Moira Frank

 3.4 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Sturmflimmern.

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Sturmflimmern

Sturmflimmern

 (16)
Erschienen am 29.08.2016

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Rezension zu "Sturmflimmern" von Moira Frank

Super Buch über Probleme und Vorurteile in der Kleinstadt!
germanbookishblogvor einem Jahr

Oh. Mein. Gott.
Als ich Sturmflimmern vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen habe, waren meine Erwartungen an das Buch erst nicht so hoch. Das Cover sah toll aus, der Klappentext hört sich interessant, aber keinesfalls spannend an. Doch ich wurde völlig überrumpelt.Wir folgen in diesem Buch mehreren Personen, die Hauptprotagonistin ist jedoch Sofia. Sofia lebt in einer amerikanischen Kleinstadt, hat momentan Sommerferien und verbringt diese mit ihren Freunden. Ein ganz normaler Teenager auf den ersten Blick. Doch wenn man weiter in die Vergangenheit ihrer 'Familie' blickt, trübt dieser Schein. Ihr Vater, Schill, ist eigentlich schwul. Ihre Mutter, Harriet, ist eigentlich lesbisch. Zu der Zeit, um die 1970-80, eine nicht gern gesehene und in manchen Bundesstaaten sogar verbotene Sexualität. Sie haben sich zusammengetan, um normal in der Gesellschaft leben zu können. Und Sofia, ihre Tochter, haben sie entführt, gerettet aus einem Labor. Eine tolle Familienzusammensetzung, wie ich finde. Diese Ausgangssituation ist schon allein sehr aufregend und lässt einige Fragen offen, wie zum Beispiel aus was für einem Labor Sofia gerettet wurde.Sofias bester Freund, Oscar, hat einen gewalttätigen Bruder mit Namen David. Dieser schlägt seinen Bruder, hat Oscar sogar schon mal den Arm gebrochen, ohne die Wimper zu zucken. Als Sofia sich David entgegenstellt, um Oscar zu retten, gerät sie selbst in die Schusslinie von ihm und seiner Clique...Mehr möchte ich zum Inhalt nicht mehr sagen.Eine so unglaublich gut durchdachte, tief greifende und emotionale Geschichte. Sie hat mich einfach umgehauen. Der Handlungsverlauf war so spannend und hinreißend, ich konnte manchmal das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Moira Frank hat meist mit ihren plötzlichen Zwischenfällen dafür gesorgt, dass der eigentliche Handlungsstrang unterbrochen wird, was mir sowas von gut gefallen hat.Die Charakter in diesem Buch sind die kontroversesten Buchfiguren, die ich je gesehen habe. Mir kam es so vor, als würden die ganze Zeit zwei Extremen miteinander agieren, ein so tolles Erlebnis! Außerdem sind mir einige Charakter sehr ans Herz gewachsen. Abigail, Anfang das schüchterne religiöse Mädchen, das nie auf Party geht, setzt sich für ihre ersten richtigen Freunde ein, verteidigt sie und steht ihnen bei. Ich habe sie von der Erdbeersahne an geliebt. Die Location war auch toll ausgewählt. Eine amerikanische Kleinstadt, mitten im Sommer, der Dürre nahe. Jeder guckt von den Vorkommnissen weg, damit er selbst nicht in Schwierigkeiten gerät. Typisch. Vor allem hat mir die still gelegte Grabungsanlage in den letzten Kapiteln gefallen. Dort war es soooo spannend.Nun kommen wir zu meinem letzten und einzigen negativen Punkt über das Buch: Man kam unglaublich langsam voran. Ich weiß nicht, ob das an mir lag, aber manchmal habe ich zwei Stunden Am Stück gelesen und trotzdem nur 75 Seiten geschafft. Außerdem sind die Kapitel viel zu lang. 30 Kapitel auf so viele Seiten zu verteilen ist echt gemein.
Eine klare Buchempfehlung meinerseits. Wer sich mit den Themen Homophobie (oder generell mit Homosexualität), Gewalt und Familienproblemen auf eine spannende und mitreißende Art auseinandersetzen will, sollte dieses Buch unbedingt zur Hand nehmen.
[Von meinem Blog germanbookishblog.blogspot.de entnommen]

