in die Länge gezogenen Sätze fand ich recht anstrengend. Die Protagonist:innen des Buches bleiben ungewöhnlich distanziert. Ein wenig mehr Tiefe zum Aufbau einer emotionalen Bindung zu den Figuren wäre dem Buch sicher zugute gekommen, um das zu bewirken, was es vermutlich beabsichtigt hat – dass sich in diesem Perspektivwechsel jeder wiederfinden soll. Trotz der Kritikpunkte aber ein sehr lesenswertes Buch!

Cover des Buches Der Fundamentalist, der keiner sein wollte (ISBN: 9783832164416)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" von Mohsin Hamid

wichtig
Tilman_Schneidervor einem Jahr

Alles beginnt in Lahore in einem kleinen Cafe. Ein Pakistani und ein Amerikaner treffen sich und beginnen eine Unterhaltung, besser gesagt der Pakistani beginnt zu erzählen und der Andere hört nur zu. Changez berichtet, wie er als junger Mann nach Princeton kam um zu studieren. Schnell war er einer der besten und mit seiner New Yorker Freundin Erica bekam er Zutritt in die Highsociety. Er bekam einen super Job und alles lief nach Plan, Changez lebte den amerikanischen Traum. Doch dann kam der 11.September und alles veränderte sich. Nicht nur das seine Mitmenschen ihm gegenüber mißtrauisch wurden und auf seinen Bart starrten, nein, er hinterfragte die Aktionen der Amerikaner und bekamm plötzlich ein starkes Heimatgefühl und das Bedürfnis für seine Leute da zu sein. Ab diesem Punkt seiner Erzählungen wird der Amerikaner immer angespannter und auch zwischen den beiden Männern scheint sich alles zu verändern. Ein schmales aber umso wichtigeres Buch. Dieses Buch wird zu kontroversen führen und es bringt einem zum nachdenken und überdenken.

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Zusätzliche Informationen

Mohsin Hamid im Netz:

Community-Statistik

in 267 Bibliotheken

auf 30 Merkzettel

von 6 Leser*innen aktuell gelesen

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