Moira Weigel

 3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autorin von Dating.

Lebenslauf von Moira Weigel

Die Welt steht ihr offen: Moira Weigel wird 1984 in Brooklyn geboren. Ihren B.A. macht sie in Harvard mit Summa cum Laude, an der Yale University schreibt sie ihre Doktorarbeit. 2018 erscheint ihr erstes Buch, „Dating – Eine Kulturgeschichte“, für das sie lange Zeit intensiv recherchierte. Ihr Aufsätze und Artikel erscheinen in bekannten Zeitungen wie Die Welt und The Guardian. Zudem übersetzte sie beispielsweise Heinrich von Kleist und Werner Herzog ins Englische. Zusätzlich engagiert sich Moira Weigel für Feminismus. Sie lebt mit ihrem Mann in San Francisco.

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Moira WeigelDating
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Dating
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 (3)
Erschienen am 12.03.2018

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Rezension zu "Dating" von Moira Weigel

Vielschichtig und erhellend
Lesen_was_sonstvor 20 Tagen

Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen breitet die Autorin eine Kulturgeschichte des Datings aus. Umfassend, intelligent und kurzweilig werden die Balzrituale von Männlein und Weiblein in den verschiedenen Epochen beschrieben. Doch es bleibt nicht bei der blossen Beschreibung. Die Autorin geht einen Schritt weiter und bewertet die jeweils geltenden sozialen Do's und Dont's in Bezug auf die Bedeutung für die beiden Geschlechter. Sie zeigt auf, dass Dating für Frauen meist mit mehr Arbeit und für Männer meist mit mehr Vergnügen einherging.

 

Die Autorin zeigt ebenfalls die Entwicklungen und Strömungen auf, die in den nicht-heterosexuellen, nicht-weissen, nicht-Mittelklasse-Schichten entstanden und wie durch sie die Mainstream-Kultur des Datings beeinflusst wurden.

 

Erhellend waren ihre Ausführungen über die Auswirkungen von AIDS auf die Datingkultur, erschreckend die Schilderungen zu verschiedenen Dating-Apps, die heute gängig sind. 

Die Autorin bewertet auch eine ganze Reihe von in ihrer Zeit häufig gelesenen Ratgebern in Liebesdingen für Männer und Frauen. Die meisten kommen dabei nicht gut weg.

 

Der Autorin ist es ein Anliegen, auf die unterschwellige Frauenfeindlichkeit der meisten Dating-Tools hinzuweisen. Sie setzt sich dafür ein, dass gesellschaftliche Veränderungen (in Richtung umfassender Krankenversicherungen, Verbesserungen zum Mutterschaftsschutz etc.) notwendig seien, um zu mehr echter Gleichberechtigung beider Geschlechter zu kommen.

 

Das Buch hält, was es verspricht und hat mir das eine oder andere Aha-Erlebnis beschert.

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T

Rezension zu "Dating" von Moira Weigel

Schönes Cover, tolle Idee, aber die Umsetzung...
TaHavor 5 Monaten

Dating

Eine Kulturgeschichte

Moira Weigel (Autor)

Anna-Nina Kroll (Übersetzerin)

btb

erschien im März 2018

10 Euro

 Klappentext:

Früher hat man nicht gedatet. Erst als Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts allein in die Städte aufbrachen, um dort zu leben und zu arbeiten, änderte sich das. Die Geschichte des Datings ist also auch eine Geschichte des Feminismus. Und eine Geschichte ökonomischer Realitäten, die das Date schon immer maßgeblich beeinflusst haben und es bis heute tun. Moira Weigel hat die erste Kulturgeschichte des Datings geschrieben. Darin spricht sie über die ersten Kinos und besorgte Eltern, über Sex im Auto, Online Dating und was Romantik mit harter Arbeit zu tun hat.

 

Meinung:

Kulturgeschichten lese ich grundsätzlich gerne – warum also nicht mal über Dating. Mir ist bislang gar nicht in den Sinn gekommen, eine Kulturgeschichte des Suchens und Findens potentieller Partnern zu vermissen. Nun könnte man auch fragen: Ist Dating überhaupt Kultur? Und wenn ja – auf welches Kulturverständnis gründet diese Einsicht? Alleine an dieser Frage könnte man sich mit Herder und Co abarbeiten. In diesem Buch findet sich dazu: kein Wort!

 

Nach der Lektüre dieses „Wälzers“ stelle ich fest: Das Thema hat Potential. Aber das Buch ist keine Kulturgeschichte! Kulturgeschichten befassen sich mit dem Recherchieren, Erfassen und anschließenden Darstellen eines Gegenstandes abseits von Staats- oder politischer Geschichte.

Das, was hier vorgelegt wird, ist leider eine Ansammlung zusammenhangloser, unstrukturierter historischer oder brandaktueller Fakten mit Einwürfen aus Alltagsquellen, persönlichen Erfahrungen als Ich-Erzähler vorgetragen und Beispielen. In der Sache und Zeit wird hin und her gesprungen ohne ein für mich erkennbares System. Ich empfinde das als Durcheinander und habe wenig Spaß daran.

Das Cover ist wirklich nett gemacht und die Idee gut.

Fazit:

Wenn, dann ist es wohl eher eine Sozialgeschichte denn eine Kulturgeschichte. Aber eigentlich ist es einfach nur unstrukturierte Erzählung wenig ambitioniert vorgetragen und taugt als Beispiel dafür, wie es nicht geht. Schade! Das Thema hätte Potential gehabt.

Ab 8.6. auf meinem Blog mit Bild zu lesen: https://musikgarten-hammer.blogspot.de/

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