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EmmaZeckas avatar

Rezension zu "Sturmflimmern" von Moira Frank

Chaotischer Inhalt, schwierige Charaktere - leider nicht mein Fall
EmmaZeckavor einem Jahr

Gestaltung
Die Gestaltung des Buches gefällt mir gut. Das Cover ist schlicht. Zudem haben auch die Kapitel eine gute Länge für ein Jugendbuch. Interessant fand ich das Stilmittel, das der erste Satz jeden Kapitels fett markiert war. Zuerst irritierte mich das etwas, jedoch habe ich mich schnell daran gewöhnt.
Letztendlich war es der Klappentext, der mich neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Dieses kurze Zitat aus Sturmflimmern warf einige Fragen auf. Was macht Sofia anders? Warum hat sie Angst, Ähnlichkeiten mit ihrer Mutter zu haben?

Inhalt
Sturmflimmern beginnt mit einem sehr spannenden Prolog. Hier erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Harriet, die mit einem Mann und einem kleinen Mädchen auf der Flucht ist. Wovor? Das wissen wir noch nicht und haben auch keine Möglichkeit, es zu erahnen.

Dann macht Moira Frank einen großen Zeitsprung. Sofia ist mittlerweile fünfzehn Jahre alt und hat es nicht leicht. Sie fällt in der Schule vor allem durch ihre Gewaltbereitschaft auf. Doch das kommt ihren Eltern Harriet und Schill gar nicht gelegen. Schließlich haben sie dem Mädchen oft genug eingeschärft, das sie ja nicht auffallen dürfen. Als Sofia dann noch ungewollt eine Gewaltspirale los tritt, nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Sturmflimmern handelt im Grunde von zwei Handlungssträngen: Zum einen geht es um die Problematik der Gewaltspirale, die sich in der Gegenwart entwickelt. Hier gerät Sofia in eine Schlägerei mit dem Bruder ihres besten Freundes. Das der sich nicht einfach so von einem Mädchen verprügeln lassen will und nach einer Gelegenheit sucht, es ihr heimzuzahlen, wird schnell klar. Doch es stellen sich die Fragen: Wie weit wird David gehen? Kann er gestoppt werden?

Der zweite Handlungsstrang hat etwas mit dem Prolog zu Beginn der Geschichte zu tun. Urplötzlich werden Harriet und Schill nämlich von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sofia erfährt, wo sie die ersten Jahre ihres Lebens verbracht hat und was dafür gesorgt hat, dass ihre Eltern Hals über Kopf mit ihr fliehen mussten.

Mein Problem bestand hauptsächlich darin, dass die Handlungsstränge nicht gut miteinander verknüpft waren. Der Auftakt der Gewaltspirale wirkte auf mich unlogisch. Ich habe den Sinn dahinter wirklich nicht verstanden und hatte daher Mühe, die Steigerung der Spirale zu erfassen, weil für mich ja schon das erste Erlebnis keinen Sinn ergeben hat. Hinzu kommt auch die Auseinandersetzung mit Sofias Vergangenheit. Hier bekommt Sturmflimmern einen leichten Hauch von Sciene-Fiction. Plötzlich ist von einem Labor und Versuchen die Rede. Dieser Handlungsstrang wirkte für mich fehl am Platz. Natürlich konnte ich die Bedrohung rational nachvollziehen, jedoch kam sie bei mir als Leser nicht wirklich an.

Damit Sofias Vergangenheit auf mich präsenter gewirkt hätte, wäre ein neues Stilmittel besser gewesen. Moira Frank hätte beispielsweise abwechselnd aus der Gegenwart und der Vergangenheit erzählen können. Und das Kapitelweise. So hätte auch die Möglichkeit bestanden, einen Spannungsbogen aufzubauen. Die Handlungen bei Sturmflimmern waren entweder vorhersehbar oder kamen wie aus dem nichts, sodass ich mich fragte, was genau diese Handlung jetzt eigentlich soll.

Außerdem gab es ganz viele Wiederholungen, auf die ich im nächsten Punkt aber nochmal genauer eingehen werde.

Schreibstil
Viele Leser sind gerade aufgrund des Schreibstils beeindruckt von Sturmflimmern. Mich konnte der Schreibstil nicht packen. Allerdings durfte ich sehr viel während des Lesens lernen. Es gibt zwei Kapitel, die mir in dem Buch richtig gut gefallen. Zum einen der Prolog: Hier ist nicht klar, wer jetzt gut und wer böse ist. Befindet sich Harriet tatsächlich auf der Flucht? Oder versucht sie alle zu täuschen? Der Prolog riss mich mit und machte mich neugierig auf den Roman.
Das zweite Kapitel, das mir ebenfalls gut gefiel, berichtet von einer der ersten Verfolgungsjagden. Hier passiert vieles Schlag auf Schlag. Das Kapitel wirkte auf mich dynamisch und transportierte die Spannung der Situation.

Die meiste Zeit von Sturmflimmern plätscherte die Geschichte aber vor sich hin. Und zwar nicht in diesem bedrohlichen "Die Ruhe vor dem Sturm"-Plätschern, sondern eher in einer trägen Richtung. Moira Frank hat versucht eine Mischung aus Orts- und Naturbeschreibungen und dem Gefühlsleben der Charaktere hinzubekommen. Jedoch überwog entweder das eine oder das andere. Zudem neigte sie dazu, die Charaktere viel übereinander erzählen zu lassen. Wir bekamen aber nicht die Möglichkeit, die Entwicklung eines Charakters zu beobachten. Beispielsweise erzählte man Sofia viel über ihre Vergangenheit. Für den Leser bestand aber keine Möglichkeit zu überprüfen, wer von der Wahrheit sprach und wer sie nur für seine Zwecke manipulierte. Außerdem füllte Frank Seiten damit, dass sie uns die Charaktere erklären wolle. So erzählte sie von der Familiensituation von Sofias besten Freundes. Natürlich war das interessant zu lesen. Ich hätte es aber spannender gefunden, wenn ich Teil des Erlebens gewesen wäre.

Hinzu kamen auch die ständigen Wiederholungen in den Dialogen. Entweder es wurden belanglose Dinge gefragt bzw. gesagt. Oder die Charaktere beschränkten sich darauf, mit irgendwelchen Kraftausdrücken um sich zu werfen. Hier ist mir zum ersten Mal richtig bewusst geworden, dass Kraftausdrücke massiv an Bedeutung verlieren, wenn diese zu oft verwendet werden.

Was ich mir gewünscht hätte: Entweder Tiefe in den Dialogen oder Tiefe in der Beschreibung. Eines von beiden hätte durch das ersetzt werden sollen, was im anderen Teil fehlt.

Gesamteindruck
Es kommt wirklich selten vor, das ich einen Roman als unlogisch oder gar chaotisch einstufe. Normalerweise bin ich eher die naive Leserin und denke mir vieles zurecht, wo es eigentlich keinen logischen Zusammenhang mehr gibt. Aber bei Sturmflimmern hatte ich einfach mehr Fragezeichen als Antworten und fand es einfach schade, weil ich durchaus die Idee hatte, dass die Grundidee der Geschichte keinesfalls schlecht ist aber das ganze Potential nicht wirklich genutzt werden konnte. 

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privatesecretsophies avatar

Rezension zu "Sturmflimmern" von Moira Frank

Sturmflimmern
privatesecretsophievor 2 Jahren

Sofia ist 15 Jahre alt und lebt mit ihren 'Eltern' in einem kleinen Haus. Mit ihrem besten Freund Oscar geht sie auf eine Schule. Doch als sie dort mit seinem Bruder David zusammen stößt, beginnt alles mühsam Aufgebaute zu eskalieren...
Mir hat es nicht gut gefallen. Mir war es einfach zu unrealistisch, wobei es in jedem Buch unrealistisch ist. Hier jedoch war es mir zu strukturiert, zu unecht und einfach zu gewollt.Sofia allerdings mochte ich eigentlich ganz gerne. Auch ihre 'Eltern' habe ich echt ins Herz geschlossen. Nur die anderen Charaktere schienen mir zu einfach, zu unüberlegt zu sein.

